13.4.16

MeMadeMittwoch am 13.4.2016

Die Bilder die ich Euch heute zeige sind vom letzten Samstag, entstanden nach getaner Arbeit. Fix und fertig aber zufrieden nach 5 1/2 Stunden Tristan und Isolde.


Das Kleid habe ich extra für die Premiere genäht. Für ein eher kleines Haus wie unseres ist so eine Wagner-Oper kein Alltag und ehrlich gesagt habe ich mich bisher so gut es geht um Wagner gedrückt. Wenn man sich ein bisschen mit der Person Wagner beschäftigt sinkt der Sympathiegrad reichlich nach unten, die Musik ist groß aber auch schwer und lang. Naja, das führt jetzt hier zu weit. Diesmal kam ich jedenfalls nicht drum rum und hatte großen Respekt vor der Aufgabe. Als Oboistin muss ich vor allem eins sagen: Anstrengend!! Wagner mochte die Oboe offensichtlich gern, man hat ständig zu spielen. Reine Musik sind das hier 4 1/4 Stunden, etwa doppelt so lang wie normale Opern. Da muss man regelrecht trainieren um durch zu kommen. Andere Instrumentengruppen tauschen nach zwei Akten einfach die Besetzung aus...

 

Für die Premiere darf es gern ein bisschen festlicher sein, deswegen habe ich einen sehr edlen Wollcrepe angeschnitten, den ich als Rest ergattert hatte. Die Spitze hatte ich mal von jemandem geschenkt bekommen. Im Orchestergraben (oder auf einer Bühne) kann es ganz schön warm sein, vor allem wenn die Klimaanlage nicht richtig funktioniert wie bei uns zur Zeit (yeah....), Wolle ist zwar warm, kann aber viel Feuchtigkeit aufnehmen, ich finde das eigentlich ganz angenehm als Arbeitskluft. Wie gesagt, Oboe spielen ist anstrengend.
Das Oberteil habe ich gefüttert, direkt auf der Haut mag ich die Wolle dann doch nicht. Das Futter habe ich am Armausschnitt von Hand befestigt, innen ist hier also alles sehr ordentlich.


Dafür hat er eine kleine Beule bekommen, vielleicht hätte ich die Schulternaht noch besser anpassen sollen. Aber vielleicht fällt das nur mir auf.
Der Schnitt ist aus der Fashion Style aka Knipmode, ich glaube das Novemberheft 2015. Das war ein Baukastenkleid, ich habe dieses Kleid genommen und die engeren Dreiviertelärmel dazu. Die Rocklänge orientierte sich dann eher an der verbleibenden Stoffmenge.
Ich habe dämlicherweise die vordere Naht in der Mitte vergessen (beim Zuschneiden), den Schlitz habe ich also so reingefriemelt, der ist jetzt eher etwas empfindlich. Das kann ich nicht empfehlen.


Ob die anderen Mittwochsdamen auch feierliche Anlässe für Ihre gezeigten Klamotten haben, könnt ihr hier sehen.

16.3.16

MeMadeMittwoch am 16.3.2016

Heute trage ich mein schon vor dem Nähen erklärtes Lieblingskleid. Einen Beitrag dazu habe ich nur hier auf dem MMM-Blog veröffentlicht, auf meinem eigenen kam es bisher garnicht vor.



Es handelt sich um einen Schnitt aus der Knipmode, den Stoff habe ich im Betty-Barclay-Outlet in Nussloch gekauft. Er ist schön stabil und für mich perfekt nämlich blau weiss gestreift, damit ist es tatsächlich wie geplant zu einem Lieblingskleid avanciert.



Alle anderen Damen werden heute angeführt von Sybille in einem tollen Mantel, der trotz Druckdesaster tragbar ist, Hut ab, ein Wahnsinnsteil!!

24.2.16

MeMadeMittwoch am 24.2.2016

Mein graues Kuschelnuvem ist fertig!


Zur Zeit komme ich viel zum Stricken, zum einen gönne ich es mir ab und zu, einfach auf dem Sofa zu sitzen, zum anderen sind die Nähmaschinen jetzt übergangsweise eingemottet, die Nähecke im Keller wird erst eingerichtet wenn der große Sohn sein Zimmer hat.
Dieses Nuvem, mein drittes (ich habe eins in lila und ein schwarzes) wollte ich unbedingt haben, nachdem ich auf ravelry dieses Projektbild gesehen hatte. Grau ist sowieso meine Lieblingsfarbe und dann noch als ganz zartes Tuch, ein Traum!


Ich habe die gleiche Wolle wie dort verwendet, Drops Lace, das ist das gleiche Material wie die Baby Merino Silk, nur dünner. Die habe ich schon mehrfach verstrickt und trage sie gerne, durch den Seidenanteil ist das Ergebnis etwas schwerer und fällt gut.


Lacegarn an sich ist grauenhaft zu verstricken, finde ich. Das brauche ich nicht noch mal...
Es sind auch einige Fehler im Maschenbild. Ich stricke gerne blind, aber dann sticht man leicht in die Reihe untendrunter ein anstatt in die Masche. Und merkt es natürlich erst 37 Reihen später. Ach und Fäden zieht es auch dauernd. Wahrscheinlich war es auch nicht so gut, das Strickzeug über Wochen in der Handtasche mit sich rumzutragen, naja...

Ich gucke so streng, wie ich mich beim Fotografieren so konzentrieren muss, den Auslöser der Fernauslöserapp zu treffen, das ist vielleicht eine blöde Erfindung, ohne Hingucken geht es kaum...

Jetzt ist es jedenfalls fertig und ich habe beim Dämpfen alles an gezogenen Fäden versucht zurückzuziehen, das unregelmässige Maschenbild liess sich durch Dampf ganz gut gerade ziehen, da ist die große Dampfmaschine echt ein Segen.


Weil ich im Laufe des Strickens die eine Stricknadel für was anderes brauchte und abgeschraubt hatte (wer kennt es nicht) habe ich ab der Mitte des Tuches etwa die Runde mit einer langen Stricknadel gestrickt, das ging erstaunlicherweise gut und half sehr die eine Reihe mit zu großen Maschen zu vermeiden, die unweigerlich an der Stelle entsteht, wo die Nadeln wechseln. Wenn ich das mal früher gemerkt hätte! Ich vermute, man kann nach ein paar cm Tuchbreite mit zwei Nadeln (die ja zunächst fast parallel zueinander verlaufen) alles auf eine Nadel nehmen und muss erst kurz vor Schluss (jedenfalls bei Lacegarn, evt. bei dickem Garn früher) wieder auf zwei gehen. Das macht das Stricken dann wesentlich entspannter. Allerdings entfällt damit das "nur noch schnell die Reihe fertig stricken", wenn ihr versteht was ich meine.


Das Tuch ist wie erwartet schön groß und sehr weich. Es wiegt 200gr, federleicht fühlt sich das aber nicht an, liegt vielleicht an dem guten Fall. Jedenfalls ist es toll und sehr kuschelig!
Darunter trage ich ein uraltes Kleid nach Knip, ein alltime-Favorit für alle Gelegenheiten.





Alle anderen MeMadeMittwochsdamen findet ihr hier. Meike präsentiert heute etwas wesentlich Farben- und Musterfreudigeres als ich!

15.2.16

Stoffe und Schnittmuster ausgemistet...

Denen unter Euch geneigten Lesern die unter Stoffverarmungsangst leiden sei mein Flohmarkt-Blog ans Herz gelegt. Die Ausräumaktion des Nähzimmers ist in vollem Gange und hat eine Unterkapazität an Lagerfläche zur Folge, also kurz gesagt, es gab da einige Schrankleichen und die werfe ich jetzt unters Nähvolk. Vielleicht findet ihr ja was, was Euch glücklich macht?

Hier geht es lang

Wie immer gilt: Wer zuerst kommt mahlt zuerst. Und: Das Porto kommt noch dazu.
Ich versuche die Liste im Flohmarktblog so oft es geht zu aktualisieren. Schreibt mir, wenn ihr mehr oder bessere Fotos benötigt oder sonstwelche Fragen habt, am einfachsten zu merken ist dickespaulinchen[ätt]gmx.de
Ich stelle dann schonmal die Kartons bereit.

10.2.16

MeMadeMittwoch am 10.2.2016

-Dieser Post erscheint im Original auf dem MMM-Blog und wird der Vollständigkeit halber auch hier veröffentlicht-


Wie soll ich denn bei diesem usseligen Wetter ordentliche Blogfotos machen, kann mir das mal jemand verraten?


Regen, Regen, den ganzen Tag Regen... Ich war heute bzw. gestern schon draussen, kalt, nass und windig war es.


Am Besten ich gehe jetzt rein, hier draussen kann man wirklich nichts erkennen. Und eine Regenjacke ist es nicht, was ich Euch diesen Mittwoch zeigen wollte.


Herzlich Willkommen zum MeMadeMittwoch am Aschermittwoch. Ich heisse Katharina und blogge unter Sewing addicted.
Ich trage heute meinen neuen Mantel. Sehnlichst erwartet, ein Mantel aus hoffentlich-Wollstoff in irgendwie-schwarz.


Ich habe diesen Winter vor allem in meinem Butterick-Gertie-Mantel und meiner Peppernoot-Jacke verbracht. Beide sind toll, reichen aber irgendwie nicht für alle Lebenslagen aus. Der Gertiemantel ist warm und kuschelig, aber so weit, daß man nicht entspannt Fahrrad fahren kann (einhändig Fahrrad fahren damit die andere Hand die mächtige Saumweite zusammenraffen kann ist nicht entspannt, nein) und Peppernoot ist aus einem eher herbstlichen Stoff, will sagen zu dünn für ganz kalt. Ausserdem vermisste ich für manche Gelegenheiten etwas warmes schwarzes.

Bei einem Fabrikverkauf in Bühl habe ich letzten Herbst diesen tollen Wollstoff gekauft, er war erstaunlich günstig für die augenscheinlich gute Qualität (wobei ich garnicht sagen kann, ob es wirklich Wolle ist, fühlt sich aber so an). Ich wollte ihn am Liebsten sofort verarbeiten, habe aber eine Weile nach einem guten Schnitt gesucht.
Ich liebe große Krägen und mir schwebte etwas mit einem großen Kragen und/oder einer großen Kapuze vor. Peppernoot hat zwar die Kapuze, wird aber mit einem Reissverschluss geschlossen und fiel daher irgendwie weg, allerdings kam ich in Gedanken immer wieder zu dieser Form, schmal aber tailliert mit ausgestelltem Rock, das gefiel mir auch an anderen Frauen am Besten und würde am Besten zu meinen Kleidern passen.
Bei der Überlegung, welcher Schnitt am besten passen würde, muss man ja doch immer wieder zurückkommen auf das was überhaupt infrage kommt. Mir gefallen auch die neuen schmalen geraden Schnitte gut, an anderen Frauen jedenfalls. Weiter Mantel, schmal angezogene Beine drunter, sieht super aus. Passt aber überhaupt nicht auf Kleider mit weitem Rock und das ist einfach mein häufigstes Kleidungsstück. Also bitte nicht ablenken lassen.


Hier die Jacke ganz zugeknöpft. Und jetzt von der Seite:


Also was ist das denn nun für ein Schnitt? Ich habe bei meiner Suche eigentlich nur im Netz geschaut, meine Hefte wollte ich nicht durchblättern, warum auch immer. Irgendwann stiess ich durch die Bildersuche auf diesen Schnitt von wearing history, den Ahwahnee Blanket Coat. Laut Beschreibung ein Originalschnitt aus den 1930er Jahren, von der Shopbetreiberin in die gängigsten Größen gradiert. Also ein Mantel der theoretisch aus einer Decke geschneidert werden kann, ganz schön schlau, und das Titelmodell mit den Streifen ist ja auch wirklich nett.
(Das Foto von dem genähten Modell wiederum finde ich total scheusslich und wegen des wilden Musters nicht aussagekräftig. Ausserdem habe ich mich drei Tage gefragt, ob die Kapuze hinten offen ist wegen des weissen Flecks auf dem Foto dort. Irgendwann kam ich drauf, daß das der Halsstumpf (aus Styropor?) der Schneiderpuppe sein muss...)


Im Original (ich habe einiges geändert, aber lasst mich trotzdem kurz das Original beschreiben) wird Vorder- und Rückenteil an einem Stück im Bruch ausgeschnitten, ohne Seiten- oder Rückennaht. Es werden nur die Ärmel und die Kapuze eingesetzt (von den Taschen und dem Beleg mal abgesehen), die Taillierung wird durch einen Gürtel vorgenommen, wie einfach! Wenn man wirklich eine Decke nimmt, braucht man nichtmal säumen.
Fix ein Probeteil genäht, weil, ich ahnte es schon, sowas gerade geschnittenes einfach dreimal nicht zu weiblichen Formen passt, schade. Fazit: Ich brauche eine Menge mehr Weite ab der Hüfte und die nicht vorhandene Taillierung macht oberhalb des Gürtels leider keinen schönen Rücken...

Aber was mir sehr, sehr gefallen hat, war die Raglangeschichte samt der Kapuze und die asymmetrische Knopfleiste, also alles oberhalb der Brust, und das wollte ich ge-nau-so-ha-ben!!
Ich habe eine Nacht drüber geschlafen, dann habe ich das eine große Schnittteil einfach in vier Teile geteilt, vorne und hinten je oben und unten, ganz klassisch. Dazu habe ich unterhalb der Brust meine Peppernootschnittteile zuhilfe genommen, Silhouette und Abnäher wie dort eingezeichnet, die Taillenhöhe nach Mass genommen, ausserdem noch kleine Korrekturen von dem Probeteil im oberen Bereich übernommen. Eigentlich war das ganz einfach.
Die Eingrifftaschen in Höhe der Brust habe ich nicht gemacht (komische Idee...), dafür die aufgesetzten leicht zur Seite und nach unten versetzt (natürlich nicht ohne sie zuerst an den vorgesehen Platz zu nähen, zu versuchen die Hände hinein zu stecken um sie dann wieder abzutrennen, wir wollen ja ganz sicher sein, nicht wahr?). 
Einen Gürtel braucht es so nicht mehr. Und am Ende habe ich die Kapuze noch leicht gekürzt weil sie doppelt aus dem Wollstoff sehr schwer war. Und die Spitze ein bisschen abgerundet, ansonsten finde ich die total lustig, so gartenzwergmässig.


Das mir Raglan so liegt bzw. passt war mich vorher irgendwie nicht klar. Die Schulterpartie ist ganz simpel und einfach zu nähen, nichts steht über, ich muss nichts wegnehmen oder unschöne Rundungen korrigieren. Ich finde die Ärmel fallen schön und die gerundeten Nähte an der Schulter sind sehr edel. Ok, vielleicht war es auch Glück daß mir dieser Schnitt so gut passt.


Der Rücken sieht doch toll aus, oder? Ich werde vielleicht noch eine (kurze?) Jacke mit Stehkragen statt Kapuze nähen, das meiste hier sieht man deretwegen ja garnicht.


Neulich habe ich eine Knopfkiste geerbt, diese drei mit einer Art Blatt fand ich sehr schön für die Jacke. Es gab nur drei, daher ist der oberste ein anderer, den sieht man ja nur selten.


Alles in allem bin ich sehr glücklich über diese wärmende Ergänzung meiner Garderobe.

Und jetzt ihr, was hat Euch heute gewärmt, von aussen oder von innen? Oder seid ihr noch ganz taumelig vom Fasching?

2.2.16

Wee-Chickadee Jäckchen die Zweite


Sie wachsen ja sooo schnell aus allem raus!
Das Strickjäckchen hatte er wirklich oft an, im Herbst als Jacke, im Winter eher als Pulliersatz. Und er mag sie auch glaub ich gerne, wenn er es findet versucht er es anzuziehen, sehr niedlich!
Da musste jetzt mal die nächste Größe her.


Ich habe versucht viele Reste zu verbrauchen, das türkise und das grüne Garn sind jetzt wirklich leer, bis auf ein paar cm, das hellgraue ist zum Großteil der Rest von meiner grauen Strickjacke, dazu der Rest des ersten Jäckchens. An den Ärmeln hat das nicht gereicht, da kam noch dunkelgrau dazu. Die letzten Reste an den Ärmeln hab ich dann von beiden Seiten angefangen damit die Streifen gleich breit werden. Puh, man strickt und ribbelt, zieht beherzt Nadeln aus unfertigen Teilen, bei so kleinen Teilen geht das ja doch schnell. Am Ende hatte ich allerdings um die 50 Fäden zu vernähen...Und jetzt ist es doch ein bisschen zu kurz geworden, naja. Von dem dunkelgrauen Garn hab ich sogar noch ein bisschen, vielleicht strick ich noch ein paar cm dran.


Mir kam die Größenangabe in der Anleitung ein bisschen knapp vor. Ich stricke zwar immer ein andere Größe als angegeben, weil ich leicht dickeres Garn nehme (Strumpfgarn), aber die cm Längen von den Ärmeln und vom Rumpf habe ich für zweijährige genommen und das war viel zu kurz. Und Konstantin ist ja erst eineinhalb. Also da sollte man genau abmessen oder anprobieren, reinwachsen ist ja eigentlich die beste Option.
Muss ich wohl bald die nächste stricken!


Wolle: Baby Merino von Drops, verschiedene Reste Strumpfwolle
Änderungen: Am Hals- und an den Ärmelbündchen ein paar Maschen abgenommen.

22.1.16

Rückblick '15, Ausblick '16 und ein neuer Quilt!



Er ist fertig!!! Mein erstes fertig genähtes Teil 2016 ist tatsächlich der Ocean Waves Quilt! Verzeiht die Bilderflut, aber ich bin megastolz. Ich finde ihn so toll!


Zur Geschichte dieses Quilts: Angefangen 2011 mit dem Zuschneiden. Ich weiss noch, daß ich lange zuvor schon rote Stoffe gehortet hatte, der Plan diesen Quilt zu nähen existierte schon länger. Ein zweiter Post zu der Arbeit daran erschien 2012. Ich habe immer mal wieder daran genäht, aber so interessant sind die Zwischenberichte ja dann auch nicht.


Das Muster Ocean Waves ist eigentlich ein klassisches, ich habe mich genau an die Anleitung aus diesem Buch gehalten:

The American Quilt Story: The How-To and Heritage of a Craft Tradition : Step by Step Directions for 30 Antiques Quilts von Susan Jenkins und Linda Seward. 

Man näht bei dieser Anleitung die Blöcke als Quadrate und Dreiecke (für den Rand) zusammen und stellt diese beim Zusammensetzen auf die Spitze. Ein Block besteht also aus einem weissen Quadrat mit einem Kranz von weissen und roten Dreiecken, für den Rand das ganze einmal diagonal geteilt.

Das Zusammensetzen der vielen Dreiecke ist ziemlich komplex, (man denkt zwar zunächst, man könnte alle Dreiecke einfach zu Quadraten zusammen nähen und dann Reihen bilden, aber das geht nicht, dann hätte man Nähte um die Ecke) deswegen ist es bei genauem Hinsehen auch nicht so superordentlich. Ich habe bei Flickr gesehen, daß es auch eine Methode gibt, bei der man Blöcke erstellt, die je zwei große weisse Dreiecke auf der Seite haben. Die sind sicher simpler zusammenzusetzen, haben allerdings dann ein viergeteiltes weisses Quadrat.



Im Original wurde nur zwischen farbigen und hellen Stoffen unterschieden, dazu kamen leuchtende Dreiecke jeweils in der Mitte der Aussenseite der Blöcke. Hier habe ich als Kontrast zu den roten und weissen Stoffen gelb und orange gewählt.
Die roten Stoffe sind querbeet aus der ganzen Welt, kann man fast sagen. Manche habe ich extra gekauft, andere sind Reste, eine ausgemusterte Hose ist auch dabei, genau wie eine aussortierte weisse Bluse bei den weissen Stoffen, ein paar Erbstückchen und sogar einzwei von meinen gelben Elefanten.
Beim Zusammensetzen habe ich mir große Mühe gegeben, nicht zu oft gleiche Muster nebeneinander zu bekommen.


Die Decke ist quadratisch und das hier ist genau die Mitte, die ist mal schön geworden.


Ich liebe es, wie das Auge ständig rauf und runter gezogen wird. Eigentlich sieht es aus als ob der Quilt glitzert.


Ich habe lange überlegt, wie ich ihn quilten soll. Ich würde ja gerne mal Freihandquilten ausprobieren, fand dann die Idee aber ausgerechnet bei diesem nicht so toll, er ist nämlich sehr groß, 90x90 inch, also etwa 2,25x2,25m.


Ich habe auch kaum Beispiele gesehen die nicht mit geraden Linien waren, die mir gefallen haben. Also habe ich die weissen langen Seiten mit etwa 1/4 inch Abstand nachgenäht. Immer im Quadrat um die Blöcke herum. Am Rand dann ein simples verschlungenes Bändermuster. Dafür habe ich mir eine Pappschablone gebastelt und die Linien vorgezeichnet.



Auf die weissen Quadrate habe ich Freihandblumen gequiltet. Naja, handgemalt eben ;-)



Hach!


Als Binding fand ich einen Bumenstoff von Heather Bailey, der Kontrast mit dem beigen Hintergrund und den grünen Tupfen gefällt mir sehr gut.


 Und der Vollständigkeit halber noch die Rückseite. Ich hätte eigentlich komplett Rosalie nehmen sollen. Aber der Punktestoff musste weg, der ist leicht verfärbt, hier ist er gut eingesetzt.


Nochmal in voller Pracht.

Das Bild hatte ich noch auf dem Tablett, beim Bindingannähen gab es ein Fotofinish. Das hätten kaum zwei mm weniger sein dürfen...

Rückblick 2015

Wenn ich zusammenzähle, finde ich es schon beeindruckend, aber gefühlt habe ich letztes Jahr sehr wenig genäht:
Es waren 13 Kleider, ein Quilt, zwei Jacken, zwei Taschen, ein Kissen. Dazu zwei Strickjacken für mich.
Für Konstantin habe ich auch einiges gemacht, so eine in zwanzig Minuten zusammengeschusterte Hose ist schneller angezogen als gebloggt... das Strickjäckchen lieben wir alle sehr, er bekommt gerade eine neue in größer.
Wie ich glaube ich schon geschrieben habe kam erst so nach dem Sommer meine alte Energie wieder, inzwischen mache ich sogar wieder regelmässig Sport, was unglaublich gut tut. Irgendwie hatte ich mit dem Joggen fast schon abgeschlossen, weil ich ein bisschen Probleme mit meinen Knien habe. Aber siehe da, alles wird einfacher wenn man sich überwindet und einfach mal losläuft und inzwischen geniesse ich es total. 
So langsam freue ich mich darauf Konstantin hoffentlich bald mal in den Kindergarten geben zu können. Ihm würde das sicher großen Spaß machen, er hat ja hier auch immer viel Leben mit seinen zwei großen Brüdern. Und dann hätte ich morgens wieder ungestört Zeit, wenn ich keinen Dienst habe, Nähmaschine, ich komme!
Seit Oktober arbeite ich wieder, auch darüber freue ich mich, meine Kollegen habe ich vermisst. Ab April werde ich von 50 auf 70% aufstocken, das passt bei uns im Dienst gut und zuhause können wir das mehr an Gehalt auch gut brauchen. Oboe üben muss ich natürlich auch, das mache ich meistens nachts. 

Die Sache mit den Bienen
Im Sommer fiel noch eine Entscheidung die mich ziemlich beschäftigt hat, ich möchte dieses Jahr Bienen halten!
Und das kam so: Letztes Jahr gab es ja die Landesgartenschau in Landau und dort gab es einige Tage einen Infostand des Fachzentrums für Bienen und Imkerei Rheinland-Pfalz. Im Prinzip kann man sagen, daß sie dafür Werbung machten, Imker zu werden. Am Stand war eine sehr junge hübsche Frau (Irgendwie war das immer so ein Männerding für mich gewesen, peinlich, oder? Jedenfalls war das ein sehr überzeugende Idee, da nicht den Chef hinzustellen. Wobei der auch sehr nett war, er war in der Nähe) die mir anhand von Tafeln zeigte wie es in einer Beute (Bienenkasten) so aussieht und mir alle meine Fragen beantwortete. Tatsächlich hatte mich das Thema immer schon interessiert, oder sagen wir, es war mir sympathisch, ich esse sehr gerne Honig und weiss um die Bedeutung der fleissigen Tierchen. Nur auf die Idee, daß ich selber welche halten könnte war ich nie gekommen. Ich habe auch keinen Imker im engeren Bekanntenkreis (dachte ich jedenfalls), dem ich mal über die Schulter geschaut haben könnte oder so. Also ehrlich gesagt fand ich diese Idee zunächst selbst fast etwas abgefahren, aber ich war schnell ziemlich angefixt. 


Internet sei dank habe ich dann erstmal alle verfügbaren Seiten gewälzt, mich halbwegs eingelesen, kam von Beutenart (die Bienenkästen gibt es in verschiedenen Formen und Maßen, sie heissen Beute) zu Bienenrasse, Halteformen (von herkömmlich bis demeter) und was es noch alles für Themen rund um die Imkerei gibt. Toll ist, daß man wirklich etwas für die Natur tut, im Prinzip nützt einem ja der schönste Apfelbaum nix, wenn keine Bienen zum Bestäuben da sind. Ausserdem kostet die reine Betreuung der Bienen nicht viel Zeit, die meiste Zeit muss man sie in Ruhe lassen. Und das Leben dieses fleissigen Staates ist hochinteressant und eindrucksvoll. Seit ein paar Jahren hat sie in unseren Breitengraden einen Feind, eine Milbe namens Varroa, für deren Bekämpfung gehen folglich auch die wichtigsten Arbeiten aufs Konto.
Relativ schnell mekte ich, daß es im Jahr (Juli) schon zu spät war um quasi sofort mit der Imkerei zu starten, das fand ich zwar schade, war aber wahrscheinlich besser für die Bienen, haha! Also habe ich mich weiter damit begnügt Bücher zu lesen und langsam kristallisierte sich heraus, wie ich die Bienen halten möchte. Und wo, nämlich bei uns im Garten. Ja, das geht. (Sogar bis zu sechs Völker, aber soviel sollen es nicht werden. Nur eins bringt aber auch nichts, der Plan ist jetzt, erstmal zwei zu bekommen)
Und wie das so ist wenn man sich neu mit etwas beschäftigt, natürlich stellte sich dann doch heraus, daß der eine oder andere im Bekanntenkreis Bienen hält. Ein Mitsänger aus einem meiner Chöre hält Bienen, das stellten wir ganz zufällig fest, weil wir ein Grillfest bei uns hatten und er ein Buch herum liegen sah. Und dann bot er mir gleich an, Ableger zu machen und wird mir sogar Beuten bauen. Großer Zufall, großes Glück! Wenn alles klappt werde ich im April Bienen haben. Es werden Buckfastbienen in 10er Dadantkästen, für die die es interessiert. Zu Weihnachten bekam ich eine Anfängerausrüstung mit Schleier und Smoker usw. Und einen Kurs habe ich natürlich auch gebucht, der geht Anfang Februar los, ich bin schon total gespannt!
Ich werde Euch hoffentlich nicht mit zuviel Bienen-Content nerven, aber vielleicht wäre das ja auch was für eine von meinen Näh-Leserinnen. Bienen kann man auch in der Stadt halten!

So sind wir schon mitten im Jahr 2016

Neben dem dringenden Wunsch, wieder mehr zu nähen, vor allem für mich!, kam mir in letzter Zeit immer öfter der Wunsch nach einer neuen Nähmaschine. Vor allem nachdem Küstensocke diesen Post veröffentlich hatte, den ich so ziemlich genau so schreiben könnte, ich habe nämlich die gleiche Maschine. Und finde sie auch nicht so doll. Wahrscheinlich ist man, wenn man ordentlich Geld für sein Gerät ausgegeben hat nicht so gerne bereit, zuzugeben, daß man sie nicht so gelungen findet. So braucht es vielleicht etwas Anstoss von aussen, die Schwachpunkte zu benennen und sich da was zuverlässigeres zu wünschen. Natürlich habe ich auch garnicht soviel Vergleich, aber die Maschine die ich davor hatte, war besser, das war allerdings auch eine Pfaff. Nun gut, es ist Jammern auf hohem Niveau, von der Ausstattung ist die Maschine, eine Creative 2.0, ziemlich top, das musste ich jetzt bei meiner Recherche nach anderen Modellen erkennen. Um eine Maschine mit ähnlich viel "Features" zu bekommen muss man Geld in die Hand nehmen... Der Plan ist, die Creative zu behalten und als Stickmaschine weiter zu benutzen, das tut sie ja recht klaglos und gut, sie hat auch einen großen Stickbereich. Meine Suche gilt daher einer reinen Nähmaschine. Ich habe auch schon eine im Auge, mal sehen ob ich die mal unter die Finger bekomme, so in live. Ich werde berichten, das verdient einen Extra-Post.

Wer meinen Blog schon länger verfolgt, wird sich vielleicht erinnern, daß wir letztes Jahr eigentlich vorgehabt hatten das Dach zu erneuern und auszubauen. Nun, dazu kam es bisher nicht. Wir sind nicht die zügigsten was am Dranbleiben an solchen Vorhaben betrifft und die Handwerker scheinen auch nicht gerade eine Auftragsflaute zu haben, will sagen, denen muss man regelrecht aufdringlich hinterherlaufen und zwar allen. Nicht ganz mein Ding, aber es hilft nun nichts. Ich denke immer positiv und vermute, daß das alles einen tieferen Sinn hat. Wahrscheinlich kommen uns die besten Ideen erst jetzt, oder wir treffen jetzt ganz tolle Helferlein, die uns letztes Jahr noch unbekannt waren. Jedenfalls fangen wir schonmal mit dem Zimmer umräumen an. 
Um die Situation im OG zu entschärfen, werde ich, schnief, mein Nähzimmer räumen. Hach, ade Du schönes Kämmerlein... Naja, ich bekomme eine Ecke im Kellerzimmer, aka Musikzimmer. Dort kommt ein Sekretär, der sowieso nur als Schrank diente, weg und ich muss mich dort einrichten, eher über Eck, eine Seite Arbeitsbereich, eine Seite Schrank, vielleicht noch eine Kommode mit einer Schneideplatte? Immerhin direkt am Fenster. Mal sehen, wie ich das mit dem Platz hinbekomme. Den meisten Stauraum suche ich mir besser woanders...

Ich freue mich auf ein weiteres spannendes Bloggerjahr mit Euch! Danke fürs Lesen und bis bald, Eure Katharina

13.1.16

Memademittwoch 13.1.2016 Lieblingsstück

Herzlich Willkommen zu meinem ersten Post in 2016!


Heute geht es um das Lieblingsteil aus dem letzten Jahr. Der große Vorteil dabei ist, daß man theoretisch keine neuen Fotos für diesen Traditionspost braucht. Praktischerweise trage ich dieses Kleid samt der Lieblingsstrickjacke aber genau heute und daher habe ich noch das obige Beweisfoto für Euch. Mit winterlichem Dunkelheits-Gelbstich, Entschuldigung. Die nackten Beine auf dem Ersterscheinungspost machen uns sonst alle frösteln...(so langsam wird es sogar hier kalt, aber eine Rose blüht immer noch und Gänseblümchen sehe ich auch auf dem Weg zum Komposthaufen).

Es handelt sich um dieses Kleid, ein Vogue 1027


Der Schnitt ist einfach wunderbar, dazu wurde ja auch schon viel geschrieben. In Aubergine ist es toll und immer ein sicherer Griff aus dem Kleiderstapel.

Ausserdem liebe ich dieses Jäckchen sehr und habe vor es noch in weiteren Farben zu stricken. So kurz und klein wie es ist, geht das schön schnell (es ist kürzer als das Original). Es heisst Gweneth und ist von Cecily Macdonald.


Ich freue mich auf viele weitere Nähaktionen in diesem Jahr. Letztes Jahr musste ich gefühlt das meiste pausieren und hatte einfach nicht so viel Zeit zum Nähen. Das soll hoffentlich langsam einfacher werden. Jetzt muss zwar erstmal das Nähzimmer umziehen (ich räume mein Reich zugunsten eines Kindes, tja!) aber das wichtigste wird schnell wieder zugänglich sein, da bin ich sicher. Ich bin gespannt auf Eure Lieblingsstücke, die werde ich hier auf dem MMM-Blog nachlesen.

Alle Gute für das kommende Jahr, wir lesen uns!