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22.2.17

MeMadeMittwoch am 22.2.2017 mit einer norwegischen Jacke


Dieser Beitrag entstand für den MMM-Blog und ist auch dort zu finden

Herzlich Willkommen zum letzten MeMadeMittwoch im Februar. Ich heisse Katharina und blogge sonst unter sewing addicted.

Den Februar haben wir also fast geschafft und ich bin ganz zufrieden mit ihm. Nicht zu kalt, nicht zu warm (ich kann nur für die Südpfalz sprechen) lässt er viel Hoffnung für einen schönen Frühling ohne erfrorene Obstbaumblüten oder ähnliches. Man muss ja auch an die Landwirtschaft denken um mal ein Loriotzitat unterzubringen.
Die hiesigen Klimaverhältnisse lassen es jedenfalls zu, schon bald an die Zeit nach dem Wintermantel zu denken und da kommt es mir gerade recht, daß ich heute meine norwegische Strickjacke vollendet und schon mal ausgiebig eingetragen habe.


Mit der bin ich auch ziemlich zufrieden. Ehrlich gesagt war es weitaus weniger schwierig zu stricken als ich dachte. 
Gefunden habe ich das Muster bei einer "Mugge" wie wir Musiker sagen. Irgendeine Matthäuspassion ich weiss nicht mehr wo, eine aus Norwegen stammende Bratscherin und ich hatten uns in der Probepause zum Stricken ans Fenster gesetzt und ein bisschen gequatscht. Und während sie ein ebensolches norwegisches Zweifarbenprojekt strickte erzählte sie mir von dieser Jacke, die sie gerade für ihre Tochter gestrickt hatte. (Irgendwo habe ich neulich gelesen, daß Norwegerinnen mit der Fähigkeit Norwegermuster im Steekverfahren zu stricken geboren werden und deshalb auch kaum was in den Anleitungen steht, ach so...). Ich hatte ja auch schon viel gestrickt, aber das hat mich schwer beeindruckt, pulloverübergreifend zweifarbig stricken kam mir wie die höheren Weihen vor. Die paar Blümchen damals bei der Heidijacke hatten mir einige Nerven geraubt. Aber ich wachse ja gern mit meinen Aufgaben und die Jacke hatte es mir gleich total angetan. Ich bat sie um die Anleitung, das liess sich schnell erledigen. Allerdings war die dann selbstverständlich auf norwegisch...


Aber auch das ist in Zeiten des Internets kein Ding, mit ein bisschen einlesen und ein paar Übersetzungshilfen via google liess sich das ganz gut machen. Fast schwieriger war die Überlegung welche Farben ich nehme. Das Original ist schwarz weiss (oder beige), aber das wollte ich nicht. Grau wäre auch gegangen aber letztendlich landete ich bei blau blau und finde die Jacke so sehr schön und universell. Ein bisschen habe ich Lust das Muster nochmal zu stricken, vielleicht gibt es ja doch noch eine in Grautönen. Den Puschelkragen und die Manschetten vom Original habe ich weggelassen, das war mir zuviel. Obwohl es irgendwie schon toll aussieht. 
Nach ein paar Reihen, die anfangs reichlich krampfig und fiddelig waren ging es sehr gut mit zwei Fäden auf einem Finger, die Übung machts! Und das Muster ist -ehrlich!- einfach zu stricken, denn es ist ja in beide Richtungen symmetrisch, d.h. man kann es bald auswendig.


Im Unterschied zu vielen klassischen Norwegenjacken ist diese tailliert und wird mit einem Reissverschluss geschlossen. Das mit der Taillieren hat mir auch ein bisschen Kopfzerbrechen gemacht, denn die Jacke wird eben -klassisch- mit Steek gestrickt, also mit ein paar Hilfsmaschen da wo die Öffnung später sein soll. In der Anleitung heissen die klippemasken (klippem steht da), also Schneidemaschen, aber in Deutschland hab ich bisher nur den Begriff Steek gehört. Man kann also fast bis zum Schluss alles in Runden (nur rechte Maschen) stricken, sehr praktisch. Aber man kann nicht so gut mal zwischendurch anprobieren. Und nach dem Aufschneiden eben auch nicht mehr aufribbeln... Entsprechend aufregend war das dann auch. Zuerst zwei Nähmaschinennähte neben der Mitte nähen und dann dazwischen die Schere ansetzen *zitter* Aber sie passte dann ja doch! Nur ein bisschen lang ist sie geworden.



Und was trägt sie drunter? Dieses Kleid. Eine Variante von Vogue 8701, genäht 2014. Trage ich gerade wieder ganz oft und liebe es sehr. 


Die Fotos entstanden übrigens im frisch renovierten Zimmer vom mittleren Sohn. Grün ist sein Farbe und New York gerade sein Thema, daher gab es ein großes Bild vom Möbelschweden für die z.T. ungestrichene Wand. Gefällt mir sehr gut für ihn.


Hier noch ein paar Details der Jacke. Das Muster wird zentriert gestrickt und an der Seite strickt man eine Art Fake-Naht, auch beim Ärmel. Ganz zu Beginn kommen noch zwei weitere Farben ins Spiel, das gefällt mir als i-tüpfelchen sehr gut.
Gestrickt habe ich mit Drops Baby Merino.
Auf ravelry ist die Jacke hier zu finden. Mit den zu- und Abnahmen habe ich mich ein bisschen an meine Maßen orientiert, ansonsten aber ziemlich genau nachgestrickt. Die Ärmel würde ich beim nächsten Mal weiter machen.


Für den Halsausschnitt habe ich ein paar Reihen glatt gestrickt, umgeklappt und von Hand festgenäht. Durch das überall-zweifarbige ist die Jacke viel dicker als eine einfarbige und hat eine besondere Haptik, sie ist ja auch schwerer. Daher stelle ich sie mir toll vor für draussen, vielleicht schon jetzt wenn man nur kurz rausmuss oder die unvermeidlichen kalten Kirchen in der Adventszeit. Da sind die etwas überlangen Ärmel dann auch schön, wie angenähte Pulswärmer.




16.9.15

MMM am 16.9.2015

Gestern habe ich ein letztes Mal Ignoranz vor dem aufkommenden Herbst geübt, mein jüngstes Sommerkleid getragen. Die Farben sind ein bisschen zu bunt für mich, das kann ich wirklich nur tragen wenn ich maximal braun bin (in meinem Fall ein mittleres beige...ist ja sowieso ungesund).
Daß es nach diesem Wahnsinnssommer dieses Jahr jetzt so schnell geht mit dem Strickjackenwetter hätte ich nicht gedacht. Aber vielleicht wird es ja irgendwann noch ein bisschen Spätsommerwetter geben? Bittebitte!!


Das Kleid ist ein leicht adaptiertes Vogue 1027. Je länger ich meine Kleider nach dem Schnitt trage um so besser finde ich den Schnitt. Er ist wirklich überaus kleidsam und doch so bequem, eine ideale Kombination, wenn ihr mich fragt. Ausserdem habe ich zum Zusammentackern diesmal nur eine Tatortlänge gebraucht.
Den Stoff habe ich im Dänemarkurlaub erstanden, bei Stof2000. Das ist eine Stoffladenkette die in den größeren Städten Dänemarks Butikken hat, ich finde, die haben sehr schöne Stoffe. Sie haben auch eine Onlineshop, allerdings happige Versandkosten ins Ausland. Zur Urlaubszeit war überall Sommerschlussverkauf, da musste ich natürlich zuschlagen.


Mein Stoff ist ein Baumwolljersey mit Elasthan, dicker als alle Stoffe die ich bisher zu Vogue 1027 vernäht habe. Er fällt damit auch etwas anders, aber ich finde es geht noch. Die Viskosejerseykleider sind allein vom Gewicht her schwerer, bzw. der Stoff zieht sich einfach selbst mehr nach unten, dadurch wird der Schnitt regelrecht in die Länge (und damit schmäler) gezogen. Überhaupt sind diese sich langziehenden Viskosejerseys ja irgendwie ein Problem...
Ich hatte hier (aus Stoffmangel) die Rockteile verschmälert und die überschnittenen Ärmel etwas gekürzt. Das fällt jetzt eigentlich kaum auf, aber ich vermute es liegt an dem stabileren Stoff.
Einen Tick länger wäre vielleicht gut gewesen, aber mit Leggings drunter geht es. Für diese Variante habe ich nur 2m gebraucht. Bei Sommerwetter lässt sich das Kleid wirklich gut tragen, mit einem Jäckchen drüber hätte man die Buntheit noch etwas entschärft, vielleicht kommt es ja doch dieses Jahr nochmal zum Einsatz, wer weiss.

Was hier nach, "oh, sie liest eine nette SMS" aussieht ist der verzweifelte Versuch, den Auslöseknopf auf der Fernbedienungsapp zu finden und dabei ein nettes Gesicht zu machen, haha.

Ob heute noch irgendjemand Sommerkleidung trägt könnt ihr hier herausfinden

22.4.15

MeMadeMittwoch am 22.4.2015


Wie schon vermutet trägt so ein ordnender Post sehr zur Motivation bei. Der erste Plan stand ja sozusagen schon vorher fest, ein auberginefarbenes Vogue 1027 war schon lange mein Wunsch und der Stoff auch schon im Schrank. Dazu trage ich ein paar meiner selbstgenähten Leggings, die ich mehr liebe als gekaufte, weil sie in der Taille nicht rutschen. Und neue Birkenstock Madrid an den Füssen, wie so ne Fashion Bloggerin... Haha! Ich fand, ich brauche was für diese Jahreszeit, was schnell an- und ausgezogen ist, womit man gut Garten laufen kann, was nicht die total ugly Plastik-Gartenschuhe sind, und was man aber auch im Haus noch tragen kann. 
Dazu muss man wissen ich HASSE Hausschuhe! Ich trage nie welche, höchstens warme Socken. Und das geht im Sommer Frühling eher nicht mehr.
Ich habe mich bei den Schuhen für welche mit Lederriemen entschieden und versuche nun irgendwie um Blasen und blaue Flecken (echt!) rumzukommen. Heute morgen habe ich schon mit einer Nagelfeile die schlimmsten Kanten entschärft, aber ganz perfekt aka spaziergangtauglich ist es noch nicht.


Zurück zum Kleid, den Schnitt habe ich schon zweimal genäht. Eigentlich trage ich die sehr gerne, aber Modell 1 ist zu groß und Modell 2 landete mal ungeplant in einer Hotelwaschmaschine und taugt seitdem nicht mehr für ausser Haus (schluchz!). Ein neues war dringend angesagt.
Irgendwie scheue ich mich bei diesem Schnitt aber vor dem Zuschneiden der großen Rockteile (ich scheue mich immer vor Teilen die nicht auf die Zuschneidematte passen. Vielleicht sollte ich da mal ein Update machen?) 
Ansonsten ist der Schnitt ziemlich schnell genäht, das fummeligste sind die Falten, die kommen gleich als allererstes. Danach setzt man nur noch zusammen.



Notiz an mich: Nie wieder aus Faulheit keine Taschen drannähen! In diesem Schnitt sind sie sogar vorgesehen und meine beiden anderen Modelle haben sie auch. Nur in einigen anderen Kleidern habe ich aus Zeitersparnis darauf verzichtet um mich schon bei der ersten Anprobe wieder darüber zu ärgern keine zu haben.


Die Lösung mit dem eingenähten Gürtelband hatte ich bei Modell 1 angezweifelt und bei Modell 2 anders gemacht, da ist der Gürtel separat. Das sieht aber auch nicht toller aus, da sitzt der nämlich nie über der Taillennaht. Also habe ich es hier wieder so gemacht wie es der Schnitt vorsieht. Allerdings habe ich den Gürtel gekürzt und unter leichtem Zug angenäht, so sitzt die Taille insgesamt besser.


Am Ausschnitt habe ich einen Beleg zum Verstürzen genommen, den habe ich auch unter Zug angenäht. Evt. war das etwas zuviel, er wirft im unteren Bereich leichte Falten. Ich könnte mir aber vorstellen, daß sich das beim Tragen bald gibt. Viskosejersey ist Viskosejersey und gibt leider im Laufe der Zeit nach... Allerdings habe ich hier eine schöne Qualität, nicht garzu flutschig.

Und jetzt noch schnell zu den anderen auf den MMM-Blog mit einem großen Danke an Susi fürs schnelle und unkomplizierte Einspringen!

3.12.14

MeMadeMittwoch am 3.12.2014 im Annäherungskleid

Willst Du schnell was fertig haben, suche in den UFO-Schubladen!


Reim dich oder ich fress Dich. Irgendwie bin ich immer noch im Aufräummodus und habe neulich mal meine Ufo-Schublade durchgeschaut. Huch, was da alles drin war! Die ganzen zu reparierenden Kindersachen habe ich mal auf den Speicher geräumt, die passen dann Nr.3 irgendwann. Was hatte ich bloss mit denen vor, als der noch nicht in Sicht war?? Gut, daß er das jetzt Alles auftragen kann. Armes Kind, da sind kistenweise alte Kindersachen...


Zurück zu den Ufos, da fand ich auch das Annäherungskleid, ein Vogue 1044, originalverpackt in der Tüte in der es aus Bielefeld wieder nach Hause kam. Ein kurzer Anprobierversuch ergab, daß das Oberteil netterweise passt, trotz Stillbusen, und das mit der Knopfleiste ist perfekt für jetzt, also machte ich mich mal an die Fertigstellung.


Ich hatte damals beim Zuschnitt murks gemacht und der Rock war zu kurz geraten. Im Prinzip fehlte also ein Stück Stoff für die Länge und den Saum, ich hatte aber nur noch ein langes schmales Stück Rand und musste stückeln. Merke: Bei großen Rockteilen zuerst diese zuschneiden und die kleineren Oberteilteile drumrum drapieren, andersrum reicht u.U. der Stoff nicht.


Das mit dem Karomangement war nicht so gut geraten, aber das ist mir jetzt egal.

Ich habe also Streifen im gleichen Rapport Karomuster zugeschnitten, die aneinandergenäht und das unten angesetzt, immerhin die vertikalen Linien vom Muster fortsetzend.



Das zweite unfertige war der Abschluss der Knopfleiste, die endete in Bauchhöhe in einem 20cm langen Schlitz, ohne aussen sichtbaren Verschluss. Was da in den alten Schnittmustern steht ist manchmal etwas seltsam, ich wusste auch garnicht mehr wie es sein soll und war zu faul das SM rauszusuchen..., ich habe jetzt einfach einen Haken innen angebracht und den Schlitz noch ein Stück zugenäht, vielleicht nähe ich da zur Sicherheit noch eine Art Untertritt drunter, das scheint mir das einfachste zu sein. Ein Gürtel wäre auch nicht schlecht.



Ansonsten gefällt es mir sehr gut. Die Raffinesse vom Oberteil geht zwar in dem Karomuster etwas unter, aber hübsch ist es allemal. Der Stoff ist etwas ätzend zu verarbeiten, er lässt sich nämlich kaum bügeln. Die zugeschnittenen Saumstreifen sind regelrecht wieder zusammengeschnurrt als ich sie glätten wollte. Aber das ist wahrscheinlich auch der Grund warum es jetzt schon passt, das crinkle-hafte macht nämlich eine gewisse Dehnbarkeit, sehr nett das.



Heute nach dem Kinderchor gehen wir schön auf den Weihnachtsmarkt (brrr, kalt draussen!!), da zieh ich meinen kuscheligen Gertie-Mantel an und mein Nuvem um den Hals.


Alle anderen versammeln sich heute bei Claudia auf dem MMM-Blog.

19.11.14

MeMadeMittwoch am 19.11.2014


Heute kann ich endlich mal wieder ein neues Kleid ausführen. Zugeschnitten hatte ich es schon vor Wochen, aber schnell schnell wie es manchmal gehen muss hatte ich am Vorderteil vergessen Weite zugegeben und dann vermutet, es könnte so nicht zu meiner stilltechnisch grösseren Oberweite passen. Überprüft hatte ich das aber nicht und so lag das Häuflein abgeschrieben im Nähzimmer.



Bis zum Nähkränzchen letzte Woche, da nahm ich mich seiner doch mal an. Und siehe da, geht doch! Die Knopfleiste so knapp wie möglich gehalten ist es jetzt sogar ziemlich weit an den Seiten.



Es handelt sich um ein Remake dieses Kleides und sogar der Stoff ist ähnlich rustikal kariert. Der ist von Stoff und Stil und lag schon eine Weile hier. Der schnellschnell gemachte Saum (eigenhändig abgepüstert) ist irgendwie doch schief, grrr.




Insgesamt gefällt mir das Kleid aber trotzdem sehr gut! Der Gürtel ist ein Bindeband eines anderen Kleides, passende schmale Gürtel sind eine echte Lücke in meinem Kleiderschrank.


An den Füssen habe ich meine neuen Schuhe von Think. Ich habe ziemlich schwierige Füsse  und bin immer auf der Suche nach verlässlichen Quellen für passende Schuhe (ich habe Hallux Valgus, da passt einfach nicht alles), Think scheint eine Möglichkeit zu sein, heureka!

Ansonsten experimentiere ich mit meiner neuen Kamera, die sich wie man sieht über das Handy fernauslösen lässt. Ganz zufrieden bin ich mit der Fotoqualität die hier auf dem Blog ankommt aber noch nicht, da muss ich noch ein bisschen rumprobieren.

Alle anderen Damen in selbstgerechter Kleidung treffen sich im MMM-Blog bei Nahtzugabe in einem wunderbaren Kleid (bei dem Schnittmuster könnte ich auch schwach werden...)

6.8.14

Auch bei mir: Vogue 1027

Endlich! Jaja, es ist echt ansteckend, der Schnitt ist toll. Aber eigentlich wollte ich schon nach diesem Post von Melleni vom August 2012 dieses Kleid nähen, ich hätte sogar den gleichen Stoff hier. Wann ich den Schnitt gekauft habe weiss ich gar nicht mehr. 
Bei den Einzelschnitten hält mich manchmal dieses fiddelige Schnittpapier davon ab, gleich loszulegen. Ich pause grundsätzlich ab und habe dann den bescheuerten Ehrgeiz, die Bögen wieder in die gleichen Falten zu legen wie gekauft. Jede hat ja so ihren Spleen, gell? Also blieb er halt ungeöffnet, bis 2014.
Dieses Jahr erlebt der Schnitt regelrechte Lemmingqualitäten. Wer war die nächste? Jedenfalls folgten in kurzen Abständen Mema mit mehreren Versionen, Wiebke, ebenfalls Wiederholungstäterin, Grüneblume, Cat natürlich auch und zu guter letzt die ebenfalls schwangere Steffi, die die Babybauchtauglichkeit dann schonmal getestet und für gut befunden hat. (Ich hoffe ich habe keine vergessen)



Ich habe bei meiner ersten Version zur Sicherheit in der Taille eine Größe zugegeben, das hätte es  garnicht gebraucht, es ist ziemlich bequem so. Und auf den Fotos finde ich das Oberteil auch einen Tick zu lang. Komischerweise hatte ich das im Spiegel aber nicht so gesehen.


Leider habe ich meinen Fotografen hier ungünstig dirigiert, ist doch nicht so geschickt leicht von oben zu knipsen.



Im Spiegel sieht es nämlich nicht so misslungen aus. (Das auf dem SW-Foto rechts unten bin übrigens auch ich).


Also habe ich später nochmal mit einem anderen wesentlich kleineren Fotografen eine kleine Session gemacht. Da schien die Sonne offensichtlich in einem ungünstigen Winkel, das ist den kleinen Fotografen aber egal, die haben nämlich gar keine Lust auf fotografieren.


In echt ist der Bauch viel dicker. Oder fühlt es sich vielleicht nur so an? 
Toller Schnitt, tolles Kleid! Ich werde bestimmt noch weitere Varianten nähen. Evt. fasse ich bei der nächsten das Taillenband nicht komplett in die Taillennaht mit ein, den Sinn kann ich nicht ganz erkennen. Wäre es separat könnte man die Taille wirklich betonen. Mal sehen wie ich es mache, vielleicht hinten ein kleines Stück einfassen und den Rest als Band lose lassen.
Den Rock habe ich natürlich auch gekürzt, hat es überhaupt irgendwer in der Originallänge gelassen?
Der schöne Stoff ist aus Berlin aus meinem Maybachufer-Carepaket.

15.1.14

MeMadeMittwoch am 15.1.14


Wie schön, nach dem Wochenende jetzt wieder mit der MMM-Routine zu beginnen!
Ich zeige Euch heute mein Arbeitskleid, so habe ich es getauft. Es ist am Donnerstag Abend letzte Woche fertig geworden, ich wollte für Bielefeld ein neues Kleid haben.
Der Schnitt ist der vom Weihnachtskleid, den ich ja so bequem fand, daß ich das Kleid die ganzen Feiertage über täglich anhatte. Das mir aber am Ausschnitt zu weit geraten war, ich kann das Kleid nur mit Jäckchen drüber tragen was angesichts der kurzen Ärmel aber nicht schlimm ist, ich erwähnte es bereits.

Für dieses Kleid jetzt habe ich den Ausschnitt weiter hoch und die Ärmel weiter runter wachsen gelassen, am Schnitt natürlich, unter Zuhilfenahme des Basisschnitts. Ein bisschen skeptisch war ich schon, ob das so klappen würde (es ist ein Raglanoberteil), die Zweifel waren aber unbegründet, es sitzt ganz hervorragend, kein Zuppeln, keine störende Enge irgendwo. Taschen habe ich ihm auch noch verpasst, Taschen sind jedesmal ein Mörderplus an Kleidern, finde ich.
Ehrlich gesagt kann dieses Kleid vom Bequemlichkeitsfaktor mit meinen Jerseykleidern locker mithalten, macht aber dank des Rockes eine Menge mehr her.
Ich sehe hier schon eine ganze Reihe weitschwingender Lieblingskleider entstehen, einen Streichelstoff mit irre tollem Muster habe ich schon aus dem Vorrat geholt, hach!
Evt. mache ich den Ausschnitt vorne wieder ein bis zwei Zentimeter tiefer bzw. weiter, das müsste auch noch gut gehen. Und ich brauche dringend was zum Aufhübschen an die Schulter, Blümchen oder Broschen, da fehlt noch was im Schmuckkästchen.


Den Stoff habe ich vor einer Weile mal auf dem Stoffmarkt für kleines Geld mitgenommen, es ist irgendein Gemisch (ohne Wolle!), lässt sich mässig gut bügeln und kringelt eine Stunde später wieder munter vor sich hin, das macht aber bei diesem Schnitt nichts. Die eher rustikale Optik mit dem notdürftigen Muster hat mich beim Nähen irgendwie an die Kleider von Daisy (Downton Abbey) erinnert, auch wenn die Kleider dort alle Kragen haben und evt. sogar Biesen, deswegen "Arbeitskleid".

Den Saum habe ich hier mit Schrägband verstürzt und ich finde, daß der dann etwas besser steht als mit der anderen Methode.

Alle anderen finden sich im MMM-Blog bei Julia, die heute einen wunderbaren Rock zeigt. 


14.1.14

Ach, Bielefeld...


Jetzt sind es schon zwei Tage, daß wir aus der Insel der Nähblogger-Glückseligkeit wieder zurück sind. Die Erlebnisse klingen immer noch nach, es war wirklich ein bisschen ein Rausch. (Und es tut mir ehrlich immer noch leid, daß nicht alle da sein konnten, das muss nächstes mal besser werden!!)


Ich kann für mich sagen, ich hatte es mir so vorgestellt. Auch wenn ich vielleicht sogar ein bisschen mehr Vorbehalte hatte (was ja auch ok sein kann), die sich garnicht bewahrheitet hatten.


Bei den wenigen Gelegenheiten bisher, bei denen ich Blogger "in echt" getroffen hatte, war es schon erstaunlich so, daß es kaum Berührungsängste gab und man das Gegenüber irgendwie wirklich kannte und erkannte. Und genau so war es jetzt im großen, wir kannten uns eigentlich schon. Wir kannten die Kleider, wir wussten ungefähr um die Familienverhältnisse und es gab jede Menge zu quatschen, sei es übers Nähen oder über anderes. (Natürlich gab es auch ein paar ohne Blogs, für die ich das so nicht sagen kann, aber ich hoffe mal die haben jetzt auch Lust bekommen)


An zwei Sachen erinnere ich mich noch gut, das fand ich sehr witzig, viele Damen bloggen ja ohne Kopf oder mit verdecktem Gesicht und einige habe ich tatsächlich erst am Körper erkannt bzw. von hinten ('dieser lange Oberkörper, das ist doch...?!!')
Wie schön, jetzt wieder zu Hause noch von mancher die Stimme im Ohr zu haben, wenn ich auf Twitter oder in Blogs etwas lese. Wie schön, noch genauer zu wissen, mit wem man es da virtuell eigentlich zu tun hat. Und wie schön, diese Gemeinschaft erleben zu dürfen, es ist eine, wenn auch die größte Zeit nur virtuell.
Vielleicht hat das Südpfalz-Baden-Zimmer ja seinen Grundstein als zukünftiges Nähkränzchen gelegt, wo wir doch jetzt schon Raum und Bad geteilt haben?!


Sonntags morgens gab es im Raum gegenüber dem unseren noch eine weitere Gruppe, auch alles Frauen in gemischtem Alter, keine Ahnung was das für ein Seminar war.  In der Damentoilette stiess ich auf zwei von ihnen und darauf die eine zur anderen "NOCH so eine Prinzessin!". Und daß wir ja alle so toll angezogen wären, offensichtlich waren sie sehr erfreut von der Gesellschaft die wir optisch darboten. Hat mich amüsiert.


Leider musste ich sonntags schon nach dem Mittagessen fahren, abends hatte ich noch ein Konzert in der Hinterpfalz, auf so eine lange Strecke muss man ja reichlich Puffer einplanen. Es hat alles gut geklappt, ich konnte ein paar Päuschen machen (müdemüdemüde...) und war rechtzeitig in Rockenhausen zum Neujahrskonzert. Am nächsten Morgen hatte ich in meinem Dawandashop (!) eine Nachricht von einer Konzertbesucherin, die sich für das tolle Konzert bedankte. Was für ein Brückenschlag von der Oboistin zum dickenpaulinchen zurück!
Das brannte mir dann für den Rest des Tages ein Dauergrinsen ins Gesicht, ein tolles Wochenende!!!
Danke für die Organisation, Miriam, Susi und Alex! Die anNÄHerung sollte in den Jahresplan daueraufgenommen werden!

 

Achso, genäht habe ich natürlich auch und zwar Vogue 1044 aus diesem Stoff in Leber-rot-kariert.
Beim Zuschnitt hatte ich mich vertan (merke: große Rockteile immer ZUERST zuschneiden.) und ich muss irgendwas an den so zu kurzen Saum basteln. Dann fehlen noch ein paar Druckknöpfe für den Rockverschluss unter der Knopfleiste und dann ist es fertig! Einen schwarzen BH habe ich noch anfangen können, eigentlich ein ganz gutes Ergebnis, das Oberteil von dem Kleid ist nämlich ein echter Zeitfresser. 
Jetzt habe ich aber erstmal ganz akutes Verlangen nach Gerties Mantel. Den hatte Cat dabei, alle haben ihn anprobiert und Claudia hat mir netterweise den Schnitt geliehen. Ich musste dann heute mal eben schnell Stoff kaufen, ihr versteht schon.

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