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13.7.16

12 von 12 im Juli

Gestern war der 12. und ich habe auf Instagram 12 von 12 aka #12v12 mitgemacht. Das Ergebnis zeige ich Euch mit eingebetteten Instagrambeiträgen, das ging ganz schnell, wer hätte das gedacht!
Alle anderen Beträge vom Tag sind bei Caro von Draussen nur Kännchen zu finden.

Ein von Katharina Hirsch (@sewingkatharina) gepostetes Foto am

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19.5.16

Die Bienen sind da!




Nachdem ich sie im Januar angekündigt hatte und inzwischen auch
ein paar Bilder bei Instagram und auf Facebook zu sehen waren, stelle ich Sie Euch heute das erste mal ausführlich vor: Die Bienen sind da!


Weil einige Menschen im realen und im virtuellen Leben so interessiert nachgefragt haben, schreibe ich mal alles etwas genauer auf, was ich so zu erzählen habe. Ich hoffe es bleibt verständlich für alle, die sich noch nie mit dem Thema befasst haben. Wenn nicht, einfach nachfragen!

Mittlerweile sind fast drei Wochen vergangen seit ich sie abgeholt habe und vorgestern habe ich sogar schon einen Ableger erstellt, bald sind es also drei Völker.

Die ersten Tage waren sehr aufregend, zum Einen fanden wir es natürlich total spannend, jetzt Bienen im Garten zu haben, zum anderen waren die Bienen reichlich aus dem Häuschen als sie nach der nächtlichen Ankunft am nächsten Morgen ihre neue Umgebung das erste mal erkundet haben. Dann fliegen alle Flugbienen auf einmal (gefühlt jedenfalls) über der Beute herum um sich "einzufliegen", d.h. sie prägen sich ihren neuen Standort ein, damit sie nach dem Sammelflug wieder nach Hause finden. Abends konnte man schon die ersten Bienen mit Pollenhöschen in die Beute krabbeln sehen, sie hatten also schon was gefunden. Das emsige Bienenleben konnte also wunderbar weitergehen.

Der erste Morgen bei Sonnenschein. Für die größeren Waben auf denen ich sie gekauft habe, habe ich zwei meiner Honigräume zusammen getackert.

Seither gehe ich so oft ich kann nach hinten in den Garten und gucke ihnen zu. Sobald es morgens halbwegs erträglich ist (gerade ist es ja recht kalt) fangen sie an zu fliegen und wenn die Sonne scheint ist richtig viel los, dann hört man sie auch gut, ein ewiges Summen und Brummen. Vor allem das linke Volk ist ich vermute sehr stark, viel Vergleich habe ich ja nicht, da ist tierisch was los. Im rechten geht alles etwas gemächlicher zu. Aber mittags wenn die Sonne drauf scheint ist auch da ein reiches Treiben.
Auch die Kinder stehen täglich fasziniert vor den Beuten und haben mir schon geholfen, wenn ich in die Völker reingeschaut habe. Vor allem der kleine Konstantin ist sehr unvoreingenommen und möchte einzelne Bienen die er auf Blüten sieht am Liebsten streicheln, die fliegen dann aber weg.


Gekauft habe ich zwei Völker der Rasse Buckfast. Da es ausgewachsene (Wirtschafts-)Völker sind war es eigentlich Pflicht, jetzt einen Ableger davon zu machen, zumal das starke Volk quasi überquillt vor Bienen. Ableger heisst, ich habe mehrere Brutwaben und Futter aus dem großen Volk entnommen, zusammen mit Rahmen zum Ausbauen in einen neuen Kasten gehängt und sie damit zu einem separaten Volk gemacht. Noch sind sie ohne Königin, die sie sich sobald sie das gemerkt haben aus frischer Brut selbständig nachziehen. Wenn die "Neue" geschlüpft ist muss sie nur noch begattet werden, dann kann dieses Volk anfangen zu brüten und wächst bis zum Spätsommer zu einem überwinterungsfähigen Volk heran. Soweit die Theorie, ich hoffe das klappt auch so in der Praxis.

Bald muss ich mal freischneiden.

Obwohl jedes Volk um die 20000 Bienen haben sollte (gezählt hat die natürlich niemand) merkt man es im Garten selbst kaum, daß sie da sind. Sie stehen hinten in einer Ecke, am Zaun zum einen Nachbarn stehen hohe Büsche, zum hinteren Nachbarn die Rückseite eines Gartenhauses, dann auch Büsche, daher müssen sie mehr oder minder senkrecht ausfliegen um aus dem Garten raus zu kommen. Keine Biene, die einem in Augenhöhe beim Gang durch den Garten begegnet, keine im Gras sitzend, es ist auch noch niemand gestochen worden. Auch auf den Blüten habe ich zunächst keine (also wirklich garkeine!) gesehen, erst in den letzten Tagen sind diese blauen Blumen aufgeblüht, da sind vielleicht 5-8 Bienen dabei, die abzuernten. Und jetzt im Vorgarten ein kleiner weissblühender Busch, da mögen es 10 gleichzeitig sein. Wie gesagt, 20000 Bienen, also 40000 bei zwei Völkern, vielleicht ein Drittel Flugbienen schätze ich, und die meisten interessieren sich nicht die Bohne für den Garten. Erstaunlich! Man kann im Prinzip einzwei Meter vor dem Flugloch stehen und dem Kommen und Gehen Zugucken, ein Bienenstrom gen Himmel, das ist ein Trubel wenn die Sonne scheint! Und keine nimmt Notiz davon, daß man da steht.


Zu den Aufgaben des Imkers gehört jetzt im Mai, etwa jede Woche einmal in die Völker zu schauen. Es geht dabei darum, zu kontrollieren ob sie evt. demnächst Schwärmen wollen, ein konventioneller Imker möchte das gerne verhindern. Durch Schwärme vermehren sich Bienenvölker, die alte Königin fliegt mit einem Teil des Volkes aus der alten Beute weg, die Bienen die zurück bleiben ziehen sich eine neue Königin nach. Der Schwarm sucht sich ein neues zuhause und baut dort neu. (So will das jedenfalls die Natur, in der Praxis sieht es so aus, daß der Schwarm sich meistens an einem Baum als Traube sammelt und dort hoffentlich von einem Imker erreicht und gefangen werden kann, der ihn dann mitnimmt und in eine leere Beute "einschlägt". Man muss dazu sagen, daß Bienenvölker heute in der freien Natur meist nicht lange überleben, sie finden auch kaum geeignete Nistplätze.) Auch wenn Schwärme von naturnahen Imkern als tolles Naturschauspiel und zur Natur der Biene gehörig verteidigt werden, wollte ich das ehrlich gesagt den Nachbarn zuliebe lieber nicht zulassen. Ausserdem kann das Einfangen, wenn sie z.B. besonders hoch hängen ziemlich schwierig bis gefährlich für den Imker werden. Wenn es um die Honigernte geht, ist es auch besser, wenn die Bienen zuhause bleiben. Schwärme sind übrigens nicht wie ich heute wieder in der Zeitung lesen konnte "in Panik geraten" oder vielleicht angriffslustig, sondern total harmlos.
Mit dem Ableger habe ich einer evt. aufkommenden Schwarmlust (die u.a. aus Platzmangel entsteht) hoffentlich Abhilfe geschaffen. Ausserdem sagt man den Buckfast-Bienen nach, schwarmträge zu sein, deswegen habe ich sie mir auch rausgesucht. Trotzdem bin ich jede Woche ganz aufgeregt, wenn ich die Völker aufmache, es ist total spannend! Und ich muss mich tierisch konzentrieren, nicht zu vergessen, was ich eigentlich machen soll (Ist Brut in allen Stadien da? Sind irgendwo Schwarmzellen? Haben sie die Waben schon ausgebaut, Honig eingetragen usw.).
Natürlich öffnet man die Kästen nicht in Hemdchen und FlipFlops, ich habe Schutzkleidung und Handschuhe an und lenke die Bienen mit dem Smoker ab, sie sind nicht gerade erfreut wenn jemand bei Ihnen reinschaut. Aber man gewöhnt sich an die um einen herum sausenden Bienen, weil man sich durch den Schleierhut gut geschützt fühlt. Die auf den Waben bleiben auch alle sitzen, das macht es allerdings nicht einfacher weil man vor lauter Bienen die Wabe kaum sieht. Ich könnte sie abkehren, aber das mögen sie nicht so.
In einem der Bücher habe ich gelesen, daß die meisten Neu-Imker mit einer gehörigen Portion Respekt ein Bienenvolk öffnen, das beruhigt mich. Ich muss hier nicht den Helden spielen... Aber wie gesagt, gestochen wurde bisher niemand von uns, ich warte noch drauf.

Blick in das kleinere Volk, das weisse oben ist verdeckelter Honig

Nektar scheinen sie reichlich zu finden, denn es ist überall viel eingetragen. Man kann aber erst ernten, wenn die Honigwaben zu einem guten Teil verdeckelt (also von den Bienen für "voll" erklärt) sind, das dauert noch ein bisschen.

Ich erzähle noch mal der Reihe nach, wie kam ich denn überhaupt auf die Idee, Bienen zu halten?
Bei der Landesgartenschau letztes Jahr in unserer Stadt stolperte ich über einen Stand des Imkerverbandes. Da mich das Thema immer schon interessiert hat liess ich mir das Innenleben einer Beute (so heissen die Kästen in denen die Bienen wohnen) von einer jungen Frau erklären. Das schlichte Fazit dieser Begegnung für mich war:
1. Die Imkervereine suchen händeringend Nachwuchs
2. Imkern ist nicht nur was für ältere Herren. (Klingt zwar blöd, aber so wird es vielleicht in vielen Köpfen verankert sein!?) und
3. Man sollte nicht nur ein Volk halten sondern besser 2-3.

Jedes Bienenvolk bekommt einen "Baurahmen" um dort Drohnen zu ziehen, man gibt den Bienen einen blanken Holzrahmen, das ist also alles selbstgebaut in gut zwei Wochen. Das verdeckelte hier sind die Drohnen im Puppenstadium, Nektar und Honig ist auch auf der Wabe.

Ich hatte eigentlich nie in Betracht gezogen selber Bienen zu halten, die Frage hat sich irgendwie nicht gestellt. Die Vorstellung vom Imkern war eben mit älteren Herren und Bienenständen mit vielen Völkern irgendwo ausserhalb der Ortschaften verknüpft. Für sowas hätte ich keine Zeit. Aber es tauchen in den letzten Jahren vermehrt Initiativen auf, die Imkern im kleinen Rahmen publik machen, sogar auf dem Balkon kann man Bienen halten. Man könnte auch Bienen halten, ohne Honig zu ernten, nur der Umwelt zuliebe sozusagen. In den Städten ist ein regelrechter Boom entstanden, Berlin gilt als Bienenhauptstadt. Das spiegelt sich auch im aktuellen Bücherangebot wider. Gut für Einsteiger, es gibt wirklich viel Literatur und viel Neues zu lesen.


Wabe vom Rand mit kleinem Brutnest und großem Honigkranz darüber. Dazwischen, links von der Mitte die hellen halbvoll gefüllten Zellen sind Pollen. Pollen wird als Nahrung für die Brut benötigt. Unten rechts die herausstehenden Zellen sollten Drohnen sein, die sind zu groß für die normalen Waben und stehen deshalb raus.

Einmal infiziert vertiefte ich mich erstmal in alles, was das Internet zum Lesen bereit hält. Ich erinnerte mich an einen Hersteller einer Balkonbeute, den ich mal in der NDR-Talkshow gesehen hatte, das ist die Bienenbox, darüber kam ich zur Bienenkiste (Achtung, hier verwechselt man gerne den Namen, das ist was ganz anderes).
Eine Weile dachte ich, die Bienenkiste könnte etwas für mich sein, es schien alles so einfach zu sein und so naturnah, simpel gehalten ohne viel Schnickschnack lässt sich so eine Kiste doch überall hinstellen und man muss fast nichts tun. Schwarm rein und gut ist.
Wenn man sich näher mit der Materie beschäftigt merkt man jedoch schnell, an welche Grenzen man mit diesem System stösst, schon allein das Hochwuchten dieses Riesendinges kann ich mir nicht so einfach vorstellen wie es immer beschrieben wird.
Auch wenn ich grundsätzlich finde, das Thema Bienen ergänzt wunderbar den Garten, schliesslich muss ja irgendwer die gepflanzten Obstbäume auch bestäuben, möchte ich kein reiner Bienengucker sein. Die Vorstellung, Honig zu ernten, mit der Schleuder zu arbeiten und gefüllte Gläser in mein Vorratsregal zu stellen finde ich sehr verlockend. Ich koche ja schliesslich auch gerne Marmelade ein.
Ich wollte also lieber "herkömmlich" imkern, mit Rähmchen und Zargen und gutem Einblick in das Volk.

Kleine Anekdote am Rande: Die Bienenkiste ist wirklich toll im Internet dargestellt und man kann sich umfassend informieren, u.a. gibt es die Möglichkeit, in einem Forum anzeigen zu lassen wer in der Umgebung so eine Kiste besitzt um denjenigen mal zu besuchen und sich das Ding in echt zeigen zu lassen. Das habe ich also getan und habe zwei Bienenkistenbesitzer gefunden, beide nicht weit von Landau. Einer wohnte in einem Ort, in dem meine Großeltern als sie noch lebten ein Ferienhaus besassen. Es sei hinzugefügt daß die einzige Verbindung zum Imkern in meiner Familie meines Wissens dieser Großvater ist, dessen Vater hatte Bienen, das hat mir meine Mutter immer erzählt. Mein Großvater hat zeitlebens gerne Honig gegessen und hatte immer ein DIB-Glas auf dem Frühstückstisch. Ich nahm also Kontakt mit diesem Imker auf und fragte, ob ich mal vorbei kommen könne. Der schrieb auch gleich zurück und lud mich ein. Ein bisschen verwunderte ich mich, er hiess Charly, war Rentner, duzte mich und schrieb von "heuer", so Leute hatte ich hier auf dem Dorf noch nie kennengelernt (Pfälzer sagen nicht heuer sondern "dessjohr"), ich war also gespannt. Der Ort liegt am Hang, um mich nicht in Sackgassen an Weinbergen zu verfahren hab ich die Adresse ins Navi eingegeben und staunte nicht schlecht, als das Auto mich fast direkt vor dem Ferienhaus meiner Großeltern absetzen wollte. Es war das Nachbarhaus und der Besitzer stellte sich als der Käufer des großelterlichen Feriendomizils heraus, natürlich hatte er meinen Opa als Nachbarn gut gekannt. Den Zufall fanden wir dann beide lustig! Er zeigte mir seine Bienen, die direkt vor dem Gartenhäuschen standen, was meine Oma früher manchmal zum Übernachten genutzt hatte wenn das Ferienhaus vermietet war. Da wurde ich dann schon fast sentimental...
Dieser Imker hat mir aus eigener Erfahrung von der Bienenkiste abgeraten, Gründe: siehe oben. Ausser der Bienenkiste hat er noch zwei Mellifera Einraumbeuten, die er mir mehr ans Herz legte. Der Vorteil hier: Ungeteiltes Brutnest, ein Raum für alles, aber Rähmchen zum Ziehen um genauen Einblick zu haben (und für die Dezemberbehandlung gegen die Varroamilbe).


Das große Volk lässt sich von der Kälte nicht stören, hier ist viel los.

Das mit dem ungeteilten großen Brutnest fand ich sehr überzeugend und habe mich dann mit Großraumbeuten, Trogbeuten und ähnlichem beschäftigt und mich letztlich für Dadant entschieden. Hier wird nur der (schmälere) Honigraum aufgesetzt, das Brutnest ist in einem großen Raum und wird beim Rähmchenziehen nicht in der Mitte geteilt wie bei Zander oder Deutschnormal usw., was die wesentlich gebräuchlicheren Rähmchengrößen sind. Dadant ist in der Berufsimkerei sehr verbreitet, weil es aufgrund der großen Waben und damit geringeren Wabenzahl schneller zu bearbeiten ist. Das macht es für mich als Anfänger eben auch leichter, 7 Waben hatte ich zu Beginn pro Volk, die alle anzuschauen dauert auch schon eine Weile. Bei Zander wären es ich glaube an die 20....
Da sich ein Chorkollege dann zufällig auch noch als Buckfast-Imker auf Dadant entpuppte und mir netterweise Hilfe beim Beute beschaffen usw. anbot war die Entscheidung noch leichter. So hatte ich gleich Starthilfe und das Gefühl, nichts super-exotisches ausgesucht zu haben, sondern mit meiner Wahl ziemlich richtig zu liegen.
Die Bienen die ich vor drei Wochen gekauft habe sitzen noch auf einer leicht anderen Rähmchengröße als Dadant, was den Anfang ein bisschen kompliziert macht. Im Prinzip müssen die Bienen erstmal auf das von mir gewünschte Dadantmass umziehen, dazu müssen sie sich die Waben selbst ausbauen. Das dauert alles seine Zeit, fertig bin ich mit dem Prozedere noch nicht.

Dadant? Zander? Wovon redet sie denn? Das Rähmchenmaß

Wenn man Bienen halten möchte muss man sich für ein Rähmchenmaß entscheiden. Überhaupt muss man einige Entscheidungen treffen beim Imkern, denn für alles gibt es 100 Wege mit 200 Gründen es zu tun oder zu lassen. Aber zuallererst steht eben das Rähmchenmaß, das ist schlicht die Größe des Holzrähmchens, in denen die Bienen ihre Waben bauen und die dazu passende Beute (also der Kasten). Damit verbunden evt. auch die Betriebsweise, also die Art wie man die Bienen bearbeitet. Das klingt jetzt etwas technisch, aber wer sich dafür interessiert wird es hoffentlich verstehen. In Europa gibt es eine große Zahl verschiedener Rähmchenmaße und es wird zuweilen empfohlen der Einfachheit halber das in der Gegend verbreitete zu nehmen. Das wäre hier in der Pfalz Zander, also eine Magazinbeute die übereinander gestapelt gleich hohe Zargen mit gleichen Rähmchen hat, geteilter Brutraum, schwere Honigräume. Ich sehe keinen Vorteil darin, die Bienen auf dem gleichen Maß wie die Umgebungsimker zu haben, denn Rähmchen tauscht man untereinander eigentlich nicht. Und zu verschenken haben Imker im Allgemeinen auch nichts (eher die Dinge, die bei Ihnen nicht passen). Zu Beginn muss man Bienen kaufen, ok. Aber wenn man auch bereit ist ein paar Kilometer weiter zu fahren findet man die vielleicht auch auf dem gewünschten Maß. Oder zieht sie dann zuhause eben um, so wie ich. Man kann sich auch einen Schwarm besorgen, der hat naturgemäß keine Rähmchen bei sich und muss alles erst ausbauen, wenn er in die Beute eingezogen ist.

Der Ableger hat nur ein ganz kleines Flugloch, er hat zwei Tage nach der Bildung noch kaum Flugbienen. Hier gucken gerade mal zwei Bienchen ob sie einen Ausflug wagen können.

Ausser dem Rähmchenmaß kann man sich auch bei der Bienenrasse zwischen einigen entscheiden. Die mit Abstand am verbreitetsten ist die Carnica, aber es gibt mittlerweile auch viele die Buckfast haben oder zumindest Erfahrung damit. Die Buckfast-Biene wurde von einem englischen Mönch Anfang des 20. Jahrhunderts gezüchtet und soll sanftmütiger, schwarmträger aber auch leistungsstärker sein als die Carnica. Sie wird bevorzugt auf Dadant gehalten weil sie ein großes Brutnest anlegt und ist unter Berufsimkern sehr verbreitet. Angeblich wettern die Carnica-Imker gegen Buckfast-Imker und umgekehrt, ich habe allerdings im Verein nichts Böses gehört bisher, mit 2-3 Völkern stelle ich aber hoffentlich keine große Gefahr bezüglich der Reinzucht der Carnica-Imker in der Umgebung dar (Meine Drohnen fliegen ja, wohin sie wollen, könnten also auch Carnica-Königinnen begatten, uiuiuiui...). Für mich stand im Vordergrund, daß ich meine Bienen in einem Wohngebiet aufstelle und da wollte ich gerne möglichst friedliche Bienen.

Die Bienen überwintern in einer Wintertraube in ihrer Beute, fangen mit dem Frühling wieder an zu brüten und das Volk dadurch zu wachsen und Nektar und Pollen zu sammeln und ziehen sich wieder in Winterruhe zurück wenn es kalt wird.
Der Imker hat das meiste an den Völkern zu tun zur Honigernte (bei Standimkerei im Garten etwa dreimal Mai bis Juli) und in der Schwarmzeit, Ende April bis Ende Juni, da muss man etwa alle 8 Tage die Waben kontrollieren. Einige haben mir erzählt, sie hätten gehört daß im Sommer so viel Arbeit wäre, das hätte sie abgeschreckt. Da muss man denke ich differenzieren, bei 10-70 Völkern auf diversen Ständen, die man (neben dem Job...!) mit dem Auto anfahren muss ist einmal die Woche durchsehen bestimmt aufwändig. Viele Imker wandern auch mit ihren Bienen, also sie fahren zu bestimmten Trachten hin, Raps, Edelkastanie usw., d.h. Kästen einladen, hinfahren, ausladen, dann wieder hin zum Abholen, das sind ja auch alles Gewichte die da zu transportieren sind, puh! Direkt danach dann Schleudern und Honig weiter verarbeiten, bei Wandervölkern sind es größere Mengen als bei Standvölkern.
Bei zwei bis vier Völkern im eigenen Garten ist es doch überschaubar, finde ich zumindest bisher. Natürlich ist am Anfang alles sehr spannend, eigentlich würde ich gerne öfter reingucken, aber das tut den Völkern nicht gut. Man muss viel lesen und sich einarbeiten in das Thema, da ist es mit einer Stunde pro Woche bei weitem nicht getan, aber es macht ja auch Spaß.
Ende Juli ist mit der letzten Schleuderung dann Schluss, dann kommt eine Varroabehandlung und eine Fütterung und man hat bis zum September Ruhe.
Da ich theaterbedingt sowieso nur im Sommer ab Mitte Juli Ferien habe, stört es mich nicht, daß man im Mai und Juni wirklich nicht weg kann.

Aber: Es gibt einige Arbeiten die man nicht aufschieben kann, das ist zum Einen die Behandlung gegen die Varroamilbe, das geschieht im Sommer nach der letzten Honigernte zweimal, meist mit Ameisensäure die verdampft wird. Und im Winter in möglichst brutfreier Zeit mit meist Milchsäure die aufgesprüht wird. Diese Milbe ist in jedem Volk und es ist eine Herausforderung sie einzudämmen, ganz los wird man sie nicht. Sie vermehrt sich in der verdeckelten Brut und schädigt dort die ungeschlüpften Bienen. Diese Aufgabe hätte man auch, wenn man die Bienen nur zum Gucken hat, also den Honig garnicht erntet.

Und zum Anderen muss man die Völker füttern solange sie das Futter noch verarbeiten können: Wer den Honig erntet muss den Bienen im Spätsommer einen Ersatz dafür geben, in der Regel Zuckerwasser. Das verschaffen die Bienen dann in ihre Waben und zehren davon bis zum nächsten Frühling. Das muss also auch sehr gewissenhaft erfolgen, sonst verhungern die Bienen im Frühjahr. Im Frühjahr kontrolliert man dann, ob noch genügend Futter da ist und füttert notfalls nach bis der Frühling kommt und sie sich wieder selbst versorgen können.

Das meiste Wissen habe ich mir angelesen. Wenn man mehrere Bücher liest, merkt man auch gleich, an welchen Stellen überall dasselbe steht und wo sich die Meinungen oder Methoden der Autoren unterscheiden. Es gibt auch einen großen Schulungsordner vom Imkerverband, den gab es beim Kurs dazu.
Ausserdem habe ich auf YouTube den Kanal von Dirk Unger entdeckt und habe mir , z.T. mehrfach, alle Videos angesehen. Das ist wirklich reichlich Material, aber ich finde es sehr lehrreich, von mir eine unbedingte Empfehlung und ein großes Dankeschön an Dirk für die Mühe! Wer mir weitere Videos von erfahrenen Imkern empfehlen kann, nur her damit.

Ich besuche auch einen Einsteiger-Kurs vom Imkerverband, das ist ein Termin pro Monat, einmal durchs Bienenjahr. Es ist sicher nicht verkehrt ihn zu machen, aber das meiste was ich da kennenlerne wusste ich schon. Der Kurs ist bestimmt sehr interessant für Menschen, die noch nicht genau wissen, ob sie überhaupt Bienen halten wollen.
Nachdem ich so viel gelesen und gesehen hatte, fand ich es vor allem spannend, wie es dann tatsächlich ist, eine Wabe voll mit Bienen und Brut in den Händen zu halten. Vielleicht hätte ich mich dann doch gefürchtet oder so? Es war aber sehr schön und wie gesagt, die Bienen auf der Wabe fliegen einem nicht entgegen, die haben zu tun. Es ist schön, ins Volk zu schauen, das emsige Treiben zu sehen, die Wärme zu spüren, den Honig zu probieren...

Neben dem Imkerkurs bin ich dem Landauer Imkerverein beigetreten. Bei der Imkervereinsmitgliedschaft ist eine günstige Haftpflichtversicherung inbegriffen, schon das macht es empfehlenswert einem Verein beizutreten. Ausserdem ist der Einsteigerkurs dann kostenlos. Ich hatte ein bisschen Bauchschmerzen, weil ich soviel gehört hatte von der Ablehnung gegenüber Buckfast-Imkern und hatte auch einfach Bedenken, da seien vielleicht nur verbohrte Imker vom alten Schlag, war dann aber sehr positiv überrascht. Klar sind da ältere Herren, aber die waren alle sehr nett. Und es gab beim letzten Mal sogar noch zwei andere Frauen in meinem Alter. Alles sehr hilfsbereite Menschen, die sich über Nachwuchs freuen, da gehe ich ganz gerne hin. Ich denke, für einen Anfänger ist es wichtig jemanden zu haben, den man fragen kann. Wenn man drei Imker fragt, wird man zwar fünf Antworten bekommen, aber das mit dem Entscheiden hatten wir ja schonmal.
Im Übrigen war es ein bisschen so wie beim ersten Bloggertreffen, man quatscht über Rähmchenmaße und Ablegerbildung und hat Leute um sich die genau wissen wovon man spricht, toll!
Von mir daher eine klare Empfehlung, den Verein zu besuchen. Wenn man sich garnicht wohlfühlt, kann man immer noch beim Nachbarverein schauen.

Puh, das war ein langer Post, Danke fürs Lesen!

22.1.16

Rückblick '15, Ausblick '16 und ein neuer Quilt!



Er ist fertig!!! Mein erstes fertig genähtes Teil 2016 ist tatsächlich der Ocean Waves Quilt! Verzeiht die Bilderflut, aber ich bin megastolz. Ich finde ihn so toll!


Zur Geschichte dieses Quilts: Angefangen 2011 mit dem Zuschneiden. Ich weiss noch, daß ich lange zuvor schon rote Stoffe gehortet hatte, der Plan diesen Quilt zu nähen existierte schon länger. Ein zweiter Post zu der Arbeit daran erschien 2012. Ich habe immer mal wieder daran genäht, aber so interessant sind die Zwischenberichte ja dann auch nicht.


Das Muster Ocean Waves ist eigentlich ein klassisches, ich habe mich genau an die Anleitung aus diesem Buch gehalten:

The American Quilt Story: The How-To and Heritage of a Craft Tradition : Step by Step Directions for 30 Antiques Quilts von Susan Jenkins und Linda Seward. 

Man näht bei dieser Anleitung die Blöcke als Quadrate und Dreiecke (für den Rand) zusammen und stellt diese beim Zusammensetzen auf die Spitze. Ein Block besteht also aus einem weissen Quadrat mit einem Kranz von weissen und roten Dreiecken, für den Rand das ganze einmal diagonal geteilt.

Das Zusammensetzen der vielen Dreiecke ist ziemlich komplex, (man denkt zwar zunächst, man könnte alle Dreiecke einfach zu Quadraten zusammen nähen und dann Reihen bilden, aber das geht nicht, dann hätte man Nähte um die Ecke) deswegen ist es bei genauem Hinsehen auch nicht so superordentlich. Ich habe bei Flickr gesehen, daß es auch eine Methode gibt, bei der man Blöcke erstellt, die je zwei große weisse Dreiecke auf der Seite haben. Die sind sicher simpler zusammenzusetzen, haben allerdings dann ein viergeteiltes weisses Quadrat.



Im Original wurde nur zwischen farbigen und hellen Stoffen unterschieden, dazu kamen leuchtende Dreiecke jeweils in der Mitte der Aussenseite der Blöcke. Hier habe ich als Kontrast zu den roten und weissen Stoffen gelb und orange gewählt.
Die roten Stoffe sind querbeet aus der ganzen Welt, kann man fast sagen. Manche habe ich extra gekauft, andere sind Reste, eine ausgemusterte Hose ist auch dabei, genau wie eine aussortierte weisse Bluse bei den weissen Stoffen, ein paar Erbstückchen und sogar einzwei von meinen gelben Elefanten.
Beim Zusammensetzen habe ich mir große Mühe gegeben, nicht zu oft gleiche Muster nebeneinander zu bekommen.


Die Decke ist quadratisch und das hier ist genau die Mitte, die ist mal schön geworden.


Ich liebe es, wie das Auge ständig rauf und runter gezogen wird. Eigentlich sieht es aus als ob der Quilt glitzert.


Ich habe lange überlegt, wie ich ihn quilten soll. Ich würde ja gerne mal Freihandquilten ausprobieren, fand dann die Idee aber ausgerechnet bei diesem nicht so toll, er ist nämlich sehr groß, 90x90 inch, also etwa 2,25x2,25m.


Ich habe auch kaum Beispiele gesehen die nicht mit geraden Linien waren, die mir gefallen haben. Also habe ich die weissen langen Seiten mit etwa 1/4 inch Abstand nachgenäht. Immer im Quadrat um die Blöcke herum. Am Rand dann ein simples verschlungenes Bändermuster. Dafür habe ich mir eine Pappschablone gebastelt und die Linien vorgezeichnet.



Auf die weissen Quadrate habe ich Freihandblumen gequiltet. Naja, handgemalt eben ;-)



Hach!


Als Binding fand ich einen Bumenstoff von Heather Bailey, der Kontrast mit dem beigen Hintergrund und den grünen Tupfen gefällt mir sehr gut.


 Und der Vollständigkeit halber noch die Rückseite. Ich hätte eigentlich komplett Rosalie nehmen sollen. Aber der Punktestoff musste weg, der ist leicht verfärbt, hier ist er gut eingesetzt.


Nochmal in voller Pracht.

Das Bild hatte ich noch auf dem Tablett, beim Bindingannähen gab es ein Fotofinish. Das hätten kaum zwei mm weniger sein dürfen...

Rückblick 2015

Wenn ich zusammenzähle, finde ich es schon beeindruckend, aber gefühlt habe ich letztes Jahr sehr wenig genäht:
Es waren 13 Kleider, ein Quilt, zwei Jacken, zwei Taschen, ein Kissen. Dazu zwei Strickjacken für mich.
Für Konstantin habe ich auch einiges gemacht, so eine in zwanzig Minuten zusammengeschusterte Hose ist schneller angezogen als gebloggt... das Strickjäckchen lieben wir alle sehr, er bekommt gerade eine neue in größer.
Wie ich glaube ich schon geschrieben habe kam erst so nach dem Sommer meine alte Energie wieder, inzwischen mache ich sogar wieder regelmässig Sport, was unglaublich gut tut. Irgendwie hatte ich mit dem Joggen fast schon abgeschlossen, weil ich ein bisschen Probleme mit meinen Knien habe. Aber siehe da, alles wird einfacher wenn man sich überwindet und einfach mal losläuft und inzwischen geniesse ich es total. 
So langsam freue ich mich darauf Konstantin hoffentlich bald mal in den Kindergarten geben zu können. Ihm würde das sicher großen Spaß machen, er hat ja hier auch immer viel Leben mit seinen zwei großen Brüdern. Und dann hätte ich morgens wieder ungestört Zeit, wenn ich keinen Dienst habe, Nähmaschine, ich komme!
Seit Oktober arbeite ich wieder, auch darüber freue ich mich, meine Kollegen habe ich vermisst. Ab April werde ich von 50 auf 70% aufstocken, das passt bei uns im Dienst gut und zuhause können wir das mehr an Gehalt auch gut brauchen. Oboe üben muss ich natürlich auch, das mache ich meistens nachts. 

Die Sache mit den Bienen
Im Sommer fiel noch eine Entscheidung die mich ziemlich beschäftigt hat, ich möchte dieses Jahr Bienen halten!
Und das kam so: Letztes Jahr gab es ja die Landesgartenschau in Landau und dort gab es einige Tage einen Infostand des Fachzentrums für Bienen und Imkerei Rheinland-Pfalz. Im Prinzip kann man sagen, daß sie dafür Werbung machten, Imker zu werden. Am Stand war eine sehr junge hübsche Frau (Irgendwie war das immer so ein Männerding für mich gewesen, peinlich, oder? Jedenfalls war das ein sehr überzeugende Idee, da nicht den Chef hinzustellen. Wobei der auch sehr nett war, er war in der Nähe) die mir anhand von Tafeln zeigte wie es in einer Beute (Bienenkasten) so aussieht und mir alle meine Fragen beantwortete. Tatsächlich hatte mich das Thema immer schon interessiert, oder sagen wir, es war mir sympathisch, ich esse sehr gerne Honig und weiss um die Bedeutung der fleissigen Tierchen. Nur auf die Idee, daß ich selber welche halten könnte war ich nie gekommen. Ich habe auch keinen Imker im engeren Bekanntenkreis (dachte ich jedenfalls), dem ich mal über die Schulter geschaut haben könnte oder so. Also ehrlich gesagt fand ich diese Idee zunächst selbst fast etwas abgefahren, aber ich war schnell ziemlich angefixt. 


Internet sei dank habe ich dann erstmal alle verfügbaren Seiten gewälzt, mich halbwegs eingelesen, kam von Beutenart (die Bienenkästen gibt es in verschiedenen Formen und Maßen, sie heissen Beute) zu Bienenrasse, Halteformen (von herkömmlich bis demeter) und was es noch alles für Themen rund um die Imkerei gibt. Toll ist, daß man wirklich etwas für die Natur tut, im Prinzip nützt einem ja der schönste Apfelbaum nix, wenn keine Bienen zum Bestäuben da sind. Ausserdem kostet die reine Betreuung der Bienen nicht viel Zeit, die meiste Zeit muss man sie in Ruhe lassen. Und das Leben dieses fleissigen Staates ist hochinteressant und eindrucksvoll. Seit ein paar Jahren hat sie in unseren Breitengraden einen Feind, eine Milbe namens Varroa, für deren Bekämpfung gehen folglich auch die wichtigsten Arbeiten aufs Konto.
Relativ schnell mekte ich, daß es im Jahr (Juli) schon zu spät war um quasi sofort mit der Imkerei zu starten, das fand ich zwar schade, war aber wahrscheinlich besser für die Bienen, haha! Also habe ich mich weiter damit begnügt Bücher zu lesen und langsam kristallisierte sich heraus, wie ich die Bienen halten möchte. Und wo, nämlich bei uns im Garten. Ja, das geht. (Sogar bis zu sechs Völker, aber soviel sollen es nicht werden. Nur eins bringt aber auch nichts, der Plan ist jetzt, erstmal zwei zu bekommen)
Und wie das so ist wenn man sich neu mit etwas beschäftigt, natürlich stellte sich dann doch heraus, daß der eine oder andere im Bekanntenkreis Bienen hält. Ein Mitsänger aus einem meiner Chöre hält Bienen, das stellten wir ganz zufällig fest, weil wir ein Grillfest bei uns hatten und er ein Buch herum liegen sah. Und dann bot er mir gleich an, Ableger zu machen und wird mir sogar Beuten bauen. Großer Zufall, großes Glück! Wenn alles klappt werde ich im April Bienen haben. Es werden Buckfastbienen in 10er Dadantkästen, für die die es interessiert. Zu Weihnachten bekam ich eine Anfängerausrüstung mit Schleier und Smoker usw. Und einen Kurs habe ich natürlich auch gebucht, der geht Anfang Februar los, ich bin schon total gespannt!
Ich werde Euch hoffentlich nicht mit zuviel Bienen-Content nerven, aber vielleicht wäre das ja auch was für eine von meinen Näh-Leserinnen. Bienen kann man auch in der Stadt halten!

So sind wir schon mitten im Jahr 2016

Neben dem dringenden Wunsch, wieder mehr zu nähen, vor allem für mich!, kam mir in letzter Zeit immer öfter der Wunsch nach einer neuen Nähmaschine. Vor allem nachdem Küstensocke diesen Post veröffentlich hatte, den ich so ziemlich genau so schreiben könnte, ich habe nämlich die gleiche Maschine. Und finde sie auch nicht so doll. Wahrscheinlich ist man, wenn man ordentlich Geld für sein Gerät ausgegeben hat nicht so gerne bereit, zuzugeben, daß man sie nicht so gelungen findet. So braucht es vielleicht etwas Anstoss von aussen, die Schwachpunkte zu benennen und sich da was zuverlässigeres zu wünschen. Natürlich habe ich auch garnicht soviel Vergleich, aber die Maschine die ich davor hatte, war besser, das war allerdings auch eine Pfaff. Nun gut, es ist Jammern auf hohem Niveau, von der Ausstattung ist die Maschine, eine Creative 2.0, ziemlich top, das musste ich jetzt bei meiner Recherche nach anderen Modellen erkennen. Um eine Maschine mit ähnlich viel "Features" zu bekommen muss man Geld in die Hand nehmen... Der Plan ist, die Creative zu behalten und als Stickmaschine weiter zu benutzen, das tut sie ja recht klaglos und gut, sie hat auch einen großen Stickbereich. Meine Suche gilt daher einer reinen Nähmaschine. Ich habe auch schon eine im Auge, mal sehen ob ich die mal unter die Finger bekomme, so in live. Ich werde berichten, das verdient einen Extra-Post.

Wer meinen Blog schon länger verfolgt, wird sich vielleicht erinnern, daß wir letztes Jahr eigentlich vorgehabt hatten das Dach zu erneuern und auszubauen. Nun, dazu kam es bisher nicht. Wir sind nicht die zügigsten was am Dranbleiben an solchen Vorhaben betrifft und die Handwerker scheinen auch nicht gerade eine Auftragsflaute zu haben, will sagen, denen muss man regelrecht aufdringlich hinterherlaufen und zwar allen. Nicht ganz mein Ding, aber es hilft nun nichts. Ich denke immer positiv und vermute, daß das alles einen tieferen Sinn hat. Wahrscheinlich kommen uns die besten Ideen erst jetzt, oder wir treffen jetzt ganz tolle Helferlein, die uns letztes Jahr noch unbekannt waren. Jedenfalls fangen wir schonmal mit dem Zimmer umräumen an. 
Um die Situation im OG zu entschärfen, werde ich, schnief, mein Nähzimmer räumen. Hach, ade Du schönes Kämmerlein... Naja, ich bekomme eine Ecke im Kellerzimmer, aka Musikzimmer. Dort kommt ein Sekretär, der sowieso nur als Schrank diente, weg und ich muss mich dort einrichten, eher über Eck, eine Seite Arbeitsbereich, eine Seite Schrank, vielleicht noch eine Kommode mit einer Schneideplatte? Immerhin direkt am Fenster. Mal sehen, wie ich das mit dem Platz hinbekomme. Den meisten Stauraum suche ich mir besser woanders...

Ich freue mich auf ein weiteres spannendes Bloggerjahr mit Euch! Danke fürs Lesen und bis bald, Eure Katharina

29.5.15

Kleiner Rückblick auf März, April und Mai

Völlig unverhofft komme ich heute Abend mal dazu, endlich mal wieder zurück zu schauen. Was ist denn passiert in den letzten Monaten?

Nach der musikalischen Durststrecke Anfang des Jahres beginnt mit der Passionszeit endlich wieder musikalisches Leben. Ich durfte zwei Matthäuspassionen spielen, immer wieder schön. Einmal hab ich bei meinen Kollegen ausgeholfen, ein schönes Hallo so mitten in der Elternzeit.
Das gehütet werden ist für Konstantin fast kein Problem mehr, ist ja auch meist sein großer Bruder dabei, denn er gut kennt.


Nach Ostern konnte ich endlich mal wieder richtig auf eine Chorfreizeit fahren, mit Übernachten und allem drum und dran. Das hab ich ewig nicht gemacht. In meiner Jugend hab ich gefühlt mein halbes Leben auf Chorfreizeiten verbracht, das geht heute natürlich nicht mehr und war nur dank Elternzeit nochmal möglich. Schön wars, fast wie in alten Zeiten! Mit Konstantin, der hat das auch prima mitgemacht. Die beiden Großen waren samt Vater zuhause und hatten Ferien.
Entgegen früherer Gewohnheiten war ich diesmal Kind sei dank immer die erste beim Frühstück *gähn*. Da sitzt man dann immer mit denselben Frühaufstehern am Tisch, dafür hat man schön viel Zeit zu essen und zu quatschen bis zur ersten Probe.
Mitte April bis Mitte Mai hatte mein Mann einen Monat Elternzeit, den anderen nimmt er wenn ich wieder anfange zu arbeiten. Natürlich ist das wunderbar entspannt, wenn beide zuhause sind, wie Urlaub. Eigentlich wollten wir auch einiges im Haus schaffen, aber wie zu ahnen war kam es nicht so richtig dazu. Für dieses Jahr ist wie schon erwähnt der Dachausbau geplant, vor dem Ausbau steht eine neue Dacheindeckung, dazu soll noch eine Photovoltaikanlage drauf, das will alles geplant sein. Irgendwie dauert alles länger als gedacht, das ist eigentlich auch nichts, was man nicht schon aus Erfahrungen anderer hätte wissen können, aber man muss halt erst selbst drin stecken. Irgendwie stört es mich auch garnicht sehr, so kann man jeden Schritt drei- bis fünfmal überdenken und macht vielleicht keine eiligen Schnellschüsse. Nur die schöne Sonne die so völlig ungenutzt (allerhöchstens die Wäsche trocknend) in den Garten bzw. aufs Dach bretzelt, das fuchst mich jetzt schon ein
bisschen...


Im Garten habe ich weiter gewurschtelt, aber es ist eine Sisyphusarbeit. Letztes Jahr kam ich wegen Bauch und dem damit verbunden nicht vorhandenen Kreislauf zu kaum mehr als garnichts, die dringend nötigen Gartenroutinen sind bei uns auch nicht so drin, leider gewinnt er immer mal wieder die Oberhand. Jedenfalls wächst das Unkraut überall besser als das Gepflanzte und an manchen Stellen bricht alles zusammen, respektive an einer Stelle ist die Wandbegrünung ins Beet gekippt, man weiss garnicht, wo man alles wegschneiden soll.
Nachdem ich im Frühjahr tagelang im hintersten Beet eine Brombeere weggeschnitten hatte kommt sie nun schon wieder, böses Untier! Ich hab garnichts gegen Obst, im Gegenteil, aber diese schmeckt überhaupt nicht wir haben es probiert, die muss weg. Der Apfelbaum trägt sehr viele Früchte, wahrscheinlich wirft er noch die Hälfte ab, aber da kommt schon ein Holundertrieb ins Bild meines kleine Rubinettebäumchens, hinfort mit Dir!! Ich werde echt zum Elch bei all dem Gewachse und Gewuchere . Das allerschlimmste ist eine Hartriegelpflanze die sich durch den gesamten Garten schlängelt. Sie verbreitet sich unterirdisch und treibt wirklich ÜBERALL aus. Eigentlich hat man kaum eine Chance, an vielen Stellen kommt man ihr nicht mal mit dem Spaten bei. Ausser Schnippschnapp, alles ab, fällt mir nichts ein, hat jemand einen Tipp? Morgen leih ich mir nen Häcksler für das ganze Gesträuch.


Einiges erfreut dann doch, im April kamen die Tulpen und Narzissen wieder die ich vor eineinhalb Jahren gesetzt hatte. Nicht mehr alle, aber doch noch viele, ein bisschen Verlust scheint normal zu sein. Anschliessend freue ich mich immer schon dolle auf die austreibenden Pfingstrosen und habe folgerichtig noch ein paar weitere gepflanzt. Die werden sicher noch eine Weile brauchen bis sie blühen, aber angegangen sind sie gut. Auch die meisten Hortensien die ich die letzten Jahre gepflanzt hatte entwickeln sich prächtig. Hach, vielleicht wird es ja doch noch was mit dem schönen Garten!
Im hinteren, von der Brombeere gerodeten Beet stehen ein Kirsch- und eben der Apfelbaum, dazu habe ich jetzt Johannis- und Himbeeren gepflanzt, z.T. solche 1,50€-Pflanzen aus dem Supermarkt (schimpft nur, ein Zufallsfund), sind alle gut angegangen, ich verteidige ihren Platz auch sehr vor dem Gestrüpp. Und an die Stelle eines alten Baumstumpfes haben wir ein Hochbeet gestellt, ein letzter Versuch, Tomaten zu halten, ich hoffe es wird was. Die Jahre zuvor kümmerten die Tomaten immer nur so vor sich hin, der Platz war wohl verkehrt, ausserdem ist der Boden insgesamt sehr ausgelaugt, ohne Mengen an Dünger geht kaum was.


Einen ganz anderen Garten haben wir hier in Landau auch noch, die Landesgartenschau (LGS) lockt die Bevölkerung ins professionell angelegte Grün. Es ist aber auch wirklich eine Pracht, die Tulpen waren wunderschön, sind jetzt alle verblüht, jetzt dominiert Allium die Zierrabatten. Wir hatten uns lange nicht dazu entschliessen können, haben aber jetzt doch Dauerkarten, und sind, wer hätte es gedacht, dauernd dort. Es ist wirklich sehr schön dort, ich empfinde es als sehr entspannend. Es stehen viele Stühle oder andere Sitzgelegenheiten (auch Hängematten) rum, man kann es sich gut bequem machen, Picknick einpacken. Die Jungs haben viel zu entdecken, ganz hinten ist sogar eine tolle Skaternbahn.
Da man um die LGS nicht kostenlos parken kann und sie am anderen Ende der Stadt liegt, mussten wir uns ziemlich spontan einen Kinderfahrradanhänger zulegen. Wir hatten keinen, weil wir als die Großen so klein waren, daß wir sie hätten darin mitnehmen müssen quasi fast in der Fussgängerzone gewohnt haben, da braucht man keinen. Ich hatte auch kaum einen Gedanken an so ein Ding verschwendet, bis zum Kindergarten wäre es ja noch fast ein halbes Jahr, da hätte man sich noch was einfallen lassen können (laufen ist von hier keine Option mehr).
Nun gut, Dauerkarten waren gekauft, Auto und Laufen funktioniert beides nicht, also ein Anhänger mit Schiebemöglichkeit, und bitte ein vernünftiges Modell, günstig ist auch anders, und das so hopplahopp, da musste ich erstmal schlucken...
Inzwischen bin ich ganz, ganz glücklich so ein Teil zu haben. Unserer hat eine Aluwanne und taugt daher auch zum Einkaufen. Der zweite Sitz wird es später ermöglichen, ein zweites (Freundes-) Kind mit aus dem Kindergarten abzuholen. Jetzt auf der LGS beherbergt er alles, was man so mitschleppt, von Jacken bis Picknick zu Skateboards, es ist so praktisch! Wir haben uns für die Schweizer Variante entschieden, dieser hier. Mit dem Parkhilferad samt Schiebebügel kommen wir auf dem Gelände der LGS sehr gut zurecht.


Und der Kleinste? Kann endlich sitzen, schon seit ein paar Wochen. Anfangs mussten wir ihn immer sehr abpolstern, weil er irgendwann umfiel, aber jetzt geht es ganz gut. Im Sitze spielt es sich viel entspannter, weil die Spielzeuge nicht dauernd aufs Gesicht fallen... An Krabbeln ist noch nicht zu denken. Neulich hat er sich mal auf dem glatten Boden rückwärts geschoben, das fand er sehr lustig (bis er irgendwo stecken blieb), hat er seither aber nicht mehr gemacht.
Er brabbelt einzelne Silben vor sich hin, gerne auch wenn wir Großen uns unterhalten, offensichtlich möchte er mitreden. Auch sonst ist er ein sehr geselliges, freundliches Kind, mein Goldkind. Er lacht und strahlt viel, es ist eine große Freude!
Was er sehr gut kann, ist essen. Nach einer kurzen Breiphase hat er schnell beschlossen, daß ihm unser Essen besser schmeckt und isst seitdem das normale Essen mit. Das war auch auf der Chorfreizeit sehr praktisch. Für dort habe ich noch Gläschen eingekauft, ich konnte ihm ja nichts kochen und wusste nicht, ob ich bei der Verpflegung etwas für ihn finde. Aber es war kein Problem, er hat alles gefuttert was es gab, das Beste war Polenta mit Spinat gefüllt, das hat er weggeschaufelt wie ein Großer.
Er sitzt in einem am Tisch befestigten Sitz, das ist für so einen kleinen Weltentdecker auch eine tolle Sache. Eine Freundin meinte, ich solle besser unter den Sitz etwas für seine Füsse stellen, wenn die nur runterhängen sei das nicht gut für seinen Rücken. Also steht jetzt ein Hocker unter dem Sitz und Konstantin hat schnell gemerkt, daß er sich da prima hinstellen kann und dann noch besser an all die tollen Messer und Gläser kommt. Was es alles zu greifen und begreifen gibt!


Ich weiss nicht woran es liegt, aber ein gut essendes Kind ist ein glücklich machendes Bild. (Aber auch die nicht gut essenden Kinder werden satt, falls sich jemand jetzt sorgt. Ich kenne einige und sie sind auch alle gesund und munter). Auf der Chorfreizeit gab es beim Frühstücksbüffet Bircher Müsli, das habe ich seither versucht nachzumachen, weil es so lecker war. Ich mache das auf Vorrat, das steht dann im Kühlschrank und hält etwa 2 Tage. NUR zwei Tage, weil Konstantin und ich davon morgens und abends essen...lecker! Konstantin hat immer noch keine Zähne und kann daher nichts zerkauen. Im Bircher Müsli ist der Apfel aber geraspelt, das geht gut. Die ganzen Rosinen kommen unversehrt wieder heraus, hab ich für Euch überprüft ;-). Den in den Rezepten oft erwähnten Honig lasse ich selbstverständlich weg.
Was mir nach den Rezepten nicht so gut gelingen wollte, war die Konsistenz, da habe ich ein bisschen rumexperimentiert. Ich nehme jetzt statt Milch kochendes Wasser zum Einweichen, dann wird es weicher, das mag ich lieber.

Mein Rezept geht so:

Halbe Packung (250g) Bircher Müsli z.B. von Alnatura
zwei handvoll feine Haferflocken
eine handvoll Weinbeeren

oder 
250gr. feine Haferflocken 
zwei handvoll zerkleinerte Nüsse, lecker sind z.B. gehobelte Mandeln
zwei handvoll Weinbeeren
evt. andere Trockenfrüchte, zerkleinert

zusammen in einer Schüssel mit reichlich kochendem Wasser begiessen, dass Wasser sollte knapp drüber stehen, eher etwas mehr, es quillt ja noch auf. Gut umrühren, Wasser nachgiessen.

Anschliessend drei bis vier Äpfel vierteln und raspeln (macht bei mir die Küchenmaschine).
Den Hafer kontrollieren, evt. Wasser nachgiessen, es soll nicht fest sein, über Nacht quillt es noch nach. Den geraspelten Apfel draufgeben, gut 50ml Sahne dazu und evt. einen EL Zitronensaft. Gut verrühren. Über Nacht stehen lassen, die erste Nacht lass ich es auf der Küchenplatte stehen, erst danach kommt es in den Kühlschrank.
Zum Essen kommt dann noch Joghurt dazu, jetzt im Mai schnibbel ich auch gerne noch Erdbeeren rein. Guten Appetit!

Konstantin mag die gehobelten Mandeln  übrigens nicht so, deswegen nehme ich jetzt die Müslimischung, da sind die Nüsse kleiner.

Und sonst habe ich in der Spargelzeit natürlich Spargel gekocht und sonntags auch noch bei meiner Mutter gegessen. Die Spargelzeit muss man ausnutzen.



Ich habe das erste Mal in meinem Leben Lätzchen genäht. Das mir das passieren konnte. Aber hübsch sind sie.


Ausserdem ein Kommunionkleid für Freunde von uns, einige Klamöttchen und viele Windeln für Konstantin.


Ich habe die Strickmaschine meiner Oma gereinigt. Noch läuft sie aber nicht richtig, ich nehme an sie braucht Öl, da muss ich nochmal ran.
Ich hoffe sehr sie zum Laufen zu kriegen, ich erinnere mich, daß meine Mutter sehr viel an ihr gestrickt hat. Wir bleiben gespannt...
Viele Grüße!