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22.1.16

Rückblick '15, Ausblick '16 und ein neuer Quilt!



Er ist fertig!!! Mein erstes fertig genähtes Teil 2016 ist tatsächlich der Ocean Waves Quilt! Verzeiht die Bilderflut, aber ich bin megastolz. Ich finde ihn so toll!


Zur Geschichte dieses Quilts: Angefangen 2011 mit dem Zuschneiden. Ich weiss noch, daß ich lange zuvor schon rote Stoffe gehortet hatte, der Plan diesen Quilt zu nähen existierte schon länger. Ein zweiter Post zu der Arbeit daran erschien 2012. Ich habe immer mal wieder daran genäht, aber so interessant sind die Zwischenberichte ja dann auch nicht.


Das Muster Ocean Waves ist eigentlich ein klassisches, ich habe mich genau an die Anleitung aus diesem Buch gehalten:

The American Quilt Story: The How-To and Heritage of a Craft Tradition : Step by Step Directions for 30 Antiques Quilts von Susan Jenkins und Linda Seward. 

Man näht bei dieser Anleitung die Blöcke als Quadrate und Dreiecke (für den Rand) zusammen und stellt diese beim Zusammensetzen auf die Spitze. Ein Block besteht also aus einem weissen Quadrat mit einem Kranz von weissen und roten Dreiecken, für den Rand das ganze einmal diagonal geteilt.

Das Zusammensetzen der vielen Dreiecke ist ziemlich komplex, (man denkt zwar zunächst, man könnte alle Dreiecke einfach zu Quadraten zusammen nähen und dann Reihen bilden, aber das geht nicht, dann hätte man Nähte um die Ecke) deswegen ist es bei genauem Hinsehen auch nicht so superordentlich. Ich habe bei Flickr gesehen, daß es auch eine Methode gibt, bei der man Blöcke erstellt, die je zwei große weisse Dreiecke auf der Seite haben. Die sind sicher simpler zusammenzusetzen, haben allerdings dann ein viergeteiltes weisses Quadrat.



Im Original wurde nur zwischen farbigen und hellen Stoffen unterschieden, dazu kamen leuchtende Dreiecke jeweils in der Mitte der Aussenseite der Blöcke. Hier habe ich als Kontrast zu den roten und weissen Stoffen gelb und orange gewählt.
Die roten Stoffe sind querbeet aus der ganzen Welt, kann man fast sagen. Manche habe ich extra gekauft, andere sind Reste, eine ausgemusterte Hose ist auch dabei, genau wie eine aussortierte weisse Bluse bei den weissen Stoffen, ein paar Erbstückchen und sogar einzwei von meinen gelben Elefanten.
Beim Zusammensetzen habe ich mir große Mühe gegeben, nicht zu oft gleiche Muster nebeneinander zu bekommen.


Die Decke ist quadratisch und das hier ist genau die Mitte, die ist mal schön geworden.


Ich liebe es, wie das Auge ständig rauf und runter gezogen wird. Eigentlich sieht es aus als ob der Quilt glitzert.


Ich habe lange überlegt, wie ich ihn quilten soll. Ich würde ja gerne mal Freihandquilten ausprobieren, fand dann die Idee aber ausgerechnet bei diesem nicht so toll, er ist nämlich sehr groß, 90x90 inch, also etwa 2,25x2,25m.


Ich habe auch kaum Beispiele gesehen die nicht mit geraden Linien waren, die mir gefallen haben. Also habe ich die weissen langen Seiten mit etwa 1/4 inch Abstand nachgenäht. Immer im Quadrat um die Blöcke herum. Am Rand dann ein simples verschlungenes Bändermuster. Dafür habe ich mir eine Pappschablone gebastelt und die Linien vorgezeichnet.



Auf die weissen Quadrate habe ich Freihandblumen gequiltet. Naja, handgemalt eben ;-)



Hach!


Als Binding fand ich einen Bumenstoff von Heather Bailey, der Kontrast mit dem beigen Hintergrund und den grünen Tupfen gefällt mir sehr gut.


 Und der Vollständigkeit halber noch die Rückseite. Ich hätte eigentlich komplett Rosalie nehmen sollen. Aber der Punktestoff musste weg, der ist leicht verfärbt, hier ist er gut eingesetzt.


Nochmal in voller Pracht.

Das Bild hatte ich noch auf dem Tablett, beim Bindingannähen gab es ein Fotofinish. Das hätten kaum zwei mm weniger sein dürfen...

Rückblick 2015

Wenn ich zusammenzähle, finde ich es schon beeindruckend, aber gefühlt habe ich letztes Jahr sehr wenig genäht:
Es waren 13 Kleider, ein Quilt, zwei Jacken, zwei Taschen, ein Kissen. Dazu zwei Strickjacken für mich.
Für Konstantin habe ich auch einiges gemacht, so eine in zwanzig Minuten zusammengeschusterte Hose ist schneller angezogen als gebloggt... das Strickjäckchen lieben wir alle sehr, er bekommt gerade eine neue in größer.
Wie ich glaube ich schon geschrieben habe kam erst so nach dem Sommer meine alte Energie wieder, inzwischen mache ich sogar wieder regelmässig Sport, was unglaublich gut tut. Irgendwie hatte ich mit dem Joggen fast schon abgeschlossen, weil ich ein bisschen Probleme mit meinen Knien habe. Aber siehe da, alles wird einfacher wenn man sich überwindet und einfach mal losläuft und inzwischen geniesse ich es total. 
So langsam freue ich mich darauf Konstantin hoffentlich bald mal in den Kindergarten geben zu können. Ihm würde das sicher großen Spaß machen, er hat ja hier auch immer viel Leben mit seinen zwei großen Brüdern. Und dann hätte ich morgens wieder ungestört Zeit, wenn ich keinen Dienst habe, Nähmaschine, ich komme!
Seit Oktober arbeite ich wieder, auch darüber freue ich mich, meine Kollegen habe ich vermisst. Ab April werde ich von 50 auf 70% aufstocken, das passt bei uns im Dienst gut und zuhause können wir das mehr an Gehalt auch gut brauchen. Oboe üben muss ich natürlich auch, das mache ich meistens nachts. 

Die Sache mit den Bienen
Im Sommer fiel noch eine Entscheidung die mich ziemlich beschäftigt hat, ich möchte dieses Jahr Bienen halten!
Und das kam so: Letztes Jahr gab es ja die Landesgartenschau in Landau und dort gab es einige Tage einen Infostand des Fachzentrums für Bienen und Imkerei Rheinland-Pfalz. Im Prinzip kann man sagen, daß sie dafür Werbung machten, Imker zu werden. Am Stand war eine sehr junge hübsche Frau (Irgendwie war das immer so ein Männerding für mich gewesen, peinlich, oder? Jedenfalls war das ein sehr überzeugende Idee, da nicht den Chef hinzustellen. Wobei der auch sehr nett war, er war in der Nähe) die mir anhand von Tafeln zeigte wie es in einer Beute (Bienenkasten) so aussieht und mir alle meine Fragen beantwortete. Tatsächlich hatte mich das Thema immer schon interessiert, oder sagen wir, es war mir sympathisch, ich esse sehr gerne Honig und weiss um die Bedeutung der fleissigen Tierchen. Nur auf die Idee, daß ich selber welche halten könnte war ich nie gekommen. Ich habe auch keinen Imker im engeren Bekanntenkreis (dachte ich jedenfalls), dem ich mal über die Schulter geschaut haben könnte oder so. Also ehrlich gesagt fand ich diese Idee zunächst selbst fast etwas abgefahren, aber ich war schnell ziemlich angefixt. 


Internet sei dank habe ich dann erstmal alle verfügbaren Seiten gewälzt, mich halbwegs eingelesen, kam von Beutenart (die Bienenkästen gibt es in verschiedenen Formen und Maßen, sie heissen Beute) zu Bienenrasse, Halteformen (von herkömmlich bis demeter) und was es noch alles für Themen rund um die Imkerei gibt. Toll ist, daß man wirklich etwas für die Natur tut, im Prinzip nützt einem ja der schönste Apfelbaum nix, wenn keine Bienen zum Bestäuben da sind. Ausserdem kostet die reine Betreuung der Bienen nicht viel Zeit, die meiste Zeit muss man sie in Ruhe lassen. Und das Leben dieses fleissigen Staates ist hochinteressant und eindrucksvoll. Seit ein paar Jahren hat sie in unseren Breitengraden einen Feind, eine Milbe namens Varroa, für deren Bekämpfung gehen folglich auch die wichtigsten Arbeiten aufs Konto.
Relativ schnell mekte ich, daß es im Jahr (Juli) schon zu spät war um quasi sofort mit der Imkerei zu starten, das fand ich zwar schade, war aber wahrscheinlich besser für die Bienen, haha! Also habe ich mich weiter damit begnügt Bücher zu lesen und langsam kristallisierte sich heraus, wie ich die Bienen halten möchte. Und wo, nämlich bei uns im Garten. Ja, das geht. (Sogar bis zu sechs Völker, aber soviel sollen es nicht werden. Nur eins bringt aber auch nichts, der Plan ist jetzt, erstmal zwei zu bekommen)
Und wie das so ist wenn man sich neu mit etwas beschäftigt, natürlich stellte sich dann doch heraus, daß der eine oder andere im Bekanntenkreis Bienen hält. Ein Mitsänger aus einem meiner Chöre hält Bienen, das stellten wir ganz zufällig fest, weil wir ein Grillfest bei uns hatten und er ein Buch herum liegen sah. Und dann bot er mir gleich an, Ableger zu machen und wird mir sogar Beuten bauen. Großer Zufall, großes Glück! Wenn alles klappt werde ich im April Bienen haben. Es werden Buckfastbienen in 10er Dadantkästen, für die die es interessiert. Zu Weihnachten bekam ich eine Anfängerausrüstung mit Schleier und Smoker usw. Und einen Kurs habe ich natürlich auch gebucht, der geht Anfang Februar los, ich bin schon total gespannt!
Ich werde Euch hoffentlich nicht mit zuviel Bienen-Content nerven, aber vielleicht wäre das ja auch was für eine von meinen Näh-Leserinnen. Bienen kann man auch in der Stadt halten!

So sind wir schon mitten im Jahr 2016

Neben dem dringenden Wunsch, wieder mehr zu nähen, vor allem für mich!, kam mir in letzter Zeit immer öfter der Wunsch nach einer neuen Nähmaschine. Vor allem nachdem Küstensocke diesen Post veröffentlich hatte, den ich so ziemlich genau so schreiben könnte, ich habe nämlich die gleiche Maschine. Und finde sie auch nicht so doll. Wahrscheinlich ist man, wenn man ordentlich Geld für sein Gerät ausgegeben hat nicht so gerne bereit, zuzugeben, daß man sie nicht so gelungen findet. So braucht es vielleicht etwas Anstoss von aussen, die Schwachpunkte zu benennen und sich da was zuverlässigeres zu wünschen. Natürlich habe ich auch garnicht soviel Vergleich, aber die Maschine die ich davor hatte, war besser, das war allerdings auch eine Pfaff. Nun gut, es ist Jammern auf hohem Niveau, von der Ausstattung ist die Maschine, eine Creative 2.0, ziemlich top, das musste ich jetzt bei meiner Recherche nach anderen Modellen erkennen. Um eine Maschine mit ähnlich viel "Features" zu bekommen muss man Geld in die Hand nehmen... Der Plan ist, die Creative zu behalten und als Stickmaschine weiter zu benutzen, das tut sie ja recht klaglos und gut, sie hat auch einen großen Stickbereich. Meine Suche gilt daher einer reinen Nähmaschine. Ich habe auch schon eine im Auge, mal sehen ob ich die mal unter die Finger bekomme, so in live. Ich werde berichten, das verdient einen Extra-Post.

Wer meinen Blog schon länger verfolgt, wird sich vielleicht erinnern, daß wir letztes Jahr eigentlich vorgehabt hatten das Dach zu erneuern und auszubauen. Nun, dazu kam es bisher nicht. Wir sind nicht die zügigsten was am Dranbleiben an solchen Vorhaben betrifft und die Handwerker scheinen auch nicht gerade eine Auftragsflaute zu haben, will sagen, denen muss man regelrecht aufdringlich hinterherlaufen und zwar allen. Nicht ganz mein Ding, aber es hilft nun nichts. Ich denke immer positiv und vermute, daß das alles einen tieferen Sinn hat. Wahrscheinlich kommen uns die besten Ideen erst jetzt, oder wir treffen jetzt ganz tolle Helferlein, die uns letztes Jahr noch unbekannt waren. Jedenfalls fangen wir schonmal mit dem Zimmer umräumen an. 
Um die Situation im OG zu entschärfen, werde ich, schnief, mein Nähzimmer räumen. Hach, ade Du schönes Kämmerlein... Naja, ich bekomme eine Ecke im Kellerzimmer, aka Musikzimmer. Dort kommt ein Sekretär, der sowieso nur als Schrank diente, weg und ich muss mich dort einrichten, eher über Eck, eine Seite Arbeitsbereich, eine Seite Schrank, vielleicht noch eine Kommode mit einer Schneideplatte? Immerhin direkt am Fenster. Mal sehen, wie ich das mit dem Platz hinbekomme. Den meisten Stauraum suche ich mir besser woanders...

Ich freue mich auf ein weiteres spannendes Bloggerjahr mit Euch! Danke fürs Lesen und bis bald, Eure Katharina

29.5.15

Kleiner Rückblick auf März, April und Mai

Völlig unverhofft komme ich heute Abend mal dazu, endlich mal wieder zurück zu schauen. Was ist denn passiert in den letzten Monaten?

Nach der musikalischen Durststrecke Anfang des Jahres beginnt mit der Passionszeit endlich wieder musikalisches Leben. Ich durfte zwei Matthäuspassionen spielen, immer wieder schön. Einmal hab ich bei meinen Kollegen ausgeholfen, ein schönes Hallo so mitten in der Elternzeit.
Das gehütet werden ist für Konstantin fast kein Problem mehr, ist ja auch meist sein großer Bruder dabei, denn er gut kennt.


Nach Ostern konnte ich endlich mal wieder richtig auf eine Chorfreizeit fahren, mit Übernachten und allem drum und dran. Das hab ich ewig nicht gemacht. In meiner Jugend hab ich gefühlt mein halbes Leben auf Chorfreizeiten verbracht, das geht heute natürlich nicht mehr und war nur dank Elternzeit nochmal möglich. Schön wars, fast wie in alten Zeiten! Mit Konstantin, der hat das auch prima mitgemacht. Die beiden Großen waren samt Vater zuhause und hatten Ferien.
Entgegen früherer Gewohnheiten war ich diesmal Kind sei dank immer die erste beim Frühstück *gähn*. Da sitzt man dann immer mit denselben Frühaufstehern am Tisch, dafür hat man schön viel Zeit zu essen und zu quatschen bis zur ersten Probe.
Mitte April bis Mitte Mai hatte mein Mann einen Monat Elternzeit, den anderen nimmt er wenn ich wieder anfange zu arbeiten. Natürlich ist das wunderbar entspannt, wenn beide zuhause sind, wie Urlaub. Eigentlich wollten wir auch einiges im Haus schaffen, aber wie zu ahnen war kam es nicht so richtig dazu. Für dieses Jahr ist wie schon erwähnt der Dachausbau geplant, vor dem Ausbau steht eine neue Dacheindeckung, dazu soll noch eine Photovoltaikanlage drauf, das will alles geplant sein. Irgendwie dauert alles länger als gedacht, das ist eigentlich auch nichts, was man nicht schon aus Erfahrungen anderer hätte wissen können, aber man muss halt erst selbst drin stecken. Irgendwie stört es mich auch garnicht sehr, so kann man jeden Schritt drei- bis fünfmal überdenken und macht vielleicht keine eiligen Schnellschüsse. Nur die schöne Sonne die so völlig ungenutzt (allerhöchstens die Wäsche trocknend) in den Garten bzw. aufs Dach bretzelt, das fuchst mich jetzt schon ein
bisschen...


Im Garten habe ich weiter gewurschtelt, aber es ist eine Sisyphusarbeit. Letztes Jahr kam ich wegen Bauch und dem damit verbunden nicht vorhandenen Kreislauf zu kaum mehr als garnichts, die dringend nötigen Gartenroutinen sind bei uns auch nicht so drin, leider gewinnt er immer mal wieder die Oberhand. Jedenfalls wächst das Unkraut überall besser als das Gepflanzte und an manchen Stellen bricht alles zusammen, respektive an einer Stelle ist die Wandbegrünung ins Beet gekippt, man weiss garnicht, wo man alles wegschneiden soll.
Nachdem ich im Frühjahr tagelang im hintersten Beet eine Brombeere weggeschnitten hatte kommt sie nun schon wieder, böses Untier! Ich hab garnichts gegen Obst, im Gegenteil, aber diese schmeckt überhaupt nicht wir haben es probiert, die muss weg. Der Apfelbaum trägt sehr viele Früchte, wahrscheinlich wirft er noch die Hälfte ab, aber da kommt schon ein Holundertrieb ins Bild meines kleine Rubinettebäumchens, hinfort mit Dir!! Ich werde echt zum Elch bei all dem Gewachse und Gewuchere . Das allerschlimmste ist eine Hartriegelpflanze die sich durch den gesamten Garten schlängelt. Sie verbreitet sich unterirdisch und treibt wirklich ÜBERALL aus. Eigentlich hat man kaum eine Chance, an vielen Stellen kommt man ihr nicht mal mit dem Spaten bei. Ausser Schnippschnapp, alles ab, fällt mir nichts ein, hat jemand einen Tipp? Morgen leih ich mir nen Häcksler für das ganze Gesträuch.


Einiges erfreut dann doch, im April kamen die Tulpen und Narzissen wieder die ich vor eineinhalb Jahren gesetzt hatte. Nicht mehr alle, aber doch noch viele, ein bisschen Verlust scheint normal zu sein. Anschliessend freue ich mich immer schon dolle auf die austreibenden Pfingstrosen und habe folgerichtig noch ein paar weitere gepflanzt. Die werden sicher noch eine Weile brauchen bis sie blühen, aber angegangen sind sie gut. Auch die meisten Hortensien die ich die letzten Jahre gepflanzt hatte entwickeln sich prächtig. Hach, vielleicht wird es ja doch noch was mit dem schönen Garten!
Im hinteren, von der Brombeere gerodeten Beet stehen ein Kirsch- und eben der Apfelbaum, dazu habe ich jetzt Johannis- und Himbeeren gepflanzt, z.T. solche 1,50€-Pflanzen aus dem Supermarkt (schimpft nur, ein Zufallsfund), sind alle gut angegangen, ich verteidige ihren Platz auch sehr vor dem Gestrüpp. Und an die Stelle eines alten Baumstumpfes haben wir ein Hochbeet gestellt, ein letzter Versuch, Tomaten zu halten, ich hoffe es wird was. Die Jahre zuvor kümmerten die Tomaten immer nur so vor sich hin, der Platz war wohl verkehrt, ausserdem ist der Boden insgesamt sehr ausgelaugt, ohne Mengen an Dünger geht kaum was.


Einen ganz anderen Garten haben wir hier in Landau auch noch, die Landesgartenschau (LGS) lockt die Bevölkerung ins professionell angelegte Grün. Es ist aber auch wirklich eine Pracht, die Tulpen waren wunderschön, sind jetzt alle verblüht, jetzt dominiert Allium die Zierrabatten. Wir hatten uns lange nicht dazu entschliessen können, haben aber jetzt doch Dauerkarten, und sind, wer hätte es gedacht, dauernd dort. Es ist wirklich sehr schön dort, ich empfinde es als sehr entspannend. Es stehen viele Stühle oder andere Sitzgelegenheiten (auch Hängematten) rum, man kann es sich gut bequem machen, Picknick einpacken. Die Jungs haben viel zu entdecken, ganz hinten ist sogar eine tolle Skaternbahn.
Da man um die LGS nicht kostenlos parken kann und sie am anderen Ende der Stadt liegt, mussten wir uns ziemlich spontan einen Kinderfahrradanhänger zulegen. Wir hatten keinen, weil wir als die Großen so klein waren, daß wir sie hätten darin mitnehmen müssen quasi fast in der Fussgängerzone gewohnt haben, da braucht man keinen. Ich hatte auch kaum einen Gedanken an so ein Ding verschwendet, bis zum Kindergarten wäre es ja noch fast ein halbes Jahr, da hätte man sich noch was einfallen lassen können (laufen ist von hier keine Option mehr).
Nun gut, Dauerkarten waren gekauft, Auto und Laufen funktioniert beides nicht, also ein Anhänger mit Schiebemöglichkeit, und bitte ein vernünftiges Modell, günstig ist auch anders, und das so hopplahopp, da musste ich erstmal schlucken...
Inzwischen bin ich ganz, ganz glücklich so ein Teil zu haben. Unserer hat eine Aluwanne und taugt daher auch zum Einkaufen. Der zweite Sitz wird es später ermöglichen, ein zweites (Freundes-) Kind mit aus dem Kindergarten abzuholen. Jetzt auf der LGS beherbergt er alles, was man so mitschleppt, von Jacken bis Picknick zu Skateboards, es ist so praktisch! Wir haben uns für die Schweizer Variante entschieden, dieser hier. Mit dem Parkhilferad samt Schiebebügel kommen wir auf dem Gelände der LGS sehr gut zurecht.


Und der Kleinste? Kann endlich sitzen, schon seit ein paar Wochen. Anfangs mussten wir ihn immer sehr abpolstern, weil er irgendwann umfiel, aber jetzt geht es ganz gut. Im Sitze spielt es sich viel entspannter, weil die Spielzeuge nicht dauernd aufs Gesicht fallen... An Krabbeln ist noch nicht zu denken. Neulich hat er sich mal auf dem glatten Boden rückwärts geschoben, das fand er sehr lustig (bis er irgendwo stecken blieb), hat er seither aber nicht mehr gemacht.
Er brabbelt einzelne Silben vor sich hin, gerne auch wenn wir Großen uns unterhalten, offensichtlich möchte er mitreden. Auch sonst ist er ein sehr geselliges, freundliches Kind, mein Goldkind. Er lacht und strahlt viel, es ist eine große Freude!
Was er sehr gut kann, ist essen. Nach einer kurzen Breiphase hat er schnell beschlossen, daß ihm unser Essen besser schmeckt und isst seitdem das normale Essen mit. Das war auch auf der Chorfreizeit sehr praktisch. Für dort habe ich noch Gläschen eingekauft, ich konnte ihm ja nichts kochen und wusste nicht, ob ich bei der Verpflegung etwas für ihn finde. Aber es war kein Problem, er hat alles gefuttert was es gab, das Beste war Polenta mit Spinat gefüllt, das hat er weggeschaufelt wie ein Großer.
Er sitzt in einem am Tisch befestigten Sitz, das ist für so einen kleinen Weltentdecker auch eine tolle Sache. Eine Freundin meinte, ich solle besser unter den Sitz etwas für seine Füsse stellen, wenn die nur runterhängen sei das nicht gut für seinen Rücken. Also steht jetzt ein Hocker unter dem Sitz und Konstantin hat schnell gemerkt, daß er sich da prima hinstellen kann und dann noch besser an all die tollen Messer und Gläser kommt. Was es alles zu greifen und begreifen gibt!


Ich weiss nicht woran es liegt, aber ein gut essendes Kind ist ein glücklich machendes Bild. (Aber auch die nicht gut essenden Kinder werden satt, falls sich jemand jetzt sorgt. Ich kenne einige und sie sind auch alle gesund und munter). Auf der Chorfreizeit gab es beim Frühstücksbüffet Bircher Müsli, das habe ich seither versucht nachzumachen, weil es so lecker war. Ich mache das auf Vorrat, das steht dann im Kühlschrank und hält etwa 2 Tage. NUR zwei Tage, weil Konstantin und ich davon morgens und abends essen...lecker! Konstantin hat immer noch keine Zähne und kann daher nichts zerkauen. Im Bircher Müsli ist der Apfel aber geraspelt, das geht gut. Die ganzen Rosinen kommen unversehrt wieder heraus, hab ich für Euch überprüft ;-). Den in den Rezepten oft erwähnten Honig lasse ich selbstverständlich weg.
Was mir nach den Rezepten nicht so gut gelingen wollte, war die Konsistenz, da habe ich ein bisschen rumexperimentiert. Ich nehme jetzt statt Milch kochendes Wasser zum Einweichen, dann wird es weicher, das mag ich lieber.

Mein Rezept geht so:

Halbe Packung (250g) Bircher Müsli z.B. von Alnatura
zwei handvoll feine Haferflocken
eine handvoll Weinbeeren

oder 
250gr. feine Haferflocken 
zwei handvoll zerkleinerte Nüsse, lecker sind z.B. gehobelte Mandeln
zwei handvoll Weinbeeren
evt. andere Trockenfrüchte, zerkleinert

zusammen in einer Schüssel mit reichlich kochendem Wasser begiessen, dass Wasser sollte knapp drüber stehen, eher etwas mehr, es quillt ja noch auf. Gut umrühren, Wasser nachgiessen.

Anschliessend drei bis vier Äpfel vierteln und raspeln (macht bei mir die Küchenmaschine).
Den Hafer kontrollieren, evt. Wasser nachgiessen, es soll nicht fest sein, über Nacht quillt es noch nach. Den geraspelten Apfel draufgeben, gut 50ml Sahne dazu und evt. einen EL Zitronensaft. Gut verrühren. Über Nacht stehen lassen, die erste Nacht lass ich es auf der Küchenplatte stehen, erst danach kommt es in den Kühlschrank.
Zum Essen kommt dann noch Joghurt dazu, jetzt im Mai schnibbel ich auch gerne noch Erdbeeren rein. Guten Appetit!

Konstantin mag die gehobelten Mandeln  übrigens nicht so, deswegen nehme ich jetzt die Müslimischung, da sind die Nüsse kleiner.

Und sonst habe ich in der Spargelzeit natürlich Spargel gekocht und sonntags auch noch bei meiner Mutter gegessen. Die Spargelzeit muss man ausnutzen.



Ich habe das erste Mal in meinem Leben Lätzchen genäht. Das mir das passieren konnte. Aber hübsch sind sie.


Ausserdem ein Kommunionkleid für Freunde von uns, einige Klamöttchen und viele Windeln für Konstantin.


Ich habe die Strickmaschine meiner Oma gereinigt. Noch läuft sie aber nicht richtig, ich nehme an sie braucht Öl, da muss ich nochmal ran.
Ich hoffe sehr sie zum Laufen zu kriegen, ich erinnere mich, daß meine Mutter sehr viel an ihr gestrickt hat. Wir bleiben gespannt...
Viele Grüße!


3.3.15

Rückblick Januar / Februar 2015


Schon wieder zwei Monate um, wie schnell die Zeit vergeht. Langweiliger Spruch, aber ich habe genau ein Jahr Elternzeit genommen und fürchte schon, daß das schneller rum ist als mir lieb ist. Oder bevor ich alle Sachen geschafft habe, die ich mir vorgenommen hatte, uaah! Einiges ist wirklich noch zu tun, mir graut jedenfalls ein bisschen vor dem Dachbodenausbau.
Zurück zum Jahresanfang, Anfang Januar waren wir ein paar Tage in München bei Freunden. Zu fünft bei einer jungen Familie einfallen fällt mir garnicht so leicht, dafür hat es aber ganz gut geklappt. Ich habe eine latente permanente Großstadtsehnsucht, die ich in solchen Tagen durch schlichte Spaziergänge durch die Stadt zu stillen versuche. Aber in Münchens Wohnsituation möchte ich mich umgekehrt nicht so dringend reindenken, an Haus mit Garten habe ich mich schon zu sehr gewöhnt.
Jedenfalls bin ich am zweiten Abend nach einem Tag Deutschen Museum mit dem Kinderwagen noch zum Rathaus gelaufen. Am nächsten Tag haben sie den Weihnachtsbaum dann abmontiert.



Als Mitbringsel für die Münchner gab es eine Wickeltasche. Ich finde sie sehr niedlich, der Zoo-Stoff (A. Henry), hier in Mini, ist einer meiner liebsten.



Beim deutschen Museum ist ein toller Shop, dort gab es J.S.Bach-Plätzchenausstecher. Ausserdem waren wir in dem sehr beeindruckenden Gewürzladen von Herrn Schuhbeck, dort fanden es die Kinder auch sehr spannend, hunderte (?) Gewürze und Mischungen zum Selbstabfüllen in offenen Kisten, wirklich toll!
 Zu Hause habe dann gleich das Plätzchengewürz mit den neuen Ausstechen ausprobiert. Was man nicht sieht, die Plätzchen werden riesig...


Noch eine adventliche Beschäftigung, Sterne falten. Ich habe mir ein neues Buch von Frederique Gueret gegönnt, Funkelnde Fenstersterne, und falte jetzt aus Seidenpapier. Das ist zwar empfindlicher als Transparentpapier, ergibt aber zartere Gebilde bzw. lässt sich im Kleinen z.T. besser falten. Die Sterne von Frau Gieret sind wahnsinnig schön und ziemlich anspruchsvoll, mir macht das großen Spaß!
Ich konnte meine Weihnachts-Sterne bisher noch nicht abhängen, vielleicht falte ich ein paar Frühlingshafte und hänge sie als Osterdekoration auf.



Apropos Sterne, bei meinen Quiltmusterrecherchen stiess ich über den Stern "Swoon", der mir sehr gefällt. Ich hatte keine Lust das Quiltmuster zu kaufen und habe es mir selbst ausgerechnet, mit Hilfe einer Quiltpattern-App (Ja, sowas gibts ;-)) namens "Block Tool"
Wenn man ein paar Details am Block "Dutch Rose" verändert hat man es schon. Zum Ausprobieren habe ich einer Freundin ein Kissen zum Geburtstag genäht. Evt. hätte ich die Kontraste etwas geschickter wählen können, aber sonst ist es sehr schön geworden.



Ein bisschen geflucht habe ich beim Zusammensetzen, ich hatte mir keine Gedanken über die Reihenfolge gemacht und kam dann etwas durcheinander. Den nächsten Block muss ich besser planen, eine Naht in den "E" bezeichneten Quadraten könnte ich mir auch sparen, ach, aus Erfahrung wird man klug!


Für Konstantin habe ich auch einiges genäht, da schreibe ich aber noch einen Extra-Post. Es gab eine Ras-Hose aus dem Nicky-Stoff von Stoff und Stil, ein Shirt aus Streifenjersey. Ausserdem einen Wickelbody aus dem Wolkenstoff. Den Schnitt habe ich zum Wickel-Schnitt umgeändert, das wollte ich Euch genauer zeigen.




Im Februar habe ich angefangen auszumisten, zuerst im Kinderzimmer. Dort haben wir umgestellt, das Stockbett haben wir auseinandergenommen und jedem der großen Söhne einen Zimmerbereich eingeteilt. Es wird jetzt wirklich Zeit daß sie eigene Zimmer bekommen, im Sommer soll es soweit sein. Bis dahin hat jetzt jeder eine Zimmerhälfte mit Regal, Schrank oder Kommode, Bett, Nachtisch und Schreibtisch (den nutzen beide noch nicht). Zum Glück ist das Kinderzimmer so groß, daß es immer noch schön ist. Es gibt dort an einer Wand zwei symmetrisch angeordnete Fenster zwischen die wir ein großes Expedit als Raumteiler stellen konnten. So hat jeder ein bisschen privaten Raum.
Die ausgemusterten Sachen haben wir z.T. bei Ebay vertickt, dadurch gab es jetzt, tadaa! Tablets für die beiden, an die sie durch uns geregelt dran dürfen. Ich hab mich schwer getan mit der Entscheidung, aber bisher durften sie zweitweise an unsre Geräte, jetzt haben sie ihre eigenen, das macht es eigentlich einfacher. Die Geräte sind mit einem Passwort gesichert, ich hätte mir so eine Art Timer-System gewünscht, aber das scheint es nicht wirklich funktionstüchtig zu geben. Ansonsten versuche ich zu schauen was sie da machen und schlage ihnen auch hin und wieder was vor, wenn ich im Netz was schönes finde. So funktioniert es eigentlich ganz gut.

Ausserdem habe ich den ersten Schwung Babyklamotten weggetan, puh, das fällt mir trotz des dritten Kinderglücks garnicht so leicht. Ein paar Sachen habe ich aufgehoben und werde sie bewahren.
Vielleicht ist ja nur dieser erste Schritt komisch, die kleinsten Sachen sind ein bisschen heilig, oder?
Und jetzt habe ich seit 10 Jahren ein paar eindeutige Mädchensachen für den Fall der Fälle, unbenutzt wiederverkauft. Wobei ich das fast am wenigsten schlimm fand.
Hach, er wird auch so schnell groß!

Bei meinen Schnittmustern habe ich auch Großputz gemacht, die Aussortierten wandern demnächst in den Flohmarktblog. Wenn das Einstellen nicht immer so zeitaufwändig wäre, fotografiert habe ich schon alles.



Das Aussortieren hält mich natürlich nicht vom neu kaufen ab, die neue La Maison Victor habe ich stolz im Lädchen vor Ort erstanden und zu Hause genau studiert. Ich finde das Heft sehr ansprechend und eine wirkliche Bereicherung für den Markt. Natürlich ist vieles sehr schnell und einfach zu machen, aber es sind schon ein paar nette Sachen drin, z.B. eine kurze taillierte Jacke mit Reissverschluss, die mir gut gefällt. Auch die Kindersachen sind ganz schön, Julius wollte sofort die Kunstfelljacke haben. Zwischenzeitlich lass man manchmal, daß die Schnitte schlecht konstruiert sind, ich bin auf eigene Erfahrungen gespannt.



Seit ich am 12. Februar das erste Mal im Garten gewurschtelt habe, versuche ich täglich ein Stündchen zu opfern, es macht auch wirklich Spaß (und ist so nötig). Jetzt ist es ja abends etwas länger hell, die ersten Tage hat mir die Dunkelheit dann irgendwann einen Schlussstrich gesetzt. Im hintersten Gartenteil möchte ich gerne Beete anlegen, dort sollen zwischen Kirsch- und Apfelbaum ein paar Beerensträucher wachsen. Bis vor ein paar Jahren wuchsen dort viele, viele wild gewachsene Haselnussbäume, die sehr viel Schatten machten und ausserdem ist mein Mann total allergisch gegen Hasel. Vor zwei Jahren haben wir so gut es ging alles entfernt. Jetzt muss endlich mal Ordnung in diesen Bereich, seit letzten Jahr wuchert dort eine Brombeere, Efeu fühlt sich auch ganz doll wohl und der Boden scheint sehr fruchtbar zu sein, hüfthohe Unkräuter (mit interessanten, magentafarbenen Wurzeln wie ich jetzt bei Rausmachen gesehen habe) gedeihen dort im Sommer ganz prächtig. Da der Boden dort ansteigt wollte ich auch versuchen einzwei Stufen mit Steinen anzulegen, sowas habe ich noch nie gemacht, fühlt sich aber als Idee gut an. Steine, ein ganz neues Material.


Genäht habe ich einiges, u. a. ist dieser Quilt fast fertig, fehlt nur noch die das Handnähen beim Binding, er liegt schon nicht mehr im Nähzimmer. 

Ein anderes Projekt habe ich auch endlich in Angriff genommen, die Familienfotoalben. Es gab in unserem Haushalt nur ein Album von Leopold als Baby, alles weitere an Fotos lag noch in irgendwelchen Ordnern auf Rechnern versteckt. Ein großer Stapel ausgedruckter Fotos lag schon seit Jahren zusammen mit dem passenden Album in einer meiner Schubladen, peinlich, peinlich...Und der zweite saß immer mit dem Babyalbum seines großen Bruders auf dem Sofa, wie muss der sich vorkommen, dachte ich mir. Jetzt wird es also bald neue, weitere Alben geben. Ich bestelle die folgenden allerdings als Fotobuch. Einkleben ist zwar auch ganz nett, aber ich stelle mir ein fertiges Buch schon schön vor, und man kann einfach ein neues bestellen, wenn das Alte durchgefingert ist.

Es gibt echt viel und vielfältiges zu tun, ganz mein Ding, und ich habe großen Spaß daran für alles mal etwas mehr Zeit zu haben als sonst. 
Trotzdem werde ich langsam etwas ramdösig, oder mir fehlt die Musik gerade mehr als noch im Dezember, der traditionsgemäss voll davon ist. Januar/Februar ist musikalisch immer eine sehr ruhige Zeit, schön um sich aufs neue Jahr einzustellen, aber so ganz ohne Dienst ist es doch etwas trostlos. Zum Glück beginnt bald die Passionszeit, ich sollte mal bald mit Üben anfangen.
Und ich freue mich wirklich riesig auf den Frühling, der gerade mit Riesenschritten ankommt. Endlich wieder draussen sitzen, jeder Sonnenstrahl macht die Luft gleich so warm es ist herrlich!

Zum Abschluss des Februars beglückte uns die wunderbare Frau Lotti Katzkowski mit ihrem Besuch. Samstag Abend haben wir zu dritt zwei Folgen Sewing Bee zusammen geguckt, der Traum aller Nähnerds, gell? Hach war das schön!! Nähnerdflausch in real ist einfach das tollste, das entschädigte vielleicht auch ein bisschen für die entgangene AnNÄHerung dieses Jahr.

Sewing Bee, da war doch noch was: Von mir aus darf Neil gerne gewinnen, ich find den toll. Grundsätzlich finde ich zwar die Männer leicht überrepräsentiert in dieser Staffel, ähem, aber gut, ist ja schliesslich Fernsehen. Und Ryan hätte ich gerne noch länger gesehen, schade! Angesehen von Neil habe ich keinen klaren Favoriten, vielleicht mag ich Deborah wegen ihres bunten Stils ganz gerne, hoffentlich bleibt sie uns bis zum Schluss erhalten.

2.1.15

Rückblick 2014 und Ausblick 2015


Highlight Januar: Der Gertiemantel


Neben allen guten Wünschen fürs Neue Jahr und einem großen Dank an Euch, meine Leser, blicke ich auch gerne noch mal auf das Alte zurück. Ich mag Rückblicke. Zahlen mag ich auch.


2014 in Zahlen

59 Blogposts
506 Kommentare (Danke für jeden einzelnen! Ich fürchte, ich habe nicht soviel geschrieben)


4 Sew-Alongs:

Untendrunter Sew-Along
Frühlingsjäckchen-Knit-Along
Herbstjacken-Sew-Along
Weihnachtskleid-Sew-Along

Highlight Februar: Knipkleid mit Spitze

Genähtes:

20 Kleider
3 Mäntel
1 Bikini
4 BHs und einige Unterhosen
2 Nachthemden
1 Morgenmantel

Für die Kinder mindestens eine Jeans, diverse Unterhosen und ein paar Babysachen
2 Taschen
an 2 Quilts gearbeitet (einen fertiggestellt)
Diverser Kleinkram, Täschchen usw.

Highlight Februar: Der bestickte Mantel



Gestricktes:

1 Tuch
2 Jacken

Highlight April: der Shelley-BH


2014 war für mich persönlich vor allem hiervon geprägt:

Anzahl Kinder zu Beginn des Jahres: 2
Anzahl Kinder Ende des Jahres: 3
Monate in Schwangerschaft verbracht: 7,5

Auch wenn die Schwangerschaft und auch das Wochenbett einiges an Wohlgefühl vermissen liessen kann ich nicht finden, daß 2014 irgendwie doof war, ich kann Jahre so oder so kaum in "gut" oder "schlecht" einordnen. Ich bin aber immer noch sehr, sehr dankbar über unser gesundes und unkompliziertes Kind und natürlich prägt so ein Zuwachs das ganze Jahr und lässt es als besonderes in unsere Familiengeschichte eingehen.
Auch im Nähzimmer war einiges los, denn im ersten Halbjahr brauchte ich Kleider die den Bauch umhüllten und nach der Geburt brauchte ich Kleider, die eine Stillmöglichkeit boten, da bin ich ja immer noch dabei. Mit meiner Ausbeute (s.o.) bin ich eigentlich ziemlich zufrieden, ich hatte mir natürlich mehr vorgenommen, aber das war dann einfach nicht zu schaffen, macht nichts. Z.B. hätte ich gerne den großen ocean waves-Quilt komplett fertig genäht, aber irgendwie nicht dran gedacht, daß man Ende der Schwangerschaft nicht mehr so gerne auf dem Boden rumkriecht, *lach*.

Highlight Mai: Das Schwänchenkleid

Das Jahr war ausserdem geprägt von einer zusammenwachsenden Bloggemeinschaft, nähnerdflausch ist echt das passende Wort dafür (habt ihr bei Chrissie schon über das Nähwort des Jahres abgestimmt?). Die erste AnNäherung im Januar hat das bestätigt was wir eigentlich alle schon wussten, wir verstehen uns alle sofort blendend und auch durch einen Blog kann man Freunde finden, Wahnsinn! Aus dem tollen Treffen in Bielefeld hat sich ein kleines aber feines Nähkranzchen hier im Süden gebildet, unsere Treffen sind immer sehr gemütlich. Mehr davon in 2015, bitte!

Highlight Juni: Leichtes Sommerkleidchen

Was meinen (Kopf-)Kleiderschrank betrifft, bin ich glaube ich etwas ehrlicher zu mir geworden, z.B. mag ich einfach keine Wollstoffe auf der Haut. Punkt. So schön sie sind und so angenehm zu verarbeiten, ich trage solche Kleider nicht gerne. Am Liebsten trage ich nachwievor Jerseykleider, die sind auch am praktischsten, wenn man den Grossteil des Tages zuhause verbringt so wie ich dieses Jahr.
Ich denke, das wird sich etwas ändern, wenn ich wieder arbeiten gehe, nach dem Jahr Elternzeit.

Highlight Juli: Knipkleid mit Knoten


Und was wird das neue Jahr bringen?
Gute Vorsätze sind nicht mein Ding, aber ein paar kleinere Sachen habe ich mir schon vorgenommen:

Ich möchte gerne mehr Quilts nähen. Mehr heisst in meinem Fall vielleicht sowas wie zwei pro Jahr. (Mir zuviel vorzunehmen habe ich mir abgewöhnt, das frustriert nur. Zwei ist wirklich machbar). Ich bemerke immer wieder Quiltmuster die mich reizen (Zuletzt gestern im Kino bei Paddington, der auf dem Bett im Dachboden, noch jemand bemerkt?) und Stoff habe ich genug,  Bedarf ist auch da, ich könnte einfach anfangen. Aber zuerst muss ich den ocean waves-Quilt fertig stellen.
Von meinen Nähkränzchendamen habe ich ein tolles Quiltmusterbuch zur Geburt bekommen. Mein erster Gedanke war, jeden Monat einen Block daraus zu nähen, das ergäbe Ende des Jahres schonmal einen schönen Sample-Quilt.

Highlight August: der Zickzackquilt

Da ich wirklich Zahlen liebe, wollte ich einen Stoff-Ein- und Ausgangszähler hier im Blog installieren. Ohne jetzt den Bestand auch zu katalogisieren allerdings. Vielleicht ist es ja schon beruhigend zu sehen, daß nur ungefähr soviel neu gekauft wird, wie verarbeitet wird? Ich dachte jedenfalls, daß es so ist...wäre schön jedenfalls *husthust*. Ich beobachte das mal.

Highlight Oktober: Vogue 1027


Bei uns zuhause wird sich dieses Jahr einiges tun, wir haben vor, den Dachboden auszubauen. Zum Glück ist dort noch viel Platz und es führt eine richtige Treppe dorthin, die Voraussetzungen sind ideal (unsere Haushälfte ist auch die einzige der 8 Doppelhäuser, die dort noch reinen Speicher hat). Dazu muss auch das Dach neu gedeckt werden und im Zuge dessen überlegen wir ausserdem eine Photovoltaikanlage zu installieren. Bisher gibt es aber nur unsere Ideen und Vorstellungen, dort oben ein großes Schlafzimmer und ein zweites Bad zu erhalten. Jetzt steht uns also der Gang zu Bank und Architekt bevor und wir hoffen den Ausbau im Laufe des Jahres hinzubekommen. Puh, aufregend!
Als Ergebnis werden dann alle drei Kinder im 1. OG ein eigenes Zimmer haben, mein Nähzimmer wird allerdings zur Nähecke im Kellerraum werden...*schnüff*.

Highlight November: Peppernoot

Am 7. Januar geht es auf dem MMM-Blog um das Lieblingskleid des Jahres, ich bin noch nicht sicher, was ich da nehme, habe aber ein paar Favoriten, mal sehen.

Ich danke allen meinen Lesern für ein tolles Jahr 2014 und freue mich  mit Euch und allen anderen Nähnerd-Bloggern auf ein weiteres Nähjahr 2015!

Highlight Dezember: Kniplieblingsschnitt