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17.4.13

MMM am 17.4. mit dem perfekten Tuch


Zuerst die Kurzfassung für alle MMM-Schnelleser: Ich trage dieses Knipkleid und mein neues Lieblingstuch. Danke fürs Gucken!  

Und jetzt die Langfassung: Schaut mal, ich habe ein neues Lieblingsstrickstück! Aber von vorne:

Dieses Jahr komme ich tatsächlich in einem brauchbaren Strickmodus, will sagen, ich erzeuge in nicht allzu langsamen Tempo tragbare Stücke, wer hätte das gedacht. Noch sowas, was die Blogwelt bei mir wieder wachgerufen hat. Wieder, weil ich zu Teenagerzeiten auch schon einiges gestrickt habe, aber eben eine sehr lange Zeit garnichts. Internet machts möglich, überall sehe ich hier plötzlich schönes gestricktes, was ich auch haben will.



Dieses Tuch habe ich allerdings zuerst ganz real in echt und in Farbe, quasi zum Anfassen vor mir gesehen. Rechts vor mir, um genau zu sein. Und das kam so: Ich stand eines Morgens im Januar weit weg von hier in einer Kirche und probte in einem für einen Festgottesdienst eigens aus vielen Leuten zusammengewürfelten Chor (u.a. Bach Singet, für die Eingeweihten, mit 100 Leuten, irgendwie anders aber schon cool...), jedenfalls stand ich so da beim Proben und rechts vor mir hatte eine Soprankollegin ein wunderschönes Tuch an, was sich sehr elegant über die Schulter legte und da auch nicht mehr runterrutschte. Und dabei sah es auch noch toll aus, die Rüschen, wie sie sich so über die Schultern und Arme fallen liessen, hach! Das war es, was ich gesucht hatte, ein schönes Tuch, einfach über den Oberkörper zu werfen aber dann auch wirklich überall wärmend und trotzdem nett anzusehen.
Natürlich habe ich Jutta, die Soprankollegin die ich von einem anderen Projekt ein kleines bisschen kannte, sofort nach dem Tuch gefragt und sie wollte mir das später genauer zeigen, sie erzählte was von einem besonderen Anschlag und daß das Tuch sechseckig sei.
Zeit zum Zeigen war an dem Tag dann nicht mehr, viel zuviel Gesinge hielt uns davon ab, aber, und hier kommt das wunderbare Internet wieder ins Spiel, am nächsten Tag hatte ich auf FB eine Nachricht mit dem Link zur Anleitung im Briefkasten. Wie wunderbar!

Es handelt sich um das Nuvem-Tuch von Martina Behm.
Man beginnt dieses Tuch in der Mitte mit einem unsichtbaren Anschlag, man sieht wirklich nicht wo es angefangen ist, verblüffend. Dann wird es mit zwei großen Nadeln rundgestrickt, es gibt NUR rechte Maschen, lässt sich also blind stricken und ist durchaus anfängertauglich.

Ich habe das Tuch seit es fertig ist nicht mehr zur Seite gelegt, das liegt vor allem daran, daß ich erkältet bin und diese wollige Wärme gerade gut brauchen kann, trotz 25°C draussen. Heute morgen im Dienst hatte ich es die ganze Zeit wie einen Poncho an. Es rutscht wirklich nicht, nur wenn man sich vorbeugt. Ok, Fahrradfahren geht vielleicht nicht so gut,  da könnte man es aber evt. mit einer Kilt-Nadel oder so befestigen.

Eine Seite knapp über die Schulter halten...

 ...die andere darüber legen...
 ...voilà:
Warm eingepackt, fast wie mit einem Poncho.

Man kann es natürlich auch anders tragen.

So sieht es flach hingelegt aus.

Wollschal im sonnigen Frühling, menno... aber so kleidsam, oder?

Auf der Suche nach geeigneter Wolle bin ich bei Frau Hammer von woll-street-100.de gelandet, die mir dann die gewünschte Länge aus einem Bluefaced-Leicester-Kammzug extra gesponnen hat, was ein Service! Die Wolle ist wirklich sehr weich und überhaupt nicht kratzig, ich werde noch welche bestellen, ich brauche so ein Tuch auch in schwarz. Trotz der immensen Länge von 1200m bei 300g und den vielen, vielen Maschen habe ich glaube ich nur 4 Wochen gebraucht, bei nur rechten Maschen entwickelt man auch ein gewisses Tempo. (Und für die Heidijackenvernähtraumatisierten: Es gab genau vier Fäden zu vernähen, in Worten VIER!)
Das Stricken war jedenfalls nicht so langweilig wie ich dachte und ist ideal, wenn man nur nebenbei strickt (z.B. in Chorproben *räusper*oder beim TV).

Von mir eine unbedingte Nachstrickempfehlung für dieses Tuch! Man kann es natürlich auch einfach als Schal tragen, es ist wunderbar leicht und flexibel. Eigentlich kann man es sogar zum Zudecken auf dem Sofa nehmen. Und für die noch kühlen Abende auf der Terrasse ist es bestimmt auch genau richtig. Ach, es ist einfach perfekt!

Danke fürs Lesen, alle anderen MMM-Damen sind heute mit Julia, auch recht warm mit sehr schickem Mäntelchen gekleidet, hier zu finden

13.2.13

MMM am 13.2.2013



Heute trage ich ein ziemlich altes Stück, diese weisse Tunika, nach einem Hemdblusenschnitt aus der Knip. Sie ist aus Zeiten, in denen ich noch reichlich Hosen trug und wäre eins der wenigen Kleidungsstücke, zu denen ich auch öffentlich noch eine Jeans tragen würde. Ja würde, es muss zum Glück nicht sein, Leggings und Stiefel gehen auch. Dieser Tunikalook mit absoluter Taillenkaschierung ist aber tatsächlich inzwischen sehr ungewohnt, das gute Gefühl der weissen Bluse bleibt, vielleicht versuche ich es mal mit einem Gürtel, wenn ich einen finde.
Die Bluse ist aus weissem, feinen Leinen was ich in Paris erstanden habe, als ich mit dem kleinen Sohn schwanger war, 2005.



Eigentlich habe ich das Ding heute nur aus dem Schrank gezogen, weil ich Euch dringend meinen neuen Anhänger zeigen muss, ist diese Perle nicht wunderwunderschön? (Und passt genausogut zu Tunika wie zur Tapete, nech?)


Ich habe sie von einer Freundin zum Tausch gegen Schnittmuster bekommen und bin immer noch ganz hin und weg. Zwar hab ich aus den Erzählungen schon den Hauch einer Ahnung, wie man sowas kunstvolles zustande bekommt, trotzdem oder grade deswegen habe ich große Hochachtung vor der Arbeit. Ich habe noch ein weiteres Collier, das ganz wunderbar zu blau passt, das zeige ich bei Gelegenheit. Die Freundin näht auch ganz toll, hat aber leider (noch) keinen Blog, ich arbeite dran...!;-)



Alle anderen sind heute unter Kirschenkindlicher Führung im MMM-Blog zu finden. 

Da heute auch Aschermittwoch ist, geht die Fastenzeit los. Ich bin weder katholisch noch habe ich Fasching gefeiert (bäh!), aber wie die letzten Jahre auch mache ich jetzt Brigitte-Diät. Das Frühstück mache ich dabei immer nach eigenem Rezept, Haferbrei mit Obst und Joghurt. Und heute mittag gibts Leberknödelsuppe, also wenn das nicht pfälzisch rüberkommt *g*!