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23.12.11

Weihnachtskleid Sew Along Teil 6: Zeigen!

Was bisher geschah:


Tadaaah! Mit gewohnt schlechten Fotos, aber hier war es gestern sogar draussen so dunkel, daß man kaum was retten konnte. Es ist großartig, einzwei Sachen wären noch zu machen, aber die sieht man von aussen nicht ;-)
Ich bin hochzufrieden mit dem Schnitt, der mit den kleinen Änderungen jetzt einfach super sitzt. Mit meinen Ärmeln, die genau so geworden sind wie ich wollte, und ich finde sie passen super zu dem Kleid! Auch das Material ist toll, Wollstoff verarbeitet sich so einfach, das wusste ich garnicht mehr. Und trägt sich sehr angenehm. Gestern war schon ein Weihnachtsgottesdienst, da war Premiere, ich könnte es den ganzen Tag anlassen. Aber es muss ja noch ein paar Tage reichen...
In echt ist es dunkler, dunkelblaugrau.

Frohe Weihnachten, ihr Lieben alle! Das hat großen Spaß gemacht!!! Danke nochmal an Cat für die tolle Organisation und Motivation! Auf in ein nähreiches Jahr 2012.

19.12.11

Weihnachtskleid Sew Along Teil 5: Panik? Keine Panik!

Was bisher geschah:
Teil 1: Schnittmuster
Teil 2: Stoffwahl
Teil 3: Zuschnitt
Teil4: Nähen

(Das Kleid an mir, ohne Reissverschluss und Knöpfe, ich finde es schon ganz schön. Findet ihr die Abnäher zu hoch???)

Heute also Panik, bzw. eben keine Panik. Oder vielleicht doch ein bisschen. Wenn ich die drei Sachen aufschreiben soll, die mich davon abhalten das Kleid zu nähen bzw. genäht zu haben, sind das
1. die Erkältung (ok, ich wiederhole mich. Aber hat der Doktor es Bronchitis genannt, das klingt schon wesentlich kränker)
2. ich muss noch ziemlich viele Geschenke besorgen
3. ich bin Musikerin und die Adventswochenenden sind somit alle belegt mit Konzerten. (Gibt nichts schöneres!)

Insofern sah es heute morgen so aus, daß der eigentliche Weihnachtskleid-Stoff immer noch jungfräulich auf den Zuschnitt wartete, ähem.
Ich kann aber sagen, daß ich nicht untätig war in dieser Woche, neinnein! Einige Änderungen am Probekleid sind sehr erfolgreich verlaufen, insgesamt bin ich zuversichtlich, daß das auch noch ein schönes Kleid wird. Es ist bloss so ein bisschen frustrierend, wenn man näht und ändert und näht und ändert und irgendwann merkt, daß vom eigentlichen Schnitt nicht mehr wirklich viel übrig geblieben ist. Ich glaube, ich sollte die restlichen Änderungen jetzt vom Ottobre-Schnitt auf das Vintage-Probe-Kleid übertragen, das wäre am einfachsten...

Jedenfalls habe ich nach dem ganzen Gewurschtel mit dem Vintage-Kleid das Ottobre-Kleid fast genau nach Schnitt genäht, lediglich an drei neuralgischen Punkten etwas zugegeben (Schultern etwas höher und dafür den Ärmel angepasst, in Schulterblatthöhe minimal den Armausschnitt erweitert sowie ab Taille abwärts reichlich Nahtzugabe für alle Fälle zugegeben.)
Und das past jetzt quasi auf Anhieb, Hüfte abwärts konnte ich einiges wegnehmen und den Rücken kontroliere ich wenn der Reissverschluss drin ist.
Es fehlt ausserdem noch der Futterrock, der Saum und die Knöpfe, das schaff ich auch am 24. noch.
Ein paar Details noch:
Kein Meisterwerk aber funktioniert: Die gekräuselten Ärmel haben eine richtige Manschette.So hab ich jetzt mal versucht, den Knopf zu reparieren, mit Gütermann-Kleber und einer dicken Nadel um das Loch offen zu halten.
Auf dem Bügel sieht es nicht sooo toll aus...
Das Futter vom Kragen, rote Seide!

Alle anderen hier bei Cat

12.12.11

Weihnachtskleid Sew Along Teil 4: Nähen





Also heute kann ich nichts wirklich vorzeigbares präsentieren, vor allem für die Fotos muss ich mich entschuldigen, schwarzes Kleid, miserable Lichtverhältnisse, ein altersblinder Spiegel (die Flecken sind nicht auf dem Kleid!!) und nur die Iphone-Kamera, naja...

Eigentlich wollte ich das von mir so betitelte Probekleid nach dem 50er Jahre Schnitt gestern schon getragen haben, aber es kam anders. Weiterhin bettlägerig krank bis Mittwoch und danach erstmal andere Dinge aufarbeiten müssen. Wir Musiker haben im Advent ja Hochkonjunktur, ich musste gestern auch singen, das hat mich vielleicht Nerven gekostet...Bis Freitag war ich nicht sicher ob es gehen würde, aber dank Pariboy, warmen Apfelsaft und der Komplettausstattung an apothekenpflichtigen Hustenlösern habe ich die Stimme frei gekriegt. Für die Konzerte hat dann das schwarze Knotenkleid herhalten müssen, an stressigen Tagen nicht die schlechteste Wahl (Stichwort Wohlfühlkleid...)

Aber weiter mit diesem hier: Der Kragen, weswegen ich das Kleid ja nähen wollte, ist wunderschön geworden! Auch der Übergang zum Rockteil gefällt mir gut, ein Gürtel tut da sicher noch ein übriges.
Was nicht geht, ist der Sitz des Oberteils und die Ärmel. Die Ärmel würden gehen, wenn ich nicht explizit in diesem Kleid Oboe spielen wollte, dabei hebt man nämlich die Arme etwas an und das wirft dann Falten auf dem Ärmel und zieht ausserdem im Rückteil. Ich werde also am hinteren Teil den Ärmel weiter raussetzen, ausserdem noch alles an Weite aus dem Ärmel rauslassen was geht.
Vorne stimmt die Abnähergeschichte nicht. Komischerweise sind die Abnäher laut Schnitt oberhalb der Brust und die Spitze zeigt garnicht zum Brustpunkt. Ich hatte jetzt beim Nähen mal die Spitze so gut es ging nach unten versetzt, aber die Lage des Abnähers ist insgesamt bescheuert, das beult sich im unteren Bereich des Ärmels bis über die Brust, kann man das sehen(Auf den Fotos die rechte Seite)? Also kommen sie raus (links ist er schon draussen) und ich werde ihn entweder komplett nach unten verlegen, vertikal, oder einen ähnlichen nähen wie beim Ottobrekleid, der geht von seitlich unten schräg zur Spitze hin. So wie es im Moment aussieht, könnte ein solcher Abnäher passen.
Ausserdem muss ich den Ärmel vorne etwas nach innen versetzen, da ist zuviel Stoff zur Mitte hin.
Laut Schnitt soll die Taille der Oberteile angekräuselt werden, aber das sieht nicht gut aus, einen Abnäher vertikal habe ich statt dessen schon genäht.
Ich würde jetzt erstmal die Ärmel reparieren und anschliessend neu über die Abnäher nachdenken, was meint ihr, guter Plan??

Alle anderen sind bei Cat versammelt.

30.11.11

Weihnachtskleid Sew Along Teil 3: Zuschnitt


Teil 3: Der Zuschnitt:
Bisschen spät, die Erkältung hatte mich ziemlich im Griff. Gestern abend habe ich mich endlich an meine Kleider (jaaa, Mehrzahl...) machen können. Ich gehöre eher zu den ungeduldigen Schneiderlein und habe beschlossen, daß das Vintage-Kleid, was ich letzten Mittwoch (runterscrollen) angekündigt habe, doch bitte schon am dritten Advent fertig sein soll, da könnte ich es nämlich gut gebrauchen.

Also habe ich gestern erstmal das Ottobre-Kleid abgepaust, dafür hatte ich Malerfolie, die war vom Renovieren noch übrig. Die Folie hat übrigens gegenüber dem Papier (ausser dem günstigeren Preis) noch den Vorteil daß sie sich sozusagen an den Schnittbogen "ansaugt", es ist also wesentlich weniger schwierig im Handling als man denken würde.

Auch ich schneide nicht so gerne zu, habe aber das Glück einen großen Tisch und eine große Schneidematte zu haben, kann also relativ rückenschonend arbeiten. Ab und an muss ich trotzdem mal was auf dem Boden zuschneiden, aber das ist echt grauenhaft...

Ah, und: Nein, ich höre oder gucke nix beim Zuschneiden. Obwohl ich sonst sowas gerne mache, finde ich daß man da doch seine Sinne beieinander haben muss, jedenfalls vermisse ich es nicht.
Ich bin eher der flotte Typ, Zackzack mit dem Rollschneider rein in den Stoff, da müssen die Teile noch nicht mal festgesteckt werden, es reichen Gewichte (z.B. Teelichter, siehe Foto), Schneiderkreide verwende ich höchst selten, ich markiere alles mit kleinen Knipsern. Wenn ich ganz genau arbeiten möchte, kommt mal ein Heftfaden in die vordere Mitte oder so, aber nicht immer. Abnäher z.B. markiere ich mit Knipsern in der Nahtzugabe und Stecknadeln am Endpunkt, das reicht.

Um irgendwie drumrum zu kommen, erst ein Probemodell zu Nähen, habe ich den Ottobre-Schnitt ausgiebig mit zwei anderen, schon genähten Kleiderschnitten verglichen. Dabei kam ich knapp auf Größe 42 (bei Knip nehme ich für Oberteile immer 40...!) und habe die dann tapfer abgepaust.

Mit dem amerikanischen Vintageschnitt verhielt es sich so, daß zum einen die Größe (15) mir nicht viel sagte als auch in den Schnitteilen dann noch die Nahtzugabe enthalten ist. Wobei man von Glück sagen kann, daß auf diesem Advance-Schnitt die Nahtlinien wenigstens eingezeichnet sind. Eigentlich mag ich keine Schnitte mit enthaltenen Nahtzugaben, ich schneide die nämlich sonst nach Augenmass dran und nähe das gleiche Augenmass wieder ab (äh, verständlich??). An Säumen behelfe ich mir mit Knipsern in Saumhöhe usw. Wenn jetzt die Nahtzugabe vom Hersteller vorgegeben ist, muss ich mein Augenmass quasi anpassen, mir wär es lieber andersrum. Aber das ist sicher nur eine Frage der Gewöhnung...
Jedenfalls habe ich dann auch diesen Schnitt mit den bewährten Schnitten verglichen, bzw. dann hatte ich ja den Ottobre Schnitt noch zusätzlich und siehe da, das schien die gleiche Größe zu sein! Die Rundung des Ärmels war fast identisch, der Armausschnitt nur wenig niedriger, der Abstand Seite zur Mitte in Brusthöhe auch gleich...Super!
Also habe ich den Schnitt so gelassen wie er ist, ausgeschnitten war er schon, lediglich den Armausschnitt habe ich etwas höher gemacht und den Ärmel entsprechend angeglichen, ich denke das braucht es, damit man den Ärmel mehr einhalten kann, das sieht vielleicht authentischer aus.
Die Rockteile habe ich nicht verwendet, ich möchte ja ein langes Kleid, also habe ich relativ frei Schnauze Rockteile mit Rundung an der Taille nach den Ottobre-Rockteilen ausgeschnitten. Der Vintageschnitt wird am Oberteil in der Taille leicht angekräuselt (da kommt dann ein Gürtel drüber), da lässt sich also alles mögliche annähen. Viel Spielraum hatte ich für die Rockteile nicht, mir war garnicht mehr klar wieviel Stoff man für ein langes Kleid mit Ärmeln braucht, der Wollcrepe hat gerade so gereicht.
Und ich nähe jetzt das Vintagekleid zuerst, sozusagen als Probemodell für den Ottobre-Schnitt ;-)
Immerhin ist die enthaltene Nahtzugabe so reichlich, daß einiges an Änderungen möglich wäre, wenn nötig. Drückt mir die Daumen! Ich bin so gespannt...
Hier geht es zu den anderen, aber die habt ihr sicher schon durchgeklickt.

21.11.11

Weihnachtskleid Sew Along Teil 2: Stoffwahl




Zu allererst muss ich an dieser Stelle jetzt den ersten Teil auflösen, es gab eine spannende Abstimmung, danke ihr Lieben! Ich war ursprünglich ziemlich fest vom Kleid 1 überzeugt, aber, das Ergebnis der Abstimmung ist:

8 zu 12 für Kleid 2 (das rechte) bei 4 Enthaltungen o.ä.

Insofern bringt es der letzte Kommentar für mich auf den Punkt:

mo.ni.kate hat gesagt...

das linke, das linke. (...) ...ich glaube, du hast mich von meinem vorhaben abgebracht. das rechte, das würde mir jetzt auch gefallen.
ich bin gespannt. und ich denke, du wählst das rechte.
lg monika

Ich nähe jetzt das rechte!

Interessant bei den Kommentaren fand ich u.a., wieviele sich vom Stoff des Originals irgendwie ablenken lassen (in beide Richtungen), wobei das nur beim Kleid 1 vorkam, offensichtlich ist der neutrale Stoff bei Kleid 1 mehr schnittbetonend, also eigentlich besser geeignet um den Schnitt als solchen wahrzunehmen.

Es ist und bleibt schwer, die Schnitte nur als Schnitte zu sehen.
Das fand ich übrigens auch beim Lesen aller anderen Posts zur Schnittwahl, mir scheint es eine große Gefahr zu sein, sich von hübschen Fotos mit tollen Umgebungen oder tollen Stoffen ablenken zu lassen. Oder ist das nur mein Eindruck?
In dem Zusammenhang wundere ich mich auch über den ein oder anderen Hersteller, der es einfach nicht schafft, Fotos zu präsentieren in denen man das Kleidungsstück in Schnitt- Hinsicht ordentlich zu sehen bekommt. Z.B. bei Patrones ist das ganz oft so, aber auch bei anderen ist mir das schon aufgefallen. Bei Ottobre dagegen finde ich die Aufmachung der Seiten meist nicht so prickelnd, die meisten Stoffe muss ich mir da wegdenken...
Na egal, ich schweife ab...

Der Stoff, den ich nehmen werde, stand nach meinem Schwenk auf das rechte Kleid dann ziemlich schnell fest. Neu kaufen wollte ich nichts, UWYH war die Devise, und ich habe schon eine Weile einen sehr schönen, weichen Wollstoff, edle, glatte Kostümqualität in blaugrau. Nicht zu steif aber auch nicht zu weich, ich glaube der ist genau richtig für dieses Kleid! Dunkelblau trage ich sehr gerne.
Dazu als Hingucker und damit es weihnachtlicher wird, rote, alte Glasknöpfe. Evt. könnte ich ausserdem den Kragen innen aus roter Seide machen, im Original nehmen sie da auch einen anderen Stoff.
Die Ärmel werde ich verlängern, unten weiten und am Ende raffen, an die Manschette kommen die kleinen roten Knöpfe. Sonst müsste ich tatsächlich ein Langarm-Shirt drunter ziehen und das passt an Weihnachten nicht, finde ich.

Zu den Glasknöpfen könnte ich noch ein paar Tipps gebrauchen, ich habe an großen nur die gezeigten und die sind z.T. auf der Rückseite kaputt (die Öse). Gibt es fertige Ösen zum Aufkleben oder hat jemand eine Idee, wie ich das reparieren könnte (vielleicht Zwei-Komponenten-Kleber??)

Alle anderen sind hier bei Cat zu finden (Ich bin übrigens auch überwältigt von der Vielzahl der Mitnäherinnen, toll! Hoffentlich halten auch alle bis zum Schluss durch...:-) )

14.11.11

Weihnachtskleid Sew Along Teil 1: Schnittmuster

Und noch eine Aktion zum Mitmachen und NATÜRLICH bin ich dabei! Das wär doch gelacht, wenn die Stoffberge dieses Jahr nicht noch weggebeamt werden, der Tag hat immerhin 24 Stunden, los gehts!

Ein Kleid für Weihnachten soll es werden, Cat hat die Aktion ins Leben gerufen und jetzt wird schön planmässig ein Kleid genäht, nur welches?
Ziemlich umgehauen hat mich schon beim ersten virtuellen Blättern in der neuesten Ottobre Woman diese Seite (die Grafik habe ich von der Ottobre-Homepage, denn das Heft muss ich mir erst noch besorgen).
Jetzt bleibt nur die Frage, welches ich nähen soll!?

Das Linke hat sowas schön weiblich-weiches, das rechte sieht aber auch klasse aus...(Die total geniale Ausschnittlösung an dem rechten erinnert ziemlich an ein Kleid von 1968, was bei Schildi in der engeren Wahl ist. Fiel mir beim ersten durch-die-gesammelten-Links-klicken gleich auf. Vintage-inspired halt...)

Ich tendiere für Weihnachten ein bisschen zum Linken, das finde ich fast festlicher.
Oder was meint ihr?