11.9.12

Mein Nähzimmer -aufräumen oder umräumen?

Helft mir mal, ich brauche ein bisschen Motivation.
Die letzten Tage lag ich kränklich im Bett, (was soll man an so lausigen 29°C-Spätsommer-Tagen auch sonst sinnvolles tun, husten ist sicher eine gute Idee) und das geht für mich nur im Dauer-Surf-Modus. Also habe ich Tee-Mit-Honig-Schlürfend viele Blogs gelesen, viele Ebay- wahlweise Etsy- oder Dawanda-Artikel angeschaut, die Drops-Anleitungen vorwärts und rückwärts durchgeblättert und auch so manches Bild von nett eingerichteten Wohnungen bestaunt.

Jetzt möchte ich also nacheinander viele Kleider nähen, drei Jacken in verschiedenen Längen stricken und unbedingt die Möbel umlackieren und umstellen (und ein paar neue kaufen, so nebenbei...)

So langsam liesse mein Zustand auch einiges davon zu, aber die Reihenfolge...
Nähen wäre das naheliegendste (und billigste, weil alle Zutaten vorrätig!), aber in meinem Nähzimmer siehts aus... Und warum muss ich das eigentlich immer ganz alleine aufräumen? (Das fragt mein Sohn immer bei seinem Zimmer, und er muss NIE alleine aufräumen, ICH schon.)
Ich habe keinerlei kaum Motivation, mich da ins Chaos zu stürzen, ich sehe auch soviele Baustellen, die so nicht bleiben können, weil sie sich auf Dauer einfach nicht bewährt haben oder sowieso nur als Provisorium dienten. Deshalb trete ich hiermit an die Öffentlichkeit und zeige ganz ungeschönt meine Nähhöllehöhle und hoffe auf hilfreiche Tipps und vor allem ausreichend Druck, die Sache mal anzugehen. So kann es nicht bleiben, so hab ich nämlich keine Lust auf Nähen! Und das ist ganz schlimm, keine Lust auf Nähen zu haben, ganz schlimm.

Vielleicht hat auch die eine oder andere eine Idee, wie manches Problem zu lösen ist. Oder gibt mir den nötigen Fusstritt, die Sache endlich mal anzugehen.
Für manche Ecken habe ich auch schon Ideen, allein es fehlt der nötige Schwung zum Umsetzen. Geld spielt, finde ich, nur eine untergeordnete Rolle, denn man findet für fast jedes Problem auch eine günstige Lösung.

Evt. mag ja auch noch jemand sein Nähzimmer zeigen, oder den IST Zustand, denn der hat ja oft nur bedingt was mit dem ursprünglichen Vorzeigekatalogbild zu tun?
Ich habe jetzt bewusst nicht einen einzigen Gegenstand weggeräumt, es ist so, seit ich neulich "noch schnell" (wie IMMER!!) was aus dem Rosaliestoff genäht habe, noch nicht mal zum Wegräumen von dem hat es gereicht. Alles stapelt sich auf dem Fussboden. Im Stapeln bin ich gut, sagt mein Mann.

Jetzt gehts los, macht Euch auf was gefasst, ich finds grausam:


Voilà: Wir betreten das Nähzimmer und sehen rechts hinter der Tür den Stuhl, der eigentlich vor die Overlockmaschine sollte, dort stapeln sich die aktuelleren Ufos sowie zu reparierende Sachen. Ab und an mal noch was achtlos dazu geworfenes. Der sieht eigentlich immer genau so aus.
Wo bewahrt ihr Eure Ufos auf? Wäre ein geschlossener Korb vielleicht hier besser aufgehoben?
Dann darunter, ein ewig hin- und hergeräumtes Objekt, was trotzdem mit Samthandschuhen angefasst werden muss: Das Stickaggregat. "Uschierig" sagt der Pfälzer zu einem sperrigem, schlecht zu rangierendem Ding. Groß, schwer, empfindlich. Wo bewahrt man sowas sinnvoll auf?? Es passt in eine Schublade und unter keinen Schrank, Hilfe!
Die Stoffstapel auf dem Boden gehören eigentlich in den Keller (...! die wirklich interessanten Stoffe sind nämlich nicht im Nähzimmer, neinnein, wozu auch...), die kann man sich also wegdenken.
Problem: Wohin mit den Ufos? Wohin mit dem Stickaggregat? 

Weiter geht es mit dem Schrank. Er beherbergt alle Patchwork-Stoffschätze, die ich nie benutze die ich mehr streicheln als vernähen möchte. seufz. So kann das nicht bleiben, der ganze Schrank ist voll. Ich wollte schonmal aussortieren, aber ich habe die Befürchtung, daß er soviel leerer dann auch nicht wird, weil ich mich so schlecht trennen kann. Es hilft wohl nichts. Soviele Quilts werde ich auch wieder nicht nähen und schnell schon gar nicht...
Auf dem Schrank könnte ich mir gut schönere Körbe vorstellen, dort lagern die weniger aktuellen Ufos (stöhn...)
Ausserdem liegen da noch wenige Bücher (und hoffentlich sonst nix).
Problem: Viel schöner Stauraum voller wenig genutzter Sachen.

Links vom Schrank steht meine Zuschneidekommode, es ist eine ohne Türen, bzw. diese hatte keine sie war aus der Ikeafundgrube. Ansonsten ist es ein tolles Möbel, es beherbergt alle Stoffe die ich für meinen Dawanda-Shop (der derzeit fast auf Eis liegt) verwende, ausserdem alle fertigen Täschchen, den Rechnungskram, Restekörbchen und Einlagen. Obenauf auch noch die alte Dampfbügelpresse, die sehr freundlich ihren Dienst tut. Ausserdem habe ich mehrere Klemmbrettchen aufgehängt, da können Kleinteile wie geschnittene Streifen, kleine Schnittteile usw. gut und sicher aufbewahrt werden.
Auf dem Regal darüber habe ich Kisten mit Bändern, Borten, Reissverschlüssen, Quiltgarnen und nochmal Resten und noch ein bisschen Kleinkram. Die dunkelblauen Boxen stören mich, merke ich gerade.
Hier ist naturgemäss immer Chaos und da darf das auch sein (nur wenn man was neues anfangen will und das alte vor lauter Zeitmangel einfach irgendwohin pfeffert, dann ärgert es mich doch.)

Dahinter beginnt eine eher etwas leere Ecke, zum einen ist dort die Dachschräge, zum anderen die Tür zur Abseite. Die Pappordner werden nur z.T. aktuell genutzt, die müssen dringend da weg. Evt. wäre dieses Möbel was für da, es würde auch farblich so schön passen:
 RÅSKOG Servierwagen IKEABildquelle: Ikea

 Die quadratischen Holzkisten beherbergen Bücher. Da liesse sich das oberste frei räumen, vielleicht könnten da dann einige von den weissen Ordnern hin.


Dann kommt der Anblick, den man hat,. wenn man das Zimmer betritt. Die Kommode steht mittig unter dem Dachfenster. Dort sind die Schittmusterhefte drin (da muss ich dauernd dran), ausserdem ein wenig Schreibkram und unten die dickeren Stoffe. Obenauf ist Chaos. Die Kommode ist (noch) unrestauriert und die Schubladen gehen eigentlich ziemlich schwer, irgendwie nervt es mich zunehmend, daß ausgerechnet da die ganzen Knips drin sind. Aber wohin damit?
Der Kistenstapel links daneben ist fürchterlich, den wollte ich immer schonmal entfernen. Es sind zwei Kisten voll Schnittmuster sowie selten benutztes Zubehör und eine mit einem angefangenen Projekt, was ich entsorgen sollte. Und offensichtlich noch mehr Zeug. Hier könnte noch ein kleines, dezentes Kommödchen stehen vielleicht, darf halt nicht zu breit sein, sonst gehen die Schubladen (links am Bildrand zu sehen) nicht mehr auf.
Daneben die Stickgarne, soll ich die an die Wand hängen?
Evt. die quadratischen Boxen nach links und dann rechts noch ein Mini-Kommödchen? Wie hält man überhaupt so eine Kommodenoberfläche frei (ist wohl eher eine rhetorische Frage...)?

 
Links beginnt dann der eigentlich Nähbereich. Hier habe ich eine alte Küchenarbeitsplatte mit Beinen und einem Schubladenelement versehen. Darüber eine alte Kleinkramkommode, könnte ich eigentlich mal lackieren oder tapezieren oder so. Über den Lampen ist noch ein Lackregal mit Schachteln für Knöpfe, Gummibänder und sonst noch einiges. Auf der Arbeitsplatte auch überall Kleinkram in Stapeln und Dosen, wird auf dem Fensterbrett fortgesetzt. Das muss besser werden.

Wenn man sich jetzt nochmal um die Ecke dreht, schaut man wieder auf die Seite mit der Tür. In der Ecke zuvor ist der Ausgang zum Balkon, da kann also kein Möbel stehen. Da wo die vielen Tüten stehen soll eine weitere Kommode hin, die ich auch schon habe, allein, sie ist noch nicht weiss. Die Stoffstapel auf dem Boden gehören selbstredend auch in den Keller, denkt Euch die weg. 
Die rosa Tüte ist voller Dinge, die ich nicht fertig machen möchte, sowie kaputter Sachen, die ich nicht reparieren möchte (toll, gell?). Die anderen Tüten sind mit dem Stickzubehör gefüllt. Ausserdem gibt es da noch eine schöne Pinnwand, von der ich mich seit dem Einzug frage, ob ich sie wieder aufhängen soll. Achja, und meine Püppi steht auch tendenziell in der Ecke irgendwo.
Problem: Wer lackiert mir die Kommode? (Jaja...) Soll ich die Sachen, die ich nicht fertig oder heile machen will, einfach wegschmeissen?? Brauche ich eine Pinnwand?

So, jetzt muss ich wohl da durch! Nicht gezeigt habe ich die Zimmermitte, hier steht das Bügelbrett, natürlich auch immerzu komplett belegt. 
Zeigt ihr mir Eure Zimmer? Welche Sachen bewahrt ihr ausserhalb des Nähbereiches auf? Welche müssen nah dran sein? Ab wann schmeisst man ein Ufo weg...?
Ich werde Euch auf dem laufenden halten. Und sollte jetzt wirklich mal anfangen.
Danke fürs Lesen bis hierhin. Und,  ich weiss schon, ein Nähzimmer zu haben ist eigentlich Luxus. Und dann geh ich so nachlässig damit um, nicht schön das. Ich gelobe Besserung!



Kommentare:

  1. Oh, was für ein herrlicher Beitrag... ich weiß nicht, ob ich Dich motivieren kann. Ich habe nur eine kleine Nähecke, die war erst in der Küche und dann ist sie ins Wohnzimmer umgezogen. Mit dem Wegschmeißen tue ich mich immer schwer. Im Fall des Falles schneide ich die brauchbaren Stoffstücke raus und schmeiße den Rest weg. Aber irgend ein kleines Stück hebe ich garantiert auf. Und wenn es nur ein Knopf ist...
    Bei Deinen Fotos könnte ich mir noch gut ein zusätzliches Regal für mehr Stauraum vorstellen. Auf jeden Fall für die Dosen und den Kleinkram.
    Viel Erfolg beim Projekt "Nähzimmer" :-)
    Lieben Gruß
    von
    Mara Zeitspieler

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  2. Ich würde auf jeden Fall mehr Kisten und Körbe anschaffen und ggf. über einen Vorhang vor der Kommode mit der Bügelpresse nachdenken. Meine Ufos bzw. zu reparierende Sachen bewahre ich in einem alten Koffer auf, das ist dann auch noch dekorativ. Den Wagen vom Möbelschweden habe ich auch schon im Visier, weil man darauf einige Sachen packen kann, sie dann von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz mit umziehen können (Schere, Nadeln, Maßband, Kreide etc.). Irgendwo habe ich mal gesehen, dass jemand Stoffe mit Hosenbügeln (die mit den Klemmen) an eine Kleiderstange aufgehängt hat, da kann man schön "blättern", wenn man passende Stoffe für Projekte sucht und muss nicht Stapel umschichten. Das gleiche geht auch für Hefte und Schnittmuster.
    Und ja, alles, was nicht mehr repariert oder fertiggenäht werden soll, wegschmeißen.
    Viel Erfolg für's Umräumen - ich hoffe, du zeigst das Ergebnis hier!

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  3. Ich weiß, mein Kommentar ist nicht gerade hilfreich, aber ich wollte dir sagen, dass du damit nicht allein bist.

    Danke für diese Einblicke! Du glaubst gar nicht, wie erleichert ich gerade bin. Ich dachte schon, ich bin die Einzige, die im absoluten Chaos näht ;-)

    Einerseits denke ich immer: wo gehobelt wird, da fallen Späne...
    Andererseits macht das Nähen, wie du sagst, ab einem bestimmten Punkt keine Freude mehr...

    Wegschmeißen/Aussortieren kann ich bei normalen Gegenständen sehr gut (ich war gerade heute auf dem Recyclinghof und habe eine Menge entsorgt), aber bei meinem Nähsachen tue ich mich auch schwer...

    Eines ist klar, ich beneide dich um diesen Raum, denn ich habe mein ganzes Zeug in der gesamten Wohnung verteilt. Aber gut zu wissen, dass ein eigenes Zimmer allein nicht automatisch für Ordnung sorgt. Und Ordnung halten hat bei mir auch ganz viel mit meiner "inneren Ordnung" zu tun. In Phasen, in denen ich richtig gut drauf bin, ist es ordentlich und alles wird sofort weggeräumt. Ganz anders sieht es in Phasen innerer Unruhe und Angespanntheit aus. Chaos pur!

    Vielleicht zeige ich nachher noch mein persönliches Chaos. Vielleicht ;-)
    Ich werde mir auch nochmal Gedanken zu deinen Fragen machen.

    LG,
    Verena

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  4. Irgendwie beruhigt es mich ungemein, dass nicht nur in meiner Nähecke Chaos herrscht ;-) Ein paar Tipps kann ich aber sicher geben:
    Wie sieht der Platz über der Tür aus? Das wäre ein guter Ort um dein Stickaggregat unter zubringen, wenn ihr nicht gerade Pudding in den Wänden habt. Wenn es allerdings so schwer ist, dass du es nicht auf ein Wandregal stellen willst, dann würde ich dir vorschlagen, die Schrank-Ufos auf ein Wandregal zu stellen und das Stickaggregat auf dem Schrank aufzubewahren.
    Was deine Streichelstoffe angeht, würde noch einiges in den Schrank passen, wenn sie ordentlich gestapelt wären. Aber ich kenne das von mir selbst, es bleibt einfach nicht lange ordentlich ;-) Vielleicht würden kleine Kartons im Schrank weiterhelfen?
    Vor die Zuschneidekommode würde ich einen hübschen Vorhang machen. Löst zwar nicht das Problem, aber sieht gut aus ;)Für die Ordner würde ich ein halbhohes Billy empfehlen und den Garnhalter würde ich auf jedenfall an die Wand hängen. Die Aufbewahrungen mit dem Kleinkram, die auf dem Nähtisch und der Fensterbank herum liegen, könntest du auf der alten Kommode drapieren.
    Die alte Kommode würde ich sofort herrichten, dann bekämst du sie aber nicht wieder ;-)

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  5. liebes paulinchen
    erstmal danke für die fotos. find ich irgendwie total schön so einen intimen einblick bei dir ins nähzimmer zu bekommen. ausserdem finde ich es toll, dass du etwas "negatives" zeigst, davor haben viele total angst.
    erstmal würde mich der anblick dieses zimmers mega motivieren, weil man sehr einfach, mit aufräumen, mega viel daraus machen kann. der raum ist so schön hell und die wände sind wunder wunderschön. total inspirierend und auf schweizerdeutsch sagt man "amächelig", also ehm... es macht einen an da was zu tun (übersetzungsversuch :D).
    ich hab leider gerade nicht viel zeit dir alle meine ideen zu erzählen. aber ich würde auf jeden fall die dunkeln möbel weiss oder in einem zarten rosa streichen. das fände ich total schön mit der hellblauen wand. dann würde ich dem offenen weissen regal einen vorhang nähen, damit das was dahinter ist etwas geschützt ist.oder du schaust ob du noch türen dazu kriegst (schau mal im internet, da haben wir auch schon ikea türen bekommen :D). ev. könntest du das was im türlosen weissen regal ist ins braune schubladenregal räumen. stoffe brauchen mehr schutz vor staub als schnittmuster (also das wäre meine priorität). denn die stoffe musst du sonst immer wieder waschen oder abfusseln.
    die ganzen karton und plastikboxen würde ich alle durch einheitliche, dezente boxen ersetzen.
    dann was ich noch viel hab sind so grosse, etwas teurere dafür unzerstörbare, plastikboxen die stapelbar sind. die sind für stoffe auch super gut (vor allem die die du nicht oft brauchst oder für deine reste).
    dann hab ich durch die zeilen gelesen, dass man einiges auch wegschmeissen kann. was du nicht reparieren willst: weg damit.
    stoffe die du nie anfässt (nicht weil du sie nicht brauchen sondern nur streicheln willst): stellt sie doch hier rein und entweder verkaufe sie oder biete sie zum tausch an. vielleicht geht noch was weg.
    so, wenn du das problem bis nächster woche nicht eh schon gelöst hast oder noch keinen plan hast, dann gehe ich nochmal detailliert auf deine problemstellen ein.

    was dich hoffentlich auch motiviert: hey, du hast ein nähzimmer! weisst du was das für ein luxus ist? na also ;)

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  6. ach du liebe güte! ich schwanke zwischen Freude....dass ich nicht allein bin auf der Welt mit meinem nähraumproblem....und Hilflosigkeit, da ich dir auch nicht so recht weiter helfen kann. befinde mich auch gerade in einem "nähtief" was unter anderem auch daran liegt, dass ich in meinem nähreich kein "land sehe" . habe mir fest vorgenommen, ALLES auszumisten. es hat keinen zweck mehr all die Schnipsel ect. aufzubewahren, wenn man nicht mal mehr weiß, wo alles ist!
    ic drücke dir (und mir) ganz fest die Daumen, dass hier jemand mit einer genialen idee um die ecke kommt! :-)

    liebe grüße
    lina

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  7. herrlich. dankeschön.
    bei mir sieht es ähnlich aus - nur befindet sich ein hässlich bemalter bauernschrank darin, der nicht wegdarf, da handbemalt, alt, meinem mann gehört, ein geschenk der eltern ist, der einzige platz. drumherum stoffe. und wenn ich vergesse, die türe zu schließen, macht es sich unser hund auf den stoffstapeln bequem. grrrr. weiße hundehaare auf schwarzem jersey sind besonders toll.
    angefangen habe ich, den tisch mit den nähmaschinen zu säubern, und die maschinen. mh. wieder drumherumgebaut, aber nich so viel.
    irgendwie rangiere ich immer kleine stücke stoff aus - ich brauc hsie ja doch nicht. aber es wird nicht weniger.
    den bauernschrank würde ich gerne lackieren. weiß, oder auch schwarz, das darf ich aber nicht.
    und, mein zimmer räumt leider auch keiner auf.

    lg monika

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  8. Ich kann verstehen, dass dich das Nähzimmer momentan nicht zum Nähen reizt. Meines sieht nämlich genauso aus, nur kommt noch dazu, dass meines immer kalt ist. Ich nähe nun im Esszimmer und beginne dieses zuzumüllen.
    Nein, dass hilft dir jetzt wirklich nicht weiter.
    Grundsätzlich plädiere ich für Regale für Bücher, Hefte, Schnitte und eine offene Aufbewahrung von Gegenständen, die man häufig braucht. Alles andere hinter geschlossene Türen. Ein, zwei Kleiderschrank,e mit Regalbrettern o.ä. versteckt die größte Unordnung und obendrauf das Stickteil abgedeckt mit irgendwas.
    Viele Grüße
    Julia
    PS: Zeug wegschmeissen, geht nur sukzessive und in der richtigen Stimmung.

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  9. Auch wenn ich ich mich jetzt superoberlehrerhaft anhöre.Ich habe das Problem nicht mehr mit den ganzen angefangenen Projekten.Ich habe immer 3-4 UFO's und habe mich soweit dizipliniert das ich kein neues Projekt anfange bevor ich nicht eins fertig habe.Hört sich total clever an,hat aber auch' ne Zeit gebraucht bis ich den Punkt erreicht hab.Mit soviel angefangenen Sachen hat es überhaupt keinen Spaß gemacht neue Quilts o.ä. anzufangen.Bevor ich was Neues anfange räum ich immer erst 'ne Runde auf das hilft auch schon sehr . Neue Schränke oder Körbchen oder ähnliches solltest du auf keinen Fall dazukaufen.Miste aus ,verschenk Stoffe und Schnittmuster wirf Sachen weg die du niemals fertigmachen wirst.Dein Platz reicht vollkommen aus.L.G.

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  10. Das ist die Crux beim Nähen, es sammelt sich so viel Zeug an. Ich kämpfe auch immer damit, ich kann mich aber ganz gut trennen, weil mir irgendwann die Masse an Dingen die Luft abschnürt.
    Ich würde mir alls erstes den Nähtisch freiräumen uund nur die notwendigen Nähutensilien darauf stehen lassen. Dann könntest du auf jeden Fall schon mal nähen. Wenn erst eine kleine Insel Organisiertheit da ist, breitet sie sich aus. Ich bearbeite dann jeden Tag eine kleine Ecke/Ablage und Schmeiße jeden Tag mindestens ein Teil weg bzw. gebe es in den Altkleidersack.
    So habe ich schon furchtbares Chaos in den Griff bekommen.
    Ich habe eine Chaosschublade in einer Kommode, da liegen meine Ufos und Reste drinnen, wenn die nicht mehr zugeht muß ich Platz machen.
    Ich wünsche dir viel Erfolg und freue mich schon auf deine vielen neuen Kleider.
    LG, Claudia

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  11. Hier ist mein Solidaritätsbeitrag:

    http://allroundtalent.blogspot.de/2012/09/die-nackte-wahrheit.html

    Lg,
    Verena

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  12. toller beitrag! :)

    also meine ufos und sachen, die ich ausbessern will, kommen in einen wäschekorb und stehen unter meinem näh- und zuschneidetisch. ich versuche mich daran zu halten, dass der inhalt spätestens an der reihe ist, wenn der korb voll. dann wird ausgebessert, fertig genäht oder eben weggeworfen (was ich bis dahin nicht vermisst habe, werde ich wohl auch in zukunft nicht brauchen).

    das stickaggregat? puh, keine ahnung? muss das liegen? sonst könnte man es doch auch zwischen schrank und wand stellen. ansonsten vielleicht 2 große haken an die wand und aufhängen? aber ich kenn mich damit nicht aus - vielleicht ist es dafür zu empfindlich?

    beim stoffschrank definitv sortieren! vielleicht günstige plastikboxen mit deckel kaufen. stoffe sortieren nach oft, selten nie benutzt. selten bis nie benutzte stoffe in den keller oder ganz nach unten. oder noch besser: in die kommode, in der jetzt die schnittmusterhefte liegen. gewonnen stauraum für oft benutzte stoffe verwenden. ganz alte ufos wegwerfen. was schon so lange liegt und beim durchsehen kein nähen-will-gefühl hervorruft - weg. evtl. noch den stoff retten, indem die nähte wegschneidet und den stoff quadratisch bzw. rechteckig zuschneidet und wieder einsortiert.

    zuschneidekommode: defintiv ein vorhang. und vielleicht die fertigen täschchen auf das regal darüber? oder die bücher aus den holzkisten aufs regal und die kisten für die pappordner und sonstiges nutzen.

    das ikea-rollding finde ich auch gut. und viel besser, als noch eine weitere richtige kommode anzuschaffen. in die kommode mit den schnittmusterheften würde ich wie gesagt eher selten genutzte stoffe tun. für die schnitte finde ich die idee von mona gut (hosenbügel). oder doch eine weitere kommode, dafür eine mit ablagesystem? es gibt doch diese hängeregister. wenn man viele schnittmusterhefte hat, wäre das sicher toll und praktisch.

    nähbereich: kleinkram noch mal durchsortieren. was braucht man wirklich? was braucht man nur sehr selten und kann vielleicht in einer größeren kiste verschwinden (sieht ordentlicher aus als viele kleine)?

    und ja, du solltest die sachen, die du nicht mehr fertig machen willst, wegwerfen. und eine pinnwand brauchst du wahrscheinlich nicht.

    ich hoffe, das hat dir irgendwie weitergeholfen. bin gespannt auf nachher bilder! :)

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    1. vergessen: beim zuschneiden werfe ich großzügig weg, weil sonst liegt es doch nur ewigkeiten rum. schnipsel kommen sofort in den müll. größere stücke schneide ich zu rechteckigen stücken (natürlich so groß wie möglich) und sortiere sie wieder zu den anderen stoffen.

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  13. So ganz konkrete Tipps, was wohin soll usw. kann ich dir leider nicht geben... aber einen allgemeinen Tipp vielleicht...
    Ich hab mal das Buch "Simplify your Life" gelesen - davon mag man jetzt halten was man will - und das stand ein Tipp drin, der, obwohl er sehr seltsam klingt, mir wirklich geholfen hat!
    Wenn man etwas wie ein Nähzimmer aufräumen will, soll man sich immer nur winzig kleine Einheiten vornehmen. Also zB einen speziellen Schrank oder eine Kommode, oder vielleicht sogar nur ein Regal im Schrank oder eine Schublade!
    Ein ganzer Raum scheint so unbezwingbar und ist auch in einem Tag nicht wirklich schaffbar. Teilt man sich das in schaffbare Häppchen auf, fängt man erstens viel leichter damit an und hat zweitens nach jedem geschafften Häppchen ein Erfolgserlebnis :)
    Vielleicht wäre das ja ein Weg für dich, an die Sache ran zu gehen?

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  14. Ui, mein Nähzimmer würde definitiv auch dazu tendieren, so auszusehen, hätte ich mehr Platz. Und, große Disziplinierungsmaßnahme: Mein Mann hat es geschafft, mir irgendwie seinen Kleiderschrank im Nähzimmer unterzujubeln. Also muss ein Mindestmaß an Ordnung gehalten werden, sonst kommt er da nicht dran. Ich schmeiß inzwischen voll viel weg: Reste, Ufos alles weg. Hab noch nie was davon vermisst. Bei mir sieht immer der Boden ganz übel aus, voller Nadeln und Schnipsel und diesen Fadenraupen von der Overlock...Ich hab mich eh von dem Gedanken verabschiedet, ein schnuckeliges Nähzimmer zu haben, dafür wüte ich dort zu sehr (das nennt man kreativ sein, wenn man es positiv ausdrücken will!)
    Also mein Tip: Dein Zimmer ist schön genug (1000mal schöner als meins!) investier deine Endergie einmal darein, wegzuschmeißen (und gucke NICHT noch mal in die Säcke, wenn du sie wegbringst!) und dann nähst du dir schöne Sachen, anstatt Kommoden zu tapezieren. Es sei denn, du hast da wirklichwirklich Lust zu.

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  15. abgesehen davon, dass es mich irgendwie immer viel mehr reizt, bei anderen aufzuräumen, als bei mir selbst *g*,
    kommen hier ein paar Bilder von meinem Nähplatz: http://sjoe1.blogspot.de/2012/09/mein-nahkram.html

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  16. Herrlich dein kreatives Chaos! Fast möchte ich sagen, alles raus und dann erst planen. Ich wüsste so nicht, wo ich beginnen wollte!
    Mir fällt auf, dass an den Wänden viel Platz verschwendet wird. Stickgarn, ja! dahin! Das Stickaggregat, ginge das vom Gewicht her ebenfalls und dort, wo Du es direkt brauchst?

    Du hast viele Kleinmöbel, über denen Leerraum ist. Mir fehlt ein Ganzkörperspiegel. Ein raumhoher Spiegelschrank würde viel Ordnung schaffen, kann innen auch Schubladen für Bänder und Zutaten haben, sowie Tablare für transparente Boxen ohne Deckel, unten ein Korb für Angefangenes und Ufos.

    Auf keinen Fall das Rollenmöbel, es klaut viel Platz, ist zuwenig stabil und die Wannen sind inhaltlich platzbegrenzt!
    Eine Grundrisszeichnung wäre für mich eine gute Ergänzung.

    Das sind meine ersten und spontanen Gedanken. Danke fürs Zeigen. Mein Chaos wartet im Arbeitszimmer und im Estrich: seit dem Räumen des Elternhauses..

    Liebe Grùsse, Ly

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  17. Bei mir sah es bis vor Kurzem exakt genauso aus wie bei Dir. Chaos pur ... und ich hatte gerade noch 1qm um ins Zimmer ungehindert reinzukommen.

    Heute (seit Juni) sieht es so aus:
    http://naehfiddeley.blogspot.de/2012/06/mama-ankleide-mitfrisierkosmetiktisch.html

    Bei mir gibt es übrigens tatsächlich KEIN Stofflager. Hier liegen derzeit etwa 7 Stoffe rum.

    Grüßle
    Steffi

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  18. Dein Nähzimmer ist toll! Aber: je mehr Platz man hat, desto mehr Chaos kann sich ansammeln...
    Ich kenne das auch. Ich lasse meistens immer alles rumliegen und räume dann nach ca. 3 Projekten grob auf.
    Aber nichts motiviert mehr, als ein schön aufgeräumtes, sauberes Nähzimmer. Vielleicht kann das ja Deine Motivation für Deine Aufräum-Aktion sein.

    1.Ich glaube auch, dass Du bei den Ufos "Tabula rasa" machen solltest. Wirklich sehr kritisch sortieren und wegschmeißen! Nicht jeden kleinen Stofffitzel aufheben.
    2. Alles was geht, sollte irgendwie vom Boden verschwinden, d.h. den Garnrollenhalter aufhängen und das Stickmodul würde ich auch entweder auf dem Schrank oder auf einem höheren Regalbrett unterbringen.
    3. Deinen Stoffschrank würde ich komplett ausräumen, die Stoffe nach Farben und grob noch Größe sortieren. Dann passende durchsichtige Kunststoffboxen besorgen und die Stoffe so einräumen, wie Du sie vorsortiert hast. Das hat den Vorteil, dass Du gezielt eine Box herausnimmst und nicht im schlimmsten Fall ein ganzes Fach durchkramen musst, weil die Stapel beim Durchsuchen wieder umgefallen sind (kennt man ja alles...).
    4. Für mich ist es auch sehr wichtig, dass meine Arbeitsflächen frei sind. Ich habe über meinem Zuschneide- und Arbeitstisch noch ein extra Brett, das nicht ganz so tief ist, für alles, was ich beim Arbeiten so brauche (Stecknadeln, Kreide, Maßband, Schere....)
    5. Die Idee mit dem Vorhang vor Deiner Zuschneidekommode finde ich auch gut. Das bringt optisch Ruhe rein.
    6. Der Kommode mit den Schnittmustern solltest Du eine höhere Prio einräumen, wenn Du da so häufig ran musst. Oder Du lagerst die Schnitte im Schrank und bringst die Stoffe in durchsichtigen Boxen in der Kommode unter.

    Ohwei, habe ich viel geschrieben...Ich hoffe, Du findest das für Dich passende System und zeigst uns hinterher Fotos, wie Du es gemacht hast. Das würde mich sehr interessieren!

    Viele Grüße
    Gaby

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  19. Okay. Meine ersten Gedanken ganz unsortiert:

    1. Miste aus. Alle Stoffe, die du seit mehr als 5 (besser 2) Jahren UNGENUTZT hast. Auch wenn sie noch so schön sind: Wegschmeißen oder verkaufen. Jemand anders kann doch bestimmt etwas schönes daraus machen.
    2. Tausche die Streichelstoffe im Schrank gegen die Nutzstoffe im Keller.
    3. Nie mehr als 1 oder 2 Projekte. Du verzettelst dich und eh du wieder zu kommst, gefällt dir der Schnitt, das Muster nichtt mehr oder deine Figur hat sich geändert.
    4. Ufos und "Sachen zum ändern" weg. Du machst das doch nicht mehr, wenn du ehrlich bist.
    5. Rosa Tüte weg!
    So jetzt sollte etwas Platz sein.

    6. Räume alles (vor allem das ganze Kleinzeug) an den Platz, wo es hingehört und sammle Dinge, die keinen Platz haben an einer Stelle. Die müssen dann aber "ihren" festen Platz bekommen.
    7. Und dann reicht es erstmal: Zwing dich nach jedem beendeten Projekt halbwegs klarschiff zu machen. Kleine Fusseln und Fädchen stören nicht, aber Stoffe gehören ordentlich wieder an ihren Platz. Genauso Garne, Bänder, Einlagen....

    Liebe Grüße,
    Pauline

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  20. Ein wunderbar ehrlicher Beitrag, Pauline! Ein bisschen Chaos hat doch jeder kreative Kopf, oder? ich hab es mit folgender Taktik in den Griff bekommen: Bei Pinterest jede Menge Ideen gesammelt, danach einen Pax-Schrank mit Türen angeschafft, in dem alle Stoffe, Vliese und das Stickmachinenaggregat hinter Türen untergebracht sind. 2 Expedit-Regale in der Raummitte Rücken an Rücken gestellt und zum Zuschneidetisch mit Maxi-Schneidematte umfunktioniert. toll zum Schneiden und ein wahres Platzwunder. in passenden Kisten alle Baumwollstoffe nach Farbe sortiert und die Stoffreste In Kisten untergebracht, Kisten für Bänder, für Schrägbänder, für Reissverschlüsse, für Stickgarn usw. Kisten sind DIE Lösung. Alle Zeitungen und Schnittmuster in Zeitschriftensammler. alle UFOS haben auch eine Kiste. Was zu lange liegt fliegt gnadenlos. so hab ich s halbwegs im Griff. viel Freude und Elan bei Deiner Umgestaltung! Viele Grüsse Barbara

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  21. Ach so, noch was: Ich weiss nicht, wie sehr Dein Herz an den diversen Kleinmöbeln hängt - ich denke, sie rauben Dir viel Platz. ein Schrank wie Pax von Ikea, 200 oder 236 cm hoch, mindestens 150 cm breit und vor allem 60 cm tief statt den vielleicht 30 cm eines Regals- Da hast Du den kompletten Kram auf einer Seite untergebracht. mit Schuladen oder Körben versehen ist alles verstaut und dann einfach Tür zu. auch angefangene Projekte kann man da sammeln. einfach an einen Hosenbügel klemmen, gemeinsam mit einer Klarsichthülle für den Schnitt und Die ausgewählten Kurzwaren. VG Barbara

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  22. ...

    Ich hab jetzt nicht gelesen, was die anderen Damen so schreiben - ich wollte auch nur eins loswerden: Total sympatisch, Dein Chaos.

    Und: Kommt mir alles so vertraut vor.

    Und als letztes: Bloß kein Selbsthass. Entweder man ist ordentlich und systematisch oder eben nicht. Mit Kreativität oder Nichtkreativität hat das glaube ich auch nichts zu tun. Ist einfach Veranlagung.

    Ich unternehme alle Jubeljahre mal einen Rundumschlag, räume mächtig auf (sortiere aber so gut wie nichts aus...), bin dann mächtig stolz auf mich - und weiß ganz genau: Das hält maximal eine Woche...

    Magst Du mal auf einen Kaffee vorbeischauen und mein Chaos betrachten? Bin nähende Musikwissenschaftlerin, die es in die CD-Branche verschlagen hat, wir hätten vielleicht auch neben dem Textilen und der Chaostheorie ein paar gemeinsame Themen...

    Alles Liebe vom Neckar,
    Susanne

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  23. Vielen Dank für deinen ehrlichen Beitrag über dein Chaos. Darf ich vorbei kommen und aufräumen. Es kribbelt mich richtig in den Fingern bei dir durch zu wuseln. Aber ehrlich gesagt mir wäre das auch alles zu unruhig. Durch die kleinen Kommoden geht unheimlich viel Platz und Lagermöglichkeiten verloren. Dadurch das deine Tapete schon so schön bunt ist, würde ich versuchen die Möbel und Boxen in einen einheitlich hellen Farbton zu gestalten. Da wirkt der ganze Raum ruhiger. Die transparenten Stappelboxen vom Schweden sind ideal für die ganzen Stoffe. Mich würde es nerven, wenn ich extra in den Keller gehen müsste um die Stoffe, die ich brauche zu holen. Durch die Boxen nutzt du die volle Höhe aus und hast du die Übersicht.

    Liebe Grüße
    Sandra

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  24. Tolles Zimmer! Hätte ich ein Nähzimmer, würde es genau so aussehen. So habe ich nur Stoff- uund Ufo-Haufen auf dem Bügelbrett und auf einem Stuhl und räume alles übrige weg, weil sonst die ganze Wohnung vermüllt wäre.
    Mein Tipp wäre auch: Nicht alles auf einmal aufräumen wollen, sondern jeden Tag ein bißchen. Nimm dir jeden Tag eine Ecke, eine Kommodenoberfläche, eine Schublade vor. Oder jeden Tag eine halbe Stunde räumen. Das ist machbar, und das verschiebt man deshalb nicht dauernd.
    Noch eine kleine Kommode bringt dich glaube ich auch nicht viel weiter - schaff' dir lieber ein großes, hohes Billy-Regal an.
    Wenn du an die Schnitte oft ran musst, würde ich die Hefte in Zeitschriftensammlern im Regal oder in der offenen Kommode lagern. Vielleicht alle Schnitte in die offene Kommode unter der Bügelpresse? In die Kommode dann die seltener genutzten Sachen - geht z. B. das Stickaggregat da rein?

    Ich finde dein Zimmer hat echt Potential - und du musst nicht mal viel machen und auch nicht viel neu anschaffen!

    viele Grüße, Lucy

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  25. Ok, so schaut es doch bei jeder Näherin immer mal wieder aus.
    Aber Ordnung ist nur ein paar Stunden Räumen entfernt. Das ist kein Hexenwerk, wenn man erst mal anfängt.

    Räum doch mal deinen Schätzeschrank neu ein, da ist noch viel Platz. Und überhaupt: Räumen, zusammenlegen und die Sachen immer wieder an ihren Platz tun- in der Küche schaffen wir das doch auch, oder?
    Oft sind es nur Kleinigkeiten: Meine Fadenschere hab ich mit einem Gummiband an der Maschine festgebunden- so ist sie an der langen Leine und ich finde sie immer wieder.

    Ich finde ja, dass du zuwenig Stauraum hast- gibt es noch Platz für ein richtig hohes Regal? Da können in Sichthöhe die wichtigen Dinge rein und ganz oben dann die unwichtigeren Sachen wie Futterstoffe, die kann man dann in einer Kiste geschwind nach unten holen.
    Und schmeiß deine Reste nicht weg, Gottbewahre. Das sind potentielle Japanquilts! Sammle sie nach Farben getrennt in Plastikkisten- das erleichtert dann den Start.

    Was dir fehlt ist wohl in erster Linie ein Ruck-
    also fang einfach mal mit dem Sortieren an und zeig uns in zwei Wochen mal die Tapete in voller Pracht. Die hat nämlich einen schöneren Vordergrund verdient!

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  26. Hallo,
    danke für Deine ehrlichen Bilder - kommt mir sehr bekannt vor. Leider hindert mich die Unlust aufzuräumen schon viel zu lange am Nähen, mit Aufräumen ist schon die Nacht fast rum...

    Ich denke auch, Du solltest erstmal aussortieren, sortieren und dann überlegen, was Du wie oft brauchst, wo es am sinnvollsten liegen muss, um bei Bedarf gut und schnell ranzukommen und dann eher noch ein größeres Möbelstück, als noch mehr kleine beschaffen. Denkbar wäre auch ein langes Regalsystem unter der Schräge, so dass Du die gut ausnutzen kannst, ggf. kannst Du hier auch einen Vorhang vor machen, wenn es zu unruhig ist. Da kriegst Du dann z.B. die Ordner und Schnittmuster , Kisten mit Kleinkram, bei bedarf noch Stoff usw. unter.

    So mach ich das:
    Ich habe meine Stoffe nach Mustern und Stoffart sortiert (Blumen, Karos, Jersey, Cord...) im Schrank oder Regal. Kisten, selbst wenn sie durchsichtig sind, fänd ich total unpraktisch - um an einen Stoff unten zu kommen, muss man alles ausräumen - zum gleich wiedereinräumen bin ich zu undiszipliniert. Beim Regal zieh ich den Stoff raus und leg ihn dann einfach oben drauf. Wichtig: so einsortieren, dass es hält und nicht sofort umkippt - also die Stoffe auch aufs "richtige" Mass falten (bei mir zwei Stapel nebeneinander, mit der kurzen Seite nach vorn).
    Zeitschriften und Schnittmuster hab ich in Zeitungssammlern (optisch gleich + schön!), sortiert nach Erscheinungsdatum bzw. Modellart. Die stehen zusammen mit den Büchern in einem Regal, schön getrennt auf einzelnen Regalen.
    Damit ist Deine kleine Kommode z.B. für Stoffrestchen, die man bestimmt noch mal braucht ;o), frei (allerdings mal ehrlich: suchst Du wirklich dann da oder schneidest Du das Stück neu ab? - so mach ich es leider dann doch, keine Lust zu suchen). Die Kommode ist total schön, würd ich (im Gegensatz zu den "Bücherregale") nicht aussortieren, die Schubladenkanten kannst Du ein bißel abschleifen und mit Kerzenwachs einreiben, müssten dann beweglicher sein.
    Bänder hab ich nach Sorten (Schrägband, Mustern, dehnbar...) sortiert in großen Gläsern mit Bügelverschluss (vom Schweden) im Regal.
    Dann hab ich einen alten (Land-)Kartenschrank, riesige aber sehr flache Schubläden - darin sind Vliese, Stickkram und Knöpfe (hab ich darin in zwei alten Setzkästen).
    Garne kommen in schöne Kisten, Näh- und Stickgarn getrennt. Da Du aber noch freie Wandfläche hast, würde ich Deinen zweiten Garnsammler auch an die Wand hängen, in die Nähe der Nähmaschinen.
    Ufos und Repariersachen liegen seit Jahren in Kisten und Körben auf Schränken (viel zu viel - ich hasse Reparieren!). Blöd, wenn die Kindersachen dadurch nicht mal mehr dem kleineren Kind passen...müsste ich also auch dringend (aus)sortieren, verderben aber so komplett die Lust auf neues.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Grundideen zur Ordnung sind da, man muss nur immer alles auch wieder ordentlich aufräumen - das und das viel zu viele, sind das Hauptproblem. Aber man braucht das ja alles irgendwie... ;o)!


    Ich wünsche Dir viel Motivation und Lust! Die Vorfreude auf ein wunderschönes Zimmer hilft bestimmt. Aber mach Dir nicht zu viel Stress - es soll ja auch nicht die Lust verdorben werden.
    Wichtigster Punkt (meiner Meinung nach): die funkionierenden Ordnungsideen immer beihalten und GLEICH nach Projektende aufräumen, dann erst was neues beginnen!
    Sollte ich mir mal merken... ;o)!

    Viel Spaß und freu Dich, dass Du so ein tolles Zimmer hast (haben wirst), Franziska.

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  27. liebe katharina, du sprichst mir aus der seele, bei mir sieht es ähnlich aus, ich zeig mal bilder, ist auch gerade chaos, das stickaggregat würd ich irgendwo an die wand hängen, den stickgarn halter auch an die wand, vielleicht links von der balkontür, über die kommode, die noch nicht lackiert ist? vor deinem schubladenelement neben der braunen kommode mit den knips könnte ich mir ein kleines expedit gut vorstellen, weiss nicht ob es von den maßen gut passt, vermutich ist es zu breit und das schmale wird zu hoch sein? http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/20135300/, ein paar deiner vorräte vielleicht in gläsern und dann auf die kommode? du siehst was du hast und der platz auf der kommode ist gut genutzt, sowas zum beispiel http://www.ikea.com/de/de/catalog/products/40197622/, man muss auf jeden fall unbedingt die tapete sehen..., liebe mitfühlende grüße von sabine

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  28. Es ist so großartig zu sehen, dass ich nicht alleine auf dem Chaotenplaneten bin.
    Ich habe kein ganzes Nähzimmer, aber wenn ich eins hätte, säh es genauso aus.
    Ich wünsche dir viel Spaß beim Umräumen und was immer du machen magst.
    Aber ganz ehrlich, dieser Post ist seit langem das Authentischste, was ich in Blogwelt gelesen habe!
    Danke dafür!
    Carla

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  29. also nach Sichtung Deines wunderschönen Quilts und vor allem
    nach diesem Outing .... weiß ich ganz sicher, dass es gut war, mich
    unter Deine Zuschauer zu mischen...
    Danke für diesen wohltuenden Post!
    Viele Grüße
    hier aus meinem Chaos
    Car o
    (und wer wirklich Erfahrung mit freibleibenden Arbeitsflächen vorzuweisen hat, melde sich bitte, bitte auch bei mir...)

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  30. Ich fühlte mich von deinem Beitrag auch sofort verstanden. Bei mir ist es auch so, dass das Zimmer kein reines Nähzimmer ist sondern auch noch als Musikzimmer und Gästezimmer dient, das hat den Vorteil, dass das Chaos nur auf maximal einem Drittel des Bodens ausufern kann, weil sonst der Mann einschreitet. Ich hab vor kurzem auch radikal aufgeräumt und kann empfehlen:
    - Stoffe nach Saison und Stofftyp sortieren (Farblich und nach Muster ist zwar schöner, sorgt aber dafür, dass man immer das ganze Regal durchkramt, während man in meinem Fall halt im Herbst nur die HErbststoffe aus den Fächern zerrt und im Idealfall auch nur die Jerseys oder die Webstoffe auf einmal)
    - Für Nähzeitschriften sind Hängeregister super, dafür braucht man aber natürlich einen Hängeregisterschrank - findet man aber auf dem Sperrmüll oder bei ebay-Kleinanzeigen. Und auch hier: Nach Saison und Häufigkeit der NUtzung sortieren.
    - Und dann Ufos aussortieren! Unbedingt. Am besten sofort mit der Schere zu Werke gehen. Was nicht in nächster Zeit fertig gestellt wird SOFORT in brauchbare Stücke zerschneiden den Rest in den Müllsack. Gleiches gilt für Reparatur- und Upcyclingsammlung.
    - Und dann versuchen nach jedem größeren Projekt den Boden aufzuräumen, denn es hilft enorm, wenn man den Boden sieht.

    Ich würd mich auch nicht groß mit optischen Sachen aufhalten. Für mich ist ein Nähzimmer ein Nutzraum und das ganze sollte im Zweifel besser praktisch als schön sein.

    Das IKEA-Schiebedings sieht enorm praktisch aus!

    Liebe GRüße und viel viel ERfolg!

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  31. Boah. Viele Kommentare und Tipps. Ich wollte eigentlich nur sagen, dass ich gleich ins Arbeitszimmer gehe und mal mein nicht mehr so großes Chaos fotografiere. Bis ich dahingekommen bin hat es aber auch ein-zwei Jahre gedauert. Außerdem hab ich einen Mann, der mit mir das Zimmerchen teilt und der penibelst Ordnung auf seinem Schreibtisch hält und die Krise bekommt, wenn ich Dinge bei ihm zwischenlagere.
    Lieben Gruß,
    Simone
    PS: Du brauchst ganz unbedingt ein paar ungestörte Tage um erstmal auszumisten, vorzusortieren und zu überlegen, welche Dinge im Zimmer funktionieren und welche nicht. Die nicht funktionierenden Sachen müssen dann neu überdacht und umgeräumt werden.

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  32. Ich habe die letzten Tage ständig über deinen Post nachgedacht und was ich dir da raten könnte (als hätte ich nicht selbst genug auf dem Schirm, haha!)und sehe jetzt, wie viele Antworten hier aufgelaufen sind. Da verkneife ich mir alles, was schon gesagt wurde, nur eins, was bei mir immer hilft, wenn landunter ist: Die richtige Musik hilft enorm beim Aufräumen (mir Johnny Cash und alter Ska)bzw. Loslegen. Und: Wenn du das, was in den Keller sollst und das, was eh in dne Müll soll GLEICH wegmachst, also jetzt gleich, dann bist du so stolz und zufrieden, dass dich das bestimmt motiviert.
    Das Ikeadings sieht praktisch aus und ich mag die Farbe. Und deine Knips sollten näher an den Schreibtisch , aber jetzt hör ich auf, das wurde bestimmt alles schon gesagt und ich nutze die Zeit, in der die Kinder schlafen lieber sinnvoller.
    Gute Nacht!

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    1. Ach so und mir fiel noch ein: nächste WOche gibt es durchsichtige Plastikboxen in verschiedenen Größen bei Lidl (falls du die nicht boykottierst), das wäre doch was. Kisten sind super!
      Und das mit der 2. Kommode würde ich mir gut überlegen und vielleicht lieber hochbauen? Ein Billy reinstellen, da können auch Kisten und Ordner gut rein und das geht mit Aufsatzregal ggf bis unter die Decke hoch.
      Ach, und: Pinnwand, na klar, da könntest du neue Projekte drauf planen, wobei du überlegen könntest, ob du nicht lieber ein Whiteboard hättest, da kann man flexibler drauf rumkrickeln.
      Und außerdem bin ich neidisch, ich hätte auch gerne so ein Zimmer für mich mit toller Tapete. ^^

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  33. Herrlich dein Beitrag – so kam ich zu dir und bin gleich angeregt worden mein neu eingerichtetes Nähreich zu fotografieren – alles gerade eingestellt in meinem Farbnaht-Blog (http://farbnaht.blogspot.de/ )

    Du hast dir bei vielen Dingen die Antwort schon gegeben – du braucht wohl einen Nähfreien Tag, gute Musik , Schokolade und dann ab ans aufräumen. Am besten noch einen Mülleimer und eine Kamera und dann aussortieren. Ein Stapel für die Tonne, ein Stapel zum Weiterverkaufen/Tauschen.

    Das Stickaggregat würde für mich definitiv auf ein Regal oder in einen Schrank gehören. Und wenn es zwar oft aber nicht ständig gebraucht wird, dann evtl sogar einfach einen Sack nähen und darin einpacken.
    Zu den UFOS- soviele hab ich nicht. Vorallem weil ich ohnehin nicht gern zuschneide und auch gar nicht die Zeit habe mehrere Sachen vorzubereiten. Bin froh wenn die Zeit für jeweils ein Projekt reicht.
    Und wenn es mal was zu reparieren gibt, dann leg ich es auf den Stuhl vor der Nähmaschine – damit es schnell gemacht wird!

    Zu deinen ganzen Stoffen – ich sortiere sie alle nach Farbe und dann auch noch nach Materialart. Als ich mein Zimmer kürzlich neu einräumte, hab ich auch großzügiger aussortiert – auch wenns schwer fällt. Die werden jetzt bald auf meinem Blog erscheinen in der Hoffnung sie finden jemanden der sie mit voller Liebe ganz bald nutzt.
    Das Möbelteil in Blau von Ikea find ich äußerst unpraktisch. Es ist wieder was offenes – hat eine ungünstige Form und verschwendet damit total viel Platz. Einfach, viereckig und eine ordentliche Höhe (für Ordner und Bücher) wäre sinnvoller.
    Im Schrank sehe ich da auch ein paar Bücher – vielleicht passen da auch die anderen aus dem Kleiderschrank-Stoff-Chaos dazu.

    Mach dir eine schöne Atmosphäre und dann rein ins Chaos (ab Mittwoch solls doch schlecht werden)– bitte auf jeden Fall Bilder danach!!!

    Ich schau mich mal auf deinen restlichen Blog so um 

    Schönen Sonntag
    Stefanie

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  34. Ich habe meine Stoffschätze in Schuhschachteln vom Schweden gestopft, denn da sieht man von vorn wenigstens was drin ist. Als es noch ordentlich war *hüstel* sah es so aus: http://amberlight-label.blogspot.de/2011/02/wimpelaktion-nahfreunde-reisebuch_25.html und den Stoffschnispeln (da bin ich dank Knopfmaschine furchtbar und hebe JEDES Restelchen auf) habe ich zuletzt den Kampf angesagt und sie in Stoffkörbe vom Kaffeeanbieter gestopft: http://amberlight-label.blogspot.de/2012/08/scrap-stoffschnipsel-aufbewahrung.html Vielleicht ist ja eine Inspiration für dich dabei ....

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    1. Doch noch ein PS: Was meinst du denn mit "lackieren" bei der wunderschönen Kommode? Doch nicht etwa mit dem Farbpinsel??? *Schüttel* Wir haben vor kurzen einen Sekretär mit ähnlicher Oberfläche restaurieren lassen - Vorher-Nachher-Bilder hier: http://amberlight-label.blogspot.de/2012/06/restaurierung-spatbiedermeiersekretar.html und alles andere wäre an der Oberfläche reiner Frevel gewesen ....

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  35. du hast schon mehrere tipps bekommen, ich fasse mich kurz: ich finde den post spitze, herrlich ehrlich!!! du kannst es auch machen wie ich: lass alles wies ist und mach nen zettel an die tür. ordung ist das halbe leben und ich hasse halbe sachen ;)

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  36. "Kreative Menschen haben keine Unordnung. Kreative Menschen haben überall Ideen liegen."

    Einer meiner liebsten Sprüche. Bin ich froh, dass es nicht nur in meinem Nähzimmer so unordentlich... ähm ideenreich aussieht, sondern auch bei anderen... *g*

    LG Sandra
    von STickFisch

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  37. so, ich hab dann mein chaos jetzt auch endlich mal gezeigt ;-)
    http://bagsnstyle.blogspot.de/2012/10/ungeschminkt-unadorned.html
    liebe grüße von sabine

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  38. Toller Beitrag. Und sooooo beruhigend, dass ich nich alleine bin mit meinem Chaos! Und den Spruch von Sandra muss ich mir jetzt über meinen Schreibtisch hängen ...

    Und hier ein Blick in mein Näh-Papier-Bastel-Büro:
    http://www.miri-d.blogspot.de/2012/10/ungeschminkt-unadorned.html

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  39. Herrlich! So sieht`s bei mir auch immer aus.;)

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