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15.1.14

MeMadeMittwoch am 15.1.14


Wie schön, nach dem Wochenende jetzt wieder mit der MMM-Routine zu beginnen!
Ich zeige Euch heute mein Arbeitskleid, so habe ich es getauft. Es ist am Donnerstag Abend letzte Woche fertig geworden, ich wollte für Bielefeld ein neues Kleid haben.
Der Schnitt ist der vom Weihnachtskleid, den ich ja so bequem fand, daß ich das Kleid die ganzen Feiertage über täglich anhatte. Das mir aber am Ausschnitt zu weit geraten war, ich kann das Kleid nur mit Jäckchen drüber tragen was angesichts der kurzen Ärmel aber nicht schlimm ist, ich erwähnte es bereits.

Für dieses Kleid jetzt habe ich den Ausschnitt weiter hoch und die Ärmel weiter runter wachsen gelassen, am Schnitt natürlich, unter Zuhilfenahme des Basisschnitts. Ein bisschen skeptisch war ich schon, ob das so klappen würde (es ist ein Raglanoberteil), die Zweifel waren aber unbegründet, es sitzt ganz hervorragend, kein Zuppeln, keine störende Enge irgendwo. Taschen habe ich ihm auch noch verpasst, Taschen sind jedesmal ein Mörderplus an Kleidern, finde ich.
Ehrlich gesagt kann dieses Kleid vom Bequemlichkeitsfaktor mit meinen Jerseykleidern locker mithalten, macht aber dank des Rockes eine Menge mehr her.
Ich sehe hier schon eine ganze Reihe weitschwingender Lieblingskleider entstehen, einen Streichelstoff mit irre tollem Muster habe ich schon aus dem Vorrat geholt, hach!
Evt. mache ich den Ausschnitt vorne wieder ein bis zwei Zentimeter tiefer bzw. weiter, das müsste auch noch gut gehen. Und ich brauche dringend was zum Aufhübschen an die Schulter, Blümchen oder Broschen, da fehlt noch was im Schmuckkästchen.


Den Stoff habe ich vor einer Weile mal auf dem Stoffmarkt für kleines Geld mitgenommen, es ist irgendein Gemisch (ohne Wolle!), lässt sich mässig gut bügeln und kringelt eine Stunde später wieder munter vor sich hin, das macht aber bei diesem Schnitt nichts. Die eher rustikale Optik mit dem notdürftigen Muster hat mich beim Nähen irgendwie an die Kleider von Daisy (Downton Abbey) erinnert, auch wenn die Kleider dort alle Kragen haben und evt. sogar Biesen, deswegen "Arbeitskleid".

Den Saum habe ich hier mit Schrägband verstürzt und ich finde, daß der dann etwas besser steht als mit der anderen Methode.

Alle anderen finden sich im MMM-Blog bei Julia, die heute einen wunderbaren Rock zeigt. 


23.8.13

Das Kleid mit den roten Vögeln


Ich finde ja, die Frage wieviele Kleider frau braucht, eigentlich nebensächlich. Das nächste Kleid ist immer das sehnsüchtig erwartetste, so wüsste ich garnicht wieso ich jetzt aufhören sollte welche zu nähen, nur weil schon einige in meinem Schrank hängen.
Außerdem stelle ich mich gerne weiteren Herausforderungen. So ist das doch mit allen Hobbies, der Weg ist das Ziel und macht riesig Spass. 
Mit dem Basisschnitt war das elende Passformproblem endlich in den Griff zu kriegen, aber da kann ich immer noch viel lernen. Ich merke jetzt z.B., dass ich mit einigen Kleidern, die noch ohne Basisschnitt genäht waren, einfach so unzufrieden bin bzw. mich darin so unwohl fühle (Stichwort Zuppelkleid), dass ich die eigentlich aussortieren könnte. (Könnt ihr das, selbstgenähte Sachen einfach weggeben? Ich bin noch unschlüssig.)
Ein grosser Vorteil beim Selbstschneidern ist ausserdem, eine echt eigene Idee oder eine genaue Vorstellung umzusetzen. Ich erinnere mich, dass ich zu Zeiten wo ich noch Kleidung gekauft habe, mit genau solchen Vorstellungen losgezogen bin, das war schrecklich und, wen wundert's, selten erfolgreich.


Anfang des Sommers fiel mir der Rest von diesem Stoff in die Hände, genau meine Farbe, dunkelschlamm oder so, das Material ist eine etwas festere Baumwolle. Dazu kam mir dann die Idee, ihn mit roten Vögeln zu besticken, ähnlich wie Anja Rieger es mit ihren Schuhen gemacht hatte (Anja, falls Du das liest, ich schrecke immer davor zurück, Designs zu kaufen, die nicht in VP3 sind, die müsste ich erst umständlich bei meinen Eltern auf dem PC umwandeln. Nur so als Hint für zukünfige Einkaufsauffreuden...)
Im Urlaub hab ich immer wieder genau dieses Kleid vor Augen gehabt, (ich BRAUCHE ein Kleid mit roten Vögeln drauf!!) genäht hab ich es dann aber erst Montag abend, als Anlasskleid zur Einschulung. Wenn ich schon für den Sohn nichts extra nähen darf, wollte ich dann aber wenigstens selber ein neues Kleid!
Der Schnitt ist aus der Knip, hier, hier und hier schon genäht und wirklich oft getragen. Auch das zuerst angezweifelte grüne habe ich oft angehabt und mag es inzwischen sehr. 
Das Kleid ist ideal für heisse Tage, ärmellos und mit weitem Rock ist man luftig aber trotzdem gut angezogen, Lorelady geht ja nicht für überall ;-), für mich war das mein Schnitt des Sommers!


Das Kleid ist mit diesen Schwalben von Urban Threads bestickt, die Vögel der Datei sind netterweise auch einzeln zu nutzen, ich hab erst den Rock bestickt und nach dem ersten Vogel geprüft, ob der evt. Lücken hat für den vorderen Vogel. Hat er zum Glück nicht, ich wollte nämlich gerne den hinteren Vogel einzeln auf dem Oberteil.


Ich habe noch nie ein Kleidungsstück für mich bestickt, die Stickmaschine (bzw. die Stickfunktion meiner Nähmaschine) würde sich für das, was ich im Moment so herstelle garnicht mehr lohnen. Aber wo ich sie nunmal habe freue ich mich natürlich, wenn ich jetzt doch mal eine Verwendung für mich selber habe. 
Außerdem liiieeebe ich mein neues Kleid, so insgesamt. Genau so wollte ich es haben!




11.4.13

Ein grünes Kleid


Gestern ist das beim live-bloggen angefangene Kleid erst spät fertig geworden, für eine MMM-Teilnahme war das nix mehr, aber heute trage ich es mit Begeisterung, voila, ein grasgrünes Kleid! Der Schnitt ist aus der Knip 2/12 und wurde glaub ich Wiebke-Kleid getauft. Sehr bequem, sehr kleidsam, aber ich will Euch nicht den Mund wässrig machen, denn ich weiß nicht ob man das Heft oder den Schnitt irgendwo herbekommen kann.
Der Jersey ist vom Expo-Stoffmarkt neulich in Kaiserslautern, ein Baumwolljersey mit Elasthan. Der Stoff hat natürlich nicht gereicht, die Ärmel sind aber auch ganz gut so. Und die Teilungsnaht im hinteren Kreuzteil fällt kaum auf, oder?