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25.1.15

Sonntagskuchen mit Nuss-Blume


Heute gab es bei uns diesen Kuchen. Eigentlich heisst das Ding Nutellablume, aber ich hab es statt mit Nutella mit eine Nuss-Schokofüllung gemacht.


Das Tablett mit dem Backpapier war nur die Transportverpackung, aber bis zur Kuchenplatte hat er es nicht mehr geschafft. Wenn man als Stücke die Zöpfe abschneidet, bleibt zum Schluss ein Stern übrig. Nett, gell?

Ich hab mich an einem erprobten Hefeteigrezept mit Eiern orientiert, die Füllung hab ich pie mal Daumen gemacht.
Ich versuche es mal aufzuschreiben:

Hefeteig

450g Mehl
60g Zucker
1 Päckchen Trockenhefe
60g Butter
2 Eier
ca. 100ml Milch, evt. etwas mehr
1 Prise Salz

Für Hefeteig schmeisse ich einfach alles zusammen in die Küchenmaschine. Die Milch wärme ich leicht an, die Butter schneide ich klein. Der Teig sollte eine Weile klebrig aussehen beim Kneten, wenn er das nicht tut muss man noch etwas Milch zugeben.
Nach 10 Minuten kneten warm stellen und etwa 30 Minuten gehen lassen.

Füllung:
 100g Haselnüsse
40g dunkle Schokolade
3El Zucker
2 El Rohrohrzucker
1 gehäufter TL Ingwer (vielleicht mehr damit man es besser schmeckt, oder weglassen wenn man es nicht mag) oder Zimt
2 El Frischkäse

----Alternativ kann man den Kuchen wie im Original einfach mit Nutella bestreichen.
Ich habe ihn auch mal mit fertiger Mohnfüllung bestrichen, war auch lecker!

Die trockenen Zutaten habe ich im Mixer eine Weile gemahlen, zwischendrin alles von den Seiten noch mal runterschaben und neu mixen.
Anschliessend in einer Schüssel mit dem Frischkäse vermengen.

Den gegangenen Teig in vier Portionen teilen, eine in Kuchengröße rund ausrollen, ein Drittel der Füllung gleichmässig drauf verteilen, die zwei nächsten Portionen ausrollen und mit Füllung bestreichen und auf die erste stapeln. Die letzte Portion ausrollen und als Deckel draufsetzen.


Die Blume geht ganz einfach zu formen:
In die Mitte einen Platzhalter legen, z.B. einen Deckel. Von diesem Deckel abgehend den Kuchen in 16 gleichmässige Stücke teilen, bis unten durchschneiden. Jetzt immer zwei nebeneinanderliegende Streifen um 360° (also einmal ganz rum) drehen, den linken nach links, den rechten nach rechts. Die Spitzen muss man ein bisschen zusammendrücken wie bei einer Blütenspitze.

Bei 180°C ca. 20 Minuten im Ofen backen. 

Gutes Gelingen!

10.7.14

Rückblick Juni


Auch wenn es nicht wirklich viel zu berichten gibt, möchte ich die Monatsrückblicke gerne beibehalten, mit wachsendem Bauch hat so eine kleine monatliche Aufzeichnung doch eine andere Bedeutung. Achtung, jetzt kommt erst mal ein Stück jammeriger Schwangeren-Content, wer darauf keine Lust hat, kann getrost bis zum nächsten Foto runterscrollen und dort weiterlesen!

Anfang Juni habe ich die 30-Wochen-Marke der Schwangerschaft übersprungen. Inzwischen finde ich auch meinen langweiligen arbeitsarmen Hausfrauen-Alltag ziemlich beschwerlich (dieses Wort kommt mir nur im Schwangerschaftszusammenhang in den Sinn) und ein paar Sachen die ich mir für die Zeit jetzt vorgenommen hatte musste ich mir schlicht versagen, es ging kräftemässig einfach nicht, das hatte ich mir Anfang des Jahres noch ganz anders vorgestellt.
Ich habe die vorherigen Schwangerschaften längst nicht so anstrengend in Erinnerung. Als ich mit meinem zweiten Sohn schwanger war, war ich Anfang Mai (ET damals Mitte Juli) noch auf einer kurzen Konzertreise in Paris, mit Metrofahren und so (Ihr kennt das vielleicht, dort gibt es quasi keine Rolltreppen. Dafür hat mir jeder männliche Fahrgast in der Bahn sofort den Platz freigemacht, das fand ich sehr beeindruckend). Klar, ich bin da auch nicht elegant die Treppen zum Eiffelturm hochgehüpft, aber es ging eigentlich insgesamt ganz gut und war eine schöne Reise.
Für diesen Juni hatte ich mir gewünscht, nochmal einzwei Tage nach Berlin zu düsen, meine Oboe bei der Werkstatt abholen, Stoff kaufen, Freunde treffen, hach das wäre schön gewesen! Die Zugfahrt wäre kein Problem gewesen, aber ehrlich gesagt kann ich sozusagen kaum noch laufen oder Treppen steigen. Wie eine alte Oma, schrecklich! Wenn ich längere Wegstrecken in der Stadt (länger im Sinne von ein paar hundert Meter) zu Fuss zurücklege, sitze ich abends mit schmerzendem Schambein auf dem Sofa, das kann ja auch nicht gerade gesund sein. Im Haus überlege ich bei jedem Gang in ein anderes Stockwerk, was ich noch mitnehmen kann um weitere Wege zu sparen. Oder ich schicke gleich eins der Kinder, wenn ich nur was holen will. Es ist ein bisschen tagesformabhängig, wird aber zunehmend schwieriger.
Schlafen geht auch nicht mehr so gut, das liebe Kind hat eine sehr regelmässige Wachzeit um kurz nach Mitternacht und da ich sowieso schlecht einschlafe liege ich jetzt oft bis nach eins wach im Bett.
Netterweise hatte mein Mann im Juni zwei Wochen frei, so konnte ich da wenigstens morgens länger schlafen, weil er dann die Kinder in die Schule verfrachtet hat.
Eine seltsame Einrichtung, diese wachen Nächte, das kennt wohl jede Schwangere. Üben fürs Kind, da könnte ich ehrlich gesagt drauf verzichten (die Säuglingszeit fand ich diesbezüglich übrigens auch beide Male nicht so schlimm, nächtliches Stillen dauert längst nicht so lange wie dieses im Bettrumgewälze). Ich schreibe das garnicht so gern, jammern liegt mir nicht. Und ich möchte wirklich nicht undankbar sein, immerhin geht es mir sonst gut, die Ärztin hat nichts zu beanstanden, das Kind entwickelt sich prächtig, darüber bin ich wirklich sehr froh! Aber irgendwie hatte ich mir das halt anders vorgestellt, wenn ich nicht von Beginn an nicht hätte arbeiten dürfen, wäre ich erst im Juli in Mutterschutz gegangen, das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, Chapeau an alle die das müssen!

Es gibt zum Glück auch schöne Seiten am Schwangerendasein, so ist es ja nicht. Ich fühle mich z.B. erst jetzt so richtig "zu zweit", das Kind ist inzwischen so groß daß ich jede Regung spüre und mir ständig klarmacht, daß da ist wirklich eine lebendige Nr.3 in mir wohnt. Eine ganze Zeit lang vergisst man das ja mal über Tag oder man spürt solange keine Bewegung, wenn das Kind noch viel Platz hat, daß man sich sofort Sorgen macht. Inzwischen wäre es ziemlich problemlos lebensfähig, wenn es aus irgendeinem Grund jetzt schon auf die Welt müsste, ein beruhigender Gedanke.
Es sitzt meist in der Gebärmutter, also kann man den Kopf und manchmal die Füsse am Bauch ertasten, das finden auch die Jungs spannend. Bewegungen spüren ist für andere eher schwierig, es hört sofort auf, sobald eine Hand auf dem Bauch liegt. Ob es das schön findet? Neulich haben wir mal versucht, mit einer Taschenlampe seine Aufmerksamkeit zu wecken, ich hatte gelesen, daß sie darauf reagieren würden. Die Jungs fanden es totlustig und leuchteten mit viel Geduld auf alle Seiten des Bauches, eine richtige Reaktion konnte man allerdings nicht feststellen, vielleicht sollten wir es mal mit einer höheren Wattzahl versuchen.
 Ich habe mir vorgenommen, die Babysachen erst in Woche 36 vom Speicher zu holen, vorher könnten wir auch nicht in die Wunschklinik, die hat nämlich keine Kinderklinik, das wäre dann also eher eine Notfallsituation.
Ein Babybay (Beistellbett) bekommen wir von meiner Schwägerin, ansonsten ist eigentlich alles da. Ein bisschen gespannt bin ich schon auf das was in den Kisten schlummert, 7 Jahre ist es her, seit die Sachen benutzt wurden.
Ich hatte einen Vorbesprechungs- und Kennenlerntermin mit meiner Nachsorge-Hebamme, das war erfreulicherweise sehr nett. Wir haben beim letzten Kind noch woanders gewohnt, deswegen musste ich mich hier neu umhören und da der ET in den Schulferien liegt war ich zunächst froh, daß ich überhaupt problemlos eine gefunden habe.
Und ausserdem haben wir in der Geburtsklinik eine Termin-Besprechung und eine erste Untersuchung gemacht. Wie schon erwähnt wird das Kind per Kaiserschnitt geholt und da mein zweiter KS kein Spaziergang war lag mir viel an diesem Gespräch. Alle Ängste sind jetzt nicht gerade ausgeräumt, das wäre wohl auch ein bisschen viel verlangt, aber ich konnte alles ansprechen und mein Wunscharzt ist nicht in Urlaub, da habe ich also auch ein paar Fragezeichen weniger.


Was gibt es noch vom Juni zu erzählen? Weil ich die geplante Berlin-Reise streichen musste, haben zwei ganz liebe Berliner Nähnerds einen Gang über den Maybachufermarkt für mich gemacht. Von Herzen kam nicht nur die Verpackung, ich habe mich riesig gefreut, ein großes Überraschungspaket auspacken zu dürfen. Jetzt bin ich hoffentlich bis Ende des Jahres gut versorgt, den untersten Stoff habe ich ja schon vernäht. Ich winke nochmal nach Berlin zu den beiden Damen, großer Nähnerdflausch!!


Bis zur Geburt wollte ich gerne zwei Quilts fertig genäht haben, da bin ich ziemlich im Plan kann ich sagen. Das Top (die Vorderseite) vom Ocean Waves-Langzeitprojekt ist zusammengesetzt, da fehlt nur noch eine weisse Umrandung, ausserdem habe ich einen neuen Schwimmbad- oder Gartenquilt fertig genäht, der lag auch schon eine Weile in Teilen hier. Den Arbeitsablauf für dieses Top wollte ich als Tutorial veröffentlichen, das kann ich jetzt ja machen. Ein schnelles Quilttop aus großen Resten oder alter Bettwäsche, wie schon der erste. Ich finde ihn wundervoll, irgendwas habe ich wohl mit Zickzack (jaa, er passt zu meinem Bikini!!).
Ausser dem Bikini habe ich drei Kleider genäht, mir kommt das ja eher wenig vor, aber vielleicht bin ich zu ungeduldig. 


Eingekocht habe ich diesen Monat nur Himbeer-Johannisbeer-Gelee. Das habe ich letztes Jahr zum ersten mal gekocht und ich finde es fast noch besser als reines Himbeergelee. Die Früchte kommen in den Heissentsafter und werden dann verkocht, so hat man keine nervigen Kerne drin. Das Verhältnis ist etwa 2 zu 1 / Himbeeren zu Johannisbeeren, oder noch etwas mehr Himbeeren, sehr zu empfehlen!


Abgesehen von der erschöpfenden Hitze geniesse ich den Sommer sehr, ich ernähre mich weitestgehend von kiloweise Wassermelone, Beeren mit Joghurt und Wasa-Crackern. Trinken tue ich sowas wie alkoholfreien Caipirinha, gerne mit Holundersirup oder mit Minze-Limettesirup, auch eher literweise. In der Schwangerschaft wird man ja gleichermassen genügsam und anspruchsvoll (wehe, es sind keine Wasa-Cracker mehr im Haus...!!)

Danke fürs Lesen!

27.9.13

Esst mehr Hafer!

Noch irgendwo Brei-Fans unter uns? Meine Entdeckung des Monats habe ich in der Haferflockenabteilung des selten angesteuerten großen Supermarktes gemacht, es ist von Koelln und die haben das 'Kölln&' getauft, aber das ist Porridge! 
Ich bin ein totaler Breifan und liebe Porridge, ich war schon sehr glücklich über die Sorten von MyMuesli die ich irgendwann in einem Blog entdeckt hatte. Sehr lecker, vor allem Mohn-Vanille. Aber so ganz locker sitzt mein Bestellfinger dann doch nicht, da war ich ziemlich begeistert, als ich neulich im örtlichen Supermarkt bei genauerer Inspektion des Haferregals diese Packungen entdeckt habe.
Dass es als Porridge gedacht ist erschließt sich aus dem Text auf der Rückseite. 
Ich finde es oberlecker, vor allem Krokant schmeckt mir super!
Außer Krokant (süss) und Frucht (eher säuerlich) gibt es noch die Sorte Schoko. Heute habe ich Nachschub besorgt und konnte mir diesen Post nicht mehr verkneifen. Das ist ganz eigennützig, ich will nur verhindern, dass die Dinger gleich wieder aus dem Programm genommen werden ;-)




Zubereiten kann man es im Verhältnis 1:2 mit Milch, also doppelt soviel Milch wie Haferflocken. Zusammen aufkochen und einzwei Minuten leise köcheln lassen, oder einfach ein paar Minuten quellen lassen nach dem Aufkochen. Eine kleine Portion frisches Obst schmeckt auch gut dazu. 
(Leider hat der Hersteller keine aussagekräftige Produktseite zum Verlinken, deswegen habe ich auch für die myMuesli Pendants auf Links verzichtet. Wer Interesse hat findet bestimmt in nullkommanix das Gesuchte.)

19.9.13

Veggieday: Nudeln mit Kastanien

Huch, was ist denn hier los, gestern den MMM geschwänzt und dafür heute ein Koch-Post? 
Seltsam, was das bisschen Herbst so ausmacht. So erbarmungslos wie er dieses Jahr die Sonne vertrieben hat, bleibt wohl nur die Möglichkeit sich mit kulinarischen Herbst-Genüssen bei Laune zu halten.
Da wären in der Pfalz einige, z.B. der Neue Wein (Naijer), Zwetschgen (Quetsche), Trauben (Drauwe) und Kastanien (Keschde).
Mit Keschde sind natürlich die Maronen gemeint, denn wir wollen sie ja essen. Maronen sagt hier aber niemand, das Wort existiert im Sprachgebrauch garnicht, eher noch Kaschdannje als hochpfälzische Variante. (Ich höre die echten Pfälzer gerade kichern, naja, bin ja auch von der Abstammung halbnorddeutsch...)
Der echte Pfälzer sammelt natürlich selbst im Wald, der generöse Pfälzer kauft sie Kindern ab, die selbstgesammelte am Straßenrand anbieten und der faule Pfälzer freut sich ein Loch in den Bauch wenn er dicke französische Kastanien im Herbst endlich wieder im Obstregal des Supermarktes findet. So mach ich das. Die sind nämlich schon geschält und gekocht, jawoll.




Evt. wollten manche von euch ja auch immer schonmal wissen, was man mit diesen ominösen vakuumverpackten Dingern eigentlich machen kann.
Das folgende Rezept hab ich meiner Mutter abgeguckt. Es ist superschnell gemacht und besteht nur aus wenigen einfachen Zutaten (wenn man mal der Maronen habhaft geworden ist), deswegen hat es sich bei uns zu einem Dauerbrenner entwickelt. 

Das Rezept ist eher was für Liebhaber milder Gerichte, ein Geschmacksfeuerwerk solltet ihr nicht erwarten, das ist aber evt. auch der Grund warum vor allem Leopold es immer schon geliebt hat.


Nudeln mit Kastaniensosse


(Für 2-3 Portionen)
30g Butter erhitzen
eine kleine Zwiebel fein schneiden und darin anschwitzen.
2 gehäufte EL Mehl mit dem Schneebesen einrühren und unter Rühren etwas anbräunen lassen.
Ca. 500ml Milch dazugeben, mit dem Schneebesen glatt rühren und einige Minuten köcheln lassen.
Würzen mit Instant-Gemüsebrühe oder/und Salz und Pfeffer, nach Belieben. 
Sollte die Soße zu dick werden, noch etwas Flüssigkeit (Milch oder Wasser) zugeben.
Ein Päckchen Kastanien à 200g  auseinanderpflücken und evt. durchschneiden, in die Soße geben und erwärmen.
1 EL kleingeschnittene Petersilie (TK) passt gut dazu. Mögen meine Kinder aber nicht und kommt deshalb nur auf die gefüllten Teller.



 
Gleichzeitig setze ich Wasser für Spaghetti auf und koche die nebenbei nach Packungsanleitung, das dauert insgesamt etwa 10 Minuten, dann ist die Soße in der Regel auch fertig.
Wir essen das auch gerne mit Semmelknödeln statt Nudeln, schnöde aus der Tüte, dann erhöht sich die Zubereitungszeit auf 20 Minuten.

Guten Appetit!


Es sei noch erwähnt das Kastanien ziemlich gesund sind, dafür aber wenig Kalorien und fast kein Fett haben (im Gegensatz zu Nüssen z.B.), irgendwo habe ich gelesen sie würden glücklich machen wie Schokolade, toll!
Wer ein echt pfälzisches Kastanien-Gericht essen möchte, sollte nach Keschde-Gemies (Kastanien-Gemüse) googeln, das wird hier als Beilage zu Fleisch gegessen, auch sehr lecker, nicht unbedingt Veggieday-tauglich allerdings ;-)

13.2.13

MMM am 13.2.2013



Heute trage ich ein ziemlich altes Stück, diese weisse Tunika, nach einem Hemdblusenschnitt aus der Knip. Sie ist aus Zeiten, in denen ich noch reichlich Hosen trug und wäre eins der wenigen Kleidungsstücke, zu denen ich auch öffentlich noch eine Jeans tragen würde. Ja würde, es muss zum Glück nicht sein, Leggings und Stiefel gehen auch. Dieser Tunikalook mit absoluter Taillenkaschierung ist aber tatsächlich inzwischen sehr ungewohnt, das gute Gefühl der weissen Bluse bleibt, vielleicht versuche ich es mal mit einem Gürtel, wenn ich einen finde.
Die Bluse ist aus weissem, feinen Leinen was ich in Paris erstanden habe, als ich mit dem kleinen Sohn schwanger war, 2005.



Eigentlich habe ich das Ding heute nur aus dem Schrank gezogen, weil ich Euch dringend meinen neuen Anhänger zeigen muss, ist diese Perle nicht wunderwunderschön? (Und passt genausogut zu Tunika wie zur Tapete, nech?)


Ich habe sie von einer Freundin zum Tausch gegen Schnittmuster bekommen und bin immer noch ganz hin und weg. Zwar hab ich aus den Erzählungen schon den Hauch einer Ahnung, wie man sowas kunstvolles zustande bekommt, trotzdem oder grade deswegen habe ich große Hochachtung vor der Arbeit. Ich habe noch ein weiteres Collier, das ganz wunderbar zu blau passt, das zeige ich bei Gelegenheit. Die Freundin näht auch ganz toll, hat aber leider (noch) keinen Blog, ich arbeite dran...!;-)



Alle anderen sind heute unter Kirschenkindlicher Führung im MMM-Blog zu finden. 

Da heute auch Aschermittwoch ist, geht die Fastenzeit los. Ich bin weder katholisch noch habe ich Fasching gefeiert (bäh!), aber wie die letzten Jahre auch mache ich jetzt Brigitte-Diät. Das Frühstück mache ich dabei immer nach eigenem Rezept, Haferbrei mit Obst und Joghurt. Und heute mittag gibts Leberknödelsuppe, also wenn das nicht pfälzisch rüberkommt *g*!



2.2.13

Bald ist Fastenzeit...

...dann is nix mehr mit Schlemmen. Zumindest hier nicht. Daher konnte ich nicht warten, dieses Rezept (http://klitzeklein.wordpress.com/2012/04/23/schokoriegelliebe-hausgemachtes-snickers/) auszuprobieren, selbstgemachtes Snickers. Gab es gestern bei des Grossen Sohnes Freundes Mutter. Und jetzt hier auch, eineinhalb Dosen voll klebrig, süß, erdnussig in Stücke geschnitten. Wunderbar!







21.11.12

Wer mag Borschtsch?

Neulich hatte ich bei 12 von 12 eine Suppe gekocht, nach deren Rezept ich dann gefragt wurde. Damals war es nur ein Rumfort-Borschtsch-ähnliches Süppchen, heute habe ich ihn mal wieder richtig gekocht, mein absolutes Allzeit-Lieblingsessen:

Borschtsch

Meine Mutter hat eine umfangreiche Kochbuchreihe aus den 80zigern, "Menu", daraus hat sie mir dieses Rezept schon vor Jahren kopiert. Es wird bei uns, leicht abgewandelt, gerne gegessen, obwohl das Rezept dort eingeleitet wird mit den Worten: "Borschtsch ist nicht jedermanns Sache. Aber jeder hätte diese russische Spezialität gerne mal gegessen. Sie auch?"

Wie gesagt, wir lieben es, die Kinder auch, es ist mit dem Wurzelgemüse und dem Kohl ein richtiges Wintergericht. Trotz der vielen Schnibbelei koche ich es auch gerne für viele Leute, es lässt sich wunderbar vorbereiten und schmeckt am nächsten Tag eigentlich noch besser. Aufpassen muss man nur mit den Geschmäckern, ich höre immer wieder von vielen Leuten die keine Rote Bete mögen.
Man kann das Fleisch übrigens auch gut weglassen, dann ist es halt nicht ganz so sättigend, schmeckt aber genau so gut und geht schneller!


So gehts:
 Bratöl/Butter
400-500gr. Suppenfleisch ohne Knochen
2l Wasser
Instant-Gemüse- oder Fleischbrühe

Das Fleisch im Fett in einem großen Topf kurz scharf anbraten, das Wasser und entsprechend (eher etwas weniger) Brühe zugeben und zum Kochen bringen. Das Fleisch muss etwa eine Stunde kochen, wir machen also jetzt weiter mit dem Gemüse:


 1 Zwiebel
400-500g Rote Bete
ein ordentliches Stück Sellerie 250gr.
250gr. Wurzelpetersilie und/oder Möhren
1 Stück Weisskohl, 300-400g

1 Dose Tomaten (400g)
gut 50ml Balsamico Essig
1 Lorbeerblatt
1/2 Päckchen TK-Petersilie
Saure Sahne

 Die Mengen sind nur ungefähr wichtig, ich hatte heute keine Karotten, nehm ich halt Wurzelpetersilie, farblich wird sowieso alles durch der Rote Bete dunkelrot, inclusive der Hände.


Alles kleinschneiden, die Zwiebel fein würfeln, die Karotten/Petersilienwurzel in dünne Scheiben, die Rote Bete in ca. ein Zentimeter große Würfel, die Sellerie in kleinere Würfel.


Die Zwiebel in etwas Fett anschwitzen, Sellerie und Rote Bete dazu, auch anschwitzen und dann zum Fleisch dazu geben. Anschliessend mit Karotten/Wurzelpetersilie ebenso verfahren.


Danach den Kohl in feine Streifen schneiden und zur Suppe geben. Die Dose Tomaten dazuschütten und das Lorbeerblatt.
Ich gebe jetzt den Essig dazu, 50ml ist eine ungefähre Angabe, ich probiere immer wieder die Flüssigkeit, es soll schon deutlich nach Essig schmecken, aber das ist auch ein bisschen Geschmackssache. Fehlende Würze mit Brühe oder Salz (oder Essig) abschmecken.
Dann weiter kochen lassen.
Jetzt kann man was anderes machen, bloggen oder so. Notfalls die Küche aufräumen...;-)


Wenn die Stunde um ist, das Fleisch aus der Suppe nehmen und kleinschneiden, evt. das Fett entfernen. Das ist, wen wunderts, immer eine sauheisse Angelegenheit, eine Fleischgabel hilft.
Fleischstücke zurück in den Topf. Sind die Gemüsestücke schon weich? Evt. länger kochen lassen. Umrühren und nochmal probieren, abschmecken, Petersilie zugeben, fertig!

Die Saure Sahne (alternativ Schmand o.ä.) gibt jeder erst bei Tisch in den Teller. Macht warm, macht süchtig (mich!) und schmeckt mittags wie mitternachts. LECKER!!


Lasst es Euch schmecken!

Der Vollständigkeit halber eine Anmerkung zum Originalrezept: Da ist das Verhältnis Fleisch/Gemüse fleischlastiger, sie nehmen keine Dosentomaten sondern frische, weniger Essig, und ausserdem kommt noch Fleischwurst und am Ende noch Dill dazu. Wer's mag...;-)

27.8.12

Sirup gefällig?

Am Freitag habe ich Sirup gekocht. (Das es schon am Freitag war, kann ich Euch nicht verheimlichen, irgendwer (irgendwer??...) hat nämlich die äusserst dekorative Funktion "Datumsaufdruck" bei meiner Kamera aktiviert, mal sehen ob ich das wieder ausgeschaltet kriege, grmpf...)

Sirup finde ich großartig, erstens ist mir an heissen Tagen immer mehr nach süsssauer als nach nur Wasser (woran liegt das eigentlich?) und zweitens kann man ja auch ganz schöne Aperitifs daraus zaubern, so à la Hugo usw. einfach mit Prosecco mischen z.B.

Der Holundersirup erfreut sich jedenfalls großer Beliebtheit und wird leider auf keinen Fall bis zur nächsten Holunderblütensaison reichen. Also habe ich mich auf die Suche nach (saisonunabhängigem) leckeren Ersatz gemacht.

In Berlin hatten wir in einem netten Lokal direkt an der Spree (unter den Friedrichsstrassen-Bahnhof-Bögen glaub ich) sehr leckere selbstgemachte Limo getrunken, das eine war Kirsch-Rosmarin und das andere Limette-Ingwer oder so. Und weil ich kein Rezept für passenden Sirup finden konnte habe ich einfach ein bisschen rumprobiert. Das Ergebnis ist für meine Geschmacksnerven ganz großartig geworden. Ausserdem ist es ganz einfach nachzumachen, daher will ich es Euch natürlich nicht vorenthalten:

Hier ist das erste Rezept für 
Kirsch-Rosmarin-Sirup:
In Ermangelung von frischen Kirschen habe ich einfach eine Flasche Kirsch-Saft besorgt, es gab nur den von Voelkel und der ist mit etwas Apfelsaft gemischt. Aber sauer ist ja für den Sirup eh das Ziel, also ist er genehmigt.

0,7l Kirschsaft
700g Zucker
4 Zweige frischen Rosmarin (der Geschmack ist dann nicht aufdringlich, wer es stärker mag, nimmt mehr)
1-2Päckchen Zitronensäure

Zunächst die Flaschen vorbereiten, reinigen und so gut es geht desinfizieren, ich fülle die Flaschen mit kochendem Wasser. Wer Flaschen mit Klackdeckeln hat kann die Deckel auskochen. Ich habe z.T. Bügelflaschen (von Braumeisterlimonade) genommen und bei mir hält der so abgefüllte Holundersirup (vom Schwund mal abgesehen...) bisher sehr gut.

Die Rosmarinnadeln abzupfen, zusammen mit Wasser und Saft und einem Päckchen Zitronensäure mind. 10 Minuten kochen lassen, dann probieren und evt. mit mehr Zitronensäure abschmecken. Abseihen und in die Flaschen füllen.



Das zweite Rezept ist
Limetten-Ingwer-Minze-Sirup
Diese Kombination finde ich persönlich genial, wer keinen Ingwer mag kann ihn aber auch weglassen. Umgekehrt ist die er ohne Minze bestimmt auch lecker.




knapp 1l Wasser
1kg Zucker
8 Limetten
2 Zitronen
etwa 100g Ingwer
ein Bund Minze
1-2Päckchen Zitronensäure

Flaschen vorbereiten wie beim Kirschsirup beschrieben.
Die Limetten und Zitronen auspressen, den Ingwer schälen und in Scheiben schneiden.
Saft und Ingwer zusammen mit Wasser, Zucker und einem Päckchen Zitronensäure etwa 10 Minuten kochen,  dann evt. mit mehr Zitronensäure abschmecken. Die Minze kommt erst nach dem Kochen für einige Minuten in den noch heissen Sirup.
Die Minze rausnehmen oder abseihen und den Sirup in die vorbereiteten Flaschen füllen.
Ich hab es mit 1l Wasser plus Saft gekocht, wahrscheinlich wäre es besser, man würde das Wasser um die Menge des Saftes (abmessen!) reduzieren. Eigentlich kommt ja bei Sirup auf 100g Flüssigkeit 100g Zucker.

Nachtrag: es ist ein leicht modifizertes Rezept von hier: Hausgemachte Limettenlimonade




Sirup mit Mineralwasser oder Sekt nach Belieben aufgiessen und geniessen. Yammie!!

4.6.12

Holunderblütensirup


Der Sommer macht leider grade eine Pause, aber ich habe die ersten schönen Tage als Sirup für den Rest des Jahres konserviert. Die letzte Marge habe ich heute abgefüllt, Holunderblütensirup ist sowas tolles! Ich finde auch das Herstellen macht total Spaß, der Anblick von den Blüten zusammen mit den Zitronenscheiben ist einfach wunderschön. Nur wenn man kleckert ist es eine Sauerei, weil der Zuckersirup irgendwie ziemlich klebt, wer hätte das gedacht...;-)