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6.8.14

Auch bei mir: Vogue 1027

Endlich! Jaja, es ist echt ansteckend, der Schnitt ist toll. Aber eigentlich wollte ich schon nach diesem Post von Melleni vom August 2012 dieses Kleid nähen, ich hätte sogar den gleichen Stoff hier. Wann ich den Schnitt gekauft habe weiss ich gar nicht mehr. 
Bei den Einzelschnitten hält mich manchmal dieses fiddelige Schnittpapier davon ab, gleich loszulegen. Ich pause grundsätzlich ab und habe dann den bescheuerten Ehrgeiz, die Bögen wieder in die gleichen Falten zu legen wie gekauft. Jede hat ja so ihren Spleen, gell? Also blieb er halt ungeöffnet, bis 2014.
Dieses Jahr erlebt der Schnitt regelrechte Lemmingqualitäten. Wer war die nächste? Jedenfalls folgten in kurzen Abständen Mema mit mehreren Versionen, Wiebke, ebenfalls Wiederholungstäterin, Grüneblume, Cat natürlich auch und zu guter letzt die ebenfalls schwangere Steffi, die die Babybauchtauglichkeit dann schonmal getestet und für gut befunden hat. (Ich hoffe ich habe keine vergessen)



Ich habe bei meiner ersten Version zur Sicherheit in der Taille eine Größe zugegeben, das hätte es  garnicht gebraucht, es ist ziemlich bequem so. Und auf den Fotos finde ich das Oberteil auch einen Tick zu lang. Komischerweise hatte ich das im Spiegel aber nicht so gesehen.


Leider habe ich meinen Fotografen hier ungünstig dirigiert, ist doch nicht so geschickt leicht von oben zu knipsen.



Im Spiegel sieht es nämlich nicht so misslungen aus. (Das auf dem SW-Foto rechts unten bin übrigens auch ich).


Also habe ich später nochmal mit einem anderen wesentlich kleineren Fotografen eine kleine Session gemacht. Da schien die Sonne offensichtlich in einem ungünstigen Winkel, das ist den kleinen Fotografen aber egal, die haben nämlich gar keine Lust auf fotografieren.


In echt ist der Bauch viel dicker. Oder fühlt es sich vielleicht nur so an? 
Toller Schnitt, tolles Kleid! Ich werde bestimmt noch weitere Varianten nähen. Evt. fasse ich bei der nächsten das Taillenband nicht komplett in die Taillennaht mit ein, den Sinn kann ich nicht ganz erkennen. Wäre es separat könnte man die Taille wirklich betonen. Mal sehen wie ich es mache, vielleicht hinten ein kleines Stück einfassen und den Rest als Band lose lassen.
Den Rock habe ich natürlich auch gekürzt, hat es überhaupt irgendwer in der Originallänge gelassen?
Der schöne Stoff ist aus Berlin aus meinem Maybachufer-Carepaket.

27.7.14

Ein Lebenszeichen und ein neues Kleid Simplicity 1028

Ja, ich lebe noch und das Baby ist auch noch nicht da! Könnte ja sein, daß man sich bei einer Schwangeren so seine Gedanken macht, wenn man ein paar Wochen nichts hört, war keine Absicht.
Wie schon erwähnt finde ich die Hitze nicht so toll und meiner sonst gewohnten Produktivität etwas hinderlich. Aber immerhin habe ich neben Kleinkram auch ein Kleid fertig bekommen.
Schon vor ein paar Wochen habe ich mir gedacht daß es jetzt mehr Sinn machen würde, Sachen für Wochenbett und Stillzeit zu nähen, also irgendwie vorne zu öffnen und überlege, welche Schnitte dafür in Frage kommen. Gerade für die erste Zeit nach der Geburt habe ich mir etwas gewünscht, was man schnell an- und ausziehen kann, um nicht den ganzen Tag im Nachthemd rumhängen zu müssen (Dafür wäre auch ein Morgenmantel toll, habe ich auch noch nicht). Es gab in den 40er und 50er Jahren sehr hübsche Hauskleider-Schnitte, im Prinzip wie Wickelkleider (dann gebunden) oder Hemdblusenkleider (geknöpft) geschnittene Kleider in der typischen Silhouette. 



Bei Etsy habe ich diesen Schnitt erstanden, Simplicity 1028, er ist laut einer Bleistiftnotiz von 1954.
Im Schnitt gibt es eine geknöpfte und eine gebundene Variante, weil ich das Kleid jetzt schon anziehen wollte, habe ich Bindebänder dran genäht.


Der Schnitt ist überhaupt nicht als Umstandsschnitt gedacht, deswegen sitzt es jetzt nicht perfekt. Das ändere ich lieber später nochmal wenn ich wieder eine irgendwie geartete Taille habe.



Aber grundsätzlich ist das Kleid recht bequem.

So sieht der Bauch inzwischen von der Seite aus. Das Kind darf noch zwei Wochen weiter wachsen, puh, inzwischen stört er auch beim Sitzen ein bisschen.

Der Kragen ist komplett angeschnitten und sitzt daher auch nicht so supertoll, das war damals aber ziemlich üblich, ich hatte schon einige solche Schnitte. Wahrscheinlich nähe ich noch später 2-3 Knöpfe dran, bisher ist der Ausschnitt mit einer schnöden Sicherheitsnadel gesichert.


Das Oberteil habe ich noch vor dem Zuschnitt einer ausgiebigen Änderung unterzogen, die Schulterpartie habe ich an meinen Basisschnitt angepasst, für die Brustabnäher habe ich mich an zahlreichen Messungen orientiert und eine FBA gemacht. Trotzdem saß es aus dem Originalstoff dann nicht, ich habe ordentlich an Weite wieder rausnehmen müssen. Vielleicht liegt das an der im Moment nicht vorhandenen Taille? Keine Ahnung. Guter Sitz ist es auch jetzt noch nicht, aber wie gesagt, das ändere ich lieber, wenn das Baby nicht mehr so "aufträgt".


Unter den senkrechten Brustabnähern habe ich im Rockteil kleine Fältchen eingebaut damit der Bauch jetzt besser reinpasst, sieht man leider auf den Fotos nicht so gut.


Die roten Paspeln gefallen mir gut, ganz schönes Gefummel die so um die Ecken des Kragens zu legen. Ich habe Fertigpaspel genommen die an den Ärmeln leider etwas knapp wurde. Da habe ich den Saum etwas einhalten müssen, damit es gerade so reicht. Dafür sind die Ärmelsäume jetzt etwas spack, tja, alles kann man nicht haben.
Die Ärmellänge habe ich pie mal Daumen abgeschnippelt, im Schnitt sind sie viel länger.
Die schrägen aufgesetzten Taschen musste ich der Stoffknappheit opfern, schade, die finde ich eigentlich schön. Vielleicht gibt es ja noch eine Variante!
Der Stoff ist von Karstadt, eine dünne Baumwolle vom Angebotstisch. Das Kleid ist mit dünner Ikea-Gardine gefüttert, sonst wäre es zu durchsichtig. 

So, liebes Kind, darf ich meinen Blogbesuchern denn bald mal Deine Sachen zeigen? Ein bisschen Umräumen im Nähzimmer und Suchen auf dem Speicher müssen wir noch, aber das meiste hat schon seine Runden in der Waschmaschine gedreht. Hach, diese winzigen Sächelchen!

2.7.14

MeMadeMittwoch am 2.7.2014 im Knipkleid


Voilà, mein neuestes Lieblingskleid! Hat was griechisches sagt mein Mann, naja, das kann sein. Es ist sehr bequem finde ich, und schön luftig. Ich trage es seit Samstag durchgehend, hüstel. Wie lange tragt ihr so Eure neuesten Lieblingswerke?
Seit ein paar Wochen schon lag das Schnittmuster für dieses Kleid fertig kopiert bereit, aber erst dank eines tollen Stoff-Care-Pakets aus Berlin konnte ich mich ans Nähen machen, ich hatte schlicht keine ausreichende Menge da.


Es handelt sich um das Titelmodell aus der Juni- Knipmode (hier auch als Downloadschnitt zu haben), also kein Umstandskleid im eigentlichen Sinn. Ich weiss jetzt auch garnicht mehr wie ich das abgepaust habe, ist schon zu lange her, ich glaube ich habe kaum Änderungen vorgenommen, wahrscheinlich ab Taille eine Größe mehr oder so.


Der Schnitt ist ganz schön tricky, deswegen frisst er auch soviel Stoff und ich hatte schon bei  Zuschneiden einen Knoten im Hirn. Ich war sehr dankbar über die Fotoanleitung hier und kann nur empfehlen bei evt. Interesse die Anleitung abzuspeichern, ewig wird die auf der HP nicht vorgehalten werden.


Das oberste Teil ist das Vorderteil, das liegt mit der Ausschnittkante nach oben (!!) auf dem Stoff, die anschliessende Kante rechts abwärts ist die Schulternaht, der Bruch ist gefühlt in der Taillennaht. Das unterste Teil, das vordere Rockteil, wird mit den zwei oberen Streifen mit dem Oberteil verschlungen. Der Strich rechts soll das Taillenband sein, da fehlt was im Druck, bei der langen Version (Modell 16) stimmt die Zeichnung.


Der Knoten wird dank meines Bauches etwas auseinandergezogen.
Änderungen: Ich habe den Ausschnitt weiter nach oben zugenäht. Ausserdem habe ich am oberen Vorderteil ein Stück von oben (Schulter) weggenommen. Das Teil liegt so auf dem Stoff, daß die Querrichtung des Stoffes vertikal verläuft. Das führt dazu, daß es sich sehr in die Länge zieht (quer ist Jersey je nach Material wesentlich dehnbarer als längs). Ich könnte sogar noch etwas wegnehmen, das mache ich vielleicht nächstes Jahr. Hinter dem Knoten gab es bei meinem Kleid ein Loch, da wo die Teile aneinanderstossen, das habe ich einfach zugenäht, teils mit der Maschine, teils im angezogenen Zustand von Hand. 



Der Stoff ist so hübsch! (Winke zu Cat und Lotti!) Die Ausschnittkanten werden einfach umgeschlagen und festgenäht. Die Rückansicht ist ganz schlicht und wird mit Bindebändern in Form gehalten.


Ich hatte ja ein bisschen Sorge, daß der Knoten aufgrund der geballten Stoffmengen vielleicht nerven könnte, ist aber nicht so, das Kleid trägt sich wunderbar!



Alle anderen bei der wunderbar blumig gewandeten Wiebke im MMM-Blog.
Heute ist schon der vorletzte MMM, huch! Bei uns ist noch Schule bis Ende Juli. Da muss ich mir doch für nächste Woche nochmal was nettes einfallen lassen.

25.6.14

MeMadeMittwoch am 25.6.2014

Heute zeige ich Euch die zweite Variante des Kleides von vor zwei Wochen (Schnitt aus der Knip 6/13). Diesmal aus dem Stoff den ich beim erstmal Nähen nicht finden konnte. Er hatte sich ganz nach hinten an die Schrankwand gedrückt, zusammen mit einem anderen den ich auch schon als vermisst melden wollte.


Das hat ihm alles nichts genützt, jetzt war er fällig. Es ist ein ziemlich dünner millefleurs-artig bedruckter BW-Stoff, nicht so richtig weich, deswegen hatte ich doch Zweifel an der Baumwolle, aber heiss bügeln liess er sich. Einlagig verarbeitet wäre der Stoff zu durchsichtig, für heisse Tage wollte ich aber kein Unterkleid drunter ziehen, also habe ich einfach alles gedoppelt, dafür hat die Menge gerade so eben gereicht, der innere Rock ist kürzer als der äussere.


Nächstes Jahr freue ich mich bestimmt über die Bilder auf denen man die Ausmaße des Bauches ein bisschen sehen kann. Noch 7 Wochen. Ob das Kleid bis zum Schluss passen wird?


Der Schnitt würde sich auch toll für ein Maxikleid eignen, aber ich fürchte das sieht in schwanger dann nur unnötig tonnenförmig aus. Ausserdem ist es so kurz schön luftig.




Und noch ein paar Details an der Puppe. Bei diesem Kleid habe ich die Original-Träger angenäht, wie gewohnt habe ich wegen meiner hohen Schultern dafür Größe 46 zugeschnitten und das war fast einen Tick knapp.


Trotz des dünnen Stoffes sind die Falten am Bustierteil nicht als Falten tragbar, ich hab sie auch hier zugesteppt.


Die Fotos sind wegen der Abendstunde etwas blaustichig. Ausser der Trägervariante habe ich dieses Kleid genauso genäht wie das erste. Der Stoff ist sehr unnachgiebig und deswegen ist die obere Bustierkante fast ein bisschen  zu eng, aber im Moment stört mich das nicht.



Alle anderen finden sich im MMM-Blog mit der Unterrock-gewand(e)ten Meike

11.6.14

MeMadeMittwoch am 11.6.2014



Nachdem ich mit den Jerseykleidern ja noch basicmässig gut versorgt bin, hatte ich für heisse Tage eigentlich auf meine zwei Loreleys gesetzt, schliesslich sind die ja klassisch empirelinig geschnitten, für den Bauch wäre also Platz. Neulich habe ich dann euphorisch mal eins aus dem Schrank gezogen, tja, Pustekuchen! Ich hab mir die so auf den Leib geschneidert, daß ich sie nicht mal ansatzweise zu bekomme, das war wohl nix...
Nach dem ersten ärmellosen Jerseykleid musste also noch was luftiges her, gerne aus Webstoff. Letzte Woche plante ich daher ein Loreleyartiges Kleid nach dem Beilagen-Knipschnitt von letztjährigem Juniheft, Bustierartiges Oberteil mit weitem Rock.
Auch das stand zunächst unter keinem guten Stern, ich hab wie wild einen bestimmten Stoff gesucht, weich fallend, dünn mit kleinem Blumenmuster, ideal für den Schnitt. Den habe ich schon eine Weile hier, aber jetzt wollte er sich partout nicht finden lassen, verschwunden! (Mittlerweile habe ich den halben Schrank einfach ausgeräumt und da kam er dann doch zum Vorschein, von ganz hinten, zusammen mit einem anderen den ich auch schon vermisst hatte, immerhin nicht im Tran mal aus Versehen entsorgt oder so)

Also habe ich leicht zähneknirschend umgeschwenkt zu einem veilchenblauen Leinengemisch was ich in großer Menge mal günstig irgendwo erstanden habe. Zuerst dachte ich, der ist vielleicht einen Tick zu dick, aber Leinen trägt sich ja angenehm und die Farbe passt so gut zum Sommer. Einen Versuch sollte es doch wohl wert sein.
Die zugeschnittenen Teile landeten im Nähzimmer auf dem Bügelbrett und beim zweiten Mal hingucken bot sich dieses Bild. Das konnte ich so doch nicht stehen lassen, die zwei Stoffe sind ja wunderbar zusammen! 


Über Paspeln bin ich allerdings nicht rausgekommen bisher aber die machen sich sehr gut. Ich finde das Rockteil jetzt einen Tick zu kurz, vielleicht setze ich noch einen Streifen Blümchenstoff an, mal sehen. Mit Leggings geht es auch so, aber ohne ist es mir eigentlich etwas zu beinfrei, hust. Ehrlich gesagt ist mir das schon auch Wurscht meistens irgendwie, Hauptsache luftig bei 35°C aufwärts, oder?  Aber wenn sich der Stoff für ein Extraschmankerl doch so anbietet! 
(BTW: Gestern habe ich zufällig einen Post gelesen von einer Frau die ganz tapfer durchs Leben geht mit zu kleinen und bestimmt echt total hässlichen Füssen (auf den Fotos sahen sie ganz normal aus, aber vielleicht bin ich da nicht so der Experte). So eine mutige Frau! Ich meine, hässliche Füsse sind schon ein Schicksal, mit dem man erstmal klarkommen muss, oder? Da kann man sich schonmal öffentlich beklatschen lassen ob soviel Tapferkeit und Mut, die trotzdem in Sandalen zu stecken so dass sie jeder sehen könnte... WTF??? Sorry, das musste jetzt sein, ich bin immer noch etwas sprachlos, hat man ab 30 echt noch solche Probleme?? Seht her, ich zeige sogar meine Oberarme!! Ok, ich bin ja schon still. *offtopicmodusoff*)


Heute war mal wieder Arzttermin und das Wartezimmer war leer, da hab ich den Garderobenspiegel zum Knipsen benutzt.


Nach zwei Tagen fallen die Falten vom Rockteil auch schön runter, anfangs hatte ich schon etwas Angst, dass es zusehr aufsteht. 

Im Original hat das Kleid schmale Träger, ich wollte aber mal was à la Cambie Dress probieren, da gefallen mir vor allem die Flügelärmelchen so gut. Dafür habe ich mir ein Schnittmuster gebastelt und das ganze dann an mir solange abgesteckt, bis es sass. 
Das war dann doch etwas schwieriger als gedacht. Im Prinzip handelt es sich um einen rechteckigen Streifen, gedoppelt mit dem Blümchen Stoff, hier habe ich einfach die Nahtzugaben so abgenäht, daß der Blümchenstoff auf der rechten Seite über den Rand guckt. Den Streifen wollte ich an beiden Enden einkräuseln.
Damit mir diese Ärmelchen nicht von der Schulter rutschen müssen sie fest sitzen, hinten musste ich dafür am äusseren Rand ein Stück nach unten wegstecken. Vorne habe ich ewig rumprobiert, vor allem wollte es mir überhaupt nicht gelingen, die Träger mit Ausschnitt und Beleg zu verstürzen. Ich habe einfach keinen Winkel hinbekommen, der verstürzt das ergab was ich haben wollte. Am Ende habe ich im verstürzten Ausschnitt einfach eine Lücke gelassen, die Träger so eingesteckt wie es ein sollte und das dann von rechts abgesteppt.

Beim nächsten Kleid nach dem Schnitt werde ich vielleicht die obere Ausschnittkante noch etwas modifizieren, vielleicht die Spitzen nicht so hoch, dafür etwas höher unter dem Arm, da ist es mir fast ein bisschen zu weit ausgeschnitten. Und dann würde sich das auch mit dem Träger noch anders machen lassen, mal sehen.


Immer wieder schön: Partout nicht auszubügelnde Stoffbruchkanten. Im Rockteil sind auch welche.
Die Falten im Bustierteil hab ich kurzerhand zugenäht, das gab so komische Beulen bei dem dicken Stoff. Perfekt ist auch da anders, aber der Plan war eigentlich was legeres fürs Schwimmbad und so.


Das Kleid hängt nur schief auf der Puppe! Im Rückenteil ist in der oberen Kante laut Schnitt ein Gummizug, den habe ich auch reingenäht, verbessert den Sitz ohne einzuengen. Wie man sieht ist es dauergetragen seit Samstag.
Und Taschen habe ich noch hinzugefügt, immerhin noch eine Blümchengelegenheit.


Das Kleid ist sehr bequem, luftig und doch angezogen, sitzt passt wackelt und hat Luft. Ein Glück hatte ich die Idee mit dem blauen Stoff!

Alle anderen heute im MMM-Blog bei der wunderbar bedirndelten Julia! Der Dirndl-Sew-Along wird bestimmt toll. Ich wäre ja sofort dabei, aber ich fürchte im Sommer bin ich anderweitig beschäftigt ;-)


4.6.14

MeMadeMittwoch am 4.6.2014

Eigentlich wollte ich Euch heute ein Remake des Fotos mit der alten Lok von hier präsentieren, das hat nicht ganz geklappt, LOL. Am Samstag waren wir auf einem Dampfzugspektakel und sind sogar mitgefahren, aber da sind natürlich viel zu viele Leute, als daß man schicke Outfitfotos vor alten Lokomotiven machen könnte...



...oder halbwegs entspannt in die Kamera gucken kann. Aber jetzt zum Gewand. "Schon wieder ein dunkelblaues Jerseykleid, wie langweilig!" höre ich euch schon rufen, ja langweilig, und ich wohne praktisch darin! Ich liebe es!! Der Stoff hat nicht gereicht, deswegen hat es einen breiten grauen Saum bekommen müssen und wenn die Not die Idee nicht geboren hätte, müsste ich das wohl extra so machen, denn ich finde es genial! Aber von vorn:
Wie schon erwähnt passe ich immer noch halbwegs in viele meiner Jerseykleider, was ein Glück! Und wenn ich ehrlich zu mir bin ist dieser Schnitt aus 2012 der, den ich am häufigsten trage, evt. auch der den ich am häufigsten genäht habe? 3 Kleider mit Ärmelchen (letztes Jahr gab es noch ein dunkelblaues) trage ich sommers wie winters, dann mit Jacke und Stiefeln, das rotgemusterte ohne Ärmel ist ideal für den Sommer, allerdings mag ich das Muster nicht so furchtbar gern.
Jetzt, im entspannten Zuhausebleibmodus trage ich sowieso eigentlich nur Bequemkleider, mit denen kann man sich nachmittags auch mal ins Bett legen und überhaupt, da musste noch so eins her, ohne Ärmel.


Ein Meter blauer Jersey, fliessend, weich, aus BW mit Elasthan nehme ich an, hat gereicht für eine gekürzte ärmellose Version. Ich habe am Oberteil ein bisschen in alle Richtungen zugegeben, nicht viel, der Stoff gibt gut nach. Für den Saum hatte ich nur dünnen Viskosejersey in einer passenden Farbe, den habe ich doppelt genommen, einfach ein breites Stück zum Ring geschlossen, in der Mitte gefaltet und als Saum angenäht.
Dazu trage ich selbstverständlich Leggings :-) und eine taupefarbene Jerseyjacke ohne Verschluss, ein  schnelles Überzieherle, auch nach Knip, schon älter.


Noch eine bunte Kette dazu und schon ist man für eine Dampfzugfahrt fast schon overdressed.

Alle anderen in blauen und nichtblauen Kleidern finden sich heute mit Lucy im Pagodenkleid (ich habe auch eins, aber in rot!) auf dem MMM-Blog

25.5.14

Meine Nähmode 3/13 Kleid 38 oder New Look 6001



Endlich mal wieder ein Post! Kommt mir ewig vor, seit ich was geschrieben habe. Ich weiss, diese Jammerei ist eigentlich reichlich unnötig, aber eigentlich wollte ich das nicht so und hätte auch einiges zu zeigen. Leider komme ich nicht ganz so zum Nähen wie ich das gehofft hatte, ausserdem zeigt sich gerade in letzter Zeit ein leichter Hang zum Verzetteln (in meinem Nähzimmer warten ein Unterkleid, zwei fast fertige Quilts, ein Bikini und ein Sommerkleid auf akute Vollendung, abgesehen von den "eigentlich wollte ich eben noch schnell"-Plänen, zu denen ich das Material nicht wegräumen kann). Da hat man ständig was unter dem Nähfuss, aber fertig und vorzeigbar wird nichts davon. Ok, jetzt also dieses Kleid, immerhin.
Zwar habe ich theoretisch im Moment ja ziemlich viel Zeit, weil ich nicht arbeiten muss/darf, aber morgens dauert es wegen meines niedrigen Kreislaufs ziemlich lange bis ich überhaupt in die Gänge komme und dann ist es so, daß ich letzte Woche ziemlich spontan beide Kinder von der Ganztagsschule abgemeldet habe und das bedeutet doch eine ordentliche Umstellung. Der Erstklässler muss um 12Uhr von der Schule abgeholt werden, da ist mein Tag eigentlich gerade erst losgegangen (jaja, Schwangeren-Luxus-Lotterleben, weiss ich, aber ich bin eine absolute Nachteule und das passt zu meinem Beruf mit den Opern-Abenddiensten sonst ganz gut). Jetzt betreue ich also das erste mal die Hausaufgaben meiner Kinder und koche jeden Tag. Das ist zwar ungewohnt und schon an die Organisiererei muss ich mich erst gewöhnen, aber es gefällt mir gar nicht so schlecht. Immerhin habe ich jetzt und wahrscheinlich das ganze nächste Jahr ausnahmsweise die Möglichkeit dazu und das werde ich dann halt einfach mal geniessen, auch wenn ich nicht der Typ bin, der abends mit "nur" erledigter Hausarbeit glücklich ins Bett fällt. Irgendwie werde ich das hinkriegen, nachmittags oder abends einzwei Stündchen nähen, in den letzten Tagen hat es auch geklappt.


Ich trage heute ein Kleid aus der Meine Nähmode vom letzten Herbst. Eine Sorte Schnitt die ich immer schon liebe, Wickel-Oberteil, angekräuselter Rock, ein Dauerbrenner. Heute morgen habe ich bei der Konfirmation ein bisschen Oboe gespielt, evt. das letzte Mal mein Instrument ausgepackt für lange, wer weiss, da sollte nochmal ein Sonntagskleid her.


Den Stoff hat mir meine Mutter vom Stoffmarkt mitgebracht, es war einer dieser 1,5m-Coupons für 5€. Beim Zuschneiden durfte ich netterweise feststellen, daß er 1,8m breit liegt (!!). Beim nächsten Stoffmarkt-Termin decke ich mich mit denen ein, die Qualität ist super, nicht zu dünn, genau richtig. Der braue Dekostoff ist ein Rest eines Viskose-Flutschjerseys.


Am Rock habe ich ein bisschen an Weite zugegeben, nicht viel, ausserdem im Vorderteil eine Rundung nach unten, jetzt sieht es aus als ob der Rock schief wäre. Egal! Die Länge ist etwas kürzer als im Schnitt vorgesehen.


Wie zu erwarten war ist das Kleid wunderbar bequem, es fällt evt. einen Tick groß aus, ich habe an den angeschnittenen Ärmeln ein Stück nach oben abgenäht, ganz so bademantelig braucht es dann doch nicht sein.


Meine Kompressionsstrumpfhose passt 1A dazu, oder? ODER?





Für hinten werden in der Taille zwei Bindebänder mitgefasst, da das Kleid eher weit ausfällt ist das ein willkommenes Taillierungsfeature. Ehrlich gesagt finde ich diesen Dickseinszustand etwas ätzend. Manchmal. Nur ein bisschen.




Hier die Schemazeichnungen im Heft, der Schnitt ist nicht explizit für Jerseys, vielleicht sollte man eine knappe Größe kleiner nähen, wenn man keinen festen Stoff nimmt. Der Schnitt ist New Look 6001 als Einzelschnitt, taucht aber leider nur in der Out of Print-Liste auf.