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29.5.15

Kleiner Rückblick auf März, April und Mai

Völlig unverhofft komme ich heute Abend mal dazu, endlich mal wieder zurück zu schauen. Was ist denn passiert in den letzten Monaten?

Nach der musikalischen Durststrecke Anfang des Jahres beginnt mit der Passionszeit endlich wieder musikalisches Leben. Ich durfte zwei Matthäuspassionen spielen, immer wieder schön. Einmal hab ich bei meinen Kollegen ausgeholfen, ein schönes Hallo so mitten in der Elternzeit.
Das gehütet werden ist für Konstantin fast kein Problem mehr, ist ja auch meist sein großer Bruder dabei, denn er gut kennt.


Nach Ostern konnte ich endlich mal wieder richtig auf eine Chorfreizeit fahren, mit Übernachten und allem drum und dran. Das hab ich ewig nicht gemacht. In meiner Jugend hab ich gefühlt mein halbes Leben auf Chorfreizeiten verbracht, das geht heute natürlich nicht mehr und war nur dank Elternzeit nochmal möglich. Schön wars, fast wie in alten Zeiten! Mit Konstantin, der hat das auch prima mitgemacht. Die beiden Großen waren samt Vater zuhause und hatten Ferien.
Entgegen früherer Gewohnheiten war ich diesmal Kind sei dank immer die erste beim Frühstück *gähn*. Da sitzt man dann immer mit denselben Frühaufstehern am Tisch, dafür hat man schön viel Zeit zu essen und zu quatschen bis zur ersten Probe.
Mitte April bis Mitte Mai hatte mein Mann einen Monat Elternzeit, den anderen nimmt er wenn ich wieder anfange zu arbeiten. Natürlich ist das wunderbar entspannt, wenn beide zuhause sind, wie Urlaub. Eigentlich wollten wir auch einiges im Haus schaffen, aber wie zu ahnen war kam es nicht so richtig dazu. Für dieses Jahr ist wie schon erwähnt der Dachausbau geplant, vor dem Ausbau steht eine neue Dacheindeckung, dazu soll noch eine Photovoltaikanlage drauf, das will alles geplant sein. Irgendwie dauert alles länger als gedacht, das ist eigentlich auch nichts, was man nicht schon aus Erfahrungen anderer hätte wissen können, aber man muss halt erst selbst drin stecken. Irgendwie stört es mich auch garnicht sehr, so kann man jeden Schritt drei- bis fünfmal überdenken und macht vielleicht keine eiligen Schnellschüsse. Nur die schöne Sonne die so völlig ungenutzt (allerhöchstens die Wäsche trocknend) in den Garten bzw. aufs Dach bretzelt, das fuchst mich jetzt schon ein
bisschen...


Im Garten habe ich weiter gewurschtelt, aber es ist eine Sisyphusarbeit. Letztes Jahr kam ich wegen Bauch und dem damit verbunden nicht vorhandenen Kreislauf zu kaum mehr als garnichts, die dringend nötigen Gartenroutinen sind bei uns auch nicht so drin, leider gewinnt er immer mal wieder die Oberhand. Jedenfalls wächst das Unkraut überall besser als das Gepflanzte und an manchen Stellen bricht alles zusammen, respektive an einer Stelle ist die Wandbegrünung ins Beet gekippt, man weiss garnicht, wo man alles wegschneiden soll.
Nachdem ich im Frühjahr tagelang im hintersten Beet eine Brombeere weggeschnitten hatte kommt sie nun schon wieder, böses Untier! Ich hab garnichts gegen Obst, im Gegenteil, aber diese schmeckt überhaupt nicht wir haben es probiert, die muss weg. Der Apfelbaum trägt sehr viele Früchte, wahrscheinlich wirft er noch die Hälfte ab, aber da kommt schon ein Holundertrieb ins Bild meines kleine Rubinettebäumchens, hinfort mit Dir!! Ich werde echt zum Elch bei all dem Gewachse und Gewuchere . Das allerschlimmste ist eine Hartriegelpflanze die sich durch den gesamten Garten schlängelt. Sie verbreitet sich unterirdisch und treibt wirklich ÜBERALL aus. Eigentlich hat man kaum eine Chance, an vielen Stellen kommt man ihr nicht mal mit dem Spaten bei. Ausser Schnippschnapp, alles ab, fällt mir nichts ein, hat jemand einen Tipp? Morgen leih ich mir nen Häcksler für das ganze Gesträuch.


Einiges erfreut dann doch, im April kamen die Tulpen und Narzissen wieder die ich vor eineinhalb Jahren gesetzt hatte. Nicht mehr alle, aber doch noch viele, ein bisschen Verlust scheint normal zu sein. Anschliessend freue ich mich immer schon dolle auf die austreibenden Pfingstrosen und habe folgerichtig noch ein paar weitere gepflanzt. Die werden sicher noch eine Weile brauchen bis sie blühen, aber angegangen sind sie gut. Auch die meisten Hortensien die ich die letzten Jahre gepflanzt hatte entwickeln sich prächtig. Hach, vielleicht wird es ja doch noch was mit dem schönen Garten!
Im hinteren, von der Brombeere gerodeten Beet stehen ein Kirsch- und eben der Apfelbaum, dazu habe ich jetzt Johannis- und Himbeeren gepflanzt, z.T. solche 1,50€-Pflanzen aus dem Supermarkt (schimpft nur, ein Zufallsfund), sind alle gut angegangen, ich verteidige ihren Platz auch sehr vor dem Gestrüpp. Und an die Stelle eines alten Baumstumpfes haben wir ein Hochbeet gestellt, ein letzter Versuch, Tomaten zu halten, ich hoffe es wird was. Die Jahre zuvor kümmerten die Tomaten immer nur so vor sich hin, der Platz war wohl verkehrt, ausserdem ist der Boden insgesamt sehr ausgelaugt, ohne Mengen an Dünger geht kaum was.


Einen ganz anderen Garten haben wir hier in Landau auch noch, die Landesgartenschau (LGS) lockt die Bevölkerung ins professionell angelegte Grün. Es ist aber auch wirklich eine Pracht, die Tulpen waren wunderschön, sind jetzt alle verblüht, jetzt dominiert Allium die Zierrabatten. Wir hatten uns lange nicht dazu entschliessen können, haben aber jetzt doch Dauerkarten, und sind, wer hätte es gedacht, dauernd dort. Es ist wirklich sehr schön dort, ich empfinde es als sehr entspannend. Es stehen viele Stühle oder andere Sitzgelegenheiten (auch Hängematten) rum, man kann es sich gut bequem machen, Picknick einpacken. Die Jungs haben viel zu entdecken, ganz hinten ist sogar eine tolle Skaternbahn.
Da man um die LGS nicht kostenlos parken kann und sie am anderen Ende der Stadt liegt, mussten wir uns ziemlich spontan einen Kinderfahrradanhänger zulegen. Wir hatten keinen, weil wir als die Großen so klein waren, daß wir sie hätten darin mitnehmen müssen quasi fast in der Fussgängerzone gewohnt haben, da braucht man keinen. Ich hatte auch kaum einen Gedanken an so ein Ding verschwendet, bis zum Kindergarten wäre es ja noch fast ein halbes Jahr, da hätte man sich noch was einfallen lassen können (laufen ist von hier keine Option mehr).
Nun gut, Dauerkarten waren gekauft, Auto und Laufen funktioniert beides nicht, also ein Anhänger mit Schiebemöglichkeit, und bitte ein vernünftiges Modell, günstig ist auch anders, und das so hopplahopp, da musste ich erstmal schlucken...
Inzwischen bin ich ganz, ganz glücklich so ein Teil zu haben. Unserer hat eine Aluwanne und taugt daher auch zum Einkaufen. Der zweite Sitz wird es später ermöglichen, ein zweites (Freundes-) Kind mit aus dem Kindergarten abzuholen. Jetzt auf der LGS beherbergt er alles, was man so mitschleppt, von Jacken bis Picknick zu Skateboards, es ist so praktisch! Wir haben uns für die Schweizer Variante entschieden, dieser hier. Mit dem Parkhilferad samt Schiebebügel kommen wir auf dem Gelände der LGS sehr gut zurecht.


Und der Kleinste? Kann endlich sitzen, schon seit ein paar Wochen. Anfangs mussten wir ihn immer sehr abpolstern, weil er irgendwann umfiel, aber jetzt geht es ganz gut. Im Sitze spielt es sich viel entspannter, weil die Spielzeuge nicht dauernd aufs Gesicht fallen... An Krabbeln ist noch nicht zu denken. Neulich hat er sich mal auf dem glatten Boden rückwärts geschoben, das fand er sehr lustig (bis er irgendwo stecken blieb), hat er seither aber nicht mehr gemacht.
Er brabbelt einzelne Silben vor sich hin, gerne auch wenn wir Großen uns unterhalten, offensichtlich möchte er mitreden. Auch sonst ist er ein sehr geselliges, freundliches Kind, mein Goldkind. Er lacht und strahlt viel, es ist eine große Freude!
Was er sehr gut kann, ist essen. Nach einer kurzen Breiphase hat er schnell beschlossen, daß ihm unser Essen besser schmeckt und isst seitdem das normale Essen mit. Das war auch auf der Chorfreizeit sehr praktisch. Für dort habe ich noch Gläschen eingekauft, ich konnte ihm ja nichts kochen und wusste nicht, ob ich bei der Verpflegung etwas für ihn finde. Aber es war kein Problem, er hat alles gefuttert was es gab, das Beste war Polenta mit Spinat gefüllt, das hat er weggeschaufelt wie ein Großer.
Er sitzt in einem am Tisch befestigten Sitz, das ist für so einen kleinen Weltentdecker auch eine tolle Sache. Eine Freundin meinte, ich solle besser unter den Sitz etwas für seine Füsse stellen, wenn die nur runterhängen sei das nicht gut für seinen Rücken. Also steht jetzt ein Hocker unter dem Sitz und Konstantin hat schnell gemerkt, daß er sich da prima hinstellen kann und dann noch besser an all die tollen Messer und Gläser kommt. Was es alles zu greifen und begreifen gibt!


Ich weiss nicht woran es liegt, aber ein gut essendes Kind ist ein glücklich machendes Bild. (Aber auch die nicht gut essenden Kinder werden satt, falls sich jemand jetzt sorgt. Ich kenne einige und sie sind auch alle gesund und munter). Auf der Chorfreizeit gab es beim Frühstücksbüffet Bircher Müsli, das habe ich seither versucht nachzumachen, weil es so lecker war. Ich mache das auf Vorrat, das steht dann im Kühlschrank und hält etwa 2 Tage. NUR zwei Tage, weil Konstantin und ich davon morgens und abends essen...lecker! Konstantin hat immer noch keine Zähne und kann daher nichts zerkauen. Im Bircher Müsli ist der Apfel aber geraspelt, das geht gut. Die ganzen Rosinen kommen unversehrt wieder heraus, hab ich für Euch überprüft ;-). Den in den Rezepten oft erwähnten Honig lasse ich selbstverständlich weg.
Was mir nach den Rezepten nicht so gut gelingen wollte, war die Konsistenz, da habe ich ein bisschen rumexperimentiert. Ich nehme jetzt statt Milch kochendes Wasser zum Einweichen, dann wird es weicher, das mag ich lieber.

Mein Rezept geht so:

Halbe Packung (250g) Bircher Müsli z.B. von Alnatura
zwei handvoll feine Haferflocken
eine handvoll Weinbeeren

oder 
250gr. feine Haferflocken 
zwei handvoll zerkleinerte Nüsse, lecker sind z.B. gehobelte Mandeln
zwei handvoll Weinbeeren
evt. andere Trockenfrüchte, zerkleinert

zusammen in einer Schüssel mit reichlich kochendem Wasser begiessen, dass Wasser sollte knapp drüber stehen, eher etwas mehr, es quillt ja noch auf. Gut umrühren, Wasser nachgiessen.

Anschliessend drei bis vier Äpfel vierteln und raspeln (macht bei mir die Küchenmaschine).
Den Hafer kontrollieren, evt. Wasser nachgiessen, es soll nicht fest sein, über Nacht quillt es noch nach. Den geraspelten Apfel draufgeben, gut 50ml Sahne dazu und evt. einen EL Zitronensaft. Gut verrühren. Über Nacht stehen lassen, die erste Nacht lass ich es auf der Küchenplatte stehen, erst danach kommt es in den Kühlschrank.
Zum Essen kommt dann noch Joghurt dazu, jetzt im Mai schnibbel ich auch gerne noch Erdbeeren rein. Guten Appetit!

Konstantin mag die gehobelten Mandeln  übrigens nicht so, deswegen nehme ich jetzt die Müslimischung, da sind die Nüsse kleiner.

Und sonst habe ich in der Spargelzeit natürlich Spargel gekocht und sonntags auch noch bei meiner Mutter gegessen. Die Spargelzeit muss man ausnutzen.



Ich habe das erste Mal in meinem Leben Lätzchen genäht. Das mir das passieren konnte. Aber hübsch sind sie.


Ausserdem ein Kommunionkleid für Freunde von uns, einige Klamöttchen und viele Windeln für Konstantin.


Ich habe die Strickmaschine meiner Oma gereinigt. Noch läuft sie aber nicht richtig, ich nehme an sie braucht Öl, da muss ich nochmal ran.
Ich hoffe sehr sie zum Laufen zu kriegen, ich erinnere mich, daß meine Mutter sehr viel an ihr gestrickt hat. Wir bleiben gespannt...
Viele Grüße!


16.3.15

7 Monate Konstantin

Mit sieben Monaten

-hat man endlich das mit dem Schnuller kapiert
-spielt man am liebsten mit einer großen Seite Zeitung
-oder mit der Kuschelfleecedecke
-wollen die Füsse das greifen, was die Händchen schon haben
-Apropos Füsse, man kann seine Socken selbst ausziehen, was für eine Hilfe!
-aber mit nackten Füssen geht alles abtasten und wegdrücken besser
-dreht man sich nur zufällig um
-hat man in Bauchlage das Gefühl, es müsste da eine Möglichkeit geben, vorwärts zu kommen, bloss wie?
-trägt man ungefähr Größe 74
-passt man kaum noch in den Babyaufsatz des Kinderwagens
-isst man schon ganz gerne Brei
- muss aber danach dringend gucken, ob noch Milch da ist
-Wasser aus der Flasche ist auch interessant, es läuft aus dem Mund wieder raus.
-beim Abendessen wird das probiert, was die Großen essen, dumm daß man noch keine Zähne hat
-findet man den Garten ziemlich spannend anzuschauen und anzuhören
-hört man der Mama gerne beim Singen zu
-im Notfall auch der Spieluhr


Ich stille wirklich gerne. Man kann sich das ganz gemütlich einrichten finde ich, ein nettes Heissgetränk, was zu lesen (ich nehme da auch Handy oder Ipad, ich gebe es zu), gemütlich auf dem Sofa oder im Bett, hach, schön! Manchmal muss man alles stehen und liegen lassen, weil es für Sohnemann grad soooo dringend ist, aber das hat auch sein Gutes. Endlich mal ein Päuschen machen und wieder zur Ruhe kommen, das hab ich grade die letzten Tage oft gedacht. So ein Geniesserbaby braucht zwar ganz schön lange zum Trinken, aber er ist ja nur dieses eine Jahr so klein. Ich weiss noch genau, daß ich bei beiden großen Jungs nach einem Jahr deutlich aufgeatmet habe und endlich wieder etwas mehr Zeit für mich (für den Haushalt? Och nee) hatte. Und so lang ist das ja nun wirklich nicht. Vielleicht bin ich als ältere Mutter da auch entspannter als ich es selber vor Jahren bei den Großen war. Dieses "schnell wieder rein kommen" (in was auch immer) empfinde ich dieses Mal garnicht mehr so dringend. Das Kind ist da und alles andere kann warten. Lieber einmal mehr geniessen, die Zeit mit dem süssen Baby kommt nicht zurück.
Ich hab es zweimal geschafft, wieder zurück in den Beruf zu kommen, das wird dieses Mal auch klappen. Und auch die sonstigen Beziehungen, Freundschaften und Unternehmungen, wenn sie jetzt ein bisschen auf der Strecke bleiben, es kommen wieder andere Zeiten. Und wie beim Ersten damals nehme ich Konstantin auch gerne mit, wenn ich irgendwohin möchte oder muss, Chorproben, Besuche so wie neulich in Karlsruhe als Lotti da war, das geht auch gut mit Kind.
Ich bin froh, daß es bei Konstantin gut mit dem Stillen klappt, beim Ältesten war das auch so. Aber der Mittlere, ein großes, gefrässiges Kind hat, als er 5 Monate alt war gefunden, er hätte jetzt lieber die Flasche, und damit war die Sache erledigt, komplett. Wahrscheinlich hatte ich auch im Stress mit dem zweiten Kleinkind einfach nicht genug Milch.
Ein bisschen war ich deswegen aber in Sorge wie es denn diesmal klappen würde. Zum Glück ist alles entspannt, das Kind wird satt und liebt es an der Brust zu sein. Das mit der Beikost machen wir wie es kommt, er isst es gerne, Haferbrei, Obstbrei, Karotten mit irgendwas, aber nur soviel wie er grade möchte.

Apropos Beikost, da hat sich in den letzten 7 Jahren ja einiges geändert. Ich hatte nochmal einen netten Termin mit meiner Hebamme zu dem Thema, in dem ich selbstverständlich von meinen Eiswürfelmenüs erzählte. Für Leo und Julius hatte ich immer Einzelsorten Gemüse gekocht und als Eiswürfel eingefroren. Daraus konnte man sich dann ganz praktisch eine passende Mischung zusammenstellen, schnell aufgetaut war es auch noch. Tja, das macht man nicht mehr, wegen des PCB im Kunststoff der Eiswürfelbehälter. Aha. Also Glasgefässe nehmen, Ok....großes Fragezeichen!? Da fielen mir die fiesen kleinen Kuchen von GÜ wieder ein, kennt ihr die?
Das sind so à la american Cheesecake gefüllte Gläschen (ja, richtig, Gläschen!) aus dem Kühlregal im Supermarkt, super lecker und sehr gehaltvoll aka direkt auf die Hüfte zu schmieren. Ein paar Gläschen hatte ich schon gesammelt, die haben eine gute Nachtischgröße fand ich immer schon, zweidrei Päckchen mussten dann noch vertilgt werden, großes Opfer und so, ihr versteht.
Nun werden die Breis also in den GÜ-Gläsern eingefroren und kommen komplett auf den Tisch. Klappt prima. Zum Füttern hätte ich noch eine Empfehlung für die die es interessiert, von Dr. Boehm gibt es ganz weiche Löffel zum Füttern, die finde ich wirklich sehr praktisch. Gerade einem sehr freudigen, zappeligen Baby hat man leicht mal den Löffel an den Gaumen gestossen, das kann hier nicht passieren, der Löffel ist aus weichem Gummi und lässt sich richtig biegen, er ist ganz weich.
Ich habe die Löffel zufällig bei einem Babyshop entdeckt und finde sie super! Beim Auskratzen funktionieren sie dann noch wie ein Geizhals (dieses Ding vom Backzubehör), sie kommen dank der Biegsamkeit nämlich in jede Ecke vom Gläschen.
Ansonsten gibt es ja auch die Methode, die Kinder bei Tisch mitessen zu lassen, das was sie davon schon essen können. Von der Idee her finde ich das sehr gut, aber in der Praxis kann so ein Kind ohne Zähne einfach noch fast nichts essen. Beim Abendbrot bekommt er jetzt minikleine Stückchen Brot mit Butter oder ähnlichem. Aber mehr geht nicht, auch eine Nudel kriegt er nicht klein, da bleibt es beim Probieren. Dann doch lieber gekochter Brei, da hat er mehr davon.




14.1.15

5 Monate Konstantin



Mit 5 Monaten

-schläft man morgens erfreulich lang

-sind Mamas Oberteile zum Einschlafen die beste Kuscheldecke

-erforscht man seine Umgebung mit den nackten Füsschen

-lutscht man an Fingern, Ärmeln, Decken und Hasenohren aber nicht an Schnullern

-liegt man immer noch gerne im Körbchen und inspiziert den interessanten geflochtenen Griff

-liegt man äusserst ungern in der Wiege und zerrt dann an den Vorhängen darin rum

-kann man schon ganz gut ein Spielzeug greifen

-guckt man total aufgeregt den Großen beim Essen zu

-ist man sich noch nicht sicher, ob man den Onkel schon mal irgendwo gesehen hat

-ist man sich sicher, daß man die Kusine noch nie gesehen hat

-findet man das Schäfchenmobile über dem Wickeltisch immer noch höchst spannend

-freut man sich laut, wenn ein großer Bruder Quatsch macht

-freut man sich noch lauter, wenn die Mama die Brust rausholt

-kann man gemütlich eine halbe Stunde mit Trinken verbringen

-ist man nach der halben Stunde Trinken manchmal ganz erstaunt, daß an der Brust auch die Mama dran ist

-mag man immer noch nicht so gerne Autofahren

-hat man schonmal mit dem großen Bruder gebadet

-hat man in drei Tagen problemlos 5 Gottesdienste mitgemacht

-kann man obersüss glucksend Lachen

-ist man ziemlich kitzelig


31.12.14

Rückblick November und Dezember

Rückblick November und Dezember

Musik
Nachdem ich mich Anfang des Jahres angesichts des zu erwartenden Nachwuchses darauf eingestellt hatte, ausnahmsweise einen ruhigen Advent mit nur einzwei kleinen musikalischen Aktivitäten hier vor Ort zu verbringen, kam kurz vor knapp noch soviel dazu, daß ich plötzlich doch jedes Wochenende zu tun hatte, huch! Das war natürlich dann schon in Ordnung, sonst hätte ich es nicht gemacht. Nachdem bei den ersten Versuchen diesbezüglich das Hüten bei meinem Mann oder meiner Mutter, ausgestattet mit reichlich abgepumpter Milch und den großen Brüdern als Hilfe, ganz gut geklappt hatte, konnte ich relativ entspannt und wiederum ausgestattet mit der Milchpumpe auch mal einen halben Tag weg sein. Und Spaß gemacht hat es natürlich sowieso.

Zuhause
Klein-Konstantin wird immer süsser. Er kommuniziert unheimlich viel und ist dabei so niedlich, ich kann mich nicht erinnern, daß die anderen zwei das auch gemacht haben. Er freut sich auch sehr, wenn seine großen Brüder mit ihm spielen und kann richtig lachen, wenn einer mit ihm Quatsch macht. Ansonsten ist er nachwievor friedlich, schreit nur wenn er Hunger hat oder müde ist und schläft gut und viel. Natürlich wacht er nachts zum gestillt werden auf, aber das macht mir nichts, da gewöhnt man sich dran finde ich, ausserdem liegt er bei uns im Bett und ich muss nicht aufstehen.
Leopold wickelt inzwischen selbständig und ist eine echte Hilfe, auch Julius versucht aufzuholen, jetzt wo das Baby den Kopf (fast) selbst halten kann, kann er ihn auch rumtragen.

Der Putzplan wird weiter genutzt. Ab und an vergesse ich es zwar, wenn ich tagsüber mit zuviel anderem beschäftigt bin, aber im Großen und Ganzen komme ich so gut zurecht. Ab und an bin ich 4 Tage hintendran, dann suche ich mir von dem Anstehenden das aus, was am Besten passt und mache auch mal zwei Aktionen an einem Tag, völlig konsequent bin ich da jetzt nicht. Ansonsten haben die Feiertage mit Besuch und wenig Zeit alles reichlich durcheinander gebracht, aber es kommt letztlich nur darauf an, im Januar einfach nach Plan weiter zu putzen.

Gebacken habe ich dieses Jahr nicht besonders viel, Stressminimierung und so, Konstantin "vertrinkt" nämlich immer noch reichlich Zeit tagsüber, der kleine Genießer. 
Nachdem letztes Jahr die meisten Sorten eigentlich nur ich gerne gegessen habe (und als ich dann schwanger war niemand mehr, die Dosen überdauerten gefüllt das ganze Jahr. Gut abgelagertes Spritzgebäck, anyone?), habe ich mich dieses Jahr auf eine doppelte Ladung der Familienlieblinge Vanillekipferl und Husarenkrapfen beschränkt, dazu meine Lieblingsplätzchen. Die Kinder sind so vollends glücklich und der Mann und ich ehrlich gesagt auch.
Aufgemotzt mit Spekulatius und ein bisschen Schokolade hat man ausserdem trotzdem einen bunten Plätzchenteller.


Bei den Aufräumaktionen im Frühling habe ich den schmerzlich vermissten Lieblingsadventskalender wiedergefunden, hach!


Als ich in Wiesbaden war, schaute ich bei einem Trödelladen (www.hauspralinen.de) vorbei, den ich schon kannte und habe spontan diese kleine Pyramide erstanden. Der Adventskranz ist seit zwei Jahren (?) der gleiche, ein geschältes Stück Stamm aus dem Garten.



Mein Adventskalender war dieses Jahr der große von Niederegger, für einen Marzipanliebhaber wie mich ein echtes Geschenk. Im Großen ist soviel drin, das reicht fast für zwei.


Zufällig entdeckt habe ich die tollen Chaisorten von David Rio. Ich habe in Bochum bei der Kaffeerösterei Röstart Espressobohnen bestellt (unbedingte Empfehlung für Espressomaschinenbesitzer mit Mühle: Espresso Boulevard!) und brauchte noch was Kleines um über die Versandkostenfreihürde zu kommen. Boah ist das lecker! Zunächst habe ich viel Power Chai getrunken, mittlerweile ist mir der (schnell nachbestellte) Grüne der Liebste. Wer sich eine Mischung aus heissem Gewürztee und flüssiger Weihnachtsschokolade gut vorstellen kann, sollte das unbedingt mal probieren!



Weihnachten haben wir dieses Jahr bei meinem Bruder gefeiert. Dort hängt an einer strategisch günstigen Stelle ein riesiger Spiegel, der mich immer sehr animiert Blogbilder zu knipsen. Hier das Weihnachtskleid mit Weihnachtsstimmung in Aktion sozusagen:



Zu guter Letzt hat uns das Jahr 2014 noch Schnee beschert, wie toll! Letztes Jahr gab es hier garkeinen. Dass er mal ein paar Tage liegen bleibt, ist echt selten geworden.


Genäht
Das Weihnachtskleid, ein blaukariertes Kleid, was ich nochmal ändern werde, das Blumenkleid, die Herbstjacke und die letzten Handgriffe am Annäherungskleid.
Gerade fiel mir auf, daß ich das Blumenkleid garnicht im eigenen Blog hatte, hier also mein sehr geliebtes Jerseykleid in fröhlichem Blütendesign, hab ich nach Fertigstellung oft getragen. Die genaue Beschreibung findet sich auf dem MMM-Blog.
Die wichtigsten Details: 
Stoff, ein dünner Viscosejersey von Stoffe.de
Schnitt aus der Knip 2/14, schon mehrfach genäht.
Das Kleid ist komplett gefüttert, was sich sehr bewährt.





Für Gottesdienste in denen ich im Chor mitsingen wollte habe ich mir einen Mai Tai genäht, so konnte ich das Kind bei mir tragen und die Noten halten ( ;-), ist natürlich auch sonst viel bequemer), das hat ganz gut funktioniert. Wenn ich singe ist er meistens still, das wusste ich schon.
Das Mei Tai-Nähen war anfangs etwas schwierig, ich hatte eine seltsame Anleitung erwischt, aber letztlich hat es gut geklappt und er ist ganz schön geworden.
Für die Familie meines Vaters gab es ein weiteres Hirschkissen. Das war allerdings das einzige selbst gemachte Weihnachtsgeschenk. So insgesamt hatte ich verhältnismässig entspannte Adventszeit, das lag vor allem daran, daß ich mir nicht viel vorgenommen hatte. Bisher gab es nichtmal Weihnachtskarten, vielleicht schreibe ich noch welche mit Neujahrswünschen, aber man kann auch mal ein Jahr beschliessen, sich nicht zu stressen.



Ich wünsche all meinen Lesern einen guten Start und ein gesegnetes neues Jahr!



30.9.14

7 Wochen mit Konstantin

Heute melde ich mich endlich mal aus der Versenkung. Hallo, ich lebe noch, ich nähe sogar ab und zu schon wieder!
Gefühlt die meiste Zeit liege ich aber gemütlich irgendwo und stille. Dabei kann man gut am Ipad surfen, wie man sieht.


Jetzt ist es schon sieben Wochen her, seit Konstantin auf die Welt gekommen ist. Schön ist es, nochmal ein Baby zu haben, einfach schön! Was für ein Wunder, so ein kleiner Mensch, auch beim dritten Mal.




Und meine kleinen Sorgen, daß irgendetwas in der Schwangerschaft schief gehen könnte waren total unbegründet.
Dafür bin ich wirklich dankbar, fast demütig. Völlig problemlos schwanger zu werden und zu sein ist ja nicht selbstverständlich und ich höre immer öfter von Frauen die es eben nicht so einfach hatten bzw. keine Kinder bekommen können.
Nur das mit dem Gebären klappt bei mir halt nicht so gut, tja. Diesmal war es wie schon erzählt ein geplanter Kaiserschnitt, nach zwei sekundären eine neue Erfahrung.
Und wie war es? Naja, ganz ok. Aufregend natürlich, wenn man halbwegs genau weiss wann es stattfinden wird, finde ich das schon ziemlich nervenaufreibend. Dafür haben sie uns an dem Tag dann solange warten lassen bis mein Adrenalin fast aufgebraucht war.
Leider hat auch diesmal die PDA nicht 100%ig gewirkt, das war im Vorfeld meine gößte Sorge, dafür bekam ich dann eine Portion Dormicum verabreicht die mich für eine Weile ins Land der Träume schickte. Als ich wieder aufwachte waren wir immer noch im OP, aber mein Söhnchen lag schon neben mir, guckte mich mit den neugeborenenkleinen Augen an, fast völlig eingewickelt in ein gelbes Handtuch. Den ersten Schrei habe ich also verpasst, dafür war die OP erträglich, damit kann ich gut leben.
Anders als bei den beiden Sectios zuvor blieb Konstantin die ganze Zeit bei mir, niemand brachte ihn weg und er wurde auch nicht angezogen oder gewaschen. So hatten wir diesmal eine gemütliche erste Kuschelzeit und der arme Kerl musste nach dem Geburts-Schreck nicht auch noch andere Quälereien über sich ergehen lassen.
Daß ein Wochenbett nach Kaiserschnitt kein Zuckerschlecken ist, wusste ich ja schon. Ätzend, mehr oder minder ans Bett gefesselt, bis man sich halbwegs fortbewegen kann dauert es Tage... Nach 4 Tagen konnte ich nach Hause, wollte dort aber auch nur im Bett bleiben.
Am ersten Tag an dem ich mich ein bisschen besser fühlte bekam ich abends hohes Fieber, das kam leider immer wieder und die Hebamme schickte mich dann noch mal ins Krankenhaus. Dort haben sie mich dann erwartungsgemäss gleich dabehalten. Sie haben mich von Kopf bis Fuss untersucht, Blut abgezapft und geschallt und geröntgt, so ganz genau wusste niemand woher das Fieber kommt. Zwar wurden irgendwann ein paar Keime gefunden gegen die mir eine Antibiose verabreicht wurde, aber so richtig besser wurde es davon auch nicht. Irgendwann saß ein Internist oder Chirurg bei mir und meinte, das Fieber könnte auch einfach eine Reaktion des Körpers auf die Operation sein, ohne daß da gleich eine  Entzündung oder sonstwas dahinter stecken muss. Ich vermute, daß es das gewesen ist.
Nach 10 Tagen war das Fieber weg und ich durfte endlich nach Hause. Und zwei Tage später ging die Schule für die zwei Großen wieder los und mein Mann musste wieder arbeiten. In solchen Momenten bin ich einfach nur froh hier inmitten meiner Familie zu wohnen.

Konstantin hat das alles tapfer mitgemacht, eigentlich glaube ich er hat die Ruhe im Krankenhaus sogar eher genossen. Beim zweiten Mal war ich zum Glück alleine (zeitweise mit meinem Mann) im Zimmer, da hatten wir es eigentlich ganz nett, vom Fieber und vom Essen mal abgesehen... (wie man von dieser Kost als stillende Mutter sich selbst und sein Kind satt kriegen soll weiss ich nicht, eins der Mittagessen hatte nur 180kcal (!!) , das ist bei der Brigitte Diät ein besserer Snack oder so).
Wieder zu Hause hat dann ein paar Tage die Narbe noch geschmerzt aber dann ging es mir gut.
Und ich kann kaum sagen wie toll es ist, wenn man nach so langer Zeit endlich wieder mobil das erste Mal mit Kinderwagen in die Stadt marschiert, fast eine Offenbarung!
Jetzt haben wir uns einigermassen eingelebt, Konstantin hat einen ungefähren Schlaf- und Trink-Rhythmus und ich bin garnicht so übernächtigt.
Seine Brüder lieben ihn nachwievor sehr. Beide stürzen sofort zu ihm, wenn er schreit, das ist sehr praktisch. Und sie versuchen auch ihn zu bespaßen, was er zumindest sehr aufmerksam verfolgt. Der große Große hat ihn sogar schon mehrfach in den Schlaf getragen, toll, oder? Mit rumlaufen und Lieder singen, wie aus dem Bilderbuch.
Nur alles was mit Windeln zu tun hat ist sehr iihh und bäh, soweit habe ich sie leider noch nicht, das wäre aber auch zu schön.

Kurz vor der Geburt haben wir endlich unser Equipment ausgepackt, es war ja alles aufbewahrt auf dem Speicher. Das meiste musste ich nur waschen, den Wickelauflagenbezug musste ich eine Weile suchen, das Regal über der Kommode hing noch bei den Jungs im Zimmer, der Kinderwagen stand in der Garage.
So sieht jetzt unsere Wickelecke aus, sie steht im Nähzimmer das direkt neben dem Schlafzimmer ist:




Genau diese Kombination hatten wir bei den Jungs auch schon. Ich fand es sehr lustig wie vertraut alles ist und freue mich daß es mir immer noch gefällt. Die Kommode heisst glaube ich Forhöja, die hatte ich vor 9 Jahren leicht weiss lasiert. Der Holzaufsatz ist von einer anderen Wickel-Kommode, den habe ich geerbt und ebenfalls weiss lasiert. Besonders stolz war ich auf das Regal, das habe ich nämlich selbstgebaut. Eine Weile habe ich auch gerne mal mit Holz gearbeitet, aber sehr dilettantisch...
Den A*gelcare Windeleimer hatten wir angeschafft als beide großen Jungs Wickelkinder waren und es im Kinderzimmer geruchstechnisch nicht mehr auszuhalten war, ähem. Da ist so ein Teil, teure Plastikfolienpacks hin oder her, echt ein Segen. Bei dem Modell wird nicht jede Windel einzeln "abgedreht", der Folienverbrauch hält sich also zumindest längenmässig in normalen Grenzen.

Ein eigenes Zimmer braucht so ein Säugling ja erstmal nicht, schlafen tut er im Schlafzimmer, in der Wickelkommode sind seine Sachen drin, ansonsten ist das Kind immer da wo die Familie ist. Dafür gibt es eine Wippe, den Stubenwagen für unten, einen Korb habe ich auch noch, darin liegt er wenn ich ihn mit ins Bad nehme. Leopold hatte bis zum Auszug aus der ersten Wohnung kein eigenes Zimmer, da war er zwei Jahre alt, das hat bis da auch niemand vermisst.
Zugegebenermassen planen wir aber für nächstes Jahr hier im Haus einen mittelgroßen Umbau.


Das ist die Wickelauflage von I*ea, den Bezug habe ich genäht, ich mag das Kind nicht mit nackter Haut auf Plastik legen. Das Mittelteil ist aus einem Handtuch, die Ränder aus Leinen und altem Bettwäschestoff. Die Rückseite ist einfarbig mit Klettverschluss. Damit es nicht so schnell dreckig wird legen wir ein Moltontuch drauf was ausgetauscht bzw. erstmal umgedreht wird, wenn Flecken drauf sind.

Für das untere Stockwerk haben wir aus Familienbestand diesen Stubenwagen bekommen. Im 70er Jahre lüla Blümchen-Original in krähm mit güldenen Knöpfen und schmiedeeisernen Details konnte ich ihn aber leider nicht ertragen.

vorher:

Mit geruchsarmen Sprühlack habe ich das ganze Gefährt weiss lackiert und meine Mutter hat dann netterweise die Gardinen erneuert, der Stoff ist aus meinem Stoffschrank und war vom Maybachufer.
Das süsse Häkelmobile war ein Geschenk.
nachher:



Jetzt hoffe ich auf ein bisschen Nähzeit nachher, vielleicht klappt es dann morgen mit dem ersten MMM-Beitrag in neuem Gewand, drückt mir die Daumen!

18.8.14

Konstantin ist da!

Wir sind sehr glücklich über die Geburt von Konstantin!
Wie geplant wurde er am 12.8. per Kaiserschnitt geholt, brachte 3720g bei 52cm auf die Waage und ist gesund und munter. Jetzt geniessen wir (soweit das nach Kaiserschnitt ein Genuss ist) das Wochenbett als Kuschelzone. Konstantin ist ein zufriedenes Baby mit reichlich Appetit, sehr verschmust und hat ein großes Ruhebedürfnis. Nach all den Strapazen geht es mir genauso, da bleiben wir zwei einfach noch ein paar Tage im Bett.
Seine großen Brüder sind mächtig stolz und vor allem der jetzt mittlere möchte ihn glaube ich am liebsten ganz alleine für sich haben. Zum Glück stört der Kleine sich nicht an dem Trubel seiner großen Brüder, das kennt er schliesslich schon aus dem Bauch.
Jetzt freuen wir uns auf das Leben zu fünft!
Sehr verliebte Grüße von Katharina

4.8.14

Rückblick Juli und nochmal Schwangeren-Themen

Selten war ich so erleichtert, endlich den August erreicht zu haben. Dieses Jahr hatten wir erst sehr spät, am 25.7. Schulende und die erste Woche Ferien hatte mein Mann dann noch Dienst, seit gestern hat auch er Urlaub, heureka! Am Freitag habe ich mich ein letztes Mal in den Supermarkt geschleppt, bei dem schwülen Wetter eher eine Tortur, die letzten Tage vor der Geburt möchte ich jetzt einfach mal alle viere von mir strecken (bzw. mit den letzten Vorbereitungen fürs Baby verbringen, das meiste ist getan) anstatt trotz nicht vorhandenem Kreislauf für Kinderbespaßung und Haushalt zuständig zu sein.
Weder mein Mann noch ich können uns den Urlaub einfach nehmen, Theater und SWR-Chor haben im Sommer Pause, die wird vom Arbeitgeber festgelegt. Insofern ist der Geburtstermin in den Ferien natürlich sehr praktisch.
 Bei den Jungs war das übrigens auch schon so, die haben beide im Juli Geburtstag, genau eine Woche nacheinander. Das ist jedes Jahr nicht ganz so einfach für den Großen der erst als zweiter dran ist. Dieses Jahr haben wir die Familienfeier auf den ersten Termin gelegt und wir handhaben es schon seit ein paar Jahren so, daß er dann auch schon einen Teil seiner Geschenke bekommt, sonst wäre es einfach nicht auszuhalten (für ihn und für uns...). Auch die Kindergeburtstage haben wir an einem Termin abgehalten, die Kinderschar war dadurch zwar größer aber es war ok, die Hälfte der Zeit waren die Jungs draussen unterwegs, so hielt sich der Stress in Grenzen.

Sieben und neun sind die Zwei jetzt schon. Gerade beim Großen muss ich jetzt oft an die ersten Wochen denken, mein erstes Baby, zwei Jahre hatte ich den ganz alleine. Das dritte wird jetzt in eine ganz andere Familienumgebung hineingeboren, der Kleine ist dann der Mittlere, auch wenn er dafür zum Glück schon recht groß ist. Ich bin sehr gespannt wie sich das alles auf die Familienkonstellation auswirkt.

Für die Jungs ist ein Schuljahr zu Ende gegangen. Leopold hat es gut gemeistert wie die Jahre zuvor auch. Er geht gerne zur Schule und ist ein relativ ordentliches Schulkind. Leider hat er keine ganz einfache Klasse erwischt und ich bin froh, daß für ihn nach den Ferien das letzte Grundschuljahr anbricht. Er selber sieht es glaub ich garnicht so, aber gerade jetzt wo Julius auch zur Schule geht, in einer Klasse in der er sich mit vielen anderen Jungs verabreden kann, sieht man deutlich den Unterschied zu Leopolds Klasse, wo nur einzwei dafür in Frage kommen. Zum Glück ist er den Freunden ausserhalb der Klasse sehr treu.

Julius hat das erste Jahr überstanden, einfach war es nicht. Sein Zeugnis ist genau wie ich es erwartet habe, wenn er möchte kann er gut mitmachen, aber er möchte halt nicht immer, bzw. nicht so oft. Dazu ist er in allem Fortbewegen so langsam, daß er es auch z.B. bei pünktlichem Abliefern an der Schule noch schafft, viel zu spät am Klassensaal im 1. OG anzukommen. Und einiges andere, was die Lehrer stört. Es gibt Momente, da packt ihn plötzlich der Ehrgeiz, er weiss nämlich daß er in vielen Bereichen ziemlich fit ist, aber die Rolle als Klassenclown gefällt ihm auch sehr gut. Ich versuche mich in allem darauf Einfluss zu nehmen sehr zu bremsen, zum Einen kann ich garnicht kontrollieren, was er in der Schule macht, das muss ich glaube ich auch nicht, zum Anderen bin ich auch bei ihm ziemlich sicher, daß er seinen Weg finden wird. Er ist mit sehr großen Portionen Kreativität und Selbstbewusstsein ausgestattet, dumm nur, daß es dafür (noch) keine guten Noten gibt.

Mit Julius Klasse hatten wir ein sehr nettes Grillfest zum Ende des Schuljahres, einige der Familien kenne ich schon seit Jahren und wir verstehen uns gut. Trotzdem kommen da auch immer wieder diese nervigen Gespräche über die Leistungen der Kinder auf, gleich in der ersten Klasse soll alles funktionieren und einige Eltern wollen sehr genau wissen, was ihr Kind wie gut macht. Ich muss mich im Moment noch oft innerlich zurückhalten, nicht zu genau hinzuschauen und mir selber sagen, daß ich meine Kinder nicht mit den anderen vergleichen sollte und daß sie das schon hinkriegen werden. Ich finde, daß sie Dinge die sie lernen sollten selber erkennen müssen und es deshalb nichts nützt, wenn ich ihnen z.B. jeden Tag den Ranzen kontrolliere, denn das Ziel sollte wohl eher sein, daß sie das selber tun. Und daß es nicht wichtig ist, ob die Jungs jetzt zu den Besseren in der Klasse zählen oder nicht.
 Ich persönlich finde Noten ziemlich unwichtig, ich möchte Vertrauen in meine Kinder haben, daß sie ihren Weg schon machen werden. Wahrscheinlich liegt das auch daran, daß ich selbst einen Beruf habe in dem meine Schulnoten völlig nebensächlich waren. Viel wichtiger finde ich, daß sie selbständig Entscheidungen treffen was sie tun möchten und sich für Dinge interessieren, die ihnen am Herzen liegen. Ganz ohne Lenken funktioniert das natürlich nicht, aber bisher habe ich damit gute Erfahrungen gemacht.
Beeindruckt hatte mich z.B. diese Geschichte: Julius hatte einen S-Fehler, also er hat gelispelt, deswegen waren wir bei der Logopädin und er hatte schnell raus, wie das "richtige" S funktioniert. Nur benutzt hat er es auch danach freiwillig nicht. Wenn wir ihn darauf hingewiesen haben konnte er es mühelos einbauen, aber nach zwei Minuten hatte er das natürlich wieder vergessen. Damals war er noch in der Ganztagsschule und so hat den lieben langen Tag niemand etwas bezüglich seiner Aussprache zu ihm gesagt und zu Hause haben wir auch nicht dauernd Acht gegeben, es geht halt mal unter im Familienalltag. Ich hatte mir schon vorgenommen mich evt. um ein neues Logopädierezept zu kümmern, das ist jetzt einige Monate her. Vor einigen Wochen hat er dann plötzlich ohne äusseres Zutun angefangen, nur noch richtiges S zu verwenden, von einem Tag auf den anderen, ohne wieder ins Lispeln zurückzufallen. Weil ich nicht gleich was gesagt habe, hat er mich am zweiten Tag gefragt, ob mir denn garnichts auffiele? Ich hatte es tatsächlich nicht gleich realisiert. Seitdem lispelt er überhaupt nicht mehr, einfach so, ohne dass wir weiter darüber gesprochen hätten! Ehrlich gesagt bin ich fast stolzer darauf, daß er mit noch sechs Jahren von sich aus solche Entscheidungen fällt und die dann auch umsetzt.




Genäht
An der Nähmaschine saß ich leider wenig, irgendwann merkte ich zum Glück  wie entspannend auch langweilige Sachen sein können und daß ich das noch ziemlich gut machen kann wenn ich kleine Sachen nähe, die nicht dauernd gebügelt werden müssen zwischendrin. Also habe ich ausser diesem Kleid einige Unterhosen genäht, für die Kinder und für mich, toll, gell? Ausserdem ein weiteres Nachthemd wie dieses hier (s.u.) und vor ein paar Tagen noch einen Morgenmantel nach einem abgewandelten Knipschnitt an den ich Ärmel gebastelt habe.


Der ist mehr eine Notlösung, ich habe lange nach passenden Stoffen gesucht und jetzt ist der Aussenstoff vielleicht einen Ticken zu steif, dafür gefallen mir die Muster sehr gut in der Kombination. Passen tut er zur Zeit noch nicht, da ist der Bauch einfach zu groß. Könnte auch sein, daß ich die Gürtelschlaufen zu tief angesetzt habe, aber das wäre ja nur eine kleine Änderung.




Gestrickt
Auch hier wurde Fussball geguckt und auch ich habe dabei gestrickt, nur war kurz vor Schluss irgendwie die Luft raus. Es fehlen zwar nur noch ein paar Kleinigkeiten, aber so liegt sie jetzt schon seit Wochen rum. Die Jacke ist von oben nach unten gestrickt und ich hätte sie gerne etwas länger muss also unten nochmal aufmachen, ausserdem müssen die Taschen innen noch gestrickt werden und dann könnte ich die Fäden vernähen. Wann mache ich das? Bald wahrscheinlich.



Es handelt sich um das Modell Something Silver von Veera Valimäki (via ravelry) und gestrickt habe ich mit Cotton Merino von Drops in hellgrau.



Schwangerschaft
Lange dauert es nicht mehr, Mitte des Monats ist das Kind auf alle Fälle da, ich hatte schon erwähnt, daß es diesmal ein geplanter Kaiserschnitt sein wird (meine Geburtsberichte kann man hier lesen), es gibt also einen Termin an dem das Warten ein Ende hat. Das ist schon eine ziemliche Beruhigung, ich bin zunehmend genervt von der Untätigkeit zu der ich verdammt bin und hatte heute auch den Verdacht meinen Mitmenschen mit meiner Laune auf den Keks zu gehen, ich kann es aber gerade leider nicht ändern. Ist ja nicht mehr lang!
Die Wickelkommode steht, die Babysachen in der kleinsten Größe sind alle gewaschen, samt Mullwindeln, Moltontüchern, Babydecken, Stillkissen usw. Den Bezug für die Wickelauflage habe ich auch gefunden (der war natürlich nicht bei den Erstlingssachen und auf dem Speicher bei uns herrscht nicht die größte Ordnung, hust), Philip wird die Reifen vom Kinderwagen kontrollieren, die notwendigen Besorgungen sind gemacht (eine Sache fehlt noch, fällt mir gerade ein), so langsam entspannt sich auch mein Nestbautrieb wieder.
Letzte Woche haben wir allerdings noch eine große Stubenwagenwiege im schicken 80er Design bekommen, cremefarben mit goldenen Knöpfen und lila Blumen-Bordüren auf dem Stoff, yeah! Die kann ich so nicht lassen, ein paar Sprühdosen (geruchsarmer) Lack werden das nötigste tun und ein paar gerade Nähte für neue Gardinchen werde ich auch nächste Woche noch hinbekommen. Dann ist es also wirklich bald geschafft! (und das natürlich egal ob ich mit den Vorbereitung fertig geworden bin oder nicht)

Trotz aller Strapazen habe ich diese Schwangerschaft schon genossen, zwischendurch war ich vor allem glücklich daß es einfach so passiert ist und ich mich nicht in 10 Jahren fragen muss, warum wir das dritte Kind nicht doch gewagt haben. Daß uns das Schicksal diese Entscheidung abgenommen hat finde ich sehr schön. Ich kenne sehr gut das Gefühl auf andere Schwangere eine gewisse Form von Neid zu fühlen, ich glaube das geht vielen Frauen so, auch denen mit Kindern. Schwanger sein ist grundsätzlich ja ein sehr schöner Zustand, das habe ich jedenfalls bei den beiden ersten so empfunden, da ging es mir ja auch bis zum Schluss blendend. Bei dieser habe ich manchmal gedacht, daß mich die Anstrengungen jetzt hoffentlich jeglicher zukünftigen Eifersucht heilen würden, aber ich weiss auch, daß man die negativen Erfahrungen gerne im Nachhinein ausblendet.

Ich hatte nie das Bedürfnis, viel über meine Bäuche wissen zu wollen, ich war beruhigt wenn alles gesund ist, soweit man das sehen konnte. Aber schon das Geschlecht wollte ich auf keinen Fall wissen und habe immer mehr das Gefühl, daß die Kinder ein gewisses Recht auf ihr Geheimnis haben, solange sie im Bauch sind. Vielleicht auch, weil ich mir immer darüber bewusst war, daß da auch gewaltig was schief laufen kann in so einer hochkomplexen Angelegenheit wie einer Schwangerschaft und ich mich deshalb mit Vorfreude eher zurück gehalten habe, einfach weil ich im Hinterkopf behalten wollte, daß es eben auch sein kann, daß man am Ende kein Kind im Arm hat. Ich habe einen Heidenrespekt vor unserem Körper, der er in den paar Monaten in der Lage ist so ein komplettes kleines Menschlein, zwischen 3 und 4,5 kg (das sind die Eckdaten von Sohn 1 und 2) echter, funktionierender, fühlender Mensch herzustellen, was für eine Arbeit!

In dieser Schwangerschaft habe ich kein einziges Schwangerenbuch gelesen (ich hatte auch keine App auf dem Handy oder so) und mich natürlich auch nicht in Internetforen getummelt (ausser wenn ich mich gruseln wollte). Ein paar Blogartikel habe ich schon gelesen, da stolpert man ja dann mal drüber, aber da konnte ich mich kaum wiederfinden. Weder habe ich mich sofort beim ersten Ultraschall in das blinkende Pünktchen verliebt (was für eine seltsame Vorstellung), noch konnte ich dieses Puderzuckerrosa in manchen Blogposts nachempfinden. Natürlich, jedem das seine, aber ich empfinde da auch eine überhöhte Erwartungshaltung an das wachsende Leben im Bauch, mir würde es total widerstreben vor Vorfreude und Muttergefühlen so überzusprudeln.
Verantwortungsbewusstsein ja, absolut, aber Liebe? Ich kenne das Kind doch noch gar nicht. Klingt das hart? Es geht mir wirklich so, ich habe jeweils die kompletten neun Monate gebraucht, um mich auf das Baby zu freuen, Freuen im Sinne von so einem Gefühl wie kurz vor Weihnachten als Kind, das habe ich erst jetzt ein bisschen.
Ich weiss noch genau, daß ich mir auch bei Kind 2 überhaupt nicht vorstellen konnte wie das sein soll mit zwei Kindern. Beim ersten würde man das wahrscheinlich voraussetzen, aber auch bei den weiteren ist da einfach ein großes Fragezeichen, jetzt auch wieder. Aber diese Ungewissheit gehört für mich dazu, ich finde das ok. Ich habe natürlich gleichzeitig das Vertrauen, daß es schon gut werden wird, immerhin habe ich ja schon zwei tolle Kinder bei denen ich das erfahren durfte. So wenig ich im Moment sagen könnte ob ich das Kind was da im Moment noch im Bauch ist 'liebe', weiss ich zum Glück daß es nichts tolleres gibt wenn es dann auf der Welt ist. Eigene Babys sind wunderbar, riechen toll, Babys sind wunderhübsch (nur die eigenen), und letztlich wird mit dieser totalen Abhängigkeit des kleinen Würmchens auch eine gute Portion Narzissmus befriedigt, das darf in dem Fall auch absolut sein finde ich. Und ich freue mich einfach für meine Familie auf diesen neuen Menschen, noch ein Geschwisterchen, noch ein Kind, Enkel, ein Cousin oder Cousine, Familie ist toll!

Danke fürs lesen!

7.6.14

Rückblick April und Mai


Gleich zwei Monate auf einmal, Ende des letzten kam ich irgendwie nicht zum Schreiben. Dann gibt es jetzt eben gleich ein Doppelpack.
Anfang April blühte das erste Mal unser Kirschbaum. Gepflanzt vor eineinhalb Jahren soll er wohl dieses Jahr das erste mal tragen, toll!


Ausserdem erfreute ich mich im Garten an den vielen Tulpen die ich im letzten Herbst gesetzt hatte. Unsere Nachbarn haben einen holländischen Großlieferanten aufgetan und so hatte ich im November 600 Zwiebeln zum Einpflanzen, hüstel. Der Großteil wurde an allen möglichen Stellen im Garten verbuddelt und es war wirklich über Wochen eine Pracht, kommt auf den Fotos gar nicht so gut raus.




Anfang April habe ich schnell noch ein paar Fotos einer Tasche geschossen, die ich meiner Nichte zum Geburtstag geschenkt hatte:


Und ich habe mich mal wieder an mein längstes Projekt gewagt, den Ocean Waves Quilt. Die Teile, bzw. das was ich schon zusammen genäht hatte ruht seit Monaten in einem Korb auf meinem Schrank. Nur wenn ich große Lust hatte habe ich was daran gemacht. Jetzt würde ich ihn gerne vor August fertig machen, alle Quadrate und Dreiecke sind komplett, ich muss das Top nur noch zusammen setzen (und dann kommt natürlich noch ein guter Teil Arbeit, aber immerhin)


Im April hatte ich noch einige Konzerte, so wie es sich für die Passionszeit gehört jedes Wochenende mindestens eins. Oboe spielen ging noch ganz gut, kurzatmig bin ich eigentlich seit Beginn der Schwangerschaft und die stört schon etwas, kann man sich aber drauf einstellen. Von drei Bachschen Matthäuspassionen dieses Jahr fielen zwei in den April, dazu ein Kammerkonzert im Theater mit Kollegen und ein Oboe-Orgelkonzert. Ende Mai hatte ich noch einen letzten Termin mit der Oboe, leider ist es mittlerweile schon ziemlich anstrengend und ich kann froh sein, daß ich jetzt nicht mehr spielen muss/soll.Aber Kollegen und Freunde treffen, Musik machen, fehlt schon ein bisschen. Singen geht zum Glück noch.


Mai

Im Mai gab es den berühmten Dropssale. Die graue Cotton Marino ist schon auf den Nadeln.


Ein neuer Erdenbürger wurde begrüßt, bald darf ich mir selber auch eine neue Windeltasche nähen, diese gefiel mir nämlich ausgesprochen gut.


Seit fast vier Jahren benutzte ich von der Renovierung übrig gebliebene Abdeckfolie, die dann erstaunlicherweise doch mal aufgebraucht war. Das hier ist zwar nicht die exakt gleiche aber genauso gut. Gibts bei dem JippiJaJa-Baumarkt.


Der kleine Sohn wollte plötzlich unbedingt auch nähen. Gut daß im Nähzimmer noch Platz war für eine der Flohmarktmaschinen, ein Modell von Neckermann mit um 90° versetzt einzusetzenden Nadel. Er hat einige tadellose Reissverschlusstäschchen produziert und plant jetzt schon grosse Täschchengeschäfte.


Für mich gab es auch mal eine neue Tasche. Ich bin taschenmässig eher der schlichte Typ, mit Verschlüssen und Fächern habe ich es nicht so, würde ich eh nicht benutzen. Oben offen, einfach alles reinschmeissen, fertig. Diese hier habe ich aus Echino-Streichelstöffchen genäht und das ganze mit Decovil light verstärkt. Ich finde das damit im Ergebnis aber zu steif, das Zeug nehme ich nicht nochmal. Ich habe auch den Eindruck, daß sich die Klebeschicht durch das unvermeidliche Knautschen in Benutzung langsam an manchen Stellen wieder ablöst. Naja, ein Versuch war es wert und ich habe die Tasche trotzdem ständig in Gebrauch.


Eingekocht wurde auch, ich liebe Sirup für den Sommer, Holunder natürlich und ausserdem Limette-Minze, den kann man schön unsaisonal aus Supermarktware kochen. Zwei Flaschen Waldmeistersirup habe ich auch gemacht, den hatte ich mal extra dafür gepflanzt.


Und die erste Marmelade ist immer Erdbeere, bei uns eher geduldetes Basic. 


Ende Mai war Landau Haltepunkt bei einem Dampfzugspektakel, und wir sind mit einem Zug von Landau nach Karlsruhe und eine Stunde später wieder zurück gefahren. Um ehrlich zu sein, die Fahrt hätte es vielleicht garnicht gebraucht, denn im Zug sieht man ja die Lok nicht mehr, ok, den Rauch ab und an und man hört das Tuten und das klassische Tschtschtsch, vielleicht hätten wir auch einfach auf dem Bahnsteig einen Zug an - und abfahren sehen können. Aber dann hätten wir die Freaks verpasst die bei solchen Events offensichtlich von überallher anreisen und auf Notizblöcken während der Fahrt rätselhafte Dinge notieren.


Wie schon in einem anderen Post erwähnt sind die Kinder seit ein paar Wochen keine Ganztagsschulkinder mehr und kommen mittags nach Hause. Das heisst für mich wie für die meisten anderen Mütter auch mittags kochen, Hausaufgaben betreuen, Kinder beschäftigen, das hatte ich aber bisher noch nie. Auslöser dafür war, daß zunächst die Kinderchorleiterin mit dem Verdacht anrief, daß Julius Stimmbandknötchen haben könne. Fakt ist, er hat welche, das wissen wir mittlerweile und wir hatten sowas auch schon vermutet, denn er hatte immer schon eine etwas heisere Sprechstimme und an manchen Tagen, wenn er nach der Ganztagsschule noch bei einem Freund war hatte er quasi garkeine Stimme mehr. 
Der Junge ist ein echtes Energiebündel, sobald er mit anderen Kindern zusammen ist, schreit er nur noch kommandomässig herum und ist auch sonst kaum zu bändigen. So hat auch die Klassenlehrerin ihre liebe Mühe ihn im Zaum zu halten und das war dann der zweite Punkt, weswegen ich mich entschloss, ihn mittags nach Hause zu nehmen. Was er dann auch gleich ganz toll fand. Und dann wollte der Große natürlich auch lieber mittags heim. Ich habe nur kurz gezögert und dann beide Kinder abgemeldet. Und jetzt finde ich es gut so, daß wir überhaupt zufällig die Möglichkeit dazu haben, ich bin mittlerweile echt ganz froh drüber. Ist natürlich ein anderes Leben als vorher, aber kein schlechtes. (Wegen der Knötchen bekommt er übrigens nach den Ferien Logopädie und ansonsten versuche ich ihn ab 12 vom lauten Herumschreien abzuhalten...)


Im Garten sind die Kirschen mittlerweile fast reif. Am hinteren Zaun hat sich seit letzten Herbst eine Brombeerhecke eingenistet, ich weiss, da muss man sehr aufpassen daß sie nicht wuchert, aber grundsätzlich ist mir jedes Obst sehr willkommen. Blühen tut sie mal wie verrückt!


Die Tulpen sind längst verblüht, aber unsere alte Kletterrose vor dem Wohnzimmerfenster ist eine echte Augenweide. Auch meine geliebten Hortensien gehen langsam auf. Ansonsten haben wir den Garten noch nicht so sehr im Griff, wenn ich könnte würde ich gerne mehr tun, aber dazu habe ich dieses Jahr nicht die Energie, so wütet der Wildwuchs an vielen Stellen munter weiter.

Und der Bauch? Naja, er wächst. Noch etwa 2 Monate Schwangerschaft habe ich vor mir, ob das jetzt schnell geht? Mir geht es grundsätzlich gut, ich habe keine Probleme. Ich habe festgestellt, daß ein bisschen Sport aka Ergometer im Keller dem Kreislauf und der dauernd zuen Nase ziemlich gut tut, also zwinge ich mich so gut es geht. Langsam bin ich wirklich gespannt, was für ein Menschlein wir da begrüssen dürfen. Bei den Namen haben wir übrigens immer noch keine endgültige Entscheidung getroffen, Mädchenname eigentlich schon, aber Junge... Fragezeichen!