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2.4.14

MeMadeMittwoch am 2.4.2014



Heute trage ich das zweite Kleid vom März, es handelt sich um ein abgewandeltes Butterick 6018.
Kann man das noch erkennen? Ich hatte mir schon bei Betrachtung des Schnittes gedacht, daß man das relativ einfach umstandstauglich weiten könnte, das Kleidoberteil endet im Prinzip noch auf dem Busen. Ich habe also vor allem die vorderen Rockteile weiter gemacht. Das mittlere habe ich angekräuselt, die beiden äusseren an das in der Seitennaht entsprechend geweitete Oberteil angesetzt. Um dem wachsenden Bauch gerecht zu werden aber nicht gleich in ein Zelt-Kleid gewandet zu sein habe ich schmale Bindebänder an der Seite angenäht, sie werden einmal vorne über den Bauch und dann hinten zu einer Schleife gebunden.


So hat man die Mehrweite gut unter Kontrolle. Das Kleid ist sehr bequem, ich war überrascht, bin ich ja sonst eher der Jerseykleid-Typ.
Die Ärmel habe ich ein Stück gekürzt, ganz ideal finde ich sie so noch nicht, vielleicht versuche ich bei einer nächsten Version doch mal die Originallänge mit dem Aufschlag.
Den Ausschnitt habe ich etwas nach unten verlängert, ein paar Zentimeter mehr lässt der Originalbeleg zu, und natürlich habe auch ich dass Kleid gekürzt, schon beim Zuschnitt habe ich einfach 10 cm weniger ausgeschnitten.
Die kleinen Knöpfe vorne habe ich weggelassen, ich hatte einfach keine passenden gefunden. Man hätte sie auf dem bunten Stoff aber wahrscheinlich eh kaum wahrgenommen. 
Apropos Stoff, er ist wunderschön frühlingshaft geblümt, aber eigentlich ein bisschen zu bunt für mich. 
Um die Sache mit der Schnittveränderung erstmal auszuprobieren war er jetzt gerade recht. Ein tragbares Probekleid, das ich getrost entsorgen kann nach der Geburt. Von der Qualität ist er eigentlich ganz schön, ein dünner Baumwollstoff mit ganz leichtem Glanz, gekauft letzten Sommer auf dem Maybachufermarkt in äusserst netter Begleitung.



Hier kann man gut sehen, daß ich demnächst auch am vorderen Rockteil etwas Länge zugeben sollte.
Evt. verlängere ich beim nächsten Mal noch das vordere Oberteil, im Original geht das Rockteil zur Taille noch mal zusammen, ein bisschen weiter runter könnte das Oberteil mit dem weiten Rock schon gehen, das kann man hier allerdings kaum sehen, weil die Bindebänder die Kräuselung auf Taillenweite halten.

Ob alle anderen auch den Frühling auf dem Kleid tragen könnt ihr hier auf dem MMM-Blog sehen.

19.3.14

MeMadeMittwoch am 19.3.2014



Heute zeige ich euch ganz schnell meinen neuen, piroschkaesken Frühlingsmantel. Er ist kurz vor Abfahrt unter Hochdruck fertig geworden, eine ausführliche Beschreibung gibts deswegen erst morgen, das schaff ich heute nicht mehr. 
Es handelt sich um Butterick 5966, ein Michelle-Obama-Rip, das erkennt man aber mit dem bunten Blütendekor kaum. 
Darunter trage ich ein popeliges Jerseykleid nach Knip vom letzten Sommer ebenfalls dunkelblau (die Jerseykleider passen immer noch!!)
Der MMM ist auch ein gutes Stück Selbstdarstellung, macht ja nix, deswegen belasse ich es jetzt bei diesem rudimentären Informationsfluss und verweise auf die kommende ausführliche Mantelbeschreibung, bei der selbstredend auch auf die Spannungsfalten in Brusthöhe eingegangen werden wird. Wir lesen uns!


Ab zum MMM-Blog mit Meike in einem traumhaften Kleid, daß ich weil komplett babyuntauglich dieses mal besonders anschmachte, hach!

27.1.14

Mein Gertiemantel - Butterick 5824


Es ist wahrlich nicht das erste Mal, daß ich (und bestimmt einige mehr) nach Betrachten eines Kleidungsstückes auf Cats Blog ein dringendes "Auch-Haben-Wollen" verspürt habe. Dieses Mal hatte ich aber zudem mit ca. 36 weiteren nähende Damen (zumindest theoretisch) die Möglichkeit, das Teil in echt und real mal anzufassen oder zu probieren, wer hätte das je vermutet!
Auf einem meiner Bielefeldbilder sieht man sogar im Hintergrund Claudia von Buntekleider in Cats Mantel gewandet. Der Rockteil ist ein sensationeller ganzer Teller, ein tolles Tragegefühl!


Es handelt sich um den Mantel von Gertie Hirsch, erschienen bei Butterick unter der Nummer 5824. Im Gegensatz zu den etwas pfusch-erforderlichen Schnitten aus dem Buch sind die Einzelschnitte gut zusammenzusetzen, das hatte Cat schon festgestellt.
Netterweise bot mir Claudia an, den Schnitt auszuleihen (Danke nochmal!), so konnte ich meinen Mantelwunsch gleich in die Tat umsetzen und jetzt ist er auch schon fertig!


Er ist tatsächlich recht flott genäht, die zuerst so angezweifelten angeschnittenen Kimonoärmel (Cat hatte beim Wintermantel-sew-along 2012 den Schnitt schon in die engere Wahl gezogen) sparen eine Menge Arbeit und auch der angeschnittene Kragen macht nicht viel Mühe.


Aber so ein Mantel verlangt am Ende ja einiges an Handarbeit, da sitzt man dann doch etwas länger als geplant. Allein der Saum braucht tatsächlich Stunden...
Was solls, ich hatte tollen Stoff gefunden und wie schon oft festgestellt ist so ein Mantel ein sehr dankbares Kleidungsstück, da lohnt sich jeder sorgfältige Stich.


(Ihr seht mich ungewohnt mit Brille, heute war garnicht mein Tag. Irgendwer hat mich eine Stunde zu früh aus dem Bett geklingelt, wie soll ich Langschläfer-Nachteule da denn überhaupt nochmal wach werden)


Natürlich laufe ich sonst nicht mit nackigem Dekolleté in der Stadt herum, das normale Bild wäre dieses hier. Netterweise passt mein geliebtes Tuch farblich exakt zu den Eulenhandschuhen.


Noch ein paar Detailbilder an der Puppe:


Den Stoff habe ich aus dem Fashion-Park Nussloch, dort gibt es einen Betty Barclay Stoffverkauf. Ein Besuch ist sehr lohnend, die Qualität der Stoffe ist für den Preis wirklich toll. Mantelstoffe liegen zwischen 15 und 20€, normaldicke Stoffe um 8€, Futter und Einlage kostet 3€ pro Meter. Garn, Knöpfe und Reissverschlüsse, Borten und Bänder haben sie auch. Eine absolute Empfehlung! Danke nochmal an Sewmeow für den Tipp!!

Ich hatte großes Glück, denn bei meinem Spontanbesuch waren alle Mantelstoffe um die Hälfte reduziert, ein wunderbar weicher, warmer und kuscheliger Stoff für 7,50€, immerhin braucht man fast 5m...



Ich habe Paspelknopflöcher gemacht. Auf den Tages(-Schummer)lichtfotos sieht man, daß die Knöpfe farblich eigentlich genau passen.


Einen Schönheitspreis wollte ich mit denen aber nicht gewinnen.


Mit der Rückseite übrigens auch nicht. Verstürzt habe ich mit schwarzem Chiffon, das darf man ruhig sehen, finde ich.


Die Anleitung sieht beide Taschenteile aus Oberstoff vor, das fand ich zu dick. Über Twitter haben wir uns auf eine Schicht Oberstoff, eine Schicht was dekoratives geeinigt (Ja, Twitter ist toll!). Der Rest dieser wunderbar geblümte Viskosemischung wird hoffentlich bald ein Kleid.

Mit dem Schnitt bin ich wie vermutet gut zurecht gekommen, ich habe oben eine 14 und unten etwa 16 (gab es auf dem Schnitt nicht) zugeschnitten, die Ärmel habe ich sicherheitshalber noch etwas weiter gemacht, die Taille auch. Die angeschnittenen Ärmel sind um einiges bequemer als eingesetzte, kein Wunder, es gibt ja auch keine störende Naht, die z.B. die Strickjackenärmel hochzieht.
Die Mengen an Rockstoff tragen sich wirklich wunderbar, ich kann mir aber gut vorstellen, daß man da einiges an Weite wegnehmen kann ohne viel Effekt zu verlieren. Ich hätte ja noch ein 3m Stück Mantel-Stoff, ohne Richtung, evt. wäre es einen Bastel-Versuch wert, mal sehen.

Ich bin gespannt, wieviele Gertiemäntel noch so in der Bloggerhemisphäre entstehen, ich habe von einigen Geplanten gehört!