Posts mit dem Label WKSA14 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label WKSA14 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

25.12.14

Mein Weihnachtskleid 2014 WKSA-Finale in Simplicity 3749

Liebe Leserinnen und Leser, ich wünsche Euch von Herzen fröhliche und gesegnete Weihnachten!

Das WKSA-Finale ist ein gebührender Abschluss für ein schönes, ereignisreiches Nähbloggerjahr, war wie immer schön mit Euch! Habt ihr schon das Goodie für die MMM-Spendenaktion, die Weihnachtsgeschichte gehört? Ich bin noch nicht ganz durch, habe mich aber schon so daran gefreut, ich hoffe Euch gefällt sie auch.



Auch ich habe ein Weihnachtskleid!
Die letzten Jahre beim WKSA war immer mal wieder bei einigen zu lesen, daß sie das Weihnachtskleid mangels Zeit nur in einem Rutsch nähen konnten und deshalb die Teilnahme am Sew-Along etwas schwierig war. Irgendwie dachte ich da, so ein paar Minuten pro Tag kann doch jede erübrigen, oder? Tja, weit gefehlt, so war das dieses Jahr bei mir nämlich auch.


Im Prinzip wäre es ja durchaus drin gewesen, jeden Tag ein bisschen zu nähen, wäre da nicht am Anfang die große Hürde Zuschnitt! Nicht nur, daß das einer der ungeliebtesten Teile beim Nähen ist, ich brauche dafür auch noch einen leergeräumten Esstisch, mind. eine Dreiviertelstunde Zeit und Ruhe, die Kombi gibt es zur Zeit einfach fast nie. Bei den großen Rockteilen des 50er Jahrekleides scheut mich dann auch noch das auf dem Boden rumkreuchen, die passen nämlich nicht auf meine eine große Zuschneidematte. Das Zuschneiden verschleppte sich also nach dem erfolgten Ändern der Schnittteile immer weiter bis kurz vor dem Finale.
Fazit: Meine Zuschneidesituation benötigt dringend ein Update. Nehme ich mir für 2015 vor.
Eine weitere Zuschneidematte muss her, und vielleicht könnte ich mir irgendwo einen klappbaren Zuschneidetisch installieren? Mal sehen.


Zurück zum Kleid, das habe ich dann nach dem endlich erfolgten Zuschnitt in einem Rutsch am vierten Adventswochenende genäht.
In einem Kommentar wurde ich nach den Anpassungen gefragt, Jana schrieb:

Wie wendest du den Basisschnitt aus Baumwolle denn auf den Jersey an? Der Jersey dehnt sich doch noch und reagiert anders als die BW. Nimmst du da noch andere Änderungen vor?

Ich nehme für Jersey die gleichen Anpassungen wie für Webstoffe, im Zweifel nähe ich bei Jersey einfach noch was weg. Die wichtigsten Änderungen am Schnitt sind im Prinzip die, deren Änderung nach dem Zusammennähen schwierig bis unmöglich sind. Also alles, wo man erst ein Teil wieder abtrennen muss vor der Korrektur (die Ärmel für die Schulterweite) oder was zu klein gerät (bei mir die Schulterhöhe/Armloch). Das muss einfach vorher passen, da pfriemele ich ungern noch dran rum, wenn es schon genäht ist. Und Schulterbreite und Armloch sind bei Jersey und Webstoff bei mir zumindest fast identisch.

Und wie nimmst du Änderungen an einem fast fertig genähten Kleid vor? Mir fällt da nur die Änderung der Saumlängen unten und am Ärmel ein. Aber was macht man, wenn es auch sonst zu groß ist? Trennst du das Kleid dann wieder zum Teil auf?

Die Taillenweite lässt sich später noch ganz gut ändern, ein Stück Taille hat man schnell aufgetrennt um an der Seite was wegzunähen oder einen Abnäher zu korrigieren. Daher auch hier: Lieber ein Stück zu weit, weg geht immer noch.

Bei meinen Änderungen sind mir die Ärmel am Saum etwas zu weit geraten, da habe ich eine Falte eingelegt. Ausserdem war die Taille tatsächlich etwas grosszügig, wahrscheinlich bin ich da im Moment übervorsichtig. Ansonsten hat alles gepasst, das Oberteil musste ich nur zusammennähen, passt. Das Kleid ist oben komplett gedoppelt und für den Rock habe ich ein Futter aus dünnem Webstoff zugeschnitten. Die Taillenweite war durch den dünnen Stoff trotz drei Lagen noch sehr labbelig, ich habe das Futter einen Tick eingekräuselt und so die Naht eingehalten (die flutschige Taillennahtzugabe mit der gekräuselte Futternahtzugabe zusammengesteckt und genäht).
Den Rest erledigt der Gürtel (Apropos: Für den bin ich extra vorgestern nochmal in die Stadt getigert. In fünf Geschäften nacheinander gab es nur breite Gürtel mit vielen Nieten drauf, das scheint der neueste heisse Scheiss zu sein, habt ihr auch alle schon einen? Ich verstehe diese Klamottenläden nicht, überall gibt es dasselbe... Wahrscheinlich hypnotisiert man so die Kunden und im siebten Laden mit den gleichen Sachen kaufen die das dann einfach alles. Es muss ja gut sein, wenn es das überall gibt!?
Im O*say wurde ich dann fündig mit einem netten Dreierset schmaler Gürtel in beige, mittel- und dunkelbraun, sowas hatte ich schon lange gesucht!)


Das fertige Kleid hat mich dann erstmal ziemlich enttäuscht, es kam mir seltsam bieder vor, bestand trotz eines tollen Rockteils irgendwie nur aus Oberweite und sah aus wie ein Morgenrock (laut Schnitt ist es ja ein Hauskleid...) Ich dachte es liegt am Stoff oder am Muster oder an dem sehr gekürzten Oberteil, ich war jedenfalls reichlich genervt, bis mir der Verdacht kam, der Rock könnte ein Stück kürzer besser aussehen. Also, das fertige Kleid am nächsten Tag um den Saum gekürzt und neu umgenäht, siehe da, super! Der Gürtel tut auch noch seinen Teil, jetzt gefällt es mir sehr gut und die Proportionen zum Oberteil sehen ganz anders aus.
Ausserdem ist es sehr bequem, der Rock schwingt sehr hübsch und das Futter schützt vor allzuviel Abzeichnung. Der Schnitt (simplicity 3749) ist so toll, den werde ich noch öfter nähen.
Was man nicht sehen kann sind meine tollen Thermoleggings mit grauen Sternchen, hab ich in einem Ramschladen gefunden. Total warm und kuschelig. Schimpft mich Spätzünder, aber Thermoleggings sind meine Neuentdeckung der Saison. Und dann noch mit grauen Sternchen, wenn das nicht weihnachtlich ist!

Hier meine beiden anderen Teile vom diesjährigen WKSA:




Vielen Dank an Dodo und Juli, die den Sew-Along so schön moderiert haben! Alle anderen Finalisten finden sich hier zusammen.

8.12.14

WKSA Teil 3 und 4

Zuallererst möchte ich auch hier nochmal auf unsere Spendenaktion hinweisen, ich bin wie die ganze MMM-Crew total begeistert, daß ihr auch dieses Jahr so toll mitgemacht habt, Wahnsinn! Wir haben einvernehmlich beschlossen, bei dem guten Start das Spendenziel noch ein Stückchen hochzuschrauben, jeder Euro bringt uns näher an eine weitere Ausbildung einer Frau in Afghanistan, das ist super!!! Und lasst Euch überraschen, das Goodie wird glaub ich ganz toll.

In der letzten Woche habe ich vergeblich auf ein Zeitfensterchen gehofft um mit dem Weihnachtskleid weiter zu kommen, aber nix wars! Eingestiegen war ich erst zwei Tage vor dem dritten Termin, jetzt passt der nächste Zwischenstand halt zum vierten besser, also los!

30.11.: Ich bin in Stimmung, erste Nähte sind gemacht oder wahlweise Endlich hab ich angefangen

Hier passt das zweite ganz gut, den Anfang machte nämlich das Ankommen und für gut Befinden des Stoffes, der erfreulicherweise genauso aussieht wie auf dem Foto im Shop. Natürlich hätte er etwas dicker sein können, aber haben wir Viskosejersey schonmal dicker bekommen als erwartet? Eben. 




7.12.2014 WKSA Teil 4:
Uah, es passt nicht, das muss ich ändern / Ich habe diese schwierige Stelle gemeistert und bin stolz wie Bolle! / Das sieht doch schon ganz gut aus, oder? / Ich hab ein Hängerchen und brauche Motivation!


Bei mir passieren die meisten Änderungen vor dem Zuschnitt, also im Schnittmuster. Dafür hatte ich mir mal einen Basisschnitt erstellt und korrigiere seitdem die Schnitte anhand dieser Schnittteile. Das funktioniert sehr gut und ich habe so eigentlich immer tragbare Ergebnisse, an denen ich kaum noch was ändern muss. Nach Kind drei habe ich eine Weile gezweifelt, ob der Basisschnitt schon wieder passt, aber ich habe ihn diesmal wieder benutzt. Da der Stoff dehnbar ist wird er die restlichen Zentimeterchen für den Stillbusen liefern können ;-)

Ich hab Fotos gemacht und zeige Euch hier mal wie ich vorgehe:



Zier Erinnerung, das ist mein Schnitt, ein als Housecoat deklariertes Kleid mit großem Kragen aus den 50ern, Simplicity 3749. Die Größe entspricht laut Maßangaben eigentlich nicht meiner bevorzugten Kleidergröße, 14 wäre eine Nummer zu klein, aber man weiss ja nie so genau wie es ausfällt.


So sieht das dann aus, wenn man einen Vintageschnitt auspackt, ein Häuflein in diesem Fall schon ausgeschnittener dünner Papierschnittteile, evt. schon seit Jahrzehnten nicht mehr aufgefaltet gewesen. Irgendwie immer wieder ein bisschen heilig, sowas auszubreiten...


Erstmal lauwarm bügeln, sonst wird das nichts.


Da ich an dem alten Schätzchen nichts rumschnibbeln möchte werden die relevanten Teile (Vorderteil, Rückenteil und Ärmel) erstmal 1zu1 abgepaust. Ich hab diesmal Papier genommen statt der dünnen Baumarktfolie, damit ich abgeschnittene Teilchen besser kleben kann.


Erster Blick mit dem darüber gelegten Basisschnitt (blau), ganz erfreulich, so weit weg ist es garnicht. An der Taille fehlt ein gutes Stück und die Schulterlinie muss ich korrigieren. Zu lang ist es auch, aber das ist ja ein kleineres Problem.


Hier habe ich vergessen ein Foto vom aufgelegten Basisschnitt zu machen, das ist das Vorderteil mit dem Kragen. (Den Basisschnitt sieht man untendrunter durchschimmern, allerdings verrutscht)
Das rote sind die Korrekturen, so werde ich also zuschneiden.
Wie erwartet war hier vor allem die Höhe des Armlochs ein Stück zu niedrig, das muss ich eigentlich immer ändern, hinten fiel es aber kaum ins Gewicht. Die Abnäher stimmen von der Weite fast überein, Taillenweite und Länge muss ich hier auch ändern. Ich habe also die Abnäherspitzen nach unten verlegt und dazu passend die Knopflöcher (die müssen zur Brust passen, sonst steht die Knopfleiste auf), der untere Abnäher könnte immer noch zu hoch sein, aber das prüfe ich am genähten Teil.
Ich habe den Kragen etwas nach aussen verlegt weil mir der Halsausschnitt zu eng vorkam, mittlerweile zweifele ich aber, ob ich wirklich soviel verschieben darf. Diese angeschnittenen Krägen sind eine typische 50er Jahre Schnittführung und nicht so einfach zu ändern wie z.B. die Taillenweite. Evt. probiere ich das mal mit einem Probestück. Ich hatte diese Änderung neulich an einem anderen Kleid und da war es nicht ganz so geworden wie gehofft.
Für diese Kragenform muss man aber auf jeden Fall das nach oben stehende Stück, was am Rückenteil den Kragen bildet, entsprechend dem vergrösserten Ausschnitt vom Rückenteil verlängern.

Wie man gut erkennen kann ist alles locker aus dem Handgelenk eingezeichnet, ich mache also kein Riesenaufhebens drum, mein Augenmass ist eigentlich ganz gut. Letzte Korrekturen muss ich eh am fertigen Kleid machen.


Bei der Schulternaht vom Rückenteil habe ich einen Teil der Höhe zugegeben der beim Vorderteil gefehlt hat, ich denke, sonst rutscht mir die Naht zu sehr nach hinten. Oder wäre das wegen des angeschnittenen Kragens notwendig? Das sind so Details, die ich noch nicht so raushabe.


Dann geht es weiter mit dem Ärmel, die Armkugel habe ich abgepaust. Die gemachten Änderungen an den Oberteilen habe ich abgemessen (so supergenau bin ich nicht, halt so pie mal Daumen) und an der Armkugel an mehreren Stellen die entsprechend nötigen Zugaben eingezeichnet.


Den Ärmel habe ich dann einfach an mehreren Stellen eingeschnitten, in der passenden Weite auseinandergezogen und aufgeklebt. Den unteren Teil habe ich erst dann drangezeichnet.

Jetzt kann ich die Belege an den neuen Oberteilen abpausen und die Rockteile mit mehr Weite versehen, dann sollte es eigentlich passen!

Wie weit alle anderen sind kann man hier nachlesen.

28.11.14

WKSA Teil 1 und 2 - "Vorsicht an der Bahnsteigkante..." jetzt aberschnell!


Puh, gerade noch. Ok, ich hätte ja noch ein paar Tage, aber, psst, ich bin ja nicht nur hiermit im Rückstand, die Jacke muss ich auch noch verbloggen, bald kommt wieder der Monatsrückblick und ich hätte da noch ein Buch zu zeigen... Nun gut, ich komme zu, sagen wir, wenig, ist ja auch kein Wunder.
Also, den Weihnachtskleid-Sew-Along wollte ich mir nicht entgehen lassen, diese Tradition habe ich mir die Jahre über auch zu meiner eigenen gemacht, nicht nur durchs Hosten bei den letzten beiden Male. In denen ich dadurch immer pünktlich sein musste, btw., wie entspannend das ist sich jetzt mal noch ganz hinten anstellen zu können, lalala...
Dieses Jahr freue ich mich, daß Juli und Dodo frischen Wind in die Sachen bringen.

Für den ersten Termin gab es diese Themen:

Ich bin 1a vorbereitet und habe schon alles zusammengesucht / Weihnachten ? Ist nicht noch Sommer ? / Ich such nach Inspiration und guck mal, was die anderen machen / Schnitt da aber kein Stoff oder andersrum ? / Kleine Rückblende : mein Weihnachtskleid 2013/2012/2011


1.: 1a vorbereitet? Ähem, nein.
2.: Der Sommer ist seit dieser Woche definitiv rum, hier sinds 4°C morgens, ausserdem hatte ich schon gefühlt die erste Adventsmugge, h-Moll Messe. Ok stimmt, kein Weihnachtsstück, gilt nicht.
3.: Ja, das mit den Inspirationen hatte ich mir erhofft, ich werde mal schauen, denn einen
4.: Stoff habe ich mir schon ausgeguckt. Der vorhin eilig zusammengeklaubte Stapel potentieller zukünftiger Weihnachtskleider liegt nämlich neben mir, ich drehe und wende immer mal beim Schreiben und hoffe auf Eingebungen. Einen habe ich mittlerweile beiseite gelegt, aber überzeugt bin ich nicht.

Nix dabei? nix dabei. Ich MUSS was kaufen, das sehen Sie doch ein, angesichts dieses Elends, oder?

5.:Was hatte ich also die letzten Jahre an?

2011 ein dunkelblaugraues Wollkleid in einem Oktober-Schnitt mit roten alten Glasknöpfen


Mein Fazit: Ein sehr schönes Kleid aus einem tollen, edlen Material. Leider passt es mir nicht mehr (wie auch, zur Zeit) und auch sonst gab es seither wenig Gelegenheiten es zu tragen, schade eigentlich! Kommt aber nicht weg, dafür mag ich es zu sehr.


2012 ein grauschwarzes Kleid nach dem Licorice-Schnitt von Colette:


Mein Fazit: Dieses Kleid habe ich gerne und oft getragen, es ist luftig, weil es aus dünner Baumwolle ist und die Farbe ist schön aber neutral. Leider war es noch vor (also ohne) meinem Basisschnitt entstanden und ist ein wenig zu kurz in den Armlöchern. Wichtige Erkenntnis: Mir liegen BW-Stoffe und halsferne Schnitte





Fazit: Dieses Kleid hätte ich öfter getragen, wenn es gepasst hätte, das Oberteil ist zu weit, das geht so nur mit Jacke. Ansonsten fühle ich mich in einem solchen Schnitt sehr wohl und habe den modifiziert noch zweimal genäht. Ohne Knopfleiste kann ich das in der Stillzeit aber nicht tragen, also verschiebe ich die Änderung auf nächstes Jahr. Die Jacke finde ich sehr konzertalltagstauglich.

Und was wird es dieses Jahr?

Damit wären wir bei Teil 2, der da lautet:

23.11.2014 WKSA Teil 2:
Oh, so ein schönes Schnittmuster wird da genäht, ich entscheide mich schnell um / Ich habe mich für mein Traumkleid entschieden und bleibe dabei / Ich nähe mal lieber erst ein Probemodell / Schnitt kopieren, zuschneiden, wer sagt eigentlich, dass Nähen Spaß macht? 

Wie gesagt, da war dieser Stapel durchaus weihnachtskleidtauglicher Stoffe, einige hatte ich die Weihnachten zuvor schonmal als mögliche Kandidaten ausgeguckt, aber irgendwie überzeugten sie mich auch dieses Jahr nur so halb. Halb insofern, als ich mir mindestens einen Stoff schon vorstellen konnte, mir aber einfach kein passender Schnitt einfallen wollte.

Apropos Schnitt. Ich dachte, Nee, die Schnitte guck ich jetzt nicht nochmal durch, das hab ich ja schon hundertmal gemacht. Und dann hab ich folgerichtig meine Schnitte durchgeschaut, weil, das kann man ja nicht oft genug machen. Ich hab mit den Einzelschnittordnern angefangen, weil ich im Hinterkopf hatte, daß da noch irgendwas schlummern musste. Und siehe da, nicht nur daß da einer auftauchte, von dem ich neulich dachte, den könnte ich auch mal kaufen, sondern dann fiel mir dieser wieder in die Hände:


Simplicity 3749, ein Hauskleid-Schnitt aus den Fünfzigern. Ein echtes Schätzchen das ich gezielt gesucht hatte. Cat hatte dieses Kleid schon mehrfach genäht und gezeigt und eins auf der Annäherung getragen, ein wunderbares Kleid! Vielleicht hätte ich mir den Schnitt auch leihen können, aber manche Sachen möchte ich gerne selber haben und so habe ich bei einer günstigen Gelegenheit mal zugeschlagen. Dieser Schnitt gehört nämlich zu den eher begehrten Vintage-Schnitten und wird sehr teuer gehandelt (an die 40€ kann man dafür schon ausgeben...).
Dafür ist er nicht in meiner Größe und ich muss ihn erstmal anpassen, aber dafür habe ich ja meinen Basisschnitt.
Meine diesjährigen Kriterien für ein Weihnachtskleid sind: stilltauglich, also Knopfleiste oder Wickeloberteil, und ein bisschen Glamour. Und lieber keinen einfarbigen Stoff. Ich hatte kurz angefangen die ersten WKSA-Beiträge nach Inspiration zu durchforsten, aber nach 10 Blogs war noch kein stilltauglicher Kandidat dabei, da hab ich das schnell aufgegeben. Zum Bloglesen komme ich dieses Jahr einfach nur rudimentär, ist halt so.

Zu diesem Kleid passten jetzt alle die ausgesuchten Stoffe nicht sooo gut, fand ich. Dabei hatte ich mir Neukaufen streng untersagt, ist ja genug Material da, so im Prinzip. Aber nur mal gucken wird ja wohl erlaubt sein, oder?
Bestellt hab ich dann diesen hier *räusper*:


Das ist ein Jersey, das wird also ein bequemes Weihnachtskleid, das passt gut zu den Feiern in unserer Familie.
Das Anpassen des Vintagschnittes (also des Schnittmusters, ich passe das meiste vor dem Zuschneiden an) wird sicher kein Spaß, deswegen bin ich froh, daß mich der Sew-Along da motivieren wird dran zu bleiben. Und jetzt muss ja der Stoff auch erstmal kommen.
Zu einem Probekleid wird es wahrscheinlich eher nicht reichen. Lieber versuche ich mich an einem zweiten Kleid, vielleicht für Sylvester. In der neuen Knip ist ein sehr schöner Schnitt drin, der mich gleich angelacht hat:


Aber den Plan schiebe ich mal auf die sehr eventuell Liste, da gibt es vorher noch eine Menge anderes zu tun...

Alle anderen Weihnachtskleidsüchtigen finden sich hier auf dem MMM-Blog