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3.3.15

Rückblick Januar / Februar 2015


Schon wieder zwei Monate um, wie schnell die Zeit vergeht. Langweiliger Spruch, aber ich habe genau ein Jahr Elternzeit genommen und fürchte schon, daß das schneller rum ist als mir lieb ist. Oder bevor ich alle Sachen geschafft habe, die ich mir vorgenommen hatte, uaah! Einiges ist wirklich noch zu tun, mir graut jedenfalls ein bisschen vor dem Dachbodenausbau.
Zurück zum Jahresanfang, Anfang Januar waren wir ein paar Tage in München bei Freunden. Zu fünft bei einer jungen Familie einfallen fällt mir garnicht so leicht, dafür hat es aber ganz gut geklappt. Ich habe eine latente permanente Großstadtsehnsucht, die ich in solchen Tagen durch schlichte Spaziergänge durch die Stadt zu stillen versuche. Aber in Münchens Wohnsituation möchte ich mich umgekehrt nicht so dringend reindenken, an Haus mit Garten habe ich mich schon zu sehr gewöhnt.
Jedenfalls bin ich am zweiten Abend nach einem Tag Deutschen Museum mit dem Kinderwagen noch zum Rathaus gelaufen. Am nächsten Tag haben sie den Weihnachtsbaum dann abmontiert.



Als Mitbringsel für die Münchner gab es eine Wickeltasche. Ich finde sie sehr niedlich, der Zoo-Stoff (A. Henry), hier in Mini, ist einer meiner liebsten.



Beim deutschen Museum ist ein toller Shop, dort gab es J.S.Bach-Plätzchenausstecher. Ausserdem waren wir in dem sehr beeindruckenden Gewürzladen von Herrn Schuhbeck, dort fanden es die Kinder auch sehr spannend, hunderte (?) Gewürze und Mischungen zum Selbstabfüllen in offenen Kisten, wirklich toll!
 Zu Hause habe dann gleich das Plätzchengewürz mit den neuen Ausstechen ausprobiert. Was man nicht sieht, die Plätzchen werden riesig...


Noch eine adventliche Beschäftigung, Sterne falten. Ich habe mir ein neues Buch von Frederique Gueret gegönnt, Funkelnde Fenstersterne, und falte jetzt aus Seidenpapier. Das ist zwar empfindlicher als Transparentpapier, ergibt aber zartere Gebilde bzw. lässt sich im Kleinen z.T. besser falten. Die Sterne von Frau Gieret sind wahnsinnig schön und ziemlich anspruchsvoll, mir macht das großen Spaß!
Ich konnte meine Weihnachts-Sterne bisher noch nicht abhängen, vielleicht falte ich ein paar Frühlingshafte und hänge sie als Osterdekoration auf.



Apropos Sterne, bei meinen Quiltmusterrecherchen stiess ich über den Stern "Swoon", der mir sehr gefällt. Ich hatte keine Lust das Quiltmuster zu kaufen und habe es mir selbst ausgerechnet, mit Hilfe einer Quiltpattern-App (Ja, sowas gibts ;-)) namens "Block Tool"
Wenn man ein paar Details am Block "Dutch Rose" verändert hat man es schon. Zum Ausprobieren habe ich einer Freundin ein Kissen zum Geburtstag genäht. Evt. hätte ich die Kontraste etwas geschickter wählen können, aber sonst ist es sehr schön geworden.



Ein bisschen geflucht habe ich beim Zusammensetzen, ich hatte mir keine Gedanken über die Reihenfolge gemacht und kam dann etwas durcheinander. Den nächsten Block muss ich besser planen, eine Naht in den "E" bezeichneten Quadraten könnte ich mir auch sparen, ach, aus Erfahrung wird man klug!


Für Konstantin habe ich auch einiges genäht, da schreibe ich aber noch einen Extra-Post. Es gab eine Ras-Hose aus dem Nicky-Stoff von Stoff und Stil, ein Shirt aus Streifenjersey. Ausserdem einen Wickelbody aus dem Wolkenstoff. Den Schnitt habe ich zum Wickel-Schnitt umgeändert, das wollte ich Euch genauer zeigen.




Im Februar habe ich angefangen auszumisten, zuerst im Kinderzimmer. Dort haben wir umgestellt, das Stockbett haben wir auseinandergenommen und jedem der großen Söhne einen Zimmerbereich eingeteilt. Es wird jetzt wirklich Zeit daß sie eigene Zimmer bekommen, im Sommer soll es soweit sein. Bis dahin hat jetzt jeder eine Zimmerhälfte mit Regal, Schrank oder Kommode, Bett, Nachtisch und Schreibtisch (den nutzen beide noch nicht). Zum Glück ist das Kinderzimmer so groß, daß es immer noch schön ist. Es gibt dort an einer Wand zwei symmetrisch angeordnete Fenster zwischen die wir ein großes Expedit als Raumteiler stellen konnten. So hat jeder ein bisschen privaten Raum.
Die ausgemusterten Sachen haben wir z.T. bei Ebay vertickt, dadurch gab es jetzt, tadaa! Tablets für die beiden, an die sie durch uns geregelt dran dürfen. Ich hab mich schwer getan mit der Entscheidung, aber bisher durften sie zweitweise an unsre Geräte, jetzt haben sie ihre eigenen, das macht es eigentlich einfacher. Die Geräte sind mit einem Passwort gesichert, ich hätte mir so eine Art Timer-System gewünscht, aber das scheint es nicht wirklich funktionstüchtig zu geben. Ansonsten versuche ich zu schauen was sie da machen und schlage ihnen auch hin und wieder was vor, wenn ich im Netz was schönes finde. So funktioniert es eigentlich ganz gut.

Ausserdem habe ich den ersten Schwung Babyklamotten weggetan, puh, das fällt mir trotz des dritten Kinderglücks garnicht so leicht. Ein paar Sachen habe ich aufgehoben und werde sie bewahren.
Vielleicht ist ja nur dieser erste Schritt komisch, die kleinsten Sachen sind ein bisschen heilig, oder?
Und jetzt habe ich seit 10 Jahren ein paar eindeutige Mädchensachen für den Fall der Fälle, unbenutzt wiederverkauft. Wobei ich das fast am wenigsten schlimm fand.
Hach, er wird auch so schnell groß!

Bei meinen Schnittmustern habe ich auch Großputz gemacht, die Aussortierten wandern demnächst in den Flohmarktblog. Wenn das Einstellen nicht immer so zeitaufwändig wäre, fotografiert habe ich schon alles.



Das Aussortieren hält mich natürlich nicht vom neu kaufen ab, die neue La Maison Victor habe ich stolz im Lädchen vor Ort erstanden und zu Hause genau studiert. Ich finde das Heft sehr ansprechend und eine wirkliche Bereicherung für den Markt. Natürlich ist vieles sehr schnell und einfach zu machen, aber es sind schon ein paar nette Sachen drin, z.B. eine kurze taillierte Jacke mit Reissverschluss, die mir gut gefällt. Auch die Kindersachen sind ganz schön, Julius wollte sofort die Kunstfelljacke haben. Zwischenzeitlich lass man manchmal, daß die Schnitte schlecht konstruiert sind, ich bin auf eigene Erfahrungen gespannt.



Seit ich am 12. Februar das erste Mal im Garten gewurschtelt habe, versuche ich täglich ein Stündchen zu opfern, es macht auch wirklich Spaß (und ist so nötig). Jetzt ist es ja abends etwas länger hell, die ersten Tage hat mir die Dunkelheit dann irgendwann einen Schlussstrich gesetzt. Im hintersten Gartenteil möchte ich gerne Beete anlegen, dort sollen zwischen Kirsch- und Apfelbaum ein paar Beerensträucher wachsen. Bis vor ein paar Jahren wuchsen dort viele, viele wild gewachsene Haselnussbäume, die sehr viel Schatten machten und ausserdem ist mein Mann total allergisch gegen Hasel. Vor zwei Jahren haben wir so gut es ging alles entfernt. Jetzt muss endlich mal Ordnung in diesen Bereich, seit letzten Jahr wuchert dort eine Brombeere, Efeu fühlt sich auch ganz doll wohl und der Boden scheint sehr fruchtbar zu sein, hüfthohe Unkräuter (mit interessanten, magentafarbenen Wurzeln wie ich jetzt bei Rausmachen gesehen habe) gedeihen dort im Sommer ganz prächtig. Da der Boden dort ansteigt wollte ich auch versuchen einzwei Stufen mit Steinen anzulegen, sowas habe ich noch nie gemacht, fühlt sich aber als Idee gut an. Steine, ein ganz neues Material.


Genäht habe ich einiges, u. a. ist dieser Quilt fast fertig, fehlt nur noch die das Handnähen beim Binding, er liegt schon nicht mehr im Nähzimmer. 

Ein anderes Projekt habe ich auch endlich in Angriff genommen, die Familienfotoalben. Es gab in unserem Haushalt nur ein Album von Leopold als Baby, alles weitere an Fotos lag noch in irgendwelchen Ordnern auf Rechnern versteckt. Ein großer Stapel ausgedruckter Fotos lag schon seit Jahren zusammen mit dem passenden Album in einer meiner Schubladen, peinlich, peinlich...Und der zweite saß immer mit dem Babyalbum seines großen Bruders auf dem Sofa, wie muss der sich vorkommen, dachte ich mir. Jetzt wird es also bald neue, weitere Alben geben. Ich bestelle die folgenden allerdings als Fotobuch. Einkleben ist zwar auch ganz nett, aber ich stelle mir ein fertiges Buch schon schön vor, und man kann einfach ein neues bestellen, wenn das Alte durchgefingert ist.

Es gibt echt viel und vielfältiges zu tun, ganz mein Ding, und ich habe großen Spaß daran für alles mal etwas mehr Zeit zu haben als sonst. 
Trotzdem werde ich langsam etwas ramdösig, oder mir fehlt die Musik gerade mehr als noch im Dezember, der traditionsgemäss voll davon ist. Januar/Februar ist musikalisch immer eine sehr ruhige Zeit, schön um sich aufs neue Jahr einzustellen, aber so ganz ohne Dienst ist es doch etwas trostlos. Zum Glück beginnt bald die Passionszeit, ich sollte mal bald mit Üben anfangen.
Und ich freue mich wirklich riesig auf den Frühling, der gerade mit Riesenschritten ankommt. Endlich wieder draussen sitzen, jeder Sonnenstrahl macht die Luft gleich so warm es ist herrlich!

Zum Abschluss des Februars beglückte uns die wunderbare Frau Lotti Katzkowski mit ihrem Besuch. Samstag Abend haben wir zu dritt zwei Folgen Sewing Bee zusammen geguckt, der Traum aller Nähnerds, gell? Hach war das schön!! Nähnerdflausch in real ist einfach das tollste, das entschädigte vielleicht auch ein bisschen für die entgangene AnNÄHerung dieses Jahr.

Sewing Bee, da war doch noch was: Von mir aus darf Neil gerne gewinnen, ich find den toll. Grundsätzlich finde ich zwar die Männer leicht überrepräsentiert in dieser Staffel, ähem, aber gut, ist ja schliesslich Fernsehen. Und Ryan hätte ich gerne noch länger gesehen, schade! Angesehen von Neil habe ich keinen klaren Favoriten, vielleicht mag ich Deborah wegen ihres bunten Stils ganz gerne, hoffentlich bleibt sie uns bis zum Schluss erhalten.

31.12.14

Rückblick November und Dezember

Rückblick November und Dezember

Musik
Nachdem ich mich Anfang des Jahres angesichts des zu erwartenden Nachwuchses darauf eingestellt hatte, ausnahmsweise einen ruhigen Advent mit nur einzwei kleinen musikalischen Aktivitäten hier vor Ort zu verbringen, kam kurz vor knapp noch soviel dazu, daß ich plötzlich doch jedes Wochenende zu tun hatte, huch! Das war natürlich dann schon in Ordnung, sonst hätte ich es nicht gemacht. Nachdem bei den ersten Versuchen diesbezüglich das Hüten bei meinem Mann oder meiner Mutter, ausgestattet mit reichlich abgepumpter Milch und den großen Brüdern als Hilfe, ganz gut geklappt hatte, konnte ich relativ entspannt und wiederum ausgestattet mit der Milchpumpe auch mal einen halben Tag weg sein. Und Spaß gemacht hat es natürlich sowieso.

Zuhause
Klein-Konstantin wird immer süsser. Er kommuniziert unheimlich viel und ist dabei so niedlich, ich kann mich nicht erinnern, daß die anderen zwei das auch gemacht haben. Er freut sich auch sehr, wenn seine großen Brüder mit ihm spielen und kann richtig lachen, wenn einer mit ihm Quatsch macht. Ansonsten ist er nachwievor friedlich, schreit nur wenn er Hunger hat oder müde ist und schläft gut und viel. Natürlich wacht er nachts zum gestillt werden auf, aber das macht mir nichts, da gewöhnt man sich dran finde ich, ausserdem liegt er bei uns im Bett und ich muss nicht aufstehen.
Leopold wickelt inzwischen selbständig und ist eine echte Hilfe, auch Julius versucht aufzuholen, jetzt wo das Baby den Kopf (fast) selbst halten kann, kann er ihn auch rumtragen.

Der Putzplan wird weiter genutzt. Ab und an vergesse ich es zwar, wenn ich tagsüber mit zuviel anderem beschäftigt bin, aber im Großen und Ganzen komme ich so gut zurecht. Ab und an bin ich 4 Tage hintendran, dann suche ich mir von dem Anstehenden das aus, was am Besten passt und mache auch mal zwei Aktionen an einem Tag, völlig konsequent bin ich da jetzt nicht. Ansonsten haben die Feiertage mit Besuch und wenig Zeit alles reichlich durcheinander gebracht, aber es kommt letztlich nur darauf an, im Januar einfach nach Plan weiter zu putzen.

Gebacken habe ich dieses Jahr nicht besonders viel, Stressminimierung und so, Konstantin "vertrinkt" nämlich immer noch reichlich Zeit tagsüber, der kleine Genießer. 
Nachdem letztes Jahr die meisten Sorten eigentlich nur ich gerne gegessen habe (und als ich dann schwanger war niemand mehr, die Dosen überdauerten gefüllt das ganze Jahr. Gut abgelagertes Spritzgebäck, anyone?), habe ich mich dieses Jahr auf eine doppelte Ladung der Familienlieblinge Vanillekipferl und Husarenkrapfen beschränkt, dazu meine Lieblingsplätzchen. Die Kinder sind so vollends glücklich und der Mann und ich ehrlich gesagt auch.
Aufgemotzt mit Spekulatius und ein bisschen Schokolade hat man ausserdem trotzdem einen bunten Plätzchenteller.


Bei den Aufräumaktionen im Frühling habe ich den schmerzlich vermissten Lieblingsadventskalender wiedergefunden, hach!


Als ich in Wiesbaden war, schaute ich bei einem Trödelladen (www.hauspralinen.de) vorbei, den ich schon kannte und habe spontan diese kleine Pyramide erstanden. Der Adventskranz ist seit zwei Jahren (?) der gleiche, ein geschältes Stück Stamm aus dem Garten.



Mein Adventskalender war dieses Jahr der große von Niederegger, für einen Marzipanliebhaber wie mich ein echtes Geschenk. Im Großen ist soviel drin, das reicht fast für zwei.


Zufällig entdeckt habe ich die tollen Chaisorten von David Rio. Ich habe in Bochum bei der Kaffeerösterei Röstart Espressobohnen bestellt (unbedingte Empfehlung für Espressomaschinenbesitzer mit Mühle: Espresso Boulevard!) und brauchte noch was Kleines um über die Versandkostenfreihürde zu kommen. Boah ist das lecker! Zunächst habe ich viel Power Chai getrunken, mittlerweile ist mir der (schnell nachbestellte) Grüne der Liebste. Wer sich eine Mischung aus heissem Gewürztee und flüssiger Weihnachtsschokolade gut vorstellen kann, sollte das unbedingt mal probieren!



Weihnachten haben wir dieses Jahr bei meinem Bruder gefeiert. Dort hängt an einer strategisch günstigen Stelle ein riesiger Spiegel, der mich immer sehr animiert Blogbilder zu knipsen. Hier das Weihnachtskleid mit Weihnachtsstimmung in Aktion sozusagen:



Zu guter Letzt hat uns das Jahr 2014 noch Schnee beschert, wie toll! Letztes Jahr gab es hier garkeinen. Dass er mal ein paar Tage liegen bleibt, ist echt selten geworden.


Genäht
Das Weihnachtskleid, ein blaukariertes Kleid, was ich nochmal ändern werde, das Blumenkleid, die Herbstjacke und die letzten Handgriffe am Annäherungskleid.
Gerade fiel mir auf, daß ich das Blumenkleid garnicht im eigenen Blog hatte, hier also mein sehr geliebtes Jerseykleid in fröhlichem Blütendesign, hab ich nach Fertigstellung oft getragen. Die genaue Beschreibung findet sich auf dem MMM-Blog.
Die wichtigsten Details: 
Stoff, ein dünner Viscosejersey von Stoffe.de
Schnitt aus der Knip 2/14, schon mehrfach genäht.
Das Kleid ist komplett gefüttert, was sich sehr bewährt.





Für Gottesdienste in denen ich im Chor mitsingen wollte habe ich mir einen Mai Tai genäht, so konnte ich das Kind bei mir tragen und die Noten halten ( ;-), ist natürlich auch sonst viel bequemer), das hat ganz gut funktioniert. Wenn ich singe ist er meistens still, das wusste ich schon.
Das Mei Tai-Nähen war anfangs etwas schwierig, ich hatte eine seltsame Anleitung erwischt, aber letztlich hat es gut geklappt und er ist ganz schön geworden.
Für die Familie meines Vaters gab es ein weiteres Hirschkissen. Das war allerdings das einzige selbst gemachte Weihnachtsgeschenk. So insgesamt hatte ich verhältnismässig entspannte Adventszeit, das lag vor allem daran, daß ich mir nicht viel vorgenommen hatte. Bisher gab es nichtmal Weihnachtskarten, vielleicht schreibe ich noch welche mit Neujahrswünschen, aber man kann auch mal ein Jahr beschliessen, sich nicht zu stressen.



Ich wünsche all meinen Lesern einen guten Start und ein gesegnetes neues Jahr!



8.1.13

Instant-Kissen


Es gibt so Tage, an denen muss man sofort und unverzüglich ein meist doch nicht der erhofften Stunde zu erledigendes Projekt dazwischen schieben.
Gestern war wieder so einer, beim Blättern in einem gerade erschienen Katalog (den viele von Euch bestimmt auch gerade bekommen haben ;-)) erspähte ich ein Kissen, was ich haben MUSSTE und zwar JETZT! Zu kaufen gibt es das dort eh nicht, bleibt nur selber machen. Meins sieht jetzt farblich doch etwas anders aus als das abgebildete, aber es ist trotzdem ganz schön geworden. Ich poste jedenfalls mal eine Anleitung, es ist nämlich recht einfach zu machen, man muss nur ein bisschen genau arbeiten, damit es dann auch auf die Hülle passt.

Ich nähe Patchwork immer mit inch-Maßen, meine Lineale sind in inch, das lässt sich besser nähen und rechnen, finde ich. Wer keine hat muss sehr genau messen, schneiden und nähen, ich gebe auch die cm Maße an. Meine Angaben ergeben eine Hülle für ein 50cm-Kissen (20 inch).
Die Nahtzugabe ist 1/4 inch, also 6mm. Eher ein bisschen knapper nähen, meist fressen die Nähte noch ein bisschen Weite und schnell ist es zu klein.

Als erstes suchen wir die Stoffe raus, im Original waren sie einfarbig petrol, toll ist zu dem Muster auch schwarz, dazu einen weissen Stoff oder eben farblich stark abgesetzt. Wenn ich noch eins nähen würde, nähme ich uni-Stoffe und reines weiss, damit wirkt das Muster glaub ich besser als mit den gemusterten. Ich habe sehr innig gestreichelte Stöffchen angeschnitten und mein weisser Stoff ist eher beige oder sowas.



Das Muster besteht aus 16 in sich geteilten Quadraten, daher schneiden wir 16 Stoffquadrate aus, an den Kanten knapp 16cm / gut 6 1/8 inch lang. 8 Quadrate farbig, 8 weiss.



Auf dem Foto sieht man, daß ich eher zwischen dem 1. und 2. Achtel geschnitten habe. Wer Angst hat, nicht so genau schneiden zu können nimmt lieber vielleicht einen cm mehr. Am Ende bildet ein Quadrat 4 Teile, das sind 8 Nahtzugaben, 1 mm mehr "weggenäht" wären schon fast 1 cm weniger Länge am fertiggenähten Quadrat.


Diese Quadrate schneiden wir kreuzweise durch, immer drei oder vier auf einmal, seeeehr genau aufeinander gelegt.




Jetzt haben wir zwei Stapelchen Dreiecke, helle und dunkle:


Die nähen wir an einer kurzen Seite zusammen, immer ein helles und dunkles und zwar alle auf die gleiche Weise, damit wir nicht durcheinanderkommen. Ich habe immer das dunkle nach oben gelegt  und mit dem rechten Winkel voran genäht. Wie gesagt, die Nahtzugabe ist 1/4 inch bzw. 6mm. Vielleicht vorher zur Probe ein Stück nähen und die Naht zur Stoffkante ausmessen.
Wer noch kein PW gemacht hat: Man näht alle Teile einfach am Stück, ohne zu versäubern oder den Faden abzuschneiden. Dann hat man sowas wie eine Wimpelkette. Wenn alle genäht sind kann man die Teile mit der Schere trennen. Achtet darauf, daß ihr beim Nähen nicht am Stoff zieht, die Stoffkanten sind nämlich schräg geschnitten und lassen sich schön dehnen.



Die Nahtzugaben werden zur dunklen Seite gebügelt. Ich bügele nur von rechts, das geht schneller. Beim Bügeln mehr drücken, weniger schieben und garnicht ziehen!
Jetzt immer zwei Teile zu einem Quadrat zusammen nähen, die Nahtzugaben zeigen dabei in verschiedene Richtungen, dadurch lassen sich die Mitten schön aufeinander treffen. Evt. anschliessend mal messen, wie groß sie geworden sind, das Ziel wären 5,5 inch, also etwa 13,8-14cm


Nahtzugaben zu einer Seite bügeln. Jetzt die fertigen Quadrate arrangieren. Ok, wer nur einen dunklen Stoff hat muss sie nur dem Muster gemäss hinlegen. Wer mehrere Stoffe hat, sollte auf eine schöne Verteilung der Muster oder Farben achten.


Jetzt zuerst immer zwei Quadrate zusammen nähen. Ich stapele sie mir der Reihe nach auf, nähe sie in Ketten zusammen und lege sie dann wieder hin wie sie waren. Nahtzugaben zu einer Seite bügeln. Dann die Reihen vervollständigen, Nahtzugaben bügeln.
Jetzt werden die Reihen aneinander genäht, das ist das erste Mal, daß ich Nadeln verwende damit die Nähte auch brav aufeinander treffen. Richtung der Nahtzugaben beim Nähen beachten. Nahtzugaben diesmal auseinander bügeln, sonst wird es an manchen Kreuzungen zu dick.
Anschliessend von links und von rechts nochmal ausgiebig bügeln bzw. drücken ;-).



Fertig ist das Kissentop! Oder wie auch immer man das nennen mag, vielleicht Vorderseite.
Man sollte nun die Nahtzugaben auf der linken Seite irgendwie schützen, ich habe einfach ein Stück weissen Stoff wie ein Futter beim Zusammennähen mit der Rückseite mitgefasst, man könnte auch Vliess oder Volumenvlies aufbügeln. Man könnte dann sogar noch Quilten, also in Mustern oder einfach frei drüber nähen. Hat mir jetzt aber alles zulange gedauert...

Ich wollte gerne um meine Kissennaht rum noch eine Paspel haben, eine ohne Kordel. Dafür habe ich mir die reichliche Länge der vier Kanten als 1 1/4 inch  bzw. 3cm breiten Stoffstreifen zugeschnitten und in der Mitte gefaltet gebügelt. Damit man die Paspel ordentlich im die Ecken kriegt, habe ich folgendes gemacht, zunächst muss die Paspel an der Vorderseite des Kissens befestigt werden (ähnlich wie man bei ersten Annähen des Bindings vorgeht, wer schonmal einen Quilt genäht hat, weiss was ich meine):
An einer Seite beginnen (nicht in der Ecke), am Beginn ein Stück Paspelstreifen unangenäht lassen und dann einfach Schnittkante auf Schnittkante gelegt nähen (NZ auch hier 1/4 inch bzw. 6mm), bis Nahtzugabenbreite vor der Ecke annähen, mit Rückstichen sichern, Faden abschneiden. (Ich nähe hier mit der Rückseite des Kissentops nach oben, damit ich die Nahtzugaben im Blick habe und keine versehentlich umklappe.)


 Jetzt die Arbeit drehen, den Paspelstreifen im rechten Winkel nach oben knicken (dadurch entsteht  auf der anderen Seite eine schräge Falte im Paspelstreifen) ...


...und dann genau auf Höhe der Schnittkante des Kissentops wieder nach unten knicken:



Jetzt diese Seite nähen und zwar wieder genau ab NZ-Breite von der Kante begonnen, also da wo die Naht zuvor aufgehört hat, auch den Beginn wieder mit Rückstichen sichern. So sieht das dann von der anderen Seite aus:


So weiter verfahren bis man am Anfang des Paspelstreifens angekommen ist. Dort die aufeinandertreffenden Stellen bei beiden Streifen markieren, die Enden aufklappen und aneinander nähen und dann fertig annähen.

Dämlicherweise muss man dann die Rückseite des Kissens genauso annähen, also jede Seite für sich und bei den Ecken immer die Falte der Paspel so gut es geht aus dem Weg drücken. Mir ist keine bessere Methode eingefallen, gibt es eine? Das Ergebnis ist jedenfalls sehr hübsch, wie ich finde, ich habe die Nahtzugaben der Ecken ein bisschen abgeschnitten damit die Ecken besser rauskommen.


Ich habe naturfarbenes Leinen für die Rückseite genommen, das sieht man hier garnicht, stelle ich fest, schade, passt nämlich gut. Weiter kommentiere ich die Rückseite jetzt nicht, ich mache gewöhnlich eine mit Knopfleiste, ein Einfachsten wäre sicher Hotelverschluss. Wie man es halt gewöhnt ist ;-) 

Viel Spaß beim Nachmachen!


30.3.12

Geschenke für die Mädels













Im März geht in unserer Familie die Geburtstagssaison los. Zuerst kommt meine Nichte, zwei Tage später deren Mutter, meine Schwägerin. Das ist heute. Dieses Jahr feiern beide einen runden, meine Nichte wird 10!
Beide bekommen von mir ein Kissen, meine Schwägerin zudem eine Tasche (dessen Schnittmuster ich jetzt ENDLICH in Arbeit habe, bald kann ich es vorstellen!)
Der Stoff von dem großen Hirschkissen ist ein Fotoprint von Stoff und Stil, sehr fotogen das ganze.
Der Taschenstoff ist von Anna Maria Horner, ein lange gehütetes Schätzchen. Die Stickdatei auf dem kleinen Kissen von Urban Threads. Den Patchworkstern habe ich vor langer Zeit mal genäht, sollte eigentlich ein Sternenquilt werden, dann gefiel mir die Farbkombi nicht mehr. Als Kissen machen sich die Sterne aber gut.