Die letzten Tage lag ich kränklich im Bett, (was soll man an so lausigen 29°C-Spätsommer-Tagen auch sonst sinnvolles tun, husten ist sicher eine gute Idee) und das geht für mich nur im Dauer-Surf-Modus. Also habe ich Tee-Mit-Honig-Schlürfend viele Blogs gelesen, viele Ebay- wahlweise Etsy- oder Dawanda-Artikel angeschaut, die Drops-Anleitungen vorwärts und rückwärts durchgeblättert und auch so manches Bild von nett eingerichteten Wohnungen bestaunt.
Jetzt möchte ich also nacheinander viele Kleider nähen, drei Jacken in verschiedenen Längen stricken und unbedingt die Möbel umlackieren und umstellen (und ein paar neue kaufen, so nebenbei...)
So langsam liesse mein Zustand auch einiges davon zu, aber die Reihenfolge...
Nähen wäre das naheliegendste (und billigste, weil alle Zutaten vorrätig!), aber in meinem Nähzimmer siehts aus... Und warum muss ich das eigentlich immer ganz alleine aufräumen? (Das fragt mein Sohn immer bei seinem Zimmer, und er muss NIE alleine aufräumen, ICH schon.)
Ich habe
Vielleicht hat auch die eine oder andere eine Idee, wie manches Problem zu lösen ist. Oder gibt mir den nötigen Fusstritt, die Sache endlich mal anzugehen.
Für manche Ecken habe ich auch schon Ideen, allein es fehlt der nötige Schwung zum Umsetzen. Geld spielt, finde ich, nur eine untergeordnete Rolle, denn man findet für fast jedes Problem auch eine günstige Lösung.
Evt. mag ja auch noch jemand sein Nähzimmer zeigen, oder den IST Zustand, denn der hat ja oft nur bedingt was mit dem ursprünglichen Vorzeigekatalogbild zu tun?
Ich habe jetzt bewusst nicht einen einzigen Gegenstand weggeräumt, es ist so, seit ich neulich "noch schnell" (wie IMMER!!) was aus dem Rosaliestoff genäht habe, noch nicht mal zum Wegräumen von dem hat es gereicht. Alles stapelt sich auf dem Fussboden. Im Stapeln bin ich gut, sagt mein Mann.
Jetzt gehts los, macht Euch auf was gefasst, ich finds grausam:
Voilà: Wir betreten das Nähzimmer und sehen rechts hinter der Tür den Stuhl, der eigentlich vor die Overlockmaschine sollte, dort stapeln sich die aktuelleren Ufos sowie zu reparierende Sachen. Ab und an mal noch was achtlos dazu geworfenes. Der sieht eigentlich immer genau so aus.
Wo bewahrt ihr Eure Ufos auf? Wäre ein geschlossener Korb vielleicht hier besser aufgehoben?
Dann darunter, ein ewig hin- und hergeräumtes Objekt, was trotzdem mit Samthandschuhen angefasst werden muss: Das Stickaggregat. "Uschierig" sagt der Pfälzer zu einem sperrigem, schlecht zu rangierendem Ding. Groß, schwer, empfindlich. Wo bewahrt man sowas sinnvoll auf?? Es passt in eine Schublade und unter keinen Schrank, Hilfe!
Die Stoffstapel auf dem Boden gehören eigentlich in den Keller (...! die wirklich interessanten Stoffe sind nämlich nicht im Nähzimmer, neinnein, wozu auch...), die kann man sich also wegdenken.
Problem: Wohin mit den Ufos? Wohin mit dem Stickaggregat?
Weiter geht es mit dem Schrank. Er beherbergt alle Patchwork-Stoffschätze,
Auf dem Schrank könnte ich mir gut schönere Körbe vorstellen, dort lagern die weniger aktuellen Ufos (stöhn...)
Ausserdem liegen da noch wenige Bücher (und hoffentlich sonst nix).
Problem: Viel schöner Stauraum voller wenig genutzter Sachen.
Links vom Schrank steht meine Zuschneidekommode, es ist eine ohne Türen, bzw. diese hatte keine sie war aus der Ikeafundgrube. Ansonsten ist es ein tolles Möbel, es beherbergt alle Stoffe die ich für meinen Dawanda-Shop (der derzeit fast auf Eis liegt) verwende, ausserdem alle fertigen Täschchen, den Rechnungskram, Restekörbchen und Einlagen. Obenauf auch noch die alte Dampfbügelpresse, die sehr freundlich ihren Dienst tut. Ausserdem habe ich mehrere Klemmbrettchen aufgehängt, da können Kleinteile wie geschnittene Streifen, kleine Schnittteile usw. gut und sicher aufbewahrt werden.
Auf dem Regal darüber habe ich Kisten mit Bändern, Borten, Reissverschlüssen, Quiltgarnen und nochmal Resten und noch ein bisschen Kleinkram. Die dunkelblauen Boxen stören mich, merke ich gerade.
Hier ist naturgemäss immer Chaos und da darf das auch sein (nur wenn man was neues anfangen will und das alte vor lauter Zeitmangel einfach irgendwohin pfeffert, dann ärgert es mich doch.)
Dahinter beginnt eine eher etwas leere Ecke, zum einen ist dort die Dachschräge, zum anderen die Tür zur Abseite. Die Pappordner werden nur z.T. aktuell genutzt, die müssen dringend da weg. Evt. wäre dieses Möbel was für da, es würde auch farblich so schön passen:
Die quadratischen Holzkisten beherbergen Bücher. Da liesse sich das oberste frei räumen, vielleicht könnten da dann einige von den weissen Ordnern hin.
Dann kommt der Anblick, den man hat,. wenn man das Zimmer betritt. Die Kommode steht mittig unter dem Dachfenster. Dort sind die Schittmusterhefte drin (da muss ich dauernd dran), ausserdem ein wenig Schreibkram und unten die dickeren Stoffe. Obenauf ist Chaos. Die Kommode ist (noch) unrestauriert und die Schubladen gehen eigentlich ziemlich schwer, irgendwie nervt es mich zunehmend, daß ausgerechnet da die ganzen Knips drin sind. Aber wohin damit?
Der Kistenstapel links daneben ist fürchterlich, den wollte ich immer schonmal entfernen. Es sind zwei Kisten voll Schnittmuster sowie selten benutztes Zubehör und eine mit einem angefangenen Projekt, was ich entsorgen sollte. Und offensichtlich noch mehr Zeug. Hier könnte noch ein kleines, dezentes Kommödchen stehen vielleicht, darf halt nicht zu breit sein, sonst gehen die Schubladen (links am Bildrand zu sehen) nicht mehr auf.
Daneben die Stickgarne, soll ich die an die Wand hängen?
Evt. die quadratischen Boxen nach links und dann rechts noch ein Mini-Kommödchen? Wie hält man überhaupt so eine Kommodenoberfläche frei (ist wohl eher eine rhetorische Frage...)?
Links beginnt dann der eigentlich Nähbereich. Hier habe ich eine alte Küchenarbeitsplatte mit Beinen und einem Schubladenelement versehen. Darüber eine alte Kleinkramkommode, könnte ich eigentlich mal lackieren oder tapezieren oder so. Über den Lampen ist noch ein Lackregal mit Schachteln für Knöpfe, Gummibänder und sonst noch einiges. Auf der Arbeitsplatte auch überall Kleinkram in Stapeln und Dosen, wird auf dem Fensterbrett fortgesetzt. Das muss besser werden.
Wenn man sich jetzt nochmal um die Ecke dreht, schaut man wieder auf die Seite mit der Tür. In der Ecke zuvor ist der Ausgang zum Balkon, da kann also kein Möbel stehen. Da wo die vielen Tüten stehen soll eine weitere Kommode hin, die ich auch schon habe, allein, sie ist noch nicht weiss. Die Stoffstapel auf dem Boden gehören selbstredend auch in den Keller, denkt Euch die weg.
Die rosa Tüte ist voller Dinge, die ich nicht fertig machen möchte, sowie kaputter Sachen, die ich nicht reparieren möchte (toll, gell?). Die anderen Tüten sind mit dem Stickzubehör gefüllt. Ausserdem gibt es da noch eine schöne Pinnwand, von der ich mich seit dem Einzug frage, ob ich sie wieder aufhängen soll. Achja, und meine Püppi steht auch tendenziell in der Ecke irgendwo.
Problem: Wer lackiert mir die Kommode? (Jaja...) Soll ich die Sachen, die ich nicht fertig oder heile machen will, einfach wegschmeissen?? Brauche ich eine Pinnwand?
So, jetzt muss ich wohl da durch! Nicht gezeigt habe ich die Zimmermitte, hier steht das Bügelbrett, natürlich auch immerzu komplett belegt.
Zeigt ihr mir Eure Zimmer? Welche Sachen bewahrt ihr ausserhalb des Nähbereiches auf? Welche müssen nah dran sein? Ab wann schmeisst man ein Ufo weg...?
Ich werde Euch auf dem laufenden halten. Und sollte jetzt wirklich mal anfangen.
Danke fürs Lesen bis hierhin. Und, ich weiss schon, ein Nähzimmer zu haben ist eigentlich Luxus. Und dann geh ich so nachlässig damit um, nicht schön das. Ich gelobe Besserung!