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22.1.16

Rückblick '15, Ausblick '16 und ein neuer Quilt!



Er ist fertig!!! Mein erstes fertig genähtes Teil 2016 ist tatsächlich der Ocean Waves Quilt! Verzeiht die Bilderflut, aber ich bin megastolz. Ich finde ihn so toll!


Zur Geschichte dieses Quilts: Angefangen 2011 mit dem Zuschneiden. Ich weiss noch, daß ich lange zuvor schon rote Stoffe gehortet hatte, der Plan diesen Quilt zu nähen existierte schon länger. Ein zweiter Post zu der Arbeit daran erschien 2012. Ich habe immer mal wieder daran genäht, aber so interessant sind die Zwischenberichte ja dann auch nicht.


Das Muster Ocean Waves ist eigentlich ein klassisches, ich habe mich genau an die Anleitung aus diesem Buch gehalten:

The American Quilt Story: The How-To and Heritage of a Craft Tradition : Step by Step Directions for 30 Antiques Quilts von Susan Jenkins und Linda Seward. 

Man näht bei dieser Anleitung die Blöcke als Quadrate und Dreiecke (für den Rand) zusammen und stellt diese beim Zusammensetzen auf die Spitze. Ein Block besteht also aus einem weissen Quadrat mit einem Kranz von weissen und roten Dreiecken, für den Rand das ganze einmal diagonal geteilt.

Das Zusammensetzen der vielen Dreiecke ist ziemlich komplex, (man denkt zwar zunächst, man könnte alle Dreiecke einfach zu Quadraten zusammen nähen und dann Reihen bilden, aber das geht nicht, dann hätte man Nähte um die Ecke) deswegen ist es bei genauem Hinsehen auch nicht so superordentlich. Ich habe bei Flickr gesehen, daß es auch eine Methode gibt, bei der man Blöcke erstellt, die je zwei große weisse Dreiecke auf der Seite haben. Die sind sicher simpler zusammenzusetzen, haben allerdings dann ein viergeteiltes weisses Quadrat.



Im Original wurde nur zwischen farbigen und hellen Stoffen unterschieden, dazu kamen leuchtende Dreiecke jeweils in der Mitte der Aussenseite der Blöcke. Hier habe ich als Kontrast zu den roten und weissen Stoffen gelb und orange gewählt.
Die roten Stoffe sind querbeet aus der ganzen Welt, kann man fast sagen. Manche habe ich extra gekauft, andere sind Reste, eine ausgemusterte Hose ist auch dabei, genau wie eine aussortierte weisse Bluse bei den weissen Stoffen, ein paar Erbstückchen und sogar einzwei von meinen gelben Elefanten.
Beim Zusammensetzen habe ich mir große Mühe gegeben, nicht zu oft gleiche Muster nebeneinander zu bekommen.


Die Decke ist quadratisch und das hier ist genau die Mitte, die ist mal schön geworden.


Ich liebe es, wie das Auge ständig rauf und runter gezogen wird. Eigentlich sieht es aus als ob der Quilt glitzert.


Ich habe lange überlegt, wie ich ihn quilten soll. Ich würde ja gerne mal Freihandquilten ausprobieren, fand dann die Idee aber ausgerechnet bei diesem nicht so toll, er ist nämlich sehr groß, 90x90 inch, also etwa 2,25x2,25m.


Ich habe auch kaum Beispiele gesehen die nicht mit geraden Linien waren, die mir gefallen haben. Also habe ich die weissen langen Seiten mit etwa 1/4 inch Abstand nachgenäht. Immer im Quadrat um die Blöcke herum. Am Rand dann ein simples verschlungenes Bändermuster. Dafür habe ich mir eine Pappschablone gebastelt und die Linien vorgezeichnet.



Auf die weissen Quadrate habe ich Freihandblumen gequiltet. Naja, handgemalt eben ;-)



Hach!


Als Binding fand ich einen Bumenstoff von Heather Bailey, der Kontrast mit dem beigen Hintergrund und den grünen Tupfen gefällt mir sehr gut.


 Und der Vollständigkeit halber noch die Rückseite. Ich hätte eigentlich komplett Rosalie nehmen sollen. Aber der Punktestoff musste weg, der ist leicht verfärbt, hier ist er gut eingesetzt.


Nochmal in voller Pracht.

Das Bild hatte ich noch auf dem Tablett, beim Bindingannähen gab es ein Fotofinish. Das hätten kaum zwei mm weniger sein dürfen...

Rückblick 2015

Wenn ich zusammenzähle, finde ich es schon beeindruckend, aber gefühlt habe ich letztes Jahr sehr wenig genäht:
Es waren 13 Kleider, ein Quilt, zwei Jacken, zwei Taschen, ein Kissen. Dazu zwei Strickjacken für mich.
Für Konstantin habe ich auch einiges gemacht, so eine in zwanzig Minuten zusammengeschusterte Hose ist schneller angezogen als gebloggt... das Strickjäckchen lieben wir alle sehr, er bekommt gerade eine neue in größer.
Wie ich glaube ich schon geschrieben habe kam erst so nach dem Sommer meine alte Energie wieder, inzwischen mache ich sogar wieder regelmässig Sport, was unglaublich gut tut. Irgendwie hatte ich mit dem Joggen fast schon abgeschlossen, weil ich ein bisschen Probleme mit meinen Knien habe. Aber siehe da, alles wird einfacher wenn man sich überwindet und einfach mal losläuft und inzwischen geniesse ich es total. 
So langsam freue ich mich darauf Konstantin hoffentlich bald mal in den Kindergarten geben zu können. Ihm würde das sicher großen Spaß machen, er hat ja hier auch immer viel Leben mit seinen zwei großen Brüdern. Und dann hätte ich morgens wieder ungestört Zeit, wenn ich keinen Dienst habe, Nähmaschine, ich komme!
Seit Oktober arbeite ich wieder, auch darüber freue ich mich, meine Kollegen habe ich vermisst. Ab April werde ich von 50 auf 70% aufstocken, das passt bei uns im Dienst gut und zuhause können wir das mehr an Gehalt auch gut brauchen. Oboe üben muss ich natürlich auch, das mache ich meistens nachts. 

Die Sache mit den Bienen
Im Sommer fiel noch eine Entscheidung die mich ziemlich beschäftigt hat, ich möchte dieses Jahr Bienen halten!
Und das kam so: Letztes Jahr gab es ja die Landesgartenschau in Landau und dort gab es einige Tage einen Infostand des Fachzentrums für Bienen und Imkerei Rheinland-Pfalz. Im Prinzip kann man sagen, daß sie dafür Werbung machten, Imker zu werden. Am Stand war eine sehr junge hübsche Frau (Irgendwie war das immer so ein Männerding für mich gewesen, peinlich, oder? Jedenfalls war das ein sehr überzeugende Idee, da nicht den Chef hinzustellen. Wobei der auch sehr nett war, er war in der Nähe) die mir anhand von Tafeln zeigte wie es in einer Beute (Bienenkasten) so aussieht und mir alle meine Fragen beantwortete. Tatsächlich hatte mich das Thema immer schon interessiert, oder sagen wir, es war mir sympathisch, ich esse sehr gerne Honig und weiss um die Bedeutung der fleissigen Tierchen. Nur auf die Idee, daß ich selber welche halten könnte war ich nie gekommen. Ich habe auch keinen Imker im engeren Bekanntenkreis (dachte ich jedenfalls), dem ich mal über die Schulter geschaut haben könnte oder so. Also ehrlich gesagt fand ich diese Idee zunächst selbst fast etwas abgefahren, aber ich war schnell ziemlich angefixt. 


Internet sei dank habe ich dann erstmal alle verfügbaren Seiten gewälzt, mich halbwegs eingelesen, kam von Beutenart (die Bienenkästen gibt es in verschiedenen Formen und Maßen, sie heissen Beute) zu Bienenrasse, Halteformen (von herkömmlich bis demeter) und was es noch alles für Themen rund um die Imkerei gibt. Toll ist, daß man wirklich etwas für die Natur tut, im Prinzip nützt einem ja der schönste Apfelbaum nix, wenn keine Bienen zum Bestäuben da sind. Ausserdem kostet die reine Betreuung der Bienen nicht viel Zeit, die meiste Zeit muss man sie in Ruhe lassen. Und das Leben dieses fleissigen Staates ist hochinteressant und eindrucksvoll. Seit ein paar Jahren hat sie in unseren Breitengraden einen Feind, eine Milbe namens Varroa, für deren Bekämpfung gehen folglich auch die wichtigsten Arbeiten aufs Konto.
Relativ schnell mekte ich, daß es im Jahr (Juli) schon zu spät war um quasi sofort mit der Imkerei zu starten, das fand ich zwar schade, war aber wahrscheinlich besser für die Bienen, haha! Also habe ich mich weiter damit begnügt Bücher zu lesen und langsam kristallisierte sich heraus, wie ich die Bienen halten möchte. Und wo, nämlich bei uns im Garten. Ja, das geht. (Sogar bis zu sechs Völker, aber soviel sollen es nicht werden. Nur eins bringt aber auch nichts, der Plan ist jetzt, erstmal zwei zu bekommen)
Und wie das so ist wenn man sich neu mit etwas beschäftigt, natürlich stellte sich dann doch heraus, daß der eine oder andere im Bekanntenkreis Bienen hält. Ein Mitsänger aus einem meiner Chöre hält Bienen, das stellten wir ganz zufällig fest, weil wir ein Grillfest bei uns hatten und er ein Buch herum liegen sah. Und dann bot er mir gleich an, Ableger zu machen und wird mir sogar Beuten bauen. Großer Zufall, großes Glück! Wenn alles klappt werde ich im April Bienen haben. Es werden Buckfastbienen in 10er Dadantkästen, für die die es interessiert. Zu Weihnachten bekam ich eine Anfängerausrüstung mit Schleier und Smoker usw. Und einen Kurs habe ich natürlich auch gebucht, der geht Anfang Februar los, ich bin schon total gespannt!
Ich werde Euch hoffentlich nicht mit zuviel Bienen-Content nerven, aber vielleicht wäre das ja auch was für eine von meinen Näh-Leserinnen. Bienen kann man auch in der Stadt halten!

So sind wir schon mitten im Jahr 2016

Neben dem dringenden Wunsch, wieder mehr zu nähen, vor allem für mich!, kam mir in letzter Zeit immer öfter der Wunsch nach einer neuen Nähmaschine. Vor allem nachdem Küstensocke diesen Post veröffentlich hatte, den ich so ziemlich genau so schreiben könnte, ich habe nämlich die gleiche Maschine. Und finde sie auch nicht so doll. Wahrscheinlich ist man, wenn man ordentlich Geld für sein Gerät ausgegeben hat nicht so gerne bereit, zuzugeben, daß man sie nicht so gelungen findet. So braucht es vielleicht etwas Anstoss von aussen, die Schwachpunkte zu benennen und sich da was zuverlässigeres zu wünschen. Natürlich habe ich auch garnicht soviel Vergleich, aber die Maschine die ich davor hatte, war besser, das war allerdings auch eine Pfaff. Nun gut, es ist Jammern auf hohem Niveau, von der Ausstattung ist die Maschine, eine Creative 2.0, ziemlich top, das musste ich jetzt bei meiner Recherche nach anderen Modellen erkennen. Um eine Maschine mit ähnlich viel "Features" zu bekommen muss man Geld in die Hand nehmen... Der Plan ist, die Creative zu behalten und als Stickmaschine weiter zu benutzen, das tut sie ja recht klaglos und gut, sie hat auch einen großen Stickbereich. Meine Suche gilt daher einer reinen Nähmaschine. Ich habe auch schon eine im Auge, mal sehen ob ich die mal unter die Finger bekomme, so in live. Ich werde berichten, das verdient einen Extra-Post.

Wer meinen Blog schon länger verfolgt, wird sich vielleicht erinnern, daß wir letztes Jahr eigentlich vorgehabt hatten das Dach zu erneuern und auszubauen. Nun, dazu kam es bisher nicht. Wir sind nicht die zügigsten was am Dranbleiben an solchen Vorhaben betrifft und die Handwerker scheinen auch nicht gerade eine Auftragsflaute zu haben, will sagen, denen muss man regelrecht aufdringlich hinterherlaufen und zwar allen. Nicht ganz mein Ding, aber es hilft nun nichts. Ich denke immer positiv und vermute, daß das alles einen tieferen Sinn hat. Wahrscheinlich kommen uns die besten Ideen erst jetzt, oder wir treffen jetzt ganz tolle Helferlein, die uns letztes Jahr noch unbekannt waren. Jedenfalls fangen wir schonmal mit dem Zimmer umräumen an. 
Um die Situation im OG zu entschärfen, werde ich, schnief, mein Nähzimmer räumen. Hach, ade Du schönes Kämmerlein... Naja, ich bekomme eine Ecke im Kellerzimmer, aka Musikzimmer. Dort kommt ein Sekretär, der sowieso nur als Schrank diente, weg und ich muss mich dort einrichten, eher über Eck, eine Seite Arbeitsbereich, eine Seite Schrank, vielleicht noch eine Kommode mit einer Schneideplatte? Immerhin direkt am Fenster. Mal sehen, wie ich das mit dem Platz hinbekomme. Den meisten Stauraum suche ich mir besser woanders...

Ich freue mich auf ein weiteres spannendes Bloggerjahr mit Euch! Danke fürs Lesen und bis bald, Eure Katharina

7.5.15

Der String-Quilt


Schon eine Weile ist er fertig, der erste Quilt 2015. Am Anfang war ich so schnell, daß ich dachte, das werden dieses Jahr bestimmt ein paar neue Decken, jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher.
Aber diese ist jedenfalls fertig und wird im Moment vor allem für den Kleinsten benutzt, der sitzt darauf, umgeben von Kissen zum Auffangen, falls er umkippt.



Eigentlich ist die Decke für den Ältesten genäht, der wird sie sicher auch bald mit auf sein Bett nehmen.
Gequiltet habe ich mit der Maschine, in durchgehenden diagonalen Linien, das kann man glaub ich gut erkennen. Die Rückseite ist die Fleeceinnenseite, er hat keine Stoffrückseite bekommen, das wollte Leopold so.
Schön bunt!


Die ersten beiden Posts zu seiner Entstehung findet ihr hier und hier






3.3.15

Rückblick Januar / Februar 2015


Schon wieder zwei Monate um, wie schnell die Zeit vergeht. Langweiliger Spruch, aber ich habe genau ein Jahr Elternzeit genommen und fürchte schon, daß das schneller rum ist als mir lieb ist. Oder bevor ich alle Sachen geschafft habe, die ich mir vorgenommen hatte, uaah! Einiges ist wirklich noch zu tun, mir graut jedenfalls ein bisschen vor dem Dachbodenausbau.
Zurück zum Jahresanfang, Anfang Januar waren wir ein paar Tage in München bei Freunden. Zu fünft bei einer jungen Familie einfallen fällt mir garnicht so leicht, dafür hat es aber ganz gut geklappt. Ich habe eine latente permanente Großstadtsehnsucht, die ich in solchen Tagen durch schlichte Spaziergänge durch die Stadt zu stillen versuche. Aber in Münchens Wohnsituation möchte ich mich umgekehrt nicht so dringend reindenken, an Haus mit Garten habe ich mich schon zu sehr gewöhnt.
Jedenfalls bin ich am zweiten Abend nach einem Tag Deutschen Museum mit dem Kinderwagen noch zum Rathaus gelaufen. Am nächsten Tag haben sie den Weihnachtsbaum dann abmontiert.



Als Mitbringsel für die Münchner gab es eine Wickeltasche. Ich finde sie sehr niedlich, der Zoo-Stoff (A. Henry), hier in Mini, ist einer meiner liebsten.



Beim deutschen Museum ist ein toller Shop, dort gab es J.S.Bach-Plätzchenausstecher. Ausserdem waren wir in dem sehr beeindruckenden Gewürzladen von Herrn Schuhbeck, dort fanden es die Kinder auch sehr spannend, hunderte (?) Gewürze und Mischungen zum Selbstabfüllen in offenen Kisten, wirklich toll!
 Zu Hause habe dann gleich das Plätzchengewürz mit den neuen Ausstechen ausprobiert. Was man nicht sieht, die Plätzchen werden riesig...


Noch eine adventliche Beschäftigung, Sterne falten. Ich habe mir ein neues Buch von Frederique Gueret gegönnt, Funkelnde Fenstersterne, und falte jetzt aus Seidenpapier. Das ist zwar empfindlicher als Transparentpapier, ergibt aber zartere Gebilde bzw. lässt sich im Kleinen z.T. besser falten. Die Sterne von Frau Gieret sind wahnsinnig schön und ziemlich anspruchsvoll, mir macht das großen Spaß!
Ich konnte meine Weihnachts-Sterne bisher noch nicht abhängen, vielleicht falte ich ein paar Frühlingshafte und hänge sie als Osterdekoration auf.



Apropos Sterne, bei meinen Quiltmusterrecherchen stiess ich über den Stern "Swoon", der mir sehr gefällt. Ich hatte keine Lust das Quiltmuster zu kaufen und habe es mir selbst ausgerechnet, mit Hilfe einer Quiltpattern-App (Ja, sowas gibts ;-)) namens "Block Tool"
Wenn man ein paar Details am Block "Dutch Rose" verändert hat man es schon. Zum Ausprobieren habe ich einer Freundin ein Kissen zum Geburtstag genäht. Evt. hätte ich die Kontraste etwas geschickter wählen können, aber sonst ist es sehr schön geworden.



Ein bisschen geflucht habe ich beim Zusammensetzen, ich hatte mir keine Gedanken über die Reihenfolge gemacht und kam dann etwas durcheinander. Den nächsten Block muss ich besser planen, eine Naht in den "E" bezeichneten Quadraten könnte ich mir auch sparen, ach, aus Erfahrung wird man klug!


Für Konstantin habe ich auch einiges genäht, da schreibe ich aber noch einen Extra-Post. Es gab eine Ras-Hose aus dem Nicky-Stoff von Stoff und Stil, ein Shirt aus Streifenjersey. Ausserdem einen Wickelbody aus dem Wolkenstoff. Den Schnitt habe ich zum Wickel-Schnitt umgeändert, das wollte ich Euch genauer zeigen.




Im Februar habe ich angefangen auszumisten, zuerst im Kinderzimmer. Dort haben wir umgestellt, das Stockbett haben wir auseinandergenommen und jedem der großen Söhne einen Zimmerbereich eingeteilt. Es wird jetzt wirklich Zeit daß sie eigene Zimmer bekommen, im Sommer soll es soweit sein. Bis dahin hat jetzt jeder eine Zimmerhälfte mit Regal, Schrank oder Kommode, Bett, Nachtisch und Schreibtisch (den nutzen beide noch nicht). Zum Glück ist das Kinderzimmer so groß, daß es immer noch schön ist. Es gibt dort an einer Wand zwei symmetrisch angeordnete Fenster zwischen die wir ein großes Expedit als Raumteiler stellen konnten. So hat jeder ein bisschen privaten Raum.
Die ausgemusterten Sachen haben wir z.T. bei Ebay vertickt, dadurch gab es jetzt, tadaa! Tablets für die beiden, an die sie durch uns geregelt dran dürfen. Ich hab mich schwer getan mit der Entscheidung, aber bisher durften sie zweitweise an unsre Geräte, jetzt haben sie ihre eigenen, das macht es eigentlich einfacher. Die Geräte sind mit einem Passwort gesichert, ich hätte mir so eine Art Timer-System gewünscht, aber das scheint es nicht wirklich funktionstüchtig zu geben. Ansonsten versuche ich zu schauen was sie da machen und schlage ihnen auch hin und wieder was vor, wenn ich im Netz was schönes finde. So funktioniert es eigentlich ganz gut.

Ausserdem habe ich den ersten Schwung Babyklamotten weggetan, puh, das fällt mir trotz des dritten Kinderglücks garnicht so leicht. Ein paar Sachen habe ich aufgehoben und werde sie bewahren.
Vielleicht ist ja nur dieser erste Schritt komisch, die kleinsten Sachen sind ein bisschen heilig, oder?
Und jetzt habe ich seit 10 Jahren ein paar eindeutige Mädchensachen für den Fall der Fälle, unbenutzt wiederverkauft. Wobei ich das fast am wenigsten schlimm fand.
Hach, er wird auch so schnell groß!

Bei meinen Schnittmustern habe ich auch Großputz gemacht, die Aussortierten wandern demnächst in den Flohmarktblog. Wenn das Einstellen nicht immer so zeitaufwändig wäre, fotografiert habe ich schon alles.



Das Aussortieren hält mich natürlich nicht vom neu kaufen ab, die neue La Maison Victor habe ich stolz im Lädchen vor Ort erstanden und zu Hause genau studiert. Ich finde das Heft sehr ansprechend und eine wirkliche Bereicherung für den Markt. Natürlich ist vieles sehr schnell und einfach zu machen, aber es sind schon ein paar nette Sachen drin, z.B. eine kurze taillierte Jacke mit Reissverschluss, die mir gut gefällt. Auch die Kindersachen sind ganz schön, Julius wollte sofort die Kunstfelljacke haben. Zwischenzeitlich lass man manchmal, daß die Schnitte schlecht konstruiert sind, ich bin auf eigene Erfahrungen gespannt.



Seit ich am 12. Februar das erste Mal im Garten gewurschtelt habe, versuche ich täglich ein Stündchen zu opfern, es macht auch wirklich Spaß (und ist so nötig). Jetzt ist es ja abends etwas länger hell, die ersten Tage hat mir die Dunkelheit dann irgendwann einen Schlussstrich gesetzt. Im hintersten Gartenteil möchte ich gerne Beete anlegen, dort sollen zwischen Kirsch- und Apfelbaum ein paar Beerensträucher wachsen. Bis vor ein paar Jahren wuchsen dort viele, viele wild gewachsene Haselnussbäume, die sehr viel Schatten machten und ausserdem ist mein Mann total allergisch gegen Hasel. Vor zwei Jahren haben wir so gut es ging alles entfernt. Jetzt muss endlich mal Ordnung in diesen Bereich, seit letzten Jahr wuchert dort eine Brombeere, Efeu fühlt sich auch ganz doll wohl und der Boden scheint sehr fruchtbar zu sein, hüfthohe Unkräuter (mit interessanten, magentafarbenen Wurzeln wie ich jetzt bei Rausmachen gesehen habe) gedeihen dort im Sommer ganz prächtig. Da der Boden dort ansteigt wollte ich auch versuchen einzwei Stufen mit Steinen anzulegen, sowas habe ich noch nie gemacht, fühlt sich aber als Idee gut an. Steine, ein ganz neues Material.


Genäht habe ich einiges, u. a. ist dieser Quilt fast fertig, fehlt nur noch die das Handnähen beim Binding, er liegt schon nicht mehr im Nähzimmer. 

Ein anderes Projekt habe ich auch endlich in Angriff genommen, die Familienfotoalben. Es gab in unserem Haushalt nur ein Album von Leopold als Baby, alles weitere an Fotos lag noch in irgendwelchen Ordnern auf Rechnern versteckt. Ein großer Stapel ausgedruckter Fotos lag schon seit Jahren zusammen mit dem passenden Album in einer meiner Schubladen, peinlich, peinlich...Und der zweite saß immer mit dem Babyalbum seines großen Bruders auf dem Sofa, wie muss der sich vorkommen, dachte ich mir. Jetzt wird es also bald neue, weitere Alben geben. Ich bestelle die folgenden allerdings als Fotobuch. Einkleben ist zwar auch ganz nett, aber ich stelle mir ein fertiges Buch schon schön vor, und man kann einfach ein neues bestellen, wenn das Alte durchgefingert ist.

Es gibt echt viel und vielfältiges zu tun, ganz mein Ding, und ich habe großen Spaß daran für alles mal etwas mehr Zeit zu haben als sonst. 
Trotzdem werde ich langsam etwas ramdösig, oder mir fehlt die Musik gerade mehr als noch im Dezember, der traditionsgemäss voll davon ist. Januar/Februar ist musikalisch immer eine sehr ruhige Zeit, schön um sich aufs neue Jahr einzustellen, aber so ganz ohne Dienst ist es doch etwas trostlos. Zum Glück beginnt bald die Passionszeit, ich sollte mal bald mit Üben anfangen.
Und ich freue mich wirklich riesig auf den Frühling, der gerade mit Riesenschritten ankommt. Endlich wieder draussen sitzen, jeder Sonnenstrahl macht die Luft gleich so warm es ist herrlich!

Zum Abschluss des Februars beglückte uns die wunderbare Frau Lotti Katzkowski mit ihrem Besuch. Samstag Abend haben wir zu dritt zwei Folgen Sewing Bee zusammen geguckt, der Traum aller Nähnerds, gell? Hach war das schön!! Nähnerdflausch in real ist einfach das tollste, das entschädigte vielleicht auch ein bisschen für die entgangene AnNÄHerung dieses Jahr.

Sewing Bee, da war doch noch was: Von mir aus darf Neil gerne gewinnen, ich find den toll. Grundsätzlich finde ich zwar die Männer leicht überrepräsentiert in dieser Staffel, ähem, aber gut, ist ja schliesslich Fernsehen. Und Ryan hätte ich gerne noch länger gesehen, schade! Angesehen von Neil habe ich keinen klaren Favoriten, vielleicht mag ich Deborah wegen ihres bunten Stils ganz gerne, hoffentlich bleibt sie uns bis zum Schluss erhalten.

19.1.15

String-Quilt Zwischenstand



Mittlerweile habe ich alle kleinen Quadrate fertig, der Stapel misst stolze 5 inch.
4 kleine Quadrate ergeben ein grosses (einen Block von 12 inch). 6 1/2 Reihen à 5 Blöcke sollen es werden.


Probehalber ausgelegt auf dem Boden sieht es schonmal ganz nett aus.




13.1.15

Das reine Gewissen im Nähzimmer oder: Meine Restekörbchen und ich

Zuerst wollte ich Euch ein Bild nicht vorenthalten, schaut mal, was ist denn mit meinem Beuteschema passiert?


Nein, die sollten nicht zusammen vernäht werden, den obersten wollte ich zu Küchenhandtüchern verarbeiten, den darunter zu meinen Taschenstoffen tun, dann kommen zwei Stoffe für den Kleinsten und der unterste sollte die Basis für einen Quilt für Leopold sein. 
Die mittleren sind vom StoffundStil-Sale, die äusseren von Radspieler in München. Passt alles perfekt zusammen, und zur Tapete auch, merke ich gerade. Ok, vielleicht doch Beuteschema...
Apropos Beute, für dieses Jahr habe ich mal eine Stoffstatistik in der rechten Seitenleiste integriert. Ich habe keine Ahnung und bin sehr gespannt, was am Ende für Zahlen dastehen werden, welche Seite das Plus hat und wieviel es tatsächlich so sind. Lassen wir uns überraschen.

Jetzt aber zu meinem eigentlichen Thema, Das Jahr ist noch ganz jung, gerademal 12 Tage alt.  Traditionell steht so ein Jahresbeginn für gute Vorsätze, die hatte ich ja nun nicht, aber so ein reiner, unbefleckter Neubeginn motiviert auch sehr zum Ausmisten und Grossreinemachen, das kommt dem guten Vorsatz schon ziemlich nahe.
So haben einige Bloggerinnen einen UFO-Sew-Along gestartet, sehr löblich, aber darauf hatte ich garkeine Lust (und zuwenig lohnenswerte UFOs). 

Aber es gibt ja auch noch die NANOs, die noch-nicht-angefangenen Projekte, also das was man sich schon lange (sehr lange?) mal vorgenommen hat.
Da ich im Laufe des Jahres wahrscheinlich mein Nähzimmer räumen und eine Nähecke irgendwoanders im Haus beziehen werde, muss ich so oder so mal anfangen auszumisten und umzuräumen.

Nun bin ich ja eine notorische Resteaufheberin. Bei den Kleiderstoffen ist es schon etwas besser geworden, aber ich habe diverse Körbchen und Kästchen mit kleinen und allerkleinsten Patchworkstoffresten, die ich einfach nicht wegschmeissen kann. Sie sollten, ihr ahnt es, irgendwann noch in einem Quilt Verwendung finden.
Sie stammen fast alle aus meiner Dawanda-Täschchen-Zeit und sind grösstenteils ganz allerliebst. Es gibt geblümte, gepunktete, mit Elefanten oder anderen Tierchen (Kugelfische! Rehe! Fahrräder!) drauf oder sonstwie niedlich. Und bunt. Auch 2x2cm grosse Stückchen können sehr niedlich sein, ich kann sowas nicht einfach entsorgen, wenn da z.B. ein ganzer Elefant drauf ist geht das einfach nicht. Und jetzt, haha!, habe ich eine Möglichkeit gefunden auch 2x2 cm grosse Stücke noch sinnvoll zu nutzen! Ich bin so froh!


So sah es aus als ich alles aus dem Schrank und den Regalen gezerrt hatte. Es sind schon auch grössere Stücke dabei. Da ich für das Täschchennähen fast ausschliesslich Rechtecke ausgeschnitten habe, sind auch die meisten Reste eckig oder streifenartig, das passt sehr gut zu meinem Quiltmuster.


Nachdem ich den Plan zu diesem Quilt gefasst hatte, kam ich in einen regelrechten Flow, ich konnte überhaupt nicht mehr aufhören. Am ersten Tag habe ich glaube ich schon 30 Blöcken benäht, das war vor drei Tagen. Heute kam ich auf 73 fertige Blöcke glaube ich und 120 müssen es am Ende mindestens sein.
Der Boden sah zwischenzeitlich noch schlimmer aus. Hier sieht man schon ein paar Blöcke fertig genäht aber noch ungeschnitten.


Ich nähe gerne Patchwork und es darf auch gerne etwas komplizierter sein. Da aber die meisten Stücke echt irgendwie klein oder schmal sind, wären sie für traditionelle Quiltmuster die man nach Plan zuschneiden muss nicht zu gebrauchen gewesen. Unregelmässig dicke Streifen sind dagegen ideal.
Aber  muss man ein so buntes Sammelsurium irgendwie "lenken", sonst wirkt es unorganisiert (noch mehr als sonst, diese Decke wird schon wirklich sehr bunt, keine Frage)
Fündig geworden bin ich schliesslich in diesem Buch: Modern Blocks von Susanne Woods, was mir meine Nähkräzchendamen zur Geburt von Konstantin geschenkt werden, ein ganz tolles Buch mit sehr schönen Quiltblöcken.


Das Muster ist an sich nicht neu, unbekannt war mir die Idee, auf ein Stoffstück zu nähen und die Mitte frei zu lassen. Dadurch bekommt man einen einheitlichen Streifen pro kleinem Block, zu viert aneinandergesetzt erhält man so entweder ein Quadrat oder ein Kreuz.
Ich hatte zwar nicht genug von einer Sorte für den Untergrundstoff, aber reihenweise abgewechselt wird es sicher auch ganz hübsch. Das meiste ist hellbraun wie auf dem Foto, dann gibt es noch hellgrau und den helltürkisen Sternchenstoff.
Die Untergrundstücke werden zuvor genau zugeschnitten, so kann man im Prinzip beim Aufnähen nichts falsch machen. Ich freue mich immer diebisch, wenn so ein Minifitzel dann noch für die Spitze taugt. Wenn der Untergrund komplett bedeckt ist, schneidet man alles überstehende einfach mit dem Rollschneider ab.
So wie ich das jetzt erkennen kann, wird die Decke ganz schön, Leopold hat schon Interesse angemeldet. Der Sternenstoff vom ersten Foto kommt so auch zum Zug, das ist aber der einzige neue Stoff, alles andere hatte ich schon.
Es sieht zwar nicht so aus, als ob ich alles an Resten verarbeiten kann, aber vielleicht kann ich die "Reste von den Resten" anschliessend wirklich guten Gewissens entsorgen, ihren Zweck haben sie dann ja erfüllt. Bleiben dann nur noch die Regalfächer mit den gestapelten PW-Stoffen, husthust...

9.8.14

Die neue Schwimmbaddecke - ein schneller Quilt im Zickzackmuster - mit Anleitung für das Top


Seit einigen Wochen ist er schon fertig, unser neuer Schwimmbad- oder Gartenquilt. Sein Vorläufer (Anleitung dazu hier, hier und hier) ist immer noch in Benutzung aber um ehrlich zu sein war er mit schnell etwas zu pink und ich hatte Lust auf eine ernsthaftere Liegeunterlage. Abgesehen davon kann man solche großen Decken sowieso nicht genug haben, die Kinder spielen z.B. gerne damit da ist eine Zweitdecke nicht verkehrt.


Zickzackquilts haben mich immer fasziniert, einen kleinen Kinderquilt habe ich mal genäht (leider gibt es garkein Foto des fertigen Quilt auf dem Blog).


Die Stoffe sind wie beim ersten große Reste, eher sowas wie "Muss weg, hab ich keine spezifische Verwendung dafür"-Stoffe. Das blaugraue ist Ikea-Bettwäsche in der ich nicht schlafen kann, das dunkelbraune ein toller Uni-Quiltstoff in der falschen Farbe, das rotgemusterte secondhand-Bettwäsche und das türkisfarbene ein Ikeastoff der zu nichts passen wollte.


In Kombination gefällt mir das jetzt ausgesprochen gut.




Die Rückseite ist zusammengesetzt aus der Ikeabettwäschenrückseite und einer weiteren Secondhandbettwäsche (Bettwäsche vom Flohmarkt ist toll, aber man hat dann solche Mengen von dem einen Stoff, daß man sich echt Mühe geben muss, das wegzunähen)



Kaum fertig wurde er begeistert in Beschlag genommen.



Gequiltet habe ich mit etwas Abstand zu den Nähten mit türkisfarbenem Quiltgarn. Das Binding besteht wieder aus der blaugrauen Ikeabettwäsche. Ich bin immer wieder überrascht, was so ein schmaler Rand doch für eine Wirkung hat. Wäre der z.B. rot würde das ganz anders ins Auge stechen.  Ähnlich wie bei Paspel ist das trotz der Minifläche ein echter Akzent, den man gut überlegen muss. Ich wollte hier den Fokus lieber auf dem schlichten blaugrau haben.


Und so habe ich das Top genäht:


Erstmal die Stoffe raussuchen, ich habe vier verschiedene in leicht unterschiedlichen Mengen genommen. Man kann aber natürlich auch jede Reihe in einer neuen Farbe machen, für einen Quillt in der gleichen Größe bräuchte man dann acht verschiedene Stoffe.


Das Top und damit die Decke wurde etwa 1,8 x 2,4m groß. Ein Quadrat ist 30x30cm groß.
Dieses Schema habe ich mir aufgemalt, damit ich abzählen kann, wieviele Quadrate ich in welcher Farbe schneiden muss bzw. wie die dann zusammengenäht werden müssen. 
Pro Reihe werden von den zwei Farben je drei Quadrate zugeschnitten. (z.B. in der letzten Reihe je drei Quadrate von braun und rot)


Dafür habe ich mein großes Patchworklineal von 12,5 inch genommen. Das ergibt ca, 30cm im Quadrat plus umlaufende Nahtzugabe von 1/4 inch. Wer kein Lineal hat macht sich eine Schablone aus Pappe oder schneidet nach cm-Maß zu. Man kann mit dem Schneidemesser gut mehrere Lagen Stoff gleichzeitig schneiden.


Anschliessend kontrollieren, ob man genug Quadrate geschnitten hat. Hier ist der rote Stoff offensichtlich aus dem Bild gerutscht.


Jetzt die zueinandergehörenden Quadrate die zu einer Reihe vernäht werden zu Pärchen legen, rechts auf rechts. Es sind immer drei Paare pro Reihe, sie müssen genau aufeinanderliegen.


Mit dem Lineal und einem Filzstift (muss nicht unbedingt ein selbstlöschender sein, der Strich verschwindet später als Nahtzugabe auf der Rückseite) einen Strick quer durch das Quadrat malen.
Evt. reicht auch eine Reihe Punkte, ich finde es nicht so einfach auf Stoff zu malen.



Jetzt wird endlich mal genäht, einen 1/4 inch (6mm) neben dem Strich die Quadrate aufeinandernähen.


Am Besten einfach hintereinander weg, ein Sichern der Nahtanfänge ist unnötig. Die Quadrate hängen dann alle aneinander und bilden eine lange Kette.


Die wird dann einfach umgedreht und auf der anderen Seite des Striches nochmal genäht.


Anschliessend werden die einzelnen Quadrate auseinandergeschnitten und jedes Quadrat an der diagonalen Linie zwischen den Nähten durchgeschnitten, am einfachsten mit Rollschneider und Lineal.

Vom weiteren Verlauf des Zusammensetzens habe ich leider keine Fotos gemacht, aber es ergibt sich eigentlich von selbst:
Die geschnittenen Teile werden zu Quadraten aufgefaltet und die Nahtzugabe zu einer Seite, wahlweise der dunkleren gebügelt.
Anschliessend näht man die Quadrate dem Schema entsprechend zu Reihen aneinander, dann wieder die Nahtzugaben bügeln, ich habe hier schon auseinandergebügelt, damit es keine allzu großen Kollisionen gibt. 
Diese Reihen werden zum Top zusammengesetzt, auch danach werden die Nahtzugaben wieder gebügelt. Anschliessend alles nochmal gut bügeln, auch von rechts, und weiter zu einem Quilt verarbeiten. (Siehe z.B. die Anleitungen, die ich im oberen Teil verlinkt habe)
Wenn man vor dem Nähen immer mal wieder das Farbschema kontrolliert, kann da eigentlich nichts schief gehen. 

Die Rückseite habe ich aus zwei Stoffstücken zusammengesetzt, sie muss in alle vier Richtungen einige cm größer als das Top sein, das macht das Zusammensetzen einfacher.
Als Einlage habe ich ein großes Stück Frotteebettuch genommen (Eigentlich hatte ich eine dünne Fleecedece vom Möbelschweden nehmen wollen, aber entgegen meiner Vermutung hatte ich nicht genug im Haus).
Gequiltet habe ich mit Quiltgarn, das ist wesentlich reissfester als normales Nähgarn, und der Maschine. Ich habe mit dem Abstandshalter ein Stück neben den diagonalen Nähten die Zickzacklinien gequiltet, das ist supereinfach und benötigt keine vorherigen Malereien auf dem Top. In der Naht quilten finde ich nicht so schön, man sieht es nicht oder nur da, wo man daneben getroffen hat und es tut auch nichts für die Struktur des Quilts.

Wie ein Quilt weiter verarbeitet wird könnt ihr z.B. in der Anleitung zu meinem ersten Quilt hier: das Heften und hier: das Quilten nachlesen, allerdings habe ich es nie geschafft eine Bindinganleitung zu verfassen.
Hier gibt es zwei Anleitungen zum Thema Bindung (die Einfassung):

Neulich gab es übrigens auch auf Crazymomquilts ganz tolle Posts zum Thema Maschinen-Quilten:

Viel Spaß beim Nachnähen!