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22.2.17

MeMadeMittwoch am 22.2.2017 mit einer norwegischen Jacke


Dieser Beitrag entstand für den MMM-Blog und ist auch dort zu finden

Herzlich Willkommen zum letzten MeMadeMittwoch im Februar. Ich heisse Katharina und blogge sonst unter sewing addicted.

Den Februar haben wir also fast geschafft und ich bin ganz zufrieden mit ihm. Nicht zu kalt, nicht zu warm (ich kann nur für die Südpfalz sprechen) lässt er viel Hoffnung für einen schönen Frühling ohne erfrorene Obstbaumblüten oder ähnliches. Man muss ja auch an die Landwirtschaft denken um mal ein Loriotzitat unterzubringen.
Die hiesigen Klimaverhältnisse lassen es jedenfalls zu, schon bald an die Zeit nach dem Wintermantel zu denken und da kommt es mir gerade recht, daß ich heute meine norwegische Strickjacke vollendet und schon mal ausgiebig eingetragen habe.


Mit der bin ich auch ziemlich zufrieden. Ehrlich gesagt war es weitaus weniger schwierig zu stricken als ich dachte. 
Gefunden habe ich das Muster bei einer "Mugge" wie wir Musiker sagen. Irgendeine Matthäuspassion ich weiss nicht mehr wo, eine aus Norwegen stammende Bratscherin und ich hatten uns in der Probepause zum Stricken ans Fenster gesetzt und ein bisschen gequatscht. Und während sie ein ebensolches norwegisches Zweifarbenprojekt strickte erzählte sie mir von dieser Jacke, die sie gerade für ihre Tochter gestrickt hatte. (Irgendwo habe ich neulich gelesen, daß Norwegerinnen mit der Fähigkeit Norwegermuster im Steekverfahren zu stricken geboren werden und deshalb auch kaum was in den Anleitungen steht, ach so...). Ich hatte ja auch schon viel gestrickt, aber das hat mich schwer beeindruckt, pulloverübergreifend zweifarbig stricken kam mir wie die höheren Weihen vor. Die paar Blümchen damals bei der Heidijacke hatten mir einige Nerven geraubt. Aber ich wachse ja gern mit meinen Aufgaben und die Jacke hatte es mir gleich total angetan. Ich bat sie um die Anleitung, das liess sich schnell erledigen. Allerdings war die dann selbstverständlich auf norwegisch...


Aber auch das ist in Zeiten des Internets kein Ding, mit ein bisschen einlesen und ein paar Übersetzungshilfen via google liess sich das ganz gut machen. Fast schwieriger war die Überlegung welche Farben ich nehme. Das Original ist schwarz weiss (oder beige), aber das wollte ich nicht. Grau wäre auch gegangen aber letztendlich landete ich bei blau blau und finde die Jacke so sehr schön und universell. Ein bisschen habe ich Lust das Muster nochmal zu stricken, vielleicht gibt es ja doch noch eine in Grautönen. Den Puschelkragen und die Manschetten vom Original habe ich weggelassen, das war mir zuviel. Obwohl es irgendwie schon toll aussieht. 
Nach ein paar Reihen, die anfangs reichlich krampfig und fiddelig waren ging es sehr gut mit zwei Fäden auf einem Finger, die Übung machts! Und das Muster ist -ehrlich!- einfach zu stricken, denn es ist ja in beide Richtungen symmetrisch, d.h. man kann es bald auswendig.


Im Unterschied zu vielen klassischen Norwegenjacken ist diese tailliert und wird mit einem Reissverschluss geschlossen. Das mit der Taillieren hat mir auch ein bisschen Kopfzerbrechen gemacht, denn die Jacke wird eben -klassisch- mit Steek gestrickt, also mit ein paar Hilfsmaschen da wo die Öffnung später sein soll. In der Anleitung heissen die klippemasken (klippem steht da), also Schneidemaschen, aber in Deutschland hab ich bisher nur den Begriff Steek gehört. Man kann also fast bis zum Schluss alles in Runden (nur rechte Maschen) stricken, sehr praktisch. Aber man kann nicht so gut mal zwischendurch anprobieren. Und nach dem Aufschneiden eben auch nicht mehr aufribbeln... Entsprechend aufregend war das dann auch. Zuerst zwei Nähmaschinennähte neben der Mitte nähen und dann dazwischen die Schere ansetzen *zitter* Aber sie passte dann ja doch! Nur ein bisschen lang ist sie geworden.



Und was trägt sie drunter? Dieses Kleid. Eine Variante von Vogue 8701, genäht 2014. Trage ich gerade wieder ganz oft und liebe es sehr. 


Die Fotos entstanden übrigens im frisch renovierten Zimmer vom mittleren Sohn. Grün ist sein Farbe und New York gerade sein Thema, daher gab es ein großes Bild vom Möbelschweden für die z.T. ungestrichene Wand. Gefällt mir sehr gut für ihn.


Hier noch ein paar Details der Jacke. Das Muster wird zentriert gestrickt und an der Seite strickt man eine Art Fake-Naht, auch beim Ärmel. Ganz zu Beginn kommen noch zwei weitere Farben ins Spiel, das gefällt mir als i-tüpfelchen sehr gut.
Gestrickt habe ich mit Drops Baby Merino.
Auf ravelry ist die Jacke hier zu finden. Mit den zu- und Abnahmen habe ich mich ein bisschen an meine Maßen orientiert, ansonsten aber ziemlich genau nachgestrickt. Die Ärmel würde ich beim nächsten Mal weiter machen.


Für den Halsausschnitt habe ich ein paar Reihen glatt gestrickt, umgeklappt und von Hand festgenäht. Durch das überall-zweifarbige ist die Jacke viel dicker als eine einfarbige und hat eine besondere Haptik, sie ist ja auch schwerer. Daher stelle ich sie mir toll vor für draussen, vielleicht schon jetzt wenn man nur kurz rausmuss oder die unvermeidlichen kalten Kirchen in der Adventszeit. Da sind die etwas überlangen Ärmel dann auch schön, wie angenähte Pulswärmer.




21.10.16

Chickadee Kinderjacke die dritte

Sommerzeit ist Strickzeit und ich habe eigentlich einiges fertig bekommen.
Leider ergibt es sich bei mir in letzter Zeit öfter, daß ich am Ende eines Projektes so dringend das nächste schon anfangen muss, daß das alte unvernäht wie ein ungeliebtes Stück Wäsche in der Tasche versauert. Deswegen kann ich Euch jetzt erst nach und nach die Ergebnisse zeigen.
Über die blaue Jacke hatte ich hier schon geschrieben, es gibt noch einen schönen Schal und eine Jacke für meinen Mann. Heute zeige ich Euch die neue Jacke für Konstantin.


Es ist schon seine dritte, hier ist die erste und hier die zweite. Es mag etwas langweilig erscheinen, dauernd die gleiche Jacke zu stricken, aber mir gefällt das Muster so gut und er trägt sie auch gerne. Diesmal erkannte er sie anhand der Bordüre sogar gleich als seine, obwohl er die Jacke noch nie anhatte und sie grün statt grau ist.


Reste hatte ich jetzt keine mehr, die grüne Wolle habe ich für die Jacke gekauft. Es ist Baby Merino von Drops.


Letzten Sonntag war hier so herrliches Wetter, daß wir erst im Biergarten waren (ok, es müsste eigentlich Weingarten heissen, wir sind schliesslich in der Pfalz...) und anschliessend auf der Alla-Hopp-Anlage in Ilbesheim. Alla-Hopp-Anlagen sind riesig dimensionierte tolle Spiel-und Bewegungsplätze (für jung und alt) von denen hier drei in der näheren Umgebung zu finden sind. Sie sind gestiftet von der Dietmar-Hopp-Stiftung (Stichwort SAP). Die in Ilbesheim wurde erst vor wenigen Wochen fertig und ist wie die zwei anderen die wir gesehen haben total klasse.


Das graue hier ist eine riesengroße Betonskulptur mit mehreren Rutschmöglichkeiten unter anderem durch diesen kleinen Tunnel.


Konstantin ist bestimmt 10mal wieder drum herum hoch gelaufen und runter gerutscht. Und das rothaarige Mädchen hatte eine Weile lang Spaß ihn zu begleiten.




12.10.16

MeMadeMittwoch am 12.10.2016

--Dieser Post erschien im MMM-Blog. Der Vollständigkeit halber erscheint er auch bei mir.--

Herzlich Willkommen zum MeMadeMittwoch am 12.10.2016, ich bin Katharina und blogge sonst unter sewing addicted


Ich zeige Euch heute ein Herbst-Outfit in dunkelblau aus einem Sommerkleid und einer wärmenden Strickjacke. Die Jacke habe ich im Sommer gestrickt, dafür das Kleid erst am letzten Wochenende genäht.
Die Kombi hat sich als sehr angenehm herausgestellt. Eigentlich fand ich es etwas verwegen euch heute ein Sommerkleid zu präsentieren, aber mit der farblich so gut passenden Strickjacke hat es kaum etwas sommerliches und ich habe mich heute sehr wohl gefühlt darin.
Das Kleid ist wie gesagt ganz neu, ich habe es auf der Annäherung-Süd am letzten Wochenende in Würzburg genäht. Ich bin noch ziemlich beseelt vom Nähnerd-Flausch, ach es war wieder toll!
Ich war letzte Woche eigentlich sehr gestresst und dienstmässig sah es auch eine Weile so aus als ob ich absagen müsste, letztendlich konnte ich doch fahren und war so froh daß ich dort war!


Weil bei mir aber alles so knapp war mit der Planung hatte ich nichts rausgesucht oder gar zugeschnitten, nur schnell die Zutaten für zwei Projekte zusammengeklaubt ohne groß drüber nachzudenken. Dieses ist das zweite Kleid das ich genäht habe. Die Stoffe hatte ich im Urlaub in Dänemark gekauft, der gemusterte war eher für Deko oder sowas gedacht, aber allein daß er im Stapel auf dem dunkelblauen lag schrie schon so danach, daß die zwei zusammen gehören. 
Ich habe zwei ältere Sommerkleider, bei denen ich so eine Bordüre aus gemustertem Stoff an den Rock angesetzt habe, die trug ich im Sommer sehr oft, da kann gerne noch eines her, fand ich.


Die Fotos hat ein lieber Kollege im Hof bei einer Freundin gemacht, hier gebe ich wohl noch Anweisungen...


...und lustig war es auch. Nett mit der Mauer und den Wäscheleinen, nicht wahr?


Das Kleid ohne die Strickjacke. Es handelt sich um einen...*trommelwirbel* Knipschnitt! 
Ok, das war klar. Der Schnitt ist von 2011, meine anderen Kleider habe ich 2012 genäht. Wenn sich ein Schnitt so viele Jahre als tragbar erweist ist das doch sehr erfreulich! Der abgepauste Schnitt ist noch aus der Zeit vor den Basisschnittanpassungen, das war mir für dieses Kleid wurscht, die anderen trage ich ja auch so.


Hier noch der Musterstoff von nah, ein Kissen wird der bestimmt auch noch.


Auch die Jacke ist ein Schwesterstück, und zwar zu dieser grauen. Auch die trage ich sehr oft und wollte gerne noch eine solche universelle Jacke in dunkelblau haben. Das Strickmuster ist Gweneth von Cecily MacDonald in etwas kürzer und mit zusätzlichem Muster an den Ärmeln. Gestrickt habe ich Drops Babymerino in marine, die Farbe ist hier aber viel zu grau, dafür sieht man das Muster gut.


24.2.16

MeMadeMittwoch am 24.2.2016

Mein graues Kuschelnuvem ist fertig!


Zur Zeit komme ich viel zum Stricken, zum einen gönne ich es mir ab und zu, einfach auf dem Sofa zu sitzen, zum anderen sind die Nähmaschinen jetzt übergangsweise eingemottet, die Nähecke im Keller wird erst eingerichtet wenn der große Sohn sein Zimmer hat.
Dieses Nuvem, mein drittes (ich habe eins in lila und ein schwarzes) wollte ich unbedingt haben, nachdem ich auf ravelry dieses Projektbild gesehen hatte. Grau ist sowieso meine Lieblingsfarbe und dann noch als ganz zartes Tuch, ein Traum!


Ich habe die gleiche Wolle wie dort verwendet, Drops Lace, das ist das gleiche Material wie die Baby Merino Silk, nur dünner. Die habe ich schon mehrfach verstrickt und trage sie gerne, durch den Seidenanteil ist das Ergebnis etwas schwerer und fällt gut.


Lacegarn an sich ist grauenhaft zu verstricken, finde ich. Das brauche ich nicht noch mal...
Es sind auch einige Fehler im Maschenbild. Ich stricke gerne blind, aber dann sticht man leicht in die Reihe untendrunter ein anstatt in die Masche. Und merkt es natürlich erst 37 Reihen später. Ach und Fäden zieht es auch dauernd. Wahrscheinlich war es auch nicht so gut, das Strickzeug über Wochen in der Handtasche mit sich rumzutragen, naja...

Ich gucke so streng, wie ich mich beim Fotografieren so konzentrieren muss, den Auslöser der Fernauslöserapp zu treffen, das ist vielleicht eine blöde Erfindung, ohne Hingucken geht es kaum...

Jetzt ist es jedenfalls fertig und ich habe beim Dämpfen alles an gezogenen Fäden versucht zurückzuziehen, das unregelmässige Maschenbild liess sich durch Dampf ganz gut gerade ziehen, da ist die große Dampfmaschine echt ein Segen.


Weil ich im Laufe des Strickens die eine Stricknadel für was anderes brauchte und abgeschraubt hatte (wer kennt es nicht) habe ich ab der Mitte des Tuches etwa die Runde mit einer langen Stricknadel gestrickt, das ging erstaunlicherweise gut und half sehr die eine Reihe mit zu großen Maschen zu vermeiden, die unweigerlich an der Stelle entsteht, wo die Nadeln wechseln. Wenn ich das mal früher gemerkt hätte! Ich vermute, man kann nach ein paar cm Tuchbreite mit zwei Nadeln (die ja zunächst fast parallel zueinander verlaufen) alles auf eine Nadel nehmen und muss erst kurz vor Schluss (jedenfalls bei Lacegarn, evt. bei dickem Garn früher) wieder auf zwei gehen. Das macht das Stricken dann wesentlich entspannter. Allerdings entfällt damit das "nur noch schnell die Reihe fertig stricken", wenn ihr versteht was ich meine.


Das Tuch ist wie erwartet schön groß und sehr weich. Es wiegt 200gr, federleicht fühlt sich das aber nicht an, liegt vielleicht an dem guten Fall. Jedenfalls ist es toll und sehr kuschelig!
Darunter trage ich ein uraltes Kleid nach Knip, ein alltime-Favorit für alle Gelegenheiten.





Alle anderen MeMadeMittwochsdamen findet ihr hier. Meike präsentiert heute etwas wesentlich Farben- und Musterfreudigeres als ich!

2.2.16

Wee-Chickadee Jäckchen die Zweite


Sie wachsen ja sooo schnell aus allem raus!
Das Strickjäckchen hatte er wirklich oft an, im Herbst als Jacke, im Winter eher als Pulliersatz. Und er mag sie auch glaub ich gerne, wenn er es findet versucht er es anzuziehen, sehr niedlich!
Da musste jetzt mal die nächste Größe her.


Ich habe versucht viele Reste zu verbrauchen, das türkise und das grüne Garn sind jetzt wirklich leer, bis auf ein paar cm, das hellgraue ist zum Großteil der Rest von meiner grauen Strickjacke, dazu der Rest des ersten Jäckchens. An den Ärmeln hat das nicht gereicht, da kam noch dunkelgrau dazu. Die letzten Reste an den Ärmeln hab ich dann von beiden Seiten angefangen damit die Streifen gleich breit werden. Puh, man strickt und ribbelt, zieht beherzt Nadeln aus unfertigen Teilen, bei so kleinen Teilen geht das ja doch schnell. Am Ende hatte ich allerdings um die 50 Fäden zu vernähen...Und jetzt ist es doch ein bisschen zu kurz geworden, naja. Von dem dunkelgrauen Garn hab ich sogar noch ein bisschen, vielleicht strick ich noch ein paar cm dran.


Mir kam die Größenangabe in der Anleitung ein bisschen knapp vor. Ich stricke zwar immer ein andere Größe als angegeben, weil ich leicht dickeres Garn nehme (Strumpfgarn), aber die cm Längen von den Ärmeln und vom Rumpf habe ich für zweijährige genommen und das war viel zu kurz. Und Konstantin ist ja erst eineinhalb. Also da sollte man genau abmessen oder anprobieren, reinwachsen ist ja eigentlich die beste Option.
Muss ich wohl bald die nächste stricken!


Wolle: Baby Merino von Drops, verschiedene Reste Strumpfwolle
Änderungen: Am Hals- und an den Ärmelbündchen ein paar Maschen abgenommen.

23.9.15

MeMadeMittwoch am 23.9.2015

Leider komme ich zur Zeit so garnicht zum Nähen, warum auch immer. Lamentieren bringt nichts, auch dem Leser eigentlich nicht. Aber ich wundere mich ein wenig und sollte mein Sew-along-Verhalten anpassen, ich schaffe es einfach nicht Termine einzuhalten, Motivation hin oder her! Soviel als Entschuldigung, das hier so wenig passiert.
Immerhin taugt der Mittwoch um Sachen zu zeigen, die schon fertig sind. In den Sommerferien habe ich gestrickt, und Jäckchen Nr. 2 ist inzwischen auch fertig, sogar mit Knöpfen!
Ich liebe es sehr, vor allem wegen der Farbe, grau ist toll!
Sommerferienerinnerung hin oder her, jetzt ist das Wetter für Strickjacken tagsüber. Und Thermoleggings, kein Witz! Letzte Woche trug ich noch Sandalen...


Das Strickmuster hatte ich auch mal bei einem FJKA-Inspirationspost verlinkt, es ist Gweneth von Cecily Macdonald.
Ein ganz schlichtes Jäckchen, gerade geschnitten mit zwei kleinen Zierstreifen neben der Knopfleiste.
Ich habe es etwas kürzer gemacht als vorgesehen. Bei meiner Figur ist es besser es endet etwa auf Taillenhöhe. Ausserdem habe ich an den Ärmelabschlüssen auch noch eine kleine Verzierung eingebaut, ich fand es zu schlicht so.


Gestrickt habe ich mit Drops Baby Merino, eine meiner Lieblingswollen. Pillt zwar recht schnell, aber ich finde sie trägt sich super, ich bin ziemlich wollempfindlich und kann es ausserdem nicht haben, wenn es zu warm ist. Dicker als dieses Garn kann ich im Alltag eigentlich nicht anziehen.
Die Knöpfe finde ich allerliebst, ich habe extra nochmal welche bestellt, sie sind vom Knopfparadies bei ebay.

Darunter trage ich ein älteres Knipkleid, sowas wie ein Alltime-Favorit. Es ist aus lila BW-Stretchjersey von Stoff und Stil. Heute fiel mir auf, daß sich Baumwollkleider längst nicht so schnell abtragen wie Viskosekleider. Das Material bleibt viel länger in Form und die Farbe verflust nicht so schnell (bei Drucken). Dieses Kleid ist von Herbst 2012 und ich trage es oft. Es ist immer noch toll in Schuss und ich habe nicht den Eindruck, es bald aussortieren zu müssen. Manche meiner wesentlich jüngeren Viskosekleider kann ich eigentlich nur noch zum rumlungern anziehen (was ich total schade finde!) Vielleicht sollte ich in Zukunft ein bisschen mehr nach schönen BW-Stretchjerseys schauen.


Alle anderen, angeführt von Karin in einem hitverdächtigen Knipkleid (genau mein Beuteschema!!) im MMM-Blog

22.8.15

Wee Chickadee Strickjäckchen für Konstantin


Ferienzeit ist Strickzeit. Wir waren die ersten Ferienwochen in Urlaub und ich habe die meiste Zeit wenn ich beigefahren bin gestrickt, daß ich darauf nicht schon eher gekommen bin! So war der Großteil dieser Jacke schon fertig, als wir wieder nach Hause kamen. Ich hatte dummerweise das zweite Knäuel grau vergessen einzupacken und musste unterwegs eine zweite Jacke anfangen (für mich), die ist aber noch nicht fertig.
Wieder daheim habe ich dann erstmal diese fertig gestrickt, auch für einen einjährigen ist so ein Wolljäckchen ideal für die jetzt schon kühler werdenden Abende. Wir sind oft auf der Gartenschau bis abends, da gibt es dann auch Picknick wie man sieht.
Und was sieht er knuffig aus mit seiner Vögelchen-Jacke!


Die große Version von Chickadee habe ich schon lange auf meiner ravelry-Favoritenliste, aber auch wenn ich die Jacke sehr schön finde ist sie mir für mich doch zu trutschig. Die Kinderversion ist noch hübscher und solange Konstantin noch nicht darauf besteht, daß entweder Starwars oder Minions-Figuren seine Sachen zieren *augenroll*...
Netterweise passt sie sehr gut, man weiss bei diesen kleinen Größen ja nie so genau wie sie ausfallen und so schnell sind sie rausgewachsen. Ich hatte eine etwas zu große Maschenprobe und habe dann einfach eine Größe kleiner gestrickt, das hat funktioniert.
Die graue Wolle ist von Rödel, irgendwas was aus dem Sortiment genommen wurde, Merinowolle  mit etwas Poly glaube ich. Für die Borte habe ich Wollreste genommen. Die Holzknöpfe sind von einem Afrikastand beim Gemeindefest, da werde ich das nächste Mal noch mehr kaufen, die sind schön und waren ganz billig.


Die Jacke wird topdown gestrickt und ist, abgesehen von den paar Reihen Muster (die bis auf eine immer nur aus zwei Farben bestehen) total simpel. Das Bündchen wird komplett rundum gestrickt, das hat mich erst etwas irritiert. Ich habe es dann doch so gemacht, mit einem sehr langen Strickseil (ich habe dieses Knitpro Baukastensystem) geht es wider Erwarten gut. Nur an den Ecken habe ich aus Versehen zuviele Maschen zugenommen, es aber so gelassen, sind sie halt etwas ausgeprägter. Am Halsbündchen habe ich noch einige Maschen abgenommen, die Beispiele in der Anleitung fand ich etwas weit am Hals.


12.6.15

FJKA 2015- Finale der Herzen

Gleich vorweg: Ich bin nicht fertig. Dabei wollte ich unbedingt, zwei Jäckchen hätte ich Euch heute präsentieren können, wenn, ja wenn...


Also Butter bei die Fische, weiss eine von Euch, wo mein zweiter Ärmel ist?
Ich auch nicht.
Ich stelle fest, der große Vorteil bei Topdownmodellen ist, daß man nicht kurz vor Schluss anfängt Teile zu suchen!! Und wie sauärgerlich ist das denn, da strickt man brav alles fertig, möchte zusammennähen und so weiter, nur noch der Halsausschnitt! Und dann findet sich so ein doofes Teil nicht. Dabei war es doch neulich noch da. Ich suche schon einige Tage und habe ihn irgendwie schon abgeschrieben, für diesen worst case habe ich, best case, immerhin noch genügend Wolle für einen dritten Ärmel da. Immerhin.
Aber stricken konnte ich das jetzt nicht so schnell, am Sonntag wird Konstantin getauft, da gab es die vergangenen Tage einiges zu tun (Stichwort Anlasskleid)


Aber wenigstens ist die blaue Jacke fertig, Victoria! Besiegt habe ich sie letzten Endes wirklich, sie hat mich einiges an Nerven gekostet, war ja schon angefangen, bevor es hier überhaupt losging. Aber dieses komplizierte Muster, was sich nicht auswendig lernen liess. Ich liebe komplizierte Muster, aber es geht einfach nur, wenn man dran bleibt. Einzwei Tage liegen lassen und man braucht eine Viertelstunde für die Recherche, wo man denn nun gerade gewesen war im Musterrapport.




Und dann war ich endlich fertig mit dem Muster, NUR NOCH die Ärmel. Erstmal musste ich Vorder- und Rückenteil nochmal kürzen, das Armloch war zu groß. Und dann Perlmuster...gähn...ich wusste nicht, daß das so lange zum Stricken braucht. Ich kann es schnell stricken, das ist nicht das Ding, aber es wächst nicht so schnell wie glatt rechts.



Einen der Ärmel musste ich auch fast zweimal stricken, weil der erste zu weit wurde (ich will hier wirklich alle Pannen aufzählen, ihr merkt, es). Am Ende habe ich dann eine Knopfleiste dreimal gestrickt, bis ich sie lassen konnte. Und jetzt habe ich, tadaa, einen Knopf zu wenig gekauft. Nicht dass hier noch irgendwas glatt geht, das würde ja nicht ins Bild passen.


Trotzdem mag ich sie jetzt ganz gerne. Sie ist unten vielleicht ein bisschen weit, die etwas leierige Drops Baby Alpaca Silk tut dazu noch ihr übriges, aber das macht mir nicht soviel.
Sie heute bei 30°C über das Blaubeerkleid anzuziehen war schon eine Aufgabe, nur für Euch!
Meine roten Schuhe durften mit aufs Bild, extra für die Taufe gekauft, wunderbar.

 

Vielen Dank an Suse und Wiebke für den motivierenden und unterhaltsamen Knitalong, ohne den ich nie so gut dran geblieben wäre! Die lila Jacke wird hoffentlich auch demnächst beendet werden.
Alle anderen Herzensfinalisten finden sich hier im MMM-Blog