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15.7.15

MeMadeMitwoch am 15.7.2015

Im Sommer ist bestimmt nicht nur mir nach unkomplizierten, luftigen Kleidern. Solche die man morgens überwirft und nie mehr ausziehen möchte, mit einer leichten Ähnlichkeit zu Nachthemden, jedenfalls von der Bequemlichkeit her. Und ich meine jetzt gar nicht das zarte Fähnlein mit Spaghettiträgern für die ganz heissen Tage sondern eher was für den deutschen Sommer.


Als Kind war ich öfter mit meinen Eltern und einer Gruppe Freunden aus dem Chor in einem großen Haus in Dänemark Urlaub machen. Eine der Frauen trug dort tagein tagaus einen Kaftan, ein bodenlanges Ding mit Ärmeln aus einem bunten Stoff. Irgendwie hat mich das beeindruckt, es ist mir jedenfalls noch sehr in Erinnerung. Bodenlang finde ich allerdings nicht so erstrebenswert, dann wäre es fahrradfahruntauglich und ich wollte ja was für zuhause, hier in Rheinland-Pfalz ist übrigens noch Schule bis Ende nächster Woche.


Ich hatte mir vor drei Jahren schon ein Kleid nach diesem Burdaschnitt genäht (Burda! ich! ja um Himmels Willen), weil ich ein ganz ähnliches im Schwimmbad an einer Frau gesehen hatte. Das trage ich gerne- zuhause und als Nachthemd. Es ist nicht perfekt, aber allein die Häufigkeit mit der ich es anhabe spricht wohl für den Schnitt. Also habe ich mir noch eins genäht, diesmal etwas tauglicher es auch ausser Haus zu tragen.

Weil mir der Stoff zu langweilig war hab ich ein kleines Experiment gemacht und Stoffkreise aus Resten appliziert. Kommentar des Gatten: "Also jetzt sieht es selbstgemacht aus." Ok, macht nix, soll ein Kleid ruhig mal nach Selbstverwirklichungsmutti (oh, böses Wort...;-)) aussehen, mir gefällts.


Der Stoff ist schlichter Singlejersey, keine Ahnung woher, leiert natürlich schnell so ganz ohne Stretch. In der Mitte ein Gummi was es in Form bringt, einen weiteren Verschluss gibt es nicht. Auch die Schleife im Rücken habe ich weggelassen.


Es ist bequem, vielleicht etwas zuviel Material, es könnte schmäler zugeschnitten sein, aber ich trag es schon seit Tagen, da ändere ich jetzt nichts mehr dran, eher nähe ich noch eins.

5.12.12

MeMadeMittwoch 5.12.2012

Heute zeige ich mich im Burdakleid, was ich für Sonntag genäht hatte (ich erwähnte es im letzten Post).
Ich habe den Schnitt Dodo-Kleid getauft, weil Dodo so schicke Versionen davon genäht hat.
Leider liess sich der Kragen nicht so gut fotografieren, der sieht in echt schöner aus, im Foto klumpt die eine Seite so.
(Apropos Foto, eine weitere Location: Das Musikzimmer im Keller. Hier steht ein Deckenfluter, der dankenswerterweise für reichlich Licht sorgt. Da hätte ich auch früher mal drauf kommen können) 


Es ist aus schwarzem Velvet, der grenzwertig dick für den Schnitt ist. Den Stoff habe ich schon so lange hier liegen (war mal für eine Hose gedacht, als ich sowas noch trug...), daß es mir ziemlich egal war, ob das Kleid was wird. Beim Nähen kamen mir dann auch ziemliche Zweifel, aber am Ende war alles gut. Absolut tragbar, das Material ist sehr angenehm (Baumwolle), die Ärmel sind ok, man kann sich bewegen obwohl es figurnah ist. Ich kann sogar radfahren, aber nur wenn ich das Rad zum Aufsteigen sehr kippe (*G*)

Ich habe vor dem Abpausen viel gemessen und geprüft und am Ende oben eine 38 zugeschnitten (zu klein) und nach unten zu sowas wie einer 46 auslaufen lassen (kommt bei dem Schnitt garnicht vor grmpf.). Und wieder frage ich mich, was die bei Burda eigentlich für eine Frau in Größe 42 vor Augen haben. Oben schön Holz vor der Hütten aber GARKEINE Hüfte bzw. Po? Gibts solche Frauen?? 

Also die Änderei hat halbwegs hingehauen, oben war es wie gesagt zu knapp, da habe ich ausgelassen was ging, das Rockteil passt aber gut.
Der Rock ist etwas länger als angegeben, ich habe das Kleid als Konzertkleid genäht und fand kniebedeckt irgendwie zwingend. Wobei ich kürzer schon schicker fände. Die Ärmel sind auf Dreiviertel gekürzt, aber das ist auch der knappen Stoffmenge geschuldet.
Ansonsten ist der Schnitt gut zu nähen. Das Zuschneiden von dem Monstervorderteil fand ich fast am schwierigsten, es passte einfach nicht auf den Tisch...

Schnitt Burdastyle 118A-102012-DL
Nähdauer: Vielleicht drei Stunden
Änderungen: Länge Ärmel und Rock
Würde ich nochmal nähen: Ja, aus etwas weicher fallendem Stoff.
Rote Blume: Selbst zusammengefrickelt vor dem Fernseher.
Stiefel: Kleiderkreisel


Alle anderen im MMM-Blog mit Cat als Vorturnerin in einem wiedermal beneidenswerten Patronen-Kleid.