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2.1.14

Tschüss 2013? Da war doch noch was!

Von mir gibt es heute noch keinen ausschweifenden Jahresrückblick, vielleicht findet sich dazu etwas Zeit im nächsten Post anlässlich des MMM-Lieblingsstück-Mittwochs den ich vielleicht morgen schreiben kann. Auch ich gehöre dieses Jahr zu denen die zwischen Jahren arbeiten mussten, Neujahrskonzert heisst das Zauberwort und möchte auch geprobt sein.
So im Laufe dieses schönen, Blogleben-ereignisreichen Jahres mit vielen tollen Aktionen ging bei mir doch so das eine oder andere unter, jetzt nutze ich die Gelegenheit und zeige Euch, was so alles aus Versehen oder akutem Zeitmangel nicht im Blog gelandet ist. Es sind Kleinigkeiten, Basteleien und ein paar Kindersachen.



Diese schöne Jacke hab ich letzten Winter im Schrank entdeckt, ich hatte sie vor ca. 10 Jahren für meinen Neffen genäht. Zu dumm, daß sie mir erst jetzt wieder in die Hände fiel. Dieses Jahr ist sie schon zu klein und der große Sohn hat sie sogar komplett verpasst. Der Duffle-Coat war damals ein Burdaschnitt, genäht aus einem Rest schwarzen Mantelstoff und mit blauem Cord gefüttert.


Für eine Hochzeitsfeier habe ich den Jungs Hemden genäht, Julius hatte sich den grünkarierten Stoff rausgesucht.



Leopold diesen klassischen Karostoff und dazu Knöpfe mit Buchstaben für die Knopfleiste  und in Sternform für die Manschetten. Hemden nähen macht Spaß, ist aber ziemlich aufwändig und deshalb besonders schade wenn sie da wieder rauswachsen.


 
Im Sommer gab es einen Stapel Unterhosen nach einem Ottobreschnitt. Trotz PW-Optik werden sie sehr gerne getragen, aber nur von Kind. Nr. 2. Für mich die ideale Jerseyresteverwertung. Und einer der seltenen Fälle für die Flatlocknaht meiner Maschine.


Für eine Mottopoarty zum Thema "Großbritannien" musste ich mir irgendwas einfallen lassen. Mein Mann ist kein Freund von Verkleidungen, zum Glück habe ich mich erinnert, daß es bei Hamburger Liebe mal einen Blogpost mit "britischen" Kissen gegeben hatte und da eine Vorlage für diese klassische Briefmarke bereitgestellt war.


Der Rand war im Original aus Filz gedacht, ich hab die Vorlage briefmarkengleich um das Motiv gebastelt und das ganze auf aufbügelbares Stickvliess abgepaust und ausgeschnitten (Freezerpapiermethode), dann auf ein T-Shirt bügeln und mit Stofffarbe ausmalen.


Weiss auf schwarz ist hier ziemlich ambitioniert, ich hab glaub ich die ganze Tube Farbe gebraucht damit es einigermassen deckt.



Für die Kinder habe ich die britische Flagge auf bedruckbare Bügelfolie gedruckt und schon vorhandene weisse Shirts aufgehübscht, die werden immer noch gerne getragen.




Nachdem siebenhundertsachen einen Post zum Thema Zettelordnung geschrieben hatte, bekam ich Lust unseren Einkaufszettelhalter durch Aufhübschen wieder betriebsbereit zu machen. Ich hab versucht, mittels Kerzenpodge was ich hier hatte, damit soll man eigentlich Kerzen mit Servietten bekleben, die Oberfläche einfach mit Stoff zu bekleben. Den Zettelhalter gab es vor Jahren mal beim Kaffeeröster, er ist aus Kunststoff. Ich habe alle Teile abgeschraubt und die Oberfläche leicht angeschliffen, dann dick das Podge aufgetragen und den grob zugeschnittenen Stoff aufgedrückt. Anschliessend habe ich nochmal dick Podge auf den Stoff gepinselt, das hätte ich vielleicht besser nicht tun sollen, jedenfalls ist das weissliche beim Trocknen nicht ganz weggegangen. Mittlerweile finde ich die Optik aber ganz ok so.


Nach dem Trocknen habe ich den überstehenden Stoff von der Rückseite aus mit dem Rollschneider direkt am Brettchenrand abgeschnitten, den Halter wieder aufgeschraubt, Löcher für das Bleistiftband reingebohrt und einen neuen Block eingespannt. Fertig.



Im Winter gab es ein paar neue Handschuhe. Die Anleitung von dem Titelmodell aus dieser Mollie Makes habe ich einfach als Fäustlinge weitergestrickt. Die Wolle ist von Wolle Rödel, ich glaube es ist soft wool. Eigentlich habe ich für die Kinder auch welche in klein gestrickt, muss ich noch fertigstellen...




Eine Freundin hatte bei mir eine Musiktasche in Nichtrosa für Ihr Patenkind bestellt. Dafür habe ich u.a. den Rest meiner roten Lady-grey Jacke verwendet.


Und zu guter Letzt gab es noch gebastelte Weihnachtskarten mit Sternen aus Seidenpapier, da konnten beide Jungs fleissig mitbasteln.

Ich wünsche Euch allen ein gutes neues Jahr 2014!


5.12.13

Sterne falten


Es gab Jahre, da hatte ich vor Weihnachten regelrechte Bastelflashs. Mit Papier habe ich immer schon gerne gearbeitet und wann bieten sich so vielfältige Möglichkeiten diese Neigung auszuleben, wie jetzt? Ich weiss noch, daß ich in einem Jahr die gesamte ältere Generation meiner Familie mit selbstentworfenen Musikengel-Transparentbildern (Stichwort Tonpapier) versorgt habe, viel schlimmer war es aber in dem Jahr, in dem ich nicht aufhören konnte, kleine plastische Sterne aus Papier herzustellen die mit mehreren Lackschichten versehen wurden um sie stabil zu machen, was enorm aufwändig war. Z.T. waren die Sterne winzig, vielleicht 5 cm, aber da steckte eine Arbeit drin...hübsch waren sie allemal. Damals hatte ich selbst noch keine Familie und deswegen landeten leider nur die Reste und die Prototypen in meinen eigenen Adventsdekoschachteln, trotzdem freue ich mich jedes Jahr, wenn ich sie wieder auspacke.
Jetzt am Wochenende hat es mich wieder erwischt, irgendwo sah ich einen gefalteten Papierstern aus Transparentpapier und ich wusste, das wollte ich immer schonmal machen. Ich BRAUCHE jetzt solche Sterne und zwar bitte für jedes Fenster. Hier wird eher etwas sparsam dekoriert (wenn ich mir andere Wohnungen so angucke) und ziemlich traditionell, die Sterne passen wunderbar ins Haus.
Tante Google hält natürlich auch dafür Anleitungen parat (Lucy hat kürzlich einen so treffenden Artikel geschrieben), sicher nicht die schönsten aber doch in einer ausreichenden Auswahl um mal ins Thema reinzukommen. 'Schnell und einfach' ist nämlich nicht meine Baustelle, ich hab es lieber aufwändig und zeitraubend, schliesslich soll die Begeisterung ein paar Jahre halten. Gemacht hatte ich sowas allerdings noch nie.
Zunächst bastelte ich also aus einem Rest Transparentpapier aus so einer Packung in der von jeder Farbe ein DIN A4 Bogen drin ist einen Probestern, orange, nicht ganz so mein Ding, aber es reichte zum Testen, schön und gut gelungen liess er auf weiteres hoffen.
Als nächstes marschierte ich in den örtlichen Schreibwarenladen und kaufte Transparentpapier in größeren Bögen. Mit der Google Bildersuche sammelte ich mir einige schöne Exemplare zusammen.


Das war der gleiche Stern wie das Probemodell, gefunden auf diesem Blog, so ein schlichterer 8zackiger Stern ist in einer halben Stunden fertig, eignet sich also sehr gut zum Anfangen oder für Kinder deren Geduld nicht allzu lange anhält. Ich habe entgegen der Anleitung ein Seitenverhältnis von 2:1 gewählt, so gefällt er mir besser.


Für einen 16zackigen braucht man dann schon etwas mehr Zeit und evt. auch mehr Licht um alle Details zu sehen. Der hier hängt an einer gläsernen Zimmertür und freut beim Reinkommen. Er ist von Stern-basteln.de, dort finden sich noch mehr Sterne.


Das schöne am Stern basteln ist, dass es nach dem Zuschneiden kaum noch Platz braucht, man kann sich durchaus gemütlich bei Tee und Plätzchen am Tisch versammeln und basteln. Oder in einer Pause, Dienstag z.B. musste ich im Theater den halben Nachmittag überbrücken, ganz still vor sich hin falten.
Da entstanden die Zacken für meinen Lieblingsstern (bis jetzt), er hängt in der Küche, nachts sieht er so aus, s.o., tags so:


Das Mittelstück ist aus Tonpapier, daher der große Kontrast. Er ist von creadoo. Das Falten allein hat über eine Stunde gedauert, aber er ist wirklich wahnsinnig schön. Wenn man ihn in der angegebenen Größe nachfalten möchte muss man die Zeichnung für das Mittelstück so vergrößern, daß es gerade noch auf DIN A4 passt.


Diesen Stern habe ich neulich hier gefunden, so zweifarbig gefällt er mir aber besser. Als Vorlage sollte man sich ein genaues Fünfeck suchen, die Vorlage aus dem Blog dient besser nur als Schema, ich hab etwas geflucht beim Falten.




Auf einer österreichischen Seite hat die Verfasserin dieser Anleitung den Stern als ihren Lieblingsstern genannt, er heisst Clarissa und ich finde ihn auch sehr schön, seht ihr die Strahlen an dem Innenstern?
Für den werden die Streifen im Verhältnis 3:1 geschnitten, einen Teil der Länge wird aber wieder weggefaltet, er wurde irgendwie kleiner als ich dachte. Ich glaube ich mache nochmal einen größeren.



Die meisten Sterne werden aus rechteckigen Streifen gefaltet, dieser ist aus Quadraten, die Anleitung ist von hier.


In einem Hütehundeforum bin ich auf diesen Stern gestossen (nein, ich habe nix mit Hunden am Hut), er besteht aus 16 Zacken und dauert daher etwas. Mein Sohn fand, das wären Herzchen da am Rand.
Hier fand ich mein Exemplar besser als das in der Anleitung *hüstel*, jetzt hatte ich ja auch schon ein bisschen Übung.

Wenn ihr jetzt auch Lust auf Transparentpapiersterne bekommen habt, noch ein paar Tipps: 
-Zum Zuschneiden habe ich mein Patchworkwerkzeug benutzt, also Rollschneider und Lineal auf Schneidematte, das ist sehr komfortabel. (Und wegen der Klinge: Ist ja für Weihnachten!) 
-Am Besten faltet man immer von unten nach oben, dann sieht man über den Fingerspitzen wohin man faltet. 
-Jeden Falz gleich mit dem äusseren Fingernagel glatt streichen.
-Zum Kleben einen Stift benutzen, Flüssigkleber wellt das Papier. 
-Die fertigen Sterne sollte man eine Weile unter schwere Bücher legen, alles was danach noch hochsteht kann man mit einem Tupfen Klebestift plätten. 
-Befestigen kann man die Sterne mit winzigen aufgerollten Tesastreifen.

Wer einen tolle Quelle für Transparentpapier hat, gibt es denn nur dieses was es immer schon im Schreibwarenladen gibt? Irgendwie hat sich die Farbpalette seit meinen Kindertagen nicht geändert und ist doch sehr überschaubar.

Soweit ist mein Flash fürs erste ausgelebt, Platz an den Fenstern wäre wohl noch. Aber jetzt ist erst mal das Weihnachtskleid wieder dran.


23.4.08

Radiergummis - rubbers


Ab und an fallen einem Dinge ein, die kommen einem so blöd vor, daß man sich entweder nicht traut, sie zu verwirklichen oder nicht traut, jemandem davon zu erzählen...
Mein Mann jedenfalls findet es albern, aber mir macht es Riesenspass: Stempel schnitzen aus Radiergummis! Inzwischen habe ich festgestellt, daß ich nicht die einzige bin, die das gerne macht und in den USA (natürlich, wo sonst) gibt es auch extra Material dafür. Hier muss man die Schreibwarenläden nach großflächigen Radierern absuchen oder nach denen suchen, die aussehen wie Geldscheine, ab und an gibts sowas ja. (Wenn einer ne Quelle findet, her damit!!)Jedenfalls traue ich mich hier und jetzt, es zzuzugeben, ich mache das gerne!
Die auf dem Foto habe ich gestern gemacht. Ausser dem Fliegenpilz und dem "D", für dickespaulinchen, das hab ich vor ein paar Wochen gemacht, das drumherum ist übrigens eine Katze!

Now and then I have an idea to do something, what seems to be so silly, that I have no heart to tell about or actually to do it! Anyway, my husband thinks, it's ditsy, but I love it: Scarving stamps out of erasers! Meantime I discoverd, that I'm not the only one who does so and in the US they have rubberstampsmaterial extra for scarving! Here in Germany You have to search in paperstores for larger erasers, if you're lucky you find some who are formed like papermoney. (If anyone has a good source, tell me!) By all means here and now I tell you that I love doing this! Yesterday I made those on the photo, except the mushroom and the "D" which is for "dickespaulinchen", I made several weeks ago. Around the D is a cat, for those who wondered about.