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29.5.15

Kleiner Rückblick auf März, April und Mai

Völlig unverhofft komme ich heute Abend mal dazu, endlich mal wieder zurück zu schauen. Was ist denn passiert in den letzten Monaten?

Nach der musikalischen Durststrecke Anfang des Jahres beginnt mit der Passionszeit endlich wieder musikalisches Leben. Ich durfte zwei Matthäuspassionen spielen, immer wieder schön. Einmal hab ich bei meinen Kollegen ausgeholfen, ein schönes Hallo so mitten in der Elternzeit.
Das gehütet werden ist für Konstantin fast kein Problem mehr, ist ja auch meist sein großer Bruder dabei, denn er gut kennt.


Nach Ostern konnte ich endlich mal wieder richtig auf eine Chorfreizeit fahren, mit Übernachten und allem drum und dran. Das hab ich ewig nicht gemacht. In meiner Jugend hab ich gefühlt mein halbes Leben auf Chorfreizeiten verbracht, das geht heute natürlich nicht mehr und war nur dank Elternzeit nochmal möglich. Schön wars, fast wie in alten Zeiten! Mit Konstantin, der hat das auch prima mitgemacht. Die beiden Großen waren samt Vater zuhause und hatten Ferien.
Entgegen früherer Gewohnheiten war ich diesmal Kind sei dank immer die erste beim Frühstück *gähn*. Da sitzt man dann immer mit denselben Frühaufstehern am Tisch, dafür hat man schön viel Zeit zu essen und zu quatschen bis zur ersten Probe.
Mitte April bis Mitte Mai hatte mein Mann einen Monat Elternzeit, den anderen nimmt er wenn ich wieder anfange zu arbeiten. Natürlich ist das wunderbar entspannt, wenn beide zuhause sind, wie Urlaub. Eigentlich wollten wir auch einiges im Haus schaffen, aber wie zu ahnen war kam es nicht so richtig dazu. Für dieses Jahr ist wie schon erwähnt der Dachausbau geplant, vor dem Ausbau steht eine neue Dacheindeckung, dazu soll noch eine Photovoltaikanlage drauf, das will alles geplant sein. Irgendwie dauert alles länger als gedacht, das ist eigentlich auch nichts, was man nicht schon aus Erfahrungen anderer hätte wissen können, aber man muss halt erst selbst drin stecken. Irgendwie stört es mich auch garnicht sehr, so kann man jeden Schritt drei- bis fünfmal überdenken und macht vielleicht keine eiligen Schnellschüsse. Nur die schöne Sonne die so völlig ungenutzt (allerhöchstens die Wäsche trocknend) in den Garten bzw. aufs Dach bretzelt, das fuchst mich jetzt schon ein
bisschen...


Im Garten habe ich weiter gewurschtelt, aber es ist eine Sisyphusarbeit. Letztes Jahr kam ich wegen Bauch und dem damit verbunden nicht vorhandenen Kreislauf zu kaum mehr als garnichts, die dringend nötigen Gartenroutinen sind bei uns auch nicht so drin, leider gewinnt er immer mal wieder die Oberhand. Jedenfalls wächst das Unkraut überall besser als das Gepflanzte und an manchen Stellen bricht alles zusammen, respektive an einer Stelle ist die Wandbegrünung ins Beet gekippt, man weiss garnicht, wo man alles wegschneiden soll.
Nachdem ich im Frühjahr tagelang im hintersten Beet eine Brombeere weggeschnitten hatte kommt sie nun schon wieder, böses Untier! Ich hab garnichts gegen Obst, im Gegenteil, aber diese schmeckt überhaupt nicht wir haben es probiert, die muss weg. Der Apfelbaum trägt sehr viele Früchte, wahrscheinlich wirft er noch die Hälfte ab, aber da kommt schon ein Holundertrieb ins Bild meines kleine Rubinettebäumchens, hinfort mit Dir!! Ich werde echt zum Elch bei all dem Gewachse und Gewuchere . Das allerschlimmste ist eine Hartriegelpflanze die sich durch den gesamten Garten schlängelt. Sie verbreitet sich unterirdisch und treibt wirklich ÜBERALL aus. Eigentlich hat man kaum eine Chance, an vielen Stellen kommt man ihr nicht mal mit dem Spaten bei. Ausser Schnippschnapp, alles ab, fällt mir nichts ein, hat jemand einen Tipp? Morgen leih ich mir nen Häcksler für das ganze Gesträuch.


Einiges erfreut dann doch, im April kamen die Tulpen und Narzissen wieder die ich vor eineinhalb Jahren gesetzt hatte. Nicht mehr alle, aber doch noch viele, ein bisschen Verlust scheint normal zu sein. Anschliessend freue ich mich immer schon dolle auf die austreibenden Pfingstrosen und habe folgerichtig noch ein paar weitere gepflanzt. Die werden sicher noch eine Weile brauchen bis sie blühen, aber angegangen sind sie gut. Auch die meisten Hortensien die ich die letzten Jahre gepflanzt hatte entwickeln sich prächtig. Hach, vielleicht wird es ja doch noch was mit dem schönen Garten!
Im hinteren, von der Brombeere gerodeten Beet stehen ein Kirsch- und eben der Apfelbaum, dazu habe ich jetzt Johannis- und Himbeeren gepflanzt, z.T. solche 1,50€-Pflanzen aus dem Supermarkt (schimpft nur, ein Zufallsfund), sind alle gut angegangen, ich verteidige ihren Platz auch sehr vor dem Gestrüpp. Und an die Stelle eines alten Baumstumpfes haben wir ein Hochbeet gestellt, ein letzter Versuch, Tomaten zu halten, ich hoffe es wird was. Die Jahre zuvor kümmerten die Tomaten immer nur so vor sich hin, der Platz war wohl verkehrt, ausserdem ist der Boden insgesamt sehr ausgelaugt, ohne Mengen an Dünger geht kaum was.


Einen ganz anderen Garten haben wir hier in Landau auch noch, die Landesgartenschau (LGS) lockt die Bevölkerung ins professionell angelegte Grün. Es ist aber auch wirklich eine Pracht, die Tulpen waren wunderschön, sind jetzt alle verblüht, jetzt dominiert Allium die Zierrabatten. Wir hatten uns lange nicht dazu entschliessen können, haben aber jetzt doch Dauerkarten, und sind, wer hätte es gedacht, dauernd dort. Es ist wirklich sehr schön dort, ich empfinde es als sehr entspannend. Es stehen viele Stühle oder andere Sitzgelegenheiten (auch Hängematten) rum, man kann es sich gut bequem machen, Picknick einpacken. Die Jungs haben viel zu entdecken, ganz hinten ist sogar eine tolle Skaternbahn.
Da man um die LGS nicht kostenlos parken kann und sie am anderen Ende der Stadt liegt, mussten wir uns ziemlich spontan einen Kinderfahrradanhänger zulegen. Wir hatten keinen, weil wir als die Großen so klein waren, daß wir sie hätten darin mitnehmen müssen quasi fast in der Fussgängerzone gewohnt haben, da braucht man keinen. Ich hatte auch kaum einen Gedanken an so ein Ding verschwendet, bis zum Kindergarten wäre es ja noch fast ein halbes Jahr, da hätte man sich noch was einfallen lassen können (laufen ist von hier keine Option mehr).
Nun gut, Dauerkarten waren gekauft, Auto und Laufen funktioniert beides nicht, also ein Anhänger mit Schiebemöglichkeit, und bitte ein vernünftiges Modell, günstig ist auch anders, und das so hopplahopp, da musste ich erstmal schlucken...
Inzwischen bin ich ganz, ganz glücklich so ein Teil zu haben. Unserer hat eine Aluwanne und taugt daher auch zum Einkaufen. Der zweite Sitz wird es später ermöglichen, ein zweites (Freundes-) Kind mit aus dem Kindergarten abzuholen. Jetzt auf der LGS beherbergt er alles, was man so mitschleppt, von Jacken bis Picknick zu Skateboards, es ist so praktisch! Wir haben uns für die Schweizer Variante entschieden, dieser hier. Mit dem Parkhilferad samt Schiebebügel kommen wir auf dem Gelände der LGS sehr gut zurecht.


Und der Kleinste? Kann endlich sitzen, schon seit ein paar Wochen. Anfangs mussten wir ihn immer sehr abpolstern, weil er irgendwann umfiel, aber jetzt geht es ganz gut. Im Sitze spielt es sich viel entspannter, weil die Spielzeuge nicht dauernd aufs Gesicht fallen... An Krabbeln ist noch nicht zu denken. Neulich hat er sich mal auf dem glatten Boden rückwärts geschoben, das fand er sehr lustig (bis er irgendwo stecken blieb), hat er seither aber nicht mehr gemacht.
Er brabbelt einzelne Silben vor sich hin, gerne auch wenn wir Großen uns unterhalten, offensichtlich möchte er mitreden. Auch sonst ist er ein sehr geselliges, freundliches Kind, mein Goldkind. Er lacht und strahlt viel, es ist eine große Freude!
Was er sehr gut kann, ist essen. Nach einer kurzen Breiphase hat er schnell beschlossen, daß ihm unser Essen besser schmeckt und isst seitdem das normale Essen mit. Das war auch auf der Chorfreizeit sehr praktisch. Für dort habe ich noch Gläschen eingekauft, ich konnte ihm ja nichts kochen und wusste nicht, ob ich bei der Verpflegung etwas für ihn finde. Aber es war kein Problem, er hat alles gefuttert was es gab, das Beste war Polenta mit Spinat gefüllt, das hat er weggeschaufelt wie ein Großer.
Er sitzt in einem am Tisch befestigten Sitz, das ist für so einen kleinen Weltentdecker auch eine tolle Sache. Eine Freundin meinte, ich solle besser unter den Sitz etwas für seine Füsse stellen, wenn die nur runterhängen sei das nicht gut für seinen Rücken. Also steht jetzt ein Hocker unter dem Sitz und Konstantin hat schnell gemerkt, daß er sich da prima hinstellen kann und dann noch besser an all die tollen Messer und Gläser kommt. Was es alles zu greifen und begreifen gibt!


Ich weiss nicht woran es liegt, aber ein gut essendes Kind ist ein glücklich machendes Bild. (Aber auch die nicht gut essenden Kinder werden satt, falls sich jemand jetzt sorgt. Ich kenne einige und sie sind auch alle gesund und munter). Auf der Chorfreizeit gab es beim Frühstücksbüffet Bircher Müsli, das habe ich seither versucht nachzumachen, weil es so lecker war. Ich mache das auf Vorrat, das steht dann im Kühlschrank und hält etwa 2 Tage. NUR zwei Tage, weil Konstantin und ich davon morgens und abends essen...lecker! Konstantin hat immer noch keine Zähne und kann daher nichts zerkauen. Im Bircher Müsli ist der Apfel aber geraspelt, das geht gut. Die ganzen Rosinen kommen unversehrt wieder heraus, hab ich für Euch überprüft ;-). Den in den Rezepten oft erwähnten Honig lasse ich selbstverständlich weg.
Was mir nach den Rezepten nicht so gut gelingen wollte, war die Konsistenz, da habe ich ein bisschen rumexperimentiert. Ich nehme jetzt statt Milch kochendes Wasser zum Einweichen, dann wird es weicher, das mag ich lieber.

Mein Rezept geht so:

Halbe Packung (250g) Bircher Müsli z.B. von Alnatura
zwei handvoll feine Haferflocken
eine handvoll Weinbeeren

oder 
250gr. feine Haferflocken 
zwei handvoll zerkleinerte Nüsse, lecker sind z.B. gehobelte Mandeln
zwei handvoll Weinbeeren
evt. andere Trockenfrüchte, zerkleinert

zusammen in einer Schüssel mit reichlich kochendem Wasser begiessen, dass Wasser sollte knapp drüber stehen, eher etwas mehr, es quillt ja noch auf. Gut umrühren, Wasser nachgiessen.

Anschliessend drei bis vier Äpfel vierteln und raspeln (macht bei mir die Küchenmaschine).
Den Hafer kontrollieren, evt. Wasser nachgiessen, es soll nicht fest sein, über Nacht quillt es noch nach. Den geraspelten Apfel draufgeben, gut 50ml Sahne dazu und evt. einen EL Zitronensaft. Gut verrühren. Über Nacht stehen lassen, die erste Nacht lass ich es auf der Küchenplatte stehen, erst danach kommt es in den Kühlschrank.
Zum Essen kommt dann noch Joghurt dazu, jetzt im Mai schnibbel ich auch gerne noch Erdbeeren rein. Guten Appetit!

Konstantin mag die gehobelten Mandeln  übrigens nicht so, deswegen nehme ich jetzt die Müslimischung, da sind die Nüsse kleiner.

Und sonst habe ich in der Spargelzeit natürlich Spargel gekocht und sonntags auch noch bei meiner Mutter gegessen. Die Spargelzeit muss man ausnutzen.



Ich habe das erste Mal in meinem Leben Lätzchen genäht. Das mir das passieren konnte. Aber hübsch sind sie.


Ausserdem ein Kommunionkleid für Freunde von uns, einige Klamöttchen und viele Windeln für Konstantin.


Ich habe die Strickmaschine meiner Oma gereinigt. Noch läuft sie aber nicht richtig, ich nehme an sie braucht Öl, da muss ich nochmal ran.
Ich hoffe sehr sie zum Laufen zu kriegen, ich erinnere mich, daß meine Mutter sehr viel an ihr gestrickt hat. Wir bleiben gespannt...
Viele Grüße!


3.3.15

Rückblick Januar / Februar 2015


Schon wieder zwei Monate um, wie schnell die Zeit vergeht. Langweiliger Spruch, aber ich habe genau ein Jahr Elternzeit genommen und fürchte schon, daß das schneller rum ist als mir lieb ist. Oder bevor ich alle Sachen geschafft habe, die ich mir vorgenommen hatte, uaah! Einiges ist wirklich noch zu tun, mir graut jedenfalls ein bisschen vor dem Dachbodenausbau.
Zurück zum Jahresanfang, Anfang Januar waren wir ein paar Tage in München bei Freunden. Zu fünft bei einer jungen Familie einfallen fällt mir garnicht so leicht, dafür hat es aber ganz gut geklappt. Ich habe eine latente permanente Großstadtsehnsucht, die ich in solchen Tagen durch schlichte Spaziergänge durch die Stadt zu stillen versuche. Aber in Münchens Wohnsituation möchte ich mich umgekehrt nicht so dringend reindenken, an Haus mit Garten habe ich mich schon zu sehr gewöhnt.
Jedenfalls bin ich am zweiten Abend nach einem Tag Deutschen Museum mit dem Kinderwagen noch zum Rathaus gelaufen. Am nächsten Tag haben sie den Weihnachtsbaum dann abmontiert.



Als Mitbringsel für die Münchner gab es eine Wickeltasche. Ich finde sie sehr niedlich, der Zoo-Stoff (A. Henry), hier in Mini, ist einer meiner liebsten.



Beim deutschen Museum ist ein toller Shop, dort gab es J.S.Bach-Plätzchenausstecher. Ausserdem waren wir in dem sehr beeindruckenden Gewürzladen von Herrn Schuhbeck, dort fanden es die Kinder auch sehr spannend, hunderte (?) Gewürze und Mischungen zum Selbstabfüllen in offenen Kisten, wirklich toll!
 Zu Hause habe dann gleich das Plätzchengewürz mit den neuen Ausstechen ausprobiert. Was man nicht sieht, die Plätzchen werden riesig...


Noch eine adventliche Beschäftigung, Sterne falten. Ich habe mir ein neues Buch von Frederique Gueret gegönnt, Funkelnde Fenstersterne, und falte jetzt aus Seidenpapier. Das ist zwar empfindlicher als Transparentpapier, ergibt aber zartere Gebilde bzw. lässt sich im Kleinen z.T. besser falten. Die Sterne von Frau Gieret sind wahnsinnig schön und ziemlich anspruchsvoll, mir macht das großen Spaß!
Ich konnte meine Weihnachts-Sterne bisher noch nicht abhängen, vielleicht falte ich ein paar Frühlingshafte und hänge sie als Osterdekoration auf.



Apropos Sterne, bei meinen Quiltmusterrecherchen stiess ich über den Stern "Swoon", der mir sehr gefällt. Ich hatte keine Lust das Quiltmuster zu kaufen und habe es mir selbst ausgerechnet, mit Hilfe einer Quiltpattern-App (Ja, sowas gibts ;-)) namens "Block Tool"
Wenn man ein paar Details am Block "Dutch Rose" verändert hat man es schon. Zum Ausprobieren habe ich einer Freundin ein Kissen zum Geburtstag genäht. Evt. hätte ich die Kontraste etwas geschickter wählen können, aber sonst ist es sehr schön geworden.



Ein bisschen geflucht habe ich beim Zusammensetzen, ich hatte mir keine Gedanken über die Reihenfolge gemacht und kam dann etwas durcheinander. Den nächsten Block muss ich besser planen, eine Naht in den "E" bezeichneten Quadraten könnte ich mir auch sparen, ach, aus Erfahrung wird man klug!


Für Konstantin habe ich auch einiges genäht, da schreibe ich aber noch einen Extra-Post. Es gab eine Ras-Hose aus dem Nicky-Stoff von Stoff und Stil, ein Shirt aus Streifenjersey. Ausserdem einen Wickelbody aus dem Wolkenstoff. Den Schnitt habe ich zum Wickel-Schnitt umgeändert, das wollte ich Euch genauer zeigen.




Im Februar habe ich angefangen auszumisten, zuerst im Kinderzimmer. Dort haben wir umgestellt, das Stockbett haben wir auseinandergenommen und jedem der großen Söhne einen Zimmerbereich eingeteilt. Es wird jetzt wirklich Zeit daß sie eigene Zimmer bekommen, im Sommer soll es soweit sein. Bis dahin hat jetzt jeder eine Zimmerhälfte mit Regal, Schrank oder Kommode, Bett, Nachtisch und Schreibtisch (den nutzen beide noch nicht). Zum Glück ist das Kinderzimmer so groß, daß es immer noch schön ist. Es gibt dort an einer Wand zwei symmetrisch angeordnete Fenster zwischen die wir ein großes Expedit als Raumteiler stellen konnten. So hat jeder ein bisschen privaten Raum.
Die ausgemusterten Sachen haben wir z.T. bei Ebay vertickt, dadurch gab es jetzt, tadaa! Tablets für die beiden, an die sie durch uns geregelt dran dürfen. Ich hab mich schwer getan mit der Entscheidung, aber bisher durften sie zweitweise an unsre Geräte, jetzt haben sie ihre eigenen, das macht es eigentlich einfacher. Die Geräte sind mit einem Passwort gesichert, ich hätte mir so eine Art Timer-System gewünscht, aber das scheint es nicht wirklich funktionstüchtig zu geben. Ansonsten versuche ich zu schauen was sie da machen und schlage ihnen auch hin und wieder was vor, wenn ich im Netz was schönes finde. So funktioniert es eigentlich ganz gut.

Ausserdem habe ich den ersten Schwung Babyklamotten weggetan, puh, das fällt mir trotz des dritten Kinderglücks garnicht so leicht. Ein paar Sachen habe ich aufgehoben und werde sie bewahren.
Vielleicht ist ja nur dieser erste Schritt komisch, die kleinsten Sachen sind ein bisschen heilig, oder?
Und jetzt habe ich seit 10 Jahren ein paar eindeutige Mädchensachen für den Fall der Fälle, unbenutzt wiederverkauft. Wobei ich das fast am wenigsten schlimm fand.
Hach, er wird auch so schnell groß!

Bei meinen Schnittmustern habe ich auch Großputz gemacht, die Aussortierten wandern demnächst in den Flohmarktblog. Wenn das Einstellen nicht immer so zeitaufwändig wäre, fotografiert habe ich schon alles.



Das Aussortieren hält mich natürlich nicht vom neu kaufen ab, die neue La Maison Victor habe ich stolz im Lädchen vor Ort erstanden und zu Hause genau studiert. Ich finde das Heft sehr ansprechend und eine wirkliche Bereicherung für den Markt. Natürlich ist vieles sehr schnell und einfach zu machen, aber es sind schon ein paar nette Sachen drin, z.B. eine kurze taillierte Jacke mit Reissverschluss, die mir gut gefällt. Auch die Kindersachen sind ganz schön, Julius wollte sofort die Kunstfelljacke haben. Zwischenzeitlich lass man manchmal, daß die Schnitte schlecht konstruiert sind, ich bin auf eigene Erfahrungen gespannt.



Seit ich am 12. Februar das erste Mal im Garten gewurschtelt habe, versuche ich täglich ein Stündchen zu opfern, es macht auch wirklich Spaß (und ist so nötig). Jetzt ist es ja abends etwas länger hell, die ersten Tage hat mir die Dunkelheit dann irgendwann einen Schlussstrich gesetzt. Im hintersten Gartenteil möchte ich gerne Beete anlegen, dort sollen zwischen Kirsch- und Apfelbaum ein paar Beerensträucher wachsen. Bis vor ein paar Jahren wuchsen dort viele, viele wild gewachsene Haselnussbäume, die sehr viel Schatten machten und ausserdem ist mein Mann total allergisch gegen Hasel. Vor zwei Jahren haben wir so gut es ging alles entfernt. Jetzt muss endlich mal Ordnung in diesen Bereich, seit letzten Jahr wuchert dort eine Brombeere, Efeu fühlt sich auch ganz doll wohl und der Boden scheint sehr fruchtbar zu sein, hüfthohe Unkräuter (mit interessanten, magentafarbenen Wurzeln wie ich jetzt bei Rausmachen gesehen habe) gedeihen dort im Sommer ganz prächtig. Da der Boden dort ansteigt wollte ich auch versuchen einzwei Stufen mit Steinen anzulegen, sowas habe ich noch nie gemacht, fühlt sich aber als Idee gut an. Steine, ein ganz neues Material.


Genäht habe ich einiges, u. a. ist dieser Quilt fast fertig, fehlt nur noch die das Handnähen beim Binding, er liegt schon nicht mehr im Nähzimmer. 

Ein anderes Projekt habe ich auch endlich in Angriff genommen, die Familienfotoalben. Es gab in unserem Haushalt nur ein Album von Leopold als Baby, alles weitere an Fotos lag noch in irgendwelchen Ordnern auf Rechnern versteckt. Ein großer Stapel ausgedruckter Fotos lag schon seit Jahren zusammen mit dem passenden Album in einer meiner Schubladen, peinlich, peinlich...Und der zweite saß immer mit dem Babyalbum seines großen Bruders auf dem Sofa, wie muss der sich vorkommen, dachte ich mir. Jetzt wird es also bald neue, weitere Alben geben. Ich bestelle die folgenden allerdings als Fotobuch. Einkleben ist zwar auch ganz nett, aber ich stelle mir ein fertiges Buch schon schön vor, und man kann einfach ein neues bestellen, wenn das Alte durchgefingert ist.

Es gibt echt viel und vielfältiges zu tun, ganz mein Ding, und ich habe großen Spaß daran für alles mal etwas mehr Zeit zu haben als sonst. 
Trotzdem werde ich langsam etwas ramdösig, oder mir fehlt die Musik gerade mehr als noch im Dezember, der traditionsgemäss voll davon ist. Januar/Februar ist musikalisch immer eine sehr ruhige Zeit, schön um sich aufs neue Jahr einzustellen, aber so ganz ohne Dienst ist es doch etwas trostlos. Zum Glück beginnt bald die Passionszeit, ich sollte mal bald mit Üben anfangen.
Und ich freue mich wirklich riesig auf den Frühling, der gerade mit Riesenschritten ankommt. Endlich wieder draussen sitzen, jeder Sonnenstrahl macht die Luft gleich so warm es ist herrlich!

Zum Abschluss des Februars beglückte uns die wunderbare Frau Lotti Katzkowski mit ihrem Besuch. Samstag Abend haben wir zu dritt zwei Folgen Sewing Bee zusammen geguckt, der Traum aller Nähnerds, gell? Hach war das schön!! Nähnerdflausch in real ist einfach das tollste, das entschädigte vielleicht auch ein bisschen für die entgangene AnNÄHerung dieses Jahr.

Sewing Bee, da war doch noch was: Von mir aus darf Neil gerne gewinnen, ich find den toll. Grundsätzlich finde ich zwar die Männer leicht überrepräsentiert in dieser Staffel, ähem, aber gut, ist ja schliesslich Fernsehen. Und Ryan hätte ich gerne noch länger gesehen, schade! Angesehen von Neil habe ich keinen klaren Favoriten, vielleicht mag ich Deborah wegen ihres bunten Stils ganz gerne, hoffentlich bleibt sie uns bis zum Schluss erhalten.

7.6.14

Rückblick April und Mai


Gleich zwei Monate auf einmal, Ende des letzten kam ich irgendwie nicht zum Schreiben. Dann gibt es jetzt eben gleich ein Doppelpack.
Anfang April blühte das erste Mal unser Kirschbaum. Gepflanzt vor eineinhalb Jahren soll er wohl dieses Jahr das erste mal tragen, toll!


Ausserdem erfreute ich mich im Garten an den vielen Tulpen die ich im letzten Herbst gesetzt hatte. Unsere Nachbarn haben einen holländischen Großlieferanten aufgetan und so hatte ich im November 600 Zwiebeln zum Einpflanzen, hüstel. Der Großteil wurde an allen möglichen Stellen im Garten verbuddelt und es war wirklich über Wochen eine Pracht, kommt auf den Fotos gar nicht so gut raus.




Anfang April habe ich schnell noch ein paar Fotos einer Tasche geschossen, die ich meiner Nichte zum Geburtstag geschenkt hatte:


Und ich habe mich mal wieder an mein längstes Projekt gewagt, den Ocean Waves Quilt. Die Teile, bzw. das was ich schon zusammen genäht hatte ruht seit Monaten in einem Korb auf meinem Schrank. Nur wenn ich große Lust hatte habe ich was daran gemacht. Jetzt würde ich ihn gerne vor August fertig machen, alle Quadrate und Dreiecke sind komplett, ich muss das Top nur noch zusammen setzen (und dann kommt natürlich noch ein guter Teil Arbeit, aber immerhin)


Im April hatte ich noch einige Konzerte, so wie es sich für die Passionszeit gehört jedes Wochenende mindestens eins. Oboe spielen ging noch ganz gut, kurzatmig bin ich eigentlich seit Beginn der Schwangerschaft und die stört schon etwas, kann man sich aber drauf einstellen. Von drei Bachschen Matthäuspassionen dieses Jahr fielen zwei in den April, dazu ein Kammerkonzert im Theater mit Kollegen und ein Oboe-Orgelkonzert. Ende Mai hatte ich noch einen letzten Termin mit der Oboe, leider ist es mittlerweile schon ziemlich anstrengend und ich kann froh sein, daß ich jetzt nicht mehr spielen muss/soll.Aber Kollegen und Freunde treffen, Musik machen, fehlt schon ein bisschen. Singen geht zum Glück noch.


Mai

Im Mai gab es den berühmten Dropssale. Die graue Cotton Marino ist schon auf den Nadeln.


Ein neuer Erdenbürger wurde begrüßt, bald darf ich mir selber auch eine neue Windeltasche nähen, diese gefiel mir nämlich ausgesprochen gut.


Seit fast vier Jahren benutzte ich von der Renovierung übrig gebliebene Abdeckfolie, die dann erstaunlicherweise doch mal aufgebraucht war. Das hier ist zwar nicht die exakt gleiche aber genauso gut. Gibts bei dem JippiJaJa-Baumarkt.


Der kleine Sohn wollte plötzlich unbedingt auch nähen. Gut daß im Nähzimmer noch Platz war für eine der Flohmarktmaschinen, ein Modell von Neckermann mit um 90° versetzt einzusetzenden Nadel. Er hat einige tadellose Reissverschlusstäschchen produziert und plant jetzt schon grosse Täschchengeschäfte.


Für mich gab es auch mal eine neue Tasche. Ich bin taschenmässig eher der schlichte Typ, mit Verschlüssen und Fächern habe ich es nicht so, würde ich eh nicht benutzen. Oben offen, einfach alles reinschmeissen, fertig. Diese hier habe ich aus Echino-Streichelstöffchen genäht und das ganze mit Decovil light verstärkt. Ich finde das damit im Ergebnis aber zu steif, das Zeug nehme ich nicht nochmal. Ich habe auch den Eindruck, daß sich die Klebeschicht durch das unvermeidliche Knautschen in Benutzung langsam an manchen Stellen wieder ablöst. Naja, ein Versuch war es wert und ich habe die Tasche trotzdem ständig in Gebrauch.


Eingekocht wurde auch, ich liebe Sirup für den Sommer, Holunder natürlich und ausserdem Limette-Minze, den kann man schön unsaisonal aus Supermarktware kochen. Zwei Flaschen Waldmeistersirup habe ich auch gemacht, den hatte ich mal extra dafür gepflanzt.


Und die erste Marmelade ist immer Erdbeere, bei uns eher geduldetes Basic. 


Ende Mai war Landau Haltepunkt bei einem Dampfzugspektakel, und wir sind mit einem Zug von Landau nach Karlsruhe und eine Stunde später wieder zurück gefahren. Um ehrlich zu sein, die Fahrt hätte es vielleicht garnicht gebraucht, denn im Zug sieht man ja die Lok nicht mehr, ok, den Rauch ab und an und man hört das Tuten und das klassische Tschtschtsch, vielleicht hätten wir auch einfach auf dem Bahnsteig einen Zug an - und abfahren sehen können. Aber dann hätten wir die Freaks verpasst die bei solchen Events offensichtlich von überallher anreisen und auf Notizblöcken während der Fahrt rätselhafte Dinge notieren.


Wie schon in einem anderen Post erwähnt sind die Kinder seit ein paar Wochen keine Ganztagsschulkinder mehr und kommen mittags nach Hause. Das heisst für mich wie für die meisten anderen Mütter auch mittags kochen, Hausaufgaben betreuen, Kinder beschäftigen, das hatte ich aber bisher noch nie. Auslöser dafür war, daß zunächst die Kinderchorleiterin mit dem Verdacht anrief, daß Julius Stimmbandknötchen haben könne. Fakt ist, er hat welche, das wissen wir mittlerweile und wir hatten sowas auch schon vermutet, denn er hatte immer schon eine etwas heisere Sprechstimme und an manchen Tagen, wenn er nach der Ganztagsschule noch bei einem Freund war hatte er quasi garkeine Stimme mehr. 
Der Junge ist ein echtes Energiebündel, sobald er mit anderen Kindern zusammen ist, schreit er nur noch kommandomässig herum und ist auch sonst kaum zu bändigen. So hat auch die Klassenlehrerin ihre liebe Mühe ihn im Zaum zu halten und das war dann der zweite Punkt, weswegen ich mich entschloss, ihn mittags nach Hause zu nehmen. Was er dann auch gleich ganz toll fand. Und dann wollte der Große natürlich auch lieber mittags heim. Ich habe nur kurz gezögert und dann beide Kinder abgemeldet. Und jetzt finde ich es gut so, daß wir überhaupt zufällig die Möglichkeit dazu haben, ich bin mittlerweile echt ganz froh drüber. Ist natürlich ein anderes Leben als vorher, aber kein schlechtes. (Wegen der Knötchen bekommt er übrigens nach den Ferien Logopädie und ansonsten versuche ich ihn ab 12 vom lauten Herumschreien abzuhalten...)


Im Garten sind die Kirschen mittlerweile fast reif. Am hinteren Zaun hat sich seit letzten Herbst eine Brombeerhecke eingenistet, ich weiss, da muss man sehr aufpassen daß sie nicht wuchert, aber grundsätzlich ist mir jedes Obst sehr willkommen. Blühen tut sie mal wie verrückt!


Die Tulpen sind längst verblüht, aber unsere alte Kletterrose vor dem Wohnzimmerfenster ist eine echte Augenweide. Auch meine geliebten Hortensien gehen langsam auf. Ansonsten haben wir den Garten noch nicht so sehr im Griff, wenn ich könnte würde ich gerne mehr tun, aber dazu habe ich dieses Jahr nicht die Energie, so wütet der Wildwuchs an vielen Stellen munter weiter.

Und der Bauch? Naja, er wächst. Noch etwa 2 Monate Schwangerschaft habe ich vor mir, ob das jetzt schnell geht? Mir geht es grundsätzlich gut, ich habe keine Probleme. Ich habe festgestellt, daß ein bisschen Sport aka Ergometer im Keller dem Kreislauf und der dauernd zuen Nase ziemlich gut tut, also zwinge ich mich so gut es geht. Langsam bin ich wirklich gespannt, was für ein Menschlein wir da begrüssen dürfen. Bei den Namen haben wir übrigens immer noch keine endgültige Entscheidung getroffen, Mädchenname eigentlich schon, aber Junge... Fragezeichen!